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Belgrad, 19. August. Der Regierung wird aus Cettinje gemeldet,
Cettittje, 18. August. (Amtliche Meldung.) Der Fürst an der Spitze
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r«ie Auslossung der ^^Geschworenen für tn-provinz Obrrhessen r lal 1876 soll
Dienstag den 29. i
Vormittags 1 in öffentlicher Sitzung (Michls in dem hosg< flömmen werden.
Silben, den 17. Augu Der Prasi ^ch.Hrsgerichts der <t
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Lokal-Ntotiz.
Gießen, 21. Aug Auszug aus den Sitzungen der Großherzogltchen Handels' kammer vom 24. Jult und 8. August 1876.
Anwesend: Der Vorsitzende Homberger und die Mitglieder Diery, Georgi, Koch und S il bereifen. >
Die Eingänge werden theils zu den Akten genommen, theilS der Bibliothek und der Kasse überwiesen, theils zur Circulation bestimmt.
Eine Eingabe des Herrn August S ck l es fing er, welche die Zweckmäßigkeit einer Einrichtung erörtert, die es den Dampskesselbesitzern unseres Bezirks ermöglicht, den Anforderungen des die Bedienung der Dampfkessel betreffenden Gesetzes hier am Platze genügen zu können, soll im Interesse der Bethetligten bei GroßherzoglicheZ Ministerium des Innern befürwortet werden.
Ein Schreiben der Großherzogl. Bürgermeisterei dahier, betr. die Verbindung der jenseits der Main-Weser-Bahn gelegenen Hosraithen, Gärten u. f. w. mit da Stadt, welchem ein Protokoll über eine am 10. Juli L I zwischen Vertretern der Direction der Main-Weser-Bahn und der Stadt Gießen stattgehabte Berathung, ftntrt Abschrift eines am 20. Juli l. I. gefaßten Beschlusses der Stadtoerordnetenoersamrr- lung betgefügt war, führt zu der Erklärung, daß man im Allgemeinen mit den Vorschlägen der städtischen Vertretung einverstanden sei, daß man aber unbedingt nicht allein auf Beibehaltung des Uebergangs für Fußgänger und Fuhrwerk mitten auf btn Bahnhofe, so-dern auch auf dessen Verbesserung im Interesse des Verkehrs.bestehen müsse. Es wurde beschlossen über diesen Gegenstand und seine wünschenswertde Erledigung Großherzogl. Ministerium des Innern Bericht zu erstatten, dessen Abfassung Herr Diery zur demnächstiaen Vorlage übernahm.
Ein Ersuchen des bleibenden Ausschusses des deutschen Handelstags, eine Reß- lution in der Frage der für Deutschland zweckmäßigen Eifenbahnpolitik zu prüfet, wurde den Herren Georgi und Silbereifen zur Ausarbeitung eines Gutachters und Berichterstattung an die Kammer übergeben.
--Das gestern zu Ehren der Schlacht von Gravelotte in Wenzel's Garta arrangirte Festconcert reihte sich an feine Vorgänger in diesem Sommer würdig a- Namenilich verfehlte das Tongemälde.' Die Völkerschlacht von Leipzig \w- Wnkung nicht und machte, verbunden mit der wirklich prachtvollen Illumination, ein-r großartigen Effekt. Musik. Feuerwerk, Wein, Küche und Bedienung waren, wieg!' wohnt, recht gut und kostete es immer nicht so viele Nickels, fo wäre es nirgend sdiöner als in Wenzels ..Lokal."'
silberne Kreuz des Philipps-Ordens;
im 2. Bataillon 1. Landwehr-Regiments: Bezirksseldwebel Schneübacher das silberne Kreuz des Philipps Ordens;
im 2. Bataillon 3. Landwehr-Regiments: Bezirksfeldwebel Bruchmann das silberne Kreuz des Philipps-Ordens;
im 2. Bataillon 4. Landwehr-Regiments: Oberst und Bezirks-Comman- deur Fenner das Comthurkreuz II. Cl.'des Philipps-Ordens, Bezirksseldwebel Lippert das silberne Kreuz des Philipps-Ordens;
im Proviant-Amt: Proviantmeister Grönrich das Ritterkreuz Ilt Cl. des Philipps-Ordens;
im Gensd'armerie-Corps: Oberst Kerz das Comthurkreuz II. Cl des Philipps-Ordens, Major Supp das Ritterkreuz I. Cl. des Philipps-Ordens. Oberstabsfourier Müller, Oberbrigadier zu Fuß Bergmann und Brigadier zu Fuß Müller das silberne Kreuz des Philipps-Ordens; sodann Oberstlieutenant i. P. Habermehl das Ritterkreuz I. Cl. des Ludewigs-Ordens und Major z. D. ». Bechtold das Ritterkreuz I. Cl des Philipps-Ordens.
