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Konstantinopel, 20. April.

Derwisch Pascha ist an Stelle von

Konstantinopel, 20. April. In einem Telegramm Achmed Mukhtar

namentlich wird hervorgehoben, daß die türkischen

ten, deren Stärke 14,000 Mann betrug. Wegen Ermüdung der Truppen und

Griechenland.

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Politik Griechenlands in Bezug auf den Orient werde Anerkennung finden, und erwartet eine thatsächlich freundschaftliche Politik von Seiten der Türkei. Die Abreise des Königs sei ein Beweis des Vertrauens des Königs zum Volke, welches dafielbe erwidere und voll Hoffnung die glückliche Rückkehr der könig­lichen Familie erwünsche.

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Amerika.

New - Aork, 19. April. Dem hiesigen Consulate der Republik Haiti ist aus Kingston die telegraphische Meldung zugegangen, daß die Partei der Aufständischen aus Haiti "den Sieg davon trug und den Präsidenten, den Vice- Präsidenten und den commandirenden General erschießen ließ.

Vermischte-.

Southampton, 19. April. Das Postdampfschiff de« Nordd. Lloyd Neckar Capt. W. Willtgerod, welches am 8. April von Newyork abgetansten war, ist gestern 7 Uhr Abends wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung 9 Uhr Abends die Reise nach Bremen fortgesetzt. Der Neckar überbringt 157 Passagiere und volle Ladung

nicht möglich ist, das empfangene Darlehen zurückzuzahlen.

Wiesbaden, 21. April. Die Großherzogliche Familie von Baden ist gestern Abend hier eingetroffen. Zu dem heutigen Diner bei dem Kaiser haben alle hier anwesenden fürstlichen Persönlichkeiten Einladung erhalten. Am Abend findet vor dem Schlosse zu Ehren des Kaisers eine Serenade mit ben­galischer Beleuchtung statt. Minister Graf Eulenburg trifft heute in

Caub ein.

Coburg, 20. April, Vorm. Die Königin Victoria hat heute Vormit­tag 10 Uhr die Rückreise nach England angetreten.

Oesterreich. \

Wien, 20. April. Ein Gerücht, wonach die Ausgleichs-Verhandlungen i gänzlich gescheitert wären, hat bedeutende Aufregungen hervorgerufen. An der ; Börse sprach man von einer Reise des Kaisers nach Ems.

Triest, 18. April. Aus Konstantinopel heute eingetroffene Nachrichten schildern die Lage der Türkei als sehr ungünstig. Der Divan soll über die J Wendung der Dinge in den Nordprovinzen bestürzt sein. Der Sultan, sehr ( erregt, gedenke die Fahne des Propheten zu entrollen und den Mekkaschatz in s Anspruch zu nehmen. Der Arsenal-Commandant von Pola, Contre-Admiral, Baron Sterneck, wurde telegraphisch nach Wien berufen- Das österreichische Geschwader liegt bei Lusfin Piccolo vor Anker. Der König von Griechen- < land kommt nicht nach Triest, sondern reist behufs Zusammenkunft mit dem Großfürsten Alexis über Brindist.

AranKreich.

