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sio. 119. Dienstag, den 23. Mai L8V6.
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AnMSk- uni Amtsdlait für ien Kreis Sichen.
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expedition: Schul st raße, Lit. B. Nr. 18.
Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Vrinqerlohn.
Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
Amtlicher H h e i k.
Die Herrn Lehrer des Kreises Gießen werben hiermit benachrichtigt, daß die diesjährige Kreis-Lehrerconferenz Montag den 29. Mai, Vormittags 11 Uhr, in dem Saale des Cafs Leib ftattfinden wird.
LUf3nC w£e!»etC®"ife0f,att berl^rtr auf seine Schüler -inzuwirken, um dieselben in ununterbrochener Aufmerksamkeit und Tbütipkeit zu erhalten? Referent: Lehrer Iä ger zu Ltch
2. lieber den Zeichenunterricht in der Volksschule.
Vortrag von Lehrer Lehr zu Gießen. , Q
3. Die Disctpltn in der Volksschule. Wie ist sie zu erlangen und zu erhalten ' Referent: Lehrer Maul zu Ruttershausen.
Gießen, den 19. Mat 1876. Großherzogltche Kreis-Schul,Commission Gießen,
v. Röder.
Gießen, am 20. Mai 1876.
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Jahr 1876 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedürfnissen in den Gemernden des Kreises Büdingen.
4. Ordensverleihungen.
5. Ertheilung von Erfindungspatenten.
6. Concurrenzeröffnuug. Erledigt ist: die vierte Gemeinde-Schulstelle zu König mit einem Gehalt von 771 Mk. 43 Pfg. Die Concurrenzeröffnung in Nr. 61 des Regier -Blattes von 1875 wird mit dem Anfügen zuriickgenommen, daß dem Herrn Grafen zu Erbach-Schönberg das Präsentationsrecht zu dieser Stelle nicht zusteht; die fünfte Gemeinde-Schulstelle zu Roßdorf mit einem
Beziehung gestanden haben. _
Berlin, 20. Mar. Die heutige dritte Berathung des Sprachen-Ge- setzes im Abgeordnetenhause verlief in leidenschaftlicher Erregung. Wierzbinzki nennt die Vorlage „ein Werk der Gewalt, der Dreistigkeit, des Cynismus." Aegidi antwortet mit dem Hinweis auf die Bedrückung der deutschen Nationalität in Westpreußen, citirt den Achatius von Zehmen, der heute vor 300 Jahren prophezeit habe, es werde ein Gewaltiger kommen, um an den Polen Vergeltung zu üben für das Unrecht, das sie an den Deutschen begingen. Windthorst (Meppen) eifert gegen das Gesetz als ein Unrecht. Ueberhaupt enthielten unsere geschriebenen Gesetze mehr Unrecht als Recht. Der Redner charakterisirt gewisse Aeußerungeii v. Sybels gleichfalls als cpnische. Präsident v. Bennigseli ermahnt unter allseitigem Beifall die Redner, sich zukünftig derartiger verletzender Aeußerungen zu enthalten; politische Körperschaften vertrü-
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Darmstadt, 18. Mai. Man beabsichtigt, unserem demnächst scheidenden Minister-Präsidenten im Saalbau ein Abschiedö-Banket zu geben.
Die Ernennungen, welche durch den Weggang des Herrn Hofmann veranlaßt werden, sollen beschlosien sein. Formellen Ausdruck werden sie erst kurz vor dem 1. Juni d. I. erhalten. r
— Die gemeinschaftliche Berathung der Finanz-Ausschufie beider Kammern hat, wie angekündigt, gestern stattgefunden; man berieth in zwei Sitzungen das ganze Budget durch und werden nun nach Pfingsten die Kammerverhandlungen beginnen. Die gemeinschaftliche Berathung hat sich aus die neuen Steuergesetze noch nicht erstreckt. Doch vernimmt man, daß der Finanz-Ausschutz erster Kammer denselben nicht gewogen ist. In den Landgemeinden um Worms und im Odenwald ist eine große Agitation gegen das Kirchensteuer-Gesetz tm Gang. Man weigert sich vielfach zu zahlen und hält Versammlungen ab, um sich gegen die Steuer (Gesammtbetrag bekanntlich 300,000 Mk.) zu erklären. Auf einer Versammlung in Heppenheim an der Wiese traten 25 der Anwesen den aus der evangelischen Landeskirche aus, in Offstein die ganze Gemeinde, in Wöllstein drohten 15 Gemeinden mit dem Austritt. Mit Recht tadelt die ,Worms. Ztg." dies Gebahren, blos um pecmnärer Rücksichten willen auszn- treten und fragt, ob denn andere Confessionen nicht auch etwas für ihre kirchlichen Bedürfnisse aus ihren eigenen Mitteln opferten; bei der evangelischen Landeskirche aber sei dies jetzt um so nothrvendiger, als der Staat resp. die Kammer die bisherigen Zuschüsse zurückgezogen hätte und man Geldmittel zur Erhöhung der Pfarrer-Besoldungen brauche. Man müffe sich gerade jetzt einig gnschließen an die hochachtbaren Männer, die an der Spitze des Protestantenvereins stehen und ihnen helfen, das zu erstreben, was Noth thue, eine freie evangelische Landeskirche, frei von aller Hierarchie und Orthodoxie.