(gez.) Ludwig.
Berti«, 19. August. Die Zurückberufung der Panzerschiffe „Deutschland" und „Kaiser" nach Wilhelmshaven ist nunmehr verfügt worden.
Berlin, 19. August. Die „Agence Havas" meldet aus Ragusa vom 19. d. Mts.: „Tscholak Antitsch schlug 5000 Türken bei Jankova. Die türkischen Streitkräfte in Albanien werden auf 40,000 Mann geschätzt.
Wien, 18. August. Die heute hier vorliegenden serbischen Zeitungen kündigen die Fortsetzung >des Krieges an, wälzen die Schuld des Rückzuges auf die Apathie der Bulgaren und Bosniaken und weisen die Jdiee einer Vermittlung entschieden zurück.
Wien, 19. August. Derby's Droh-Note vom 9. August unterstützen in Konstantinopel Oesterreich, Deutschland, Frankreich und Italien. Sir Kembell hat jede Verletzung des Völkerrechtes sofort an England zu berichten.
Wien, 19. August. Die „Polit. Corresp." meldet aus Belgrad vom heutigen Tage: In den Kreisen des Ministeriums hat die scharfe Gegnerschaft gegen die nachhaltig sich kundgebenden friedlichen Absichten des Fürsten Milan bedeutend nachgelassen. Die Anbahnung einer Vermittlung der Großmächte scheine Ristik nicht mehr zu perhorresciren; auch dürfte er sich schwerlich mehr sträuben, eventuell die Friedens-Action selbst einzuleiten und zu führen. Die Einberufung der Skupschtina ist bevorstehend. — Die „Polit. Corresp." signa- lisirt eine neuerliche große Gährung auf Candia.
Wien, 19. August. Die Meldung des „Tageblattes" von der Abberufung des österreichischen Botschafters Grafen Zichy in Konstantinopel ist unbegründet.
Wien. Gegenüber der Behauptung, daß von österreichisch-ungarischer Seite die Aufnahme serbischer Verwundeter auf de» längs der serbisch-n Grenze verkehrenden Schiffen verweigert worden sei, kann der „Pesther Lloyd" auf Grund verläßlicher Mittheilung versichern, daß die österreichisch-ungarische Regierung in neuester Zeit auf vier Anfragen der Donau-Dampfschiffsahrt-Gesell schäft erklärte, daß die Verwendung österreichisch-ungarischer Schiffe zum Transport Verwundeter keinem Anstande unterliege, unter der Voraussetzung, daß die Hülfe beiden kriegführenden Theilen ohne Unterschied zu Theil werde.
Kngsand.
Loudon, 18. August. Die amtliche Zeitung veröffentlicht die Ernennung Disraeli's und seiner männlichen Erben in directer Linie zum Viscoun; Hughenden Earl of Beanconsfield.
London, 18. August. „Reuter's Bureau" meldet aus Belgrad von heute: Fürst Milan empfing gestern die Consuln von England. Frankreich, Rußland, Oesterreich und Italien, jeden einzeln. Es heißt, die Mächte wirkten
London, 19. August. „Reuter's Bureau" meldet aus Belgrad bestä- tigend, daß die Fortsetzung des Krieges bis zum Aeußersten im Ministerrathe unter dem Vorsitze des Fürsten beschloffen worden ist. — „Reuter's Bureau" zufolge entbehrt die Nachricht, daß in Belgrad die Cholera ausgebrochen sei der Begründung; der Gesundheits-Zustand daselbst sei durchaus gut.
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Vermischtes.
— Die Sucht nadb Festlichkeiten, welche trotz der schlechten Zeiten mehr ur) mehr übeihand nimmt und leider in allzugroßem Maße befriedigt wird, ge.ßelt nacl- ftehende Inschrift, welche beim Turnfest in Bern an einem Haufe prangte, in treffe'2 der Weife:
Die Wasser haben weite Strecken verheert, Das Feuer Städte und Dörfer verzehrt, Was Wasser und Feuer bis jetzt nicht fand, Veijubelt die Festsucht durch's ganze Land. Dieweil man im Ausland um Gaben fleht, Man ein Fest um'4 andere hier fröhlich begebt.