Paris, 19. April. Auch in Frankreich sollen die Post und Telegra­phen in Zukunft nur eine einzige Verwaltung bilden. Der Staatsrath hat ein dem Plane günstig lautendes Gutachten abgegeben. Dem Vernehmen nach wird die endgültige Annahme deffelben Anlaß zur Gründung eines neuen Mini­steriums geben, welches die Post, die Telegraphen und die Eisenbahnen unter sich haben wird. Der Strike der Pariser Zimmerleute dauert fort. Die Arbeiter haben ihren Meistern neue Anerbietungen gemacht und es ist, Aussicht vorhanden, daß dieselben angenommen werden. Obgleich es noch über zwei Jahre dauert, ehe die neue Pariser Ausstellung eröffnet wird, so haben sich doch schon 150 Personen um Buffets, Restaurationen und ähnliche Anstalten beworben. Für andere Anstalten sind ebenfalls bereits zahlreiche Gesuche ein- ÖCläUf 20. April. In der Budget-Commission wurde an den Minister des Aeußern, Herzog von Deeazes, eine Anfrage hinsichtlich des Amendements Tirard's gerichtet, welches die Aufhebung der diplomatischen Vertretung Frank-! reichs am päpstlichen Hofe bezweckt. Der Minister erwiderte, Frankreich als katholische Macht muffe seine Vertretung bei dem Oberhaupte der katholischen Christenheit aufrechterhalten, und demnach widerspreche er dem erwähnten Amen­dement, sei dagegen damit einverstanden, die französische Gesandtschaft bei dem Könige von Italien zum Range einer Botschaft zu erheben, falls Italien einen entsprechenden Wunsch äußere. Vermuthlich wird nun die Budget-Commission das Amendement Tirard^s zurückweisen.

England,

London, 20. April. Vom Lande kommen wenig erbauliche Nachrichten über den Stand der Saaten. Der Winter hatte der Herbstbestellung früh ein Ende gemacht; und in die Winter-Saaten hat überdies das große Wasser ein bedeutendes Lock hineingerissen. Manch gutes Stück Weizen ist verschlammt und verfault. Jetzt wieder ist die Frühjahrsbestellung ungewöhnlich lange hin­ausgeschoben worden, und während am 18. oder 20. April die meiste Gerste und der meiste Hafer schon in der Erde ist und gute Wirthe oft mit der Aus­saat fertig sind, ist jetzt vielerorts damit noch gar nicht begonnen. Unter diesen Umständen wird die Sommerungs-Aussaat unter dem Gewöhnlichen er­heblich Zurückbleiben müssen, und die gesammte Halmfrucht-Aussaat wird daher

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| Wilhelm B l Philipp Äte cv.jM' üabr Hannes B,

Auszug den Kirchenbüchern der Stadt Ließen.

Evangelische Gemeinde.

Gopultrte.

Den 17. April. Karl Heinrich August Martin Kühne, Gastwirth in Marbwf. de« Bürger« und Sattlers, Friedrich Kühne, ehel. S.; und Georgine Louise Ma. Katharine Plank, des Der ft. Bürgers und Metzger«, Wilhelm Plank, ehel. Tochter.

Denselben. Heinrich Balser, Diener am physiologischen Institut dahte^ Landwirths in Oppenrod, Friedrich Balser, ehel. ©.; und Marie Margarethe Schnm-, des verstorbenen Landwirths in Groß-Linden, Georg Schmelz, ehel- Tochter.

Denselben. Balthasar Wteßner, Taglöhner, des verst. Maurers in Climvoa, Wilhelm Wießner, ehel- S-; und Helene Riehm, deS Landwirths in Lollar, Pvulpr Riehm, ehel. Tochter.

Getaufte. .

Den 14. April. Dem Fabrikarbeiter, Clemens Fink, ein Sohn, Wilhelm, bC!I ^D?nselben. Dem Lackirer, Karl Neuling, eine Tochter, Minna Margaretha Christiane Louise, geb. den 11. März. ß

Den 15. April. Dem Professor, Dr. Etienne LaSpeyres, ein Sohn, Ernst &ur 0Cb" b Den.^Äpril. Dem Bürger und Lohnkutscher, Heinrich Mahler, eine TochM ®IifaBegin?dben.Cn®'mmrr8ger und F,«schützen, Martin «röcker, ein «ahn, ««t geb- den 27. März.

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Denselben. 1 H6. März.

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Den 18. Apr , Elisabeth Louise, ze

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Ausmg aus den Standesamtsregiltern der Stadt Gießen, Vom 15. bis 21. April 1876.

Eheschließungen.