Darmstadt, 19. Mai. Die Nr. 26 des Großherzoglichen Regierungs
blatts hat folgenden Inhalt:
1 Bekanntmachung Großherzoglichen Ober-Consistoriums, die Ausführung des Gesetzes vom 8. Januar 1876 über die Klassificatton des Diensteinkommens der evangelischen Geistlichen betreffend. x
our Ausführung des 8 12 des rubricirten Gesetzes wird, nachdem nunmehr die sämmtlichen Präsentations-Berechtigten auf an sie ergangene Aufforderung vom 25. Februar l. I. die betr. Erklärungen abgegeben haben, hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Herren: Graf zu Erbach-Erbach, Graf u Erbach-Fürstenau, Freiherr von Gemmingen, Freiherr Löw von und zu Steinfurth, Freiherr von Schenk zu Schweinsberg, Gesammtfaniilie für die evangelische Pfarrei Ulfa und Freiherr von Wamboldt zu Umstadt, dem erwähnten Gesetz nicht beigetreten sind, ,
2. Übersicht über Einnahmen und Ausgaben des Kirchen- und Schulbaufonds für die Provinz Rheinhessen vom Jahre 1874.
3. Uebersicht der von Großherzoglichem Ministerium deö Innern für das
Gießen, am 19. Mai 1876.
Die Großhmogliche KreiS-Schul-Commissim Gieße»
an die Schulvorstände des Kreises.
Sie wollen die betreffenden Lehrer von vorstehender Bekanntmachung alsbald in Kenntniß setzen.
v. R ö d e r. ____________________________________________________
Gehalt von 942 Mk. 85 Pfg.
Berlin, 19. Mai. Das Abgeordnetenhaus genehmigte in dritter Lesung die Gesetz-Entwürfe, betr. den Ankauf und Ausbau der Dahn Halle Kassel und Nordhauien Nixei lind die Uebernahme der Zins-Garantie für die Halle-Sorau- Gnbener Eisenbahn. Bei Berathung der letzteren Vorlage entspann sich eine längere General-Debatte, in welcher der Finanz-Minister unter dem Beifalle des Hauses nachwies, daß das von der Regierung abgeschlossene Geschäft für die Actionäre ein billiges, für die Prioritäten-Gläubiger ein sicherndes und für den Staat ein sehr vortheilhaftes sei. Die Annahme erfolgte mit größerer Majorität, als bei der zweiten Lesung. Hierauf folgte die Fortsetzung der zweiten Berathung des Gesetz-Entwurfs über die Befähigung zum höheren Verwaltungsdienste. § 14 wird nacll mehrstündiger Debatte, unter Ablehnung zahlreicher Amendements nach dem Vorschläge der Commission, ebenso die übrigen Bestimmungen in der Fassung der Commission angenommen. — Herrenhaus erledigte eine Reihe kleiner Vorlagen und überwies die Gesetz- Entwürfe über den Ankauf der Bahn Halle-Kassel und über die Uebernahme der Zins-Garantie für die Bahn Halle-Soran-Guben an die Eisenbahn-Commission.
Berlin, 19. Mai. Der „Reichs-Anz." schreibt: Die Ermittlungen über den traurigen Vorfall in Salonichi gaben bisher noch keinen sicheren Aufschluß über die wirkliche Veranlaffung des Mordes der Cousuln. Nur so viel steht sest, daß letztere mit dem bulgarischen Mädchen, dessen angeblich erzwungener Uebertritt zum Ist m den Ausgang der Bewegung bildete, in gar keiner
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Betreffend' Vergütung Seitens der Gemeinden an Lehrer Behufs der amtlichen Lehrerconferenzen.
Das Großhcrzogliche Kreisamt Gießen
an die Großhenoqlichen Bürgermeistereien. m n ,
Das in obigem Betreff von der Kreisschulcommifsion Gießen an die Schulvorstände erlassene Ausschneiden vom Heutigen wird Ihnen mit nächster Post zugeben und empfehlen mir Ihnen hiernach in oorkommenden Fällen di- ersorderliche Zahlnngdanw^snng^u -rch-nen.
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