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AnMk- rnii Amtsblatt für den Kreis Gieße«.
Erscheint tLgttch mit Au4nabme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. mit Bringerlohn.
EkPsVittvnr Schulfiraße, Lit. B. Nr. 18. ______________________________Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark SO Pf.
Amtlicher H h e i l.
Gießen, am 20. April 1876.
Betreffend: Zurückstellung unabkömmlicher Beamten, hier von Lehrern und
Schulverwaltern, im Fall einer Mobilmachung.
Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen
an die Schulvorstände des Kreises.
Wir erinnern daran, daß die Gesuche derjenigen Lehrer und Schulverwalter, welche militairpflichtig sind und für den Fall einer Mobilmachung Zurückstellung erwirken wollen, durch die Schulvorstände bei uns einzureichen sind.
In den Gesuchen ist anzugeben: . *
1. Civtlstellung. 5. Wohnort.
2. Vor- und Zunamen. 6. Kreis.
3. Militärcharge und Truppengattung. 7. Bezirk des Landwehrbataillons.
4. Angabe des Truppentheils, bei welchem der Eintritt erfolgt ist und
Datum des letzteren.
Sie wollen die betreffenden Lehrer von Vorstehendem in Kenntniß setzen.
Die Gesuche sind bis zum 1. Mai bei uns einzusenden; später einlaufende können nicht mehr berücksichtigt werden.
v. Röder.
Bekanntmachung.
In Gemäßheit des Art. 33 des Volksschulgesetzes vom 16. Juni 1874 soll demnächst eine erweiterte Prüfung (Prüfung für Oberlehrer und Lehrer an erweiterten LoWschulen rc.) stattfinden, welche
Montag den 10. Juli l. I., Vormittags 8 Uhr,
Lahier ihren Anfang nehmen wird.
Unter Hinweis auf § 38 der Verordnung vom 10. Januar 1876, betr. „die Prüfungen für das Lehramt an Volksschulen", werden diejenigen Lehrer, welche sich dieser Prüfung zu unterziehen beabsichtigen, aufgefordert, ihre an die unterzeichnete Ministerial-Abtheilung zu richtenden Gesuche nebst den erforderlichen Anlagen bis spätestens M 5. Mai bet d er betreffenden Kreisschulcommission einzureichen.
Den Examinanden wird besondere Verfügung darüber zugchen, ob sie zur Prüfung zugelassen worden sind und in welchem Locale dieselbe stattfinden wird, sowie welche Aufgabe sie zu behandeln haben ($ 39 der Prüfungsordnung).
Die Großherzoglichcn Kreisschulcommissionen und die Ortsschuloorstände wollen die Lehrer von dieser Bekanntmachung in geeigneter Weise in Kenntniß setzen.
Darmstadt, am 11. April 1876.
GroßherzogltcheS Ministerium des Innern, Abtheilung für Schulangclegenheiten.
Knorr.
___________________________________________________________________________________Fuhr.
Edietalladung.
Nachdem wider den Unteroffizier (HülfS-Hautboist) Johannes Wetzstein aus Lauter, Kreis Gießen, gebürtig, der Desertionsproceß eröffnet ist, wird derselbe hiermit aufgefordert, zu seinem Truppentheile zurückzukehren, spätestens aber in dem auf
Freitag den IS. September 1876, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Termine sich zu geftellen, widrigenfalls die wider ihn eingelettete Untersuchung geschlossen, er in contumaciam für einen Seferteur erklärt und in eine Geldbuße von 150 bis 3000 Mark oerurtheilr werden würde.
Darmstadt, den 14. April 1876.
GroßherzogltcheS Gericht der Großherzoglich Hessischen 25. Division.
Ä^ii n.
Ersuchen nicht stattzugeben, da die Regierung hier nur von einem ihr edict-
hllb / Alogische Fakultät des Bischofs folgen, da es nicht gelungen ist, dieselbe . nch der Vorschrift des Gesetzes, die Vorbildung und Anstellung der Geistlichen
v'. 1 Ipffenb, unter die Aufsicht des Staates zu stellen. Der Besuch der Fakul- tit hat indessen seit dem letzten Semester erheblich abgenommen. — Außer Ndelheim, wegen dessen ordnungsmäßiger Besetzung, wie man sagt, demnächst ' t(’V ir l»1 Dritte der preußischen Behörden bevorstehen, sind in der hessischen Diöcese
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Wnwärtig vier katholische Pfarreien erledigt und deren Gefälle wegen unge- Wchen Zustandes gesperrt.