Am 21. April: Konrad Rühl, Bäcker, mit Anna Margarethe KüSpert. 21/ Karl Wilhelm Hendrich, Schneider, mit Elise Christiane Hubelcr. Ludwig Hetnm Philipp Kühne mit Marie Bertha Euler.

Geborene.

Am 15. April: August, Sohn von Hermann Muhl, Schreiner. Hermann, 6 von Peter Rörig I., Zugführer. 12.: Louis, Sohn von Carl Euler, Oeeonom- U Heinrich, ein unedel. Sohn von auswärts. 13.: Elisa, Tochter von Jobann Stocker, Fuhrknecht. 11.: Elisabetha Paulina, Tochter von Johannes Schad, Affisteyt. 1*, Franz Wilhelm Karl, Sohn von Franz Nolte, Barbier und Heilgehülfe. Friedm Karl, ein unehel. S- von auswärts. 13.: Hermann Heinrich August, S- v. AndrelS März, Schmied. 14.: Mathilde, Tochter von Otto Kölle, Schneider. 19.: Wilheln, ein unehel. Sohn von auswärts. 20.: Karl, ein unehel. Sohn von auswärts.

Geworbene.

Am 16. April: Hermann, Sohn von Christoph Reinhardt, Gastw., 9 M- or Marie Herbert, geb. Horn, Wittwe des ZtmmermeisterS Georg Herbert, 47J 3M.m 17.: Ludwig Schleuning, Fuhrmann, 19 I. 5 M. alt. Elisabeth Caroline LoutseBM Tochter des verst. Hofger.-Advocaten Dr. Ludwig Buff, 43 I 4 M. alt. 19 : Carl, v- v. Taglöhner Anton Schwan, 15 I alt. 20.: Martin Emil, Sohn v. Schuhmacte Friedrich Wilhelm Zutt, H M 12 T- alt. 21.: Marie Hilgardt, Nähterin, 72 I- all

rübrte Grenzmacht diese wahrlich nicht beneidenswerthe Rolle übernehmen müssen napp auSfallen. Abgesehen von diesen Uebelständen wächst natürlich in diesem und verdient ebenso wenig wie Rußland den Vorwurf der Zweideutigkeit und kalten Wetter kein Futter, der Acker bleibt naß und es hapert an allen Ecke deS Doppelspiels. Was will man denn eigentlich von den beiden nächsten und Enden.

Nachbarstaaten der Türkei? Hätten sie gleich einige Armee-Corps einmarschi-

ren lassen sollen? Hätten sie einige Festungen besetzen, die türkische Flotte Spanien.

durch ein untoward event ä la Navarino verbrennen, einen modernen Kriegs- Dcadrrd, 19. April. Der Prinz von Wales wird nächstLy Montag rua oraanisiren sollen? Konnten sie sofort gemeinschaftliche Sache mit einem hier erwartet und sich acht Tage hier aufhalten. Ihm zu Ehren werden Feste, bewaffneten Aufstande machen und dadurch einen furchtbaren Präcedenzfall Bälle und Stiergefechte veranstaltet.

schaffen? Kann man überhaupt eher Gewalt anwenden, ehe dle Mittel der Madrid, 20. April. Der Prinz von Wales ist heute Abend in Cahi; Diplomatie erschöpft sind? Oder will man etwa erklären, daß 1828 und angekommen und sofort nach Sevilla weiter gereist.

1854 his 56 Rußland Recht, die Westmächte und die Türkei Unrecht gehabt?

denn etwas Anderes wäre es doch in der That nicht, wenn man jetzt eine gUlßiaiW,

Sutton von Rußland verlangte, welche doch nur ganz dieselbe wie 1828 und Petersburg, 20. April. DerGolos" verurtheilt auf das Ent- 1854 sein könnte, eine Action, bei welcher Rußland auf keine Weise irgend schupenste die von gewissen Blättern an den Tag gelegten chauvinistischen Ten- ernen Vortheil erreichen könnte! Etwa eine Gebiet-vergrößerung? Wo? henzen und hebt wiederholt als durchaus nothwendiz hervor, daß Oesterreich Ueber die Donau hinaus? um die serbische und rumänische Demokratie dem unb Rußland Hand in Hand gehen, um Complicationen zu verhüten. Dir russischen Reiche näher zu bringen und ihrer Skupschtina Debatten einzuimpfen? hustgen Journale kritisiren lebhaft die russenfeindlichen Artikel derKölner Oder etwa bis zur Donau, wie vor 1856? Ein großer Staat verfolgt keine Zeitung."