Die Türken in Bulgarien.
Die folgenden zuverlässigen Mittheilungen geben uns ein Bild von den türkischen Grän.-- thaten, so grauenvoll, daß in der That jeder Commentar überflüssig ist. Allen Türkenfreuncn empfehlen wir die Lectüre des Folgenden ganz besonders. Aus Philippopolis (©ulgartrJ telegraphirt der Special-Correspondcnt der „Daily News" vom 31. Juli via Pest' Untersuchung der Gräuel schreitet rüstig vorwärts. Herr Baring wird wahrscheinlich beucht'^ daß nicht weniger als 60 Dörfer niedergebrannt und 12,000 Menschen ermordet wurc
Viele Gefangene sind seit unserer Anknnft befreit worden. Herr Baring ist ehrlich oemw. der Wahrheit auf die Spur zu kommen, aber er ist stets von einer türkischen
begleitet, welche die Bauern einschüchtert. Mr. Schuyler hält die Gerüchte von den Gr- samkeiten, welche die Bulgaren verübt haben sollen, für gänzlich unbegründet. Er gtaM daß ungefähr 400 Türken getödtet wurden, fast alle im wirklichen Kampfe. Es ist tv
nicht erwiesen, daß eine einzige türkische Frau oder ein Kind getödtet worden. Ausgenomv *-
in drei Dörfern leisteten die Bulgaren keinen Widerstand. In einem Falle nur griffen Bulgaren die Türken an, nämlich in einem Dorfe mit gemischter Einwohnerschaft, w F Beweise von Gräuelthaten erlangt worden, die in der Mehrzahl von Fällen mit den D"au • der „Daily News" übereinstimmen. Eine Schullehrerin, ein schönes Mädchen, wurde vnyas , weil sie eine Fahne gestickt hatte, und brutal mißhandelt. Man gab ihr den ^yibna „Königin von Bulgarien". Sie ist gegen Kaution entlasten worden, hat aber 6 Gcfängniß bei Brod und Wasser zugebracht. Das arme Mädchen ist nun krank uno 1 , ■- müthig. — Aus Tata Bazardjik vom 1. d. erstattet derselbe Korrespondent einen Bericht u.-» einen Besuch der Stadt Batok. Dort boten sich ihm und seinem Begleiter, Herrn Schuy. ^ gräßliche Scenen dar. Er schreibt: Ich habe soeben mit Herrn Schuyler die besichtigt. Mr. Baring war gestern dort. Hier ist, was ich gesehen habe. Als wir uns
im 3. Infanterie-Regiment (Leib-Regiment): Oberst Ehrhardt das Com- m Jntereffe des Friedens, wenigstens eines Waffenstillstandes, auf Serbien thurkreuz II. Cl. deS Philipps-Ordens, Oberstlieutenant v. Bötticher und Major Milan schenke diesen Bemühungen bisher aber kein Gehör. — Für die russi- Masuch das Ritterkreuz I Cl. des Ludewigs-Ordens, Hauptmann Bethke das scheu Ambulanzen ist ein Centralpunkt in Topschidere errichtet. — Die Rach- Ritterkreuz I Cl. des Philipps-Ordens, Premierlieutenant Freiherr v. Ayx das richt, daß mit den Arbeiten zur Befestigung Belgrads bereits begonnen sei ist Ritterkreuz II. Cl. des Ludewigs-Ordens, Zahlmeister, Stabsquartiermeister unrichtia. Schlosser das Ritterkreuz IL Cl. des Philipps-Ordens, Feldwebel Storck, Weber und Löffler das silberne Kreuz des Philipps-Ordens;
im 4. Infanterie-Regiment (Prinz Carl): Oberst Tiehsen das Comthur- kreuz II. Cl. des Philipps-Ordens, Major v. Beczwarzowsky und Major v. Rettberg das Ritterkreuz I. Cl. des Ludewigs Ordens, Hauptmann Scriba und Kritzler das Ritterkreuz I. Cl. des Philipps-Ordens, Hauptmann Stieler das Ritterkreuz II. Cl. des Ludewigs-Ordens, Musikmeister Spreng, Feldwebel Keller und Vicefeldwebel Fritzel das silberne Kreuz des Philipps-Ordens; ______ v , ... _,.o..... o ..... ..........|w 8lWHUB
