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Der Fürst an berj M Blelopzvlici tJ \wo S4 größere W ^eu Oberbesehl üül >eter Lukotic ü6tnrj
daß die Bulgaren Greuelthatm begangen haben, ist vollständig unbegründet und in skandalöser Weise falsch. Schuyler glaubt, daß weniger als 200 Türken getödtet wurden, fast alle in offenem Kampfe. Kein Beweis ist bis jetzt geliefert worden, daß auch nur eine türkische Frau oder cm Kind getödtet oder geschändet wurde. Die Berichte von Schuyler und Baring werden dieses Telegramm bestätigen. Schleunige Unterstützung ist für die hungernden und hülflosen Familien nöthig. "
Zur weiteren Beachtung.
Anknüpfend an den Artikel tn der Nummer 191 dieses Blattes wegen Vertilgung der Raupen an den Gemüsepflanzen theile ich das Nachstehende aus meiner Erfahrung mit. ,, , . .. . a ,
Im vorigen Jahre vernichtete ich die bereits fressenden Raupen dadurch, daß ich mit einer kleinen alten Scheere die Stelle des Pflanzenblatts da, wo die Raupen oft mehrere dicht nebeneinander sitzen — und damit gleichzeitig auch die Raupe felvfr durchschnitt; es ging das sehr rasch und sicher vor sich; nur darf man das Pflanzenblatt nicht stark bewegen, sonst fallen die Raupen leicht ab- Ich habe damit die ganze Gemüsepflanzung gerettet — ohne nennenswerte Bemühung.
Seit 3 Tagen bin ich an den Eiern auf die Weise, daß ich die auf den Pflan^en- blättern befindlichen Eier nester mit Petroleum mittels eines kleinen ordinären Borstenpinsels betupfe und das Eiernest gleichzeichtig auseinander treibe, was sehr rasch geht und kaum mehr Mühe verursacht, als das Aufsuchen der Nester an den Blättern. Petroleum ist ein sicheres Mittel zur Vernichtung des Ungeziefers. Nit Petroleum füllt man ein kleines Tropfen - Gläschen halb voll und mit einem Pinselcken voll Petroleum kann man 3—4 Rauvennester vertilgen.
Das Verdrücken der Nester mit dem Pflanzenblatt selbst ist zeitraubend und nicht ganz genügend. Die Eier haben eine lederartige Schale, die dem Drucke mit den Fingern schon ziemlich widersteht und mehrmaliges Drücken erfordert, was also mit Zeitverlust verbunden ist und doch nicht jedes Ei gleichzeitig trifft, so daß unverletzte Eier leicht übrig bleiben, was zumal dann eintritt, wenn das Raupenneft in der Nähe einer Rippe des Blattes sitzt, welche den Eiersatz gegen den Druck schützt. Gegen das Petroleum gewährt nichts Schutz, seine Wirkung ist unfehlbar und durchgreifend.
Ich werde in einigen Tagen den Erfolg und Weiteres msttherlen. XIX.
Hiadt näherten, sahen wir auf einem Hügel einige Hunde. Sie liefen fort und wir fanden an Mr Stelle eine Menge zerstreut umherliegender Schädel und einen Haufen gräßlich anzuschauender tzkeictte in Kleidern. Ich zählte vom Sattel 100 abgenagte und abgeleckte Schädel, alle von Kauen und Kinvern. Wir betraten die Stadt. An jeder Seite waren Schädel und Skelette Mtcv den Ruinen verscharrt oder lagen offen umher. Da gab es Skelette von Mädchen und «men, von deren Schädeln langes braunes Haar herabhing. Wir näherten uns der Kirche.
wurden solche Ueberreste häufiger, und schließlich erschien der Erdboden buchstäblich mit Metten, Schädeln und in Kleidern faulenden Leichen bedeckt. Der Gestank war fürchterlich. Mr betraten den Kirchhof. Dort war der Anblick noch gräßlicher. Der ganze Kirchhof war btti Fuß hoch mit theils verhüllten Leichen bestreut — Hände, Beine, Arme und Köpfe ragten jn gräßlicher Verwirrung hervor. Ich sah viele kleine Hände, Köpfe und Füße von dreijährigen Mdern und Mädchen mit prachtvollem Kopfhaar. Die Kirche war noch schlimmer., Der Flur w mit ganz unbedeckten faulenden Leichen gefüllt. Nie habe ich mir so etwas Fürchterliches Mellen können. Auf dem Kirchhofe und in der Kirche lagen 3000 Leichen. Wir waren .Möchtest, Tabak an unsere Nase zu halten. In der Schule, einem schönen Gebäude, waren 200 Frauen und Kinder lebendig verbrannt worden. Allenthalben in der Stadt boten sich MIben Scenen dar. An manchen Plätzen waren Haufen von Leichen begraben und dann von bn Hunden wieder ausgesckarrt worden. Die Ufer des kleinen Stromes waren mit "eichen kdeckt. Viele Leichen waren nach Tatar Bazardschik auf eine Entfernung von 30 Meilen fort- «eschleppt. Die Stadt hatte früher 9000 Einwohner, jetzt giebt es dort nur 1200. Viele von im Flüchtlingen waren jüngst zurückgekchrt, um über ihre zechörten Heimstätten zu weinen.