Berlin, 19. April. Wie verlautet, hat der BundeSrath die Herab- lijung der Silberthaler zu Scheidemünzen vor einigen Tagen einer Erörterung Aerjvgen und sich für vorläufige Beibehaltung des gegenwärtigen Zustandes
Mainz, 20. April. Der von der Regierung verfügten Schließung der Kiaben-Seminare zu Dieburg und hier dürften Maßregeln gegen Die hiesige
DcrrtsMarrd.
AuS Hessen, 20. April. In einer Reihe von Gemeinden, in welchen
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das neuerdings so stark gestörte Gleichgewicht der Edelmetallpreise wieder herzustellen.
— Die Nachricht, daß der Kaiser von Wiesbaden aus-die Stadt Caub besuchen wolle, um sich über die in Folge des dort jüngst stattgehabten Bergsturzes erforderlichen Maßregeln an Ort und Stelle zu unterrichten, wird durch die Provinzial-Correspondenz bestätigt.
Berlin, 19. April. Die Vertretung Italiens am Großh. Hess. Hofe war bisher der Gesandtschaft in München mitübertragen, wird nun aber, nach Mittheilungen der „A. A. Ztg." aus Rom, dem Botschafter in Berlin übertragen werden. Ebenso heißt es, daß die Vertretung Italiens am königl. württemb. Hofe nicht, wie man glaubte, der Gesandtschaft am königl. bayer. Hofe, sondern gleichfalls dem Botschafter in Berlin übertragen werden soll.
Berlin, 19. April. Die „Nordd. Allg. Ztg." enthält eine Petersburger Correspondenz, in welcher den Beunruhigungen der letzten Zeit jedwede Berechtigung abgesprochen und in vollstem Maße abgewiegelt wird. Wir citiren hier nur die wichtigste Stelle dieser Correspondenz. Sie lautet: „Offenbar möchte man, und zwar von den verschiedensten, hier geradezu unbegreiflichen Seiten her, Rußland zu irgend einer Action gegen Oesterreich drängen, zu einer Action, welche weder Rußlands Absichten entspricht, noch seinen Interessen entsprechen würde. Zwischen Rußland und dem Deutschen Reiche Unfrieden zu stiften, scheint man denn doch endlich als ziemlich hoffnungslos aufgegeben zu haben, obgleich einige deutsche Zeitungen auch davon noch nicht Massen und mit besonderer Genugthuung Abdicationen, Hintergedanken und diplomatische Jntriguen in Scene setzen. Mit wie mitleidigem Achselzucken mögen wohl die Fürsten Bismarck und Gortschakoff dergleichen Preß-Manöver aufnehmen, wenn ihnen, wie ja überall üblich, der Zeitungsextract des Tages vorgetragen wird? Anders ist es mit Oesterreich, dessen Verhältniß zu Rußland den Faiseurs leichtere und bequemere Anknüpfungspunkte zu bieten scheint, um Eifersucht zwischen beiden Staaten Hervorzurusen. Da wird denn von „einseitigem Vorgehen", von „wachsendem Einfluß", von „weitgreifenden Plänen" Oesterreichs gesprochen, ohne der hier voliqewürdigten Thatsache Rechnung zu tragen, daß die jetzigen Wirren im europäischen Südosten Oesterreich eine ganz exceptionelle Rolle aufgebürdet haben. Nolens volens hat Oesterreich als unmittelbar be-
„ Vorstands
^gesprochen.
— Nach einem kürzlich erfolgten Beschluß des Bundesrathes sollen, ab- Gen von der Goldprägung für Rechnung von Privaten, im Jahre 1876 A 30,000 Pfund fein zur Ausmünzung gelangen, ein sehr mäßiges Quantum, i glichen mit den Ausmünzungen der Vorjahre, welches, das Pfund fein zu Mk. berechnet, einer Gesammtprägung von 41,760,000 Mk. Goldmünze» Mricht. Es wird demnach in diesem Jahre die Goldnachfrage Seitens des ttiilschen Reiches keinen nennenswerthen Druck auf den Metallmarkt ausüben dl das beinahe gänzliche Aufhören der deutschen Goldankäufe dazu beitragen,
Bri der Bürgermeister-Wahl die Mehrheit der Stimmen nicht auf den früheren enlzeM^ Mrgermeister und Ortsgerichts-Vorsteher gefallen war, hatte das Ministerium
। die letztere Stelle dem früheren Bürgermeister belassen, was eine Anzahl von
• leritionen an die Stände zur Folge hatte, um dem neugewählten Bürgermei-
•XprH 111111 str auch das fragliche Amt zu erwirken. Wie aus den erstatteten Berichten
d-k Petitions-Ausschusses hervorgeht, beantragt der genannte Ausschuß, den
Ersuchen nicht stattzugeben, da die Regierung hier nur von einem ihr edi ||| Äßig zustebenden Rechte im Interesse des Dienstes Gebrauch gemacht habe,
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