Ausgabe 
22.4.1876
 
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Samstag, den 22 April

1876.

St». 98

Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.

Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

Gießen, am 19. April 1876.

Mgs-Aktien-

Gießen, am 19. April 1876.

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Wochen.

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riefelbe Stunde-

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(tbenbe Mittheilungen über Ausdehnung und Anlagekosten des deutschen Eisen- ^hnnetzes, den Bericht des Reichseisenbahnamts für 1875 nebst dem Gutachten

1.

M Gebühren-Ertrages nach dem neuen Tarif ausgestellt worden. Während

'..nd zur peisöMen 8uk inidwirthschastlichenPE

Universität, mit Wirkung vom 1. Mai d. Js., zu ernennen;

am 15. April den Dr. Ludwig Weiland in Berlin zum außerordentlichen Professor bei der philosophischen Fakultät der Landes-Universität insbesondere jur das Lehrfach der Geschichte zu ernennen und in der gedachten Eigenschaft zu berufen.

Berlin, 18. April. Zur Eisenbahnfrage bringt das neueste, 6. Heft

^zelskbaden. Tie Ptb . niemals erhoben. ; aut regulirt und bim aar bezablt. Perschic Pramienrabatt, r

Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags- Expeditionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18.

Nr. 9 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 12. l. Mts., enthält:

(Nr. 1128.) Gesetz über die eingeschriebenen Hülfskassen. Vom 7. April 1876.

(Nr. 1129.) Gesetz, betreffend die Abänderung deS Titels Vin. der Gewerbeordnung. Vom 8. April 1876.

Gießen, den 19. April 1876.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Röder.

Darmstadt, 19. April. Der Gesetzgebungs-Ausschuß zweiter Kammer lat seine Beratungen über die neue Gesinde-Ordnung abgeschlossen; die Aus­gabe des Berichts steht in Kürze bevor. Gutem Vernehmen nach befürwortet der Ausschuß, von einigen minder wichtigen Punkten abgesehen, die Annahme les Regierungs-Entwurfs. Aus einer amtlichen Vergleichung der Baucapi­talien des hessischen Antheils an der Main-Weser-Bahn entnehmen wir, daß sch dieselben von 9,153,154 fl. oder 5,230,373 Thlr. im Jahre 1868 aus 5,485,143 Thlr. oder 16,455,431 Mk. in 1875 gesteigert haben. Der preuß.

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Mtheil an der genannten Bahn hatte Ende 1875 ein Baucapital von 35,211,190 Mk. In Folge von Gelände-Abtretungen an die Oberhessische rnl iTlltl umb Köln-Mindener Bahn und an Private wurden 1869 und 1871 erlöst und

bisher seit zwei Jahren die Einnahme an Telegraphen-Gebühren in Folge der Abnahme des Verkehrs von Monat zu Monat im Fallen war, hat sie sich pro März 1876 auf 478,000 Mk. gegen 433,000 Mk. im März 1875 ge» stellt, das ist ein Mehr von 45,000 Mk. Dabei war der März 1876 wegen der Wassercalamitäten und der weitverbreiteten Störungen der Telegrsphen- Linien durch die Stürme ein sehr ungünstiger. Man sieht aus dem obigen Er- gebniffe, wie unrichtig Diejenigen urtheilten, welche von dem neuen Tanf einen Nachtheil für die Reichs-Einnahmen prophezeien zu müsien glaubten. Auch für den Verkehr und Betrieb hat der neue Taris, soweit nach den Ergebnissen des ersten Monats geschloffen werden kann, sich dadurch vorteilhaft erwiesen, daß die Depeschen entschieden kürzer abgefaßt sind, alles Ueberflüssige vermieden und so eine bei Weitem schnellere Expedition ermöglicht ist. Diese erfreulichen Ergebnisse werden in der Folge gewiß noch stärker hervortreten, je mehr der neue offenbar höchst einfache und rationelle Tarif in die Gewohnheiten eindringt. Diejenigen, welche meinen, der Tarif müffe auf nahe Entfernungen billiger sein, welche mithin für das Zonensystem plaidiren, das mit Ausnahme von Rußland in keinem europäischen Staat mehr besteht, befinden fich in einem sachlichen Jrrthum, da gerade die Depeschen auf nahe Entfernungen vielfach mehr Selbstkosten verursachen, als diejenigen auf weite Entfernungen; denn einmal sind auf kleinen Linien, namentlich bei Seitenzweigen, nicht selten mehr Umtelegraphirungen nöthig, als auf langen durchlaufenden Linien, und sodann rentiren sich die großen Linien, z. B. nach Frankfurt, Breslau, Hamburg, Magdeburg, Leipzig, Cöln, Stettin u. f. w., weil die Drähte fortwährend besetzt sind, während gerade die kleinen Linien mit ihrem dürftigen Verkehr, Zuschuß erfordern. Wenn nun für diese Linien bisher ein so billiger Tarif bestand, daß der Staat bedeutend zusetzen mußte, so war das nach Vorstehen­dem nicht allein ganz irrationell, sondern es war geradezu ein Privilegium zum billigen Telegraphiren für Einzelne (die doch meist den ohnehin beffer situirten Klaffen angehörten) auf Kosten der Gesammtheit.