Wehklagen konnte man eine halbe Meile weit hören. Ein Weib saß stöhnend da, mit drei Linen, haarbedeckten Schädeln auf dem Schooß. Der Mann, welcher all dieses vollbracht, heißt «chined Aga, ist befördert worden und noch jetzt Gouverneur des Dlstricts. Die Zeitungs- Mchilchtcn waren nicht übertrieben, sie konnten eä nicht sein. Jede« Verbrechen, das turkhche Mvheit erfunden, wurde angeführt. 7000 (Sfebentaujenl) Leichen liegen h er seit dem 12. Mai, faulend in der Sonne, eine Beute der Hunde. Und Sir Henry Miet hat nie gehört, daß iie Behörden von den übrig gebliebenen Einwohnern eine Kriegseontribution von hunderttausend P-ster verlangen. Die Stadt zahlte früher eine Million. Das Getre.de verkommt auf den Wern, die Eigenihümer liegen auf dem Kirchhof. Das Vieh der Ueberlebenden ist von den Turk n siilqeichlevvt worden und diese weigern die Rückgabe. Es ist unmöglich, die Ernte einzubringen Md es ist nicht wahr, daß die Türken Hülfe senden. Ueberall klagen die Einwohner gegenüber jjmn Schuyler, daß ihr Vieh nicht zurückgegeben, keine Hülfe geleistet wird. Die Behauptung,
Allgemeiner Anzeiger.
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Letzte
Holzversteigerung
tu der Großh. Oberförsterei Maulbach pro 1876.
Es sollen versteigert werden:
Montag den 4. u. Dienstag den 5. September hben Districten Wasserrain, L'tzel. Lappen- kM.Neugeheeg, Saal, Ehringshäuser-Eisen- kmen, Äulbach, Lmn, Scheidhccke, Loch, Littenröderschlag, Bärenboden, Röder, Ltmuckersgeheeg rc., Forstmartei Maul-
1 16 l3014
beiden Tagen ist
Besondere Bekanntmachung.
Bekanntmachung.
Die Auslassung der Haupt- und Ergän- zunps-Geschworenen für das Schwurgericht 4er Provinz Oberhessen vom vierten Quarrt 1876 soll
Dienstag den 29. August 1876, Vormittags 11 Uhr, in öffentlicher Sitzung Großherzoglichen chcherichls in dem Hofgerichtsgebäude oor- Mümmen werden.
Gießen, den 17. August 1876. (4384
Der Präsident
Hroßh. Hsfgerichts der Provinz Oberhessen. Dr. B U f f.
vdt. Mayer.
Nadelholz Np en
Die Zusammenkunft an
-mDistricte Platz auf dem Vreinalwege von Aulbach nach Ehringshausen am Eingang iil den Wald, im sogenannten Ercheigarten, mb zwar um 8 Uhr Vormittags pracis, p welcher Stunde auch mit der Verstetge-
nrng begonnen wird. , <
Das zr versteigernde Holz wird wahrend hrVersteigerung nicht oorgezeigt, und mögen fid) die Steigueühaber dasselbe vor der Versteigerung cinsehen, und stch deßhalb iri den Großh. Forstwart Barnrus in Üi'iulbach wenden.
Von der Eisenbahnstation Ehringshausen W das zu versteigernde Holz durchschnttt- lich V4 Stunde entfernt und kann aus gut chaussirten Wegen nach genannter Station iesahren werden.
Raulbach, am 16. August 1876. (4377 r Großherzogliche Oberförsterei Maulbach.
Koch.
Scheidh. Prügelh. Stockh. Reish. “ et*“
Donnerstag den 24. August, I 4378) Ein schwerer Wagen, noch in gutem Nachmittags 2 Uhr, Zustande, zu verkaufen. Näheres bei der
lasse ich vor meinem Hause Zkcnster, Exped. d. Bltts.____ __________
Thüren, altes Bauholz u. dgl. öffentlich 4383) Petroleum ist im Preise versteigern. j,. ^hr gestiegen und verkaufe» wir dasielbk
= S'Hmenn. I »uf fiteres zu 35 Pfennige per
^eitaesiotenes jLiter. Heinzerling «Trtbus^
J • 2354) Hemden-Einsätze em-
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Holzversteigerung im Groß-Lindener Gemeindewald.
Mtwoch den 23. August 1876, Vor- wltaas 8 Uhr, soll in dem G-.'oß-Lmdeuer Gimeindewald, Diftrict Neuheege und Danke, nachverzeichnetes Holz versteigert (4366
Fachinger,
Friedrichshaller Bitterwasser, f । Homburger Elisabethenbrunnen,
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Groß-Linden, am 19. August 1876.
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