Minimalzwecke! Möchte man doch vor allen Dingen nicht vergessem daß voll^ .

kommene Loyalität der hervorragende Charakterzug der ganzen Politik des VünUt.

Kaisers Alexander unwandelbar bis jetzt gewesen, und daß in der Thal nicht Konstantinopel, 20. April. Derwisch Pascha ist an Stelle von

der geringste Grund vorhanden ist, an einer Fortdauer dieser Politik zu zwei« P^cha zum Kriegsminister, Abdul Kerim Pascha zum Marineministe:

fein. Einstweilen sind diese Bestrebungen, Mißtrauen zwischen Oesterreich und ernannt worden.

Rußland zu säen, hier noch ganz vergebens gewesen, weil man eben sehr wohl Konstantinopel, 20. April. In einem Telegramm Achmed Mukhtar anerkennt, in wie schwieriger Lage sich Oesterreich-Ungarn diesen Wirren gegen- Pgschgz an den Kriegs - Minister werden Details über die Gefechte vom 13, über befindet. Mözen sich die Herren, welche sich abmühen, Unfrieden zwi> itz. April gemeldet; namentlich wird hervorgehoben, daß die türkischen schen Oesterreick und Rußland zu stiften, gesagt sein lassen: Hier verfängt ihr Truppen um die Hälfte schwächer waren, als die gegenüberstehenden Jnsurgen- Treiben nicht! schon weil man ihre Motive kennt." ten, deren Stärke 14,000 Mann betrug. Wegen Ermüdung der Truppen und

Berlin, 20. April. Man schreibt derVoss. Ztg." : In verschiedenen |n Folge des eingetretenen Mangels an Munition verzichtete Mukhtar gegen« Kreisen der preußischen Monarchie wird gegen diejenigen Reservisten und Land- foer überlegenen Zahl der wohlverschanzten Insurgenten darauf, bis Niksic wehrmänner, welche bei Beendigung des Letzten Krieges aus der Kreiskaffe ein Vordringen' un^ rückte am 18. April wieder in Gacko ein, nachdem zuvor Darlehen erhalten hatten, um ihr Geschäft zu retabliren, mit allzu großer noj erneute Gefechte siegreich bestanden waren. Die Türken verloren Mnkhtas'r Strenge vorgegangen, indem nach unberücksichtigt gebliebener Zahlungs-Auffor- Abgaben zufolge 31 Todte und 56 Verwundete, die Insurgenten gegen 900 demng sofort der Proceßweg beschritten wird. Man sollte doch billiger Weise $^te unb Verwundete.

in Betracht ziehen, daß die Darlehen gar häufig nicht zur Retablirung des Geschäftes verwendet werden könnten, vielmehr zur Beseitigung des durch dre Einberufung des Betreffenden entstandenen Nothstandes dienen mußten, und Athen, 21. April. Kommunduros hat anläßlich der bevorstehenden Ab- daß es bei der augenblicklichen Geschäftsstille Dielen auch beim besten Willen rc|fe des Königs und seiner Familie ein Circular an die Präfekten erlassen. 'Dasselbe betont die Ruhe nach Außen und im Innern, hofft, die friedliche

In Folge !3nfanterie werbet Meßlich 17. 3u iVerpflegung cinqi 1 macht, daß die h ? Mannschaft rechts 1 Einwohner, welche i bigung übernehmen ! Behörde Anzeige zi

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