Berlin, 19. April. Die Behandlung von inhastirten Redactemen illustrirt eine Mittheilung des wegen Beleidigung zu vierzehntägiger Gesängniß- strafe verurtheilten Redakteurs der Berg.-Märk. Zeitung. Derselbe hatte u. A. dieVergünstigung", im Gerichtsgebäude Fenster zu putzen, die Bmeaux zu reinigen und sonstige leichtere Arbeiten zu verrichten, z. B. mit Ehrenbegleitung Briefe und Pakete zur Post zu tragen. Die Zelle theilte er mit verschiedenen wegen Kuppelei und ähnlicher Vergehen bestraften Persönlichkeiten. Das Bett bestand aus einem schon lange gebrauchten Strohsack und einer Art Pferde­decke. Die Nahrung war die bekannte Gesängnißsuppe. Die Idylle bedarf keiner weiteren Ausführung!

Berlin, 20. April. DerNordd. Allg. Ztg." wird aus Wien gemel^ bet: Alle Befürchtungen in Betreff ernsterer Gesährbung deS Friedens tm Orient sind, wie aus zuverlässigster Quelle versichert werden kann, völlig un­begründet.

Aus Westfalen. Die Industrie, schreibt man derMagd. Ztg ", liegt leider noch immer sehr darnieder. Die Aufträge haben sich zwar etwas vermehrt, aber die Preise bleiben gleich schlecht. Zum Unglück fangen auf einzelnen Zechen auch noch die Grubenarbeiter an zu striken, weil sie sich die

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Betreffend: Den Abverdienst uneinbringlicher Feldstrafen.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Beltershain, Birklar, Ettingshausen, Garbenteich, Geilshausen, Gießen, Göbelnrod, Großen- Linden, Grüningen, Holzheim, Inheiden, Klein-Linden, Lich, Londorf, Münster, Ober-Bessingen, Oppenrod, Rödgen, Rüddingshausen, Ruttershausen, Steinbach, Treis a. d. Lda., Villingen, Watzenborn und Wieseck.

Wir erinnern Sie an baldige Erledigung der Ihnen in obigem Betreff ertheilten Aufträge und an Rücksendung der bezüglichen Special-Verzeichnisse binnen

gingen dem Baucapital ab 11,508 fl.

Darmstadt, 20. April. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allerguädigst geruht:

Am 5. April den königlich bayerischen Stadtgerichts-Assessor Dr. Lothar ßeuffert zum ordentlichen Professor in der juristische» Fakultät der Landes-

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B» dn M raus- ober '.mpiidjtin unb t® fl ?, ies 'Jiamen««« 611

Betr effend: Die Annahme Freiwilliger für den Cavallerie-Dienst. r

Das Großherzoglichc Kreisamt Gießen

an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Wir benachrichtigen Sie zur weiteren Bekanntmachung, daß von dem 2. Großherzoglich Hessischen Dragoner-Regiment Nr. 24 im Herbst dieses Jahres nicht nur 4jährig Freiwillige, sondern auch 3jährig Freiwillige in beliebiger Zahl angenommen werden.

V. Roder.

.skn. Jul. Karl in Gi r vrntorf. Job. Wni

In Hirth'sAnnalen des Deutschen Reichs" eine Fülle theils sachlich aufklä- mden Stoffes, theils verschiedener Beurtheilungen, vor Allem den preußischen 'Hksetz-Entwurf vom 24 b. I. nebst Motiven, sodann eine Reihe von Gutach- dm und Reden für und wider das Reichseifenbahn-Project, ferner einen längeren | 'Auszug aus der amtlichen Statistik der preußische» Eisenbahnen für 1874, ein- I b)l,iäbplinnnek lind 9fnfrt ApPnflpn d>pL dipntki^pn fStipn-.

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AiWge- Md AmisdM für den Kreis Kietze«.

jtl i I ^nneßes, oen Dencyr vev jui

. . k Tarif-Enquete-Commifsion re.

'Vv . Zu Mitgliedern der Iuries für die Ausstellung in Philadelphia sind

' . dem Deutschen Reiche ernannt: 1) für Chemie der tönigl. daher. Hofrath

. 2| F B6 Professor an der Universität Würzburg Dr. R. v. Wagner; 2) für Kera-

- ' ',ts\M llil der Secretär am bayerischen Gewerbe-Museum Dr. G. Seelhorst in Stürn- , »(i1' iirg; 3) und 4) für Textil-Industrie Konsul Gustav Gebhard in Elberfeld

®b Fabrikbesitzer Dr. Max Weigert in Berlin; 5) für Papier, Druck, Buch- , gi feil und graphische Künste ®. W. Seitz, Besitzer der artistischen Anstalt in r<: I Andsbeck; 6) für Metallwaaren Diefenbach, Regierungsrath in der köuigl. »iiltemb. Centralstelle für Gewerbe und Handel in Stuttgart; 7) für musika- Ich« Instrumente Comm.-Rath Julius Schiedmayer in Stuttgart, und 8) für 1 wi«, Alkohol und Biere Comm.-Rath Julius Wcgeler in Coblenz.

Berlin, 19. April. Unabhängig von dem Kasienabschluß ist tlber den

v. Röder.

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Berlin, 19. April. Unabhängig von dem Kasienavfchtutz t|t Wer ven de' , \ ^graphischen Verkehr für den Monat März eine besondere Special-Statistik

2V' 7 iÄebühren-Ertrnges nach dem neuen Tarts ausgestellt worden. Während