im Stabe der Kavalleriebrigade: Generalmajor v. Wichmann das Com- daß der Fürst von Montenegro auf seinem Marsche nach der Grenze von Albathurkreuz I Cl. des Philipps-Ordens; nien von dem neuen Siege der montenegrischen Armee-Abtheilung bei Podao-
im 1. Dragoner-Regiment (Garde-Dragoner-Regiment): Oberstlieutenant ritza benachrichtigt worden, daraufhin seinen Marsch fortgesetzt und sich mit Schach v. Wittenau das Comthurkreuz II. Cl. des Philipps-Ordens, Major Petrovic vereinigt habe. Der Fürst beabsichtigte in Albanien einzurücken, wo v. Bülow das Ritterkreuz I. Cl. des Ludewigs-Ordens, Rittmeister Freiherr ihm Seitens der katholischen Einwohner Hülfe zugesagt sei. General Allmpic v. Follenius das Ritterkreuz I. Cl. des Philipps-Ordens, Premierlieutenant kehrt heute zur Drina-Armee zurück. Ein Oberst von der Armee Tschernajeff'z Zimmermann das Ritterkreuz II. Cl. des Ludewigs-Ordens, Wachtmeister Roth ist mit Berichten an den Fürsten Milan Hierselbst eingetroffen. Der General und Lochmann das silberne Kreuz des Philipps-Ordens; erklärt darin, daß die Armee vollkommen reorganisirt und im Stande sei, bie
im 2. Dragoner-Regiment (Leib-Dragoner-Regiment): Oberst v. Strautz Offensive wieder aufzunehmen, das Comthurkreuz II. Cl. des Philipps-Ordens, Major Freiherr v. Esebeck das
Ritterkreuz I. Cl. des Ludewigs-Ordens, Rittmeister Wernher das Ritterkreuz UUtßd.
I Cl. des Philipp-Ordens, Premterlieutenant Scholl das Ritterkreuz IL Cl. Cettittje, 18. August. (Amtliche Meldung.) Der Fürst an der Spitze des Ludewigs-Ordens, Oberstabs- und Regimentsarzt Dr. Fertsch^ das Ritter- ÜOH io Bataillonen hat gestern fein Hauptquartier nach Bielopavlici verleat kreuz I. Cl. des Philipps-Ordens, Wachtmeister Neumann und Sergeant und um die montenegrinischen Truppen gegenüber Albanien, wo sich größere Masskn' Regimentsschreiber Balser das silberne Kreuz des Philipps Ordens ; oon türkischen Truppen ansammeln, zu verstärken. Den Oberbefehl über die
im Feldartillerie-Regiment (Großh. Artilleriecorps): Oberstlieutenani montenegrinischen Truppen in der Herzegowina hat Peter Vukotic übernommen v. Heineccius das Comthurkreuz II. Cl. des Philipps-Ordens, Major Hübner
das Ritterkreuz I. Cl. des Ludewigs-Ordens, Major Hildebrand das Ritterkreuz Amerika.
I. Cl. des Philipps-Ordens, Premierl.eutenant Leydecker das Ritterkreuz II. Cl. Washington, 19. August. Das Gerücht von einer den Jndianeru des Ludewigs-Ordens, Stabsveterinärarzt Dr. Müller das Ritterkreuz I. Cl. beigebrachten Niederlage ist unrichtig ; die vereinigten Corps der Generale Croo! des PhilippsOrdens, Feldwebel Stengel und Bourgeois das silberne Kreuz unb Terry sehen noch die Verfolgung der Indianer fort.
des Philipps Ordens; Washington, 19. August. Die beabsichtigte neue 41/2procentiae
in der Train-Compagnie: Rittmeister Ramdohr und Hauptmann v. Plotz Staats-Anleihe im Betrage von 300 Mill. Dollars ist zur Einlösung eines das Ritterkreuz I. Cl. des Philipps Ordens, Sergeant Pabst das silberne Kreuz Betrages der Gprocenttgen Staatsschuld-Obligationen bestimmt, des Philipps-Ordens;
im 1. Bataillon 1 Landwehr-Regiments: Bezirksseldwebel Klockert das
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