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die
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verständigen. Je nach Ausfall der Partei-Aeußerungen im Hause werde der Minister die Einführung der Städteordnung auch in Rheinland, Westfalen und Pofen empfehlen, und erwarte darauf bezügliche Anträge und Wünsche, auch hinsichtlich der Ausdehnung der Städteordnung auf Frankfurt a. M. Man solle bei der Vorberathung nicht ängstlich, wohl aber bei Abgrenzung der Com- petenz der Stadt-Behörden vorsichtig zu Werke gehen. Der Minister sei des Glaubens, daß die Städteordnung schließlich für die ganze Monarchie Geltung erlangen werde. — Das Haus verwies alle auf die Lompetenz ver verschiede nen Behörden bezüglichen Bestimmungen aus sämmtlichen vom Minister des Innern vorgelegten Gesetz-Entwürfen an die besondere Commission für die Lompetenz-Ges etzvorlage.
München, 18. März. Der König genehmigte eine neue Formation des Kriegs-Ministeriums, wodurch dasselbe, wie das preußische Kriegs-Ministerium, in sieben Abtheilungen gegliedert wird.
Stuttgart, 18. März. Ferdinand Freiligrath ist heute Nacht in Cannstatt gestorben.
Oesterreich.
Wie», 17. März. Wie von bestunterrichteter Seite mitgetheilt wird, entbehren die Meldungen verschiedener Blätter von dem Bestehen einer Coalition Serbiens mit Montenegro, Rumänien oder Griechenland zum Zwecke eines Angriffs-Krieges gegen die Türkei der thatsächlichen Begründung.
Wien, 18. März. Oesterreich und Rußland richteten gemeinsam eine letzte Verwarnungs-Note an Serbien, in welcher sie die Einhaltung einer con- servativen Politik verlangen.
Wien, 18. März. Von bestunterrichteter Seite werden die Gerüchte über den angeblich bevorstehenden Einmarsch serbischer Truppen in türkisches Gebiet als vollständig unbegründet bezeichnet; vielmehr sei es den Bemühungen der Mächte gelungen, eine derartige Gefahr zu beseitigen.
Spanien.
IRdbdb, 18. März. Die Cortes haben nach lebhafter gegen 30 Stimmen die vorgeschlazene »drefle an den König Mgenomm««
Rumänien.
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Oriechentand.
r t 18. März. Der Justizminister hak sich in Folge der von ihm ver.
fugten Anstellung eines Richters, dessen Person zu Bedenken Anlaß gab ae- zwungen gesehen, seine Entlassung zu geben. Einen Bruck mit der Pa/tei ?°rausstchtlich nicht herbeiführen. Die Verhand- am 24 März Lttfin^n"^ Ministerium Vulgaris wird
, w 19.^025^. Der Justizuunister hat, durch die Partei ttaimiS
LCüt°unh fbcn furj angestellten Richter Dalaro zur Demission veran
laßt und sem eigenes Entlaffungs-Gesnch zurückgezogen.
Amerika.
. , 14‘ ^ärz. Der Qenat fat die Vorlage angenommen
j < bä^s^tzt irirb. Aus dem d^sslssippl komnit die Nachricht, daß die Anklage gegen den stellver. rn ^\@Üll?r(enr DavlS, welche vor dem Staatssenate geführt worden, mit d^Vcrurtheilung geendigt hat. 32 Senatoren stimmten für, nur 4 gegen
13.
angesehen, daß die Linke das neue Ministerium unterstützen wird. — Die Seine ist um einen Meter gefallen.
Versailles, 18. März. In der heutigen Sitzung der Kammer brachte der Deputirte Floquet einen Antrag auf sofortige Aufhebung des Belagerungs- Zustandes ein. Die Dringlichkeit wurde mit großer Majorität votirt. Der Finanz-Minister beantragte einen Credit von 1,750,000 Frcs. für die Ueber- schwemmten. — Die Seine ist ein wenig gefallen.
verscharrt wären und boten den Anblick des ruhigen Schlafes. Die Behörde hat über Alles ein Protokoll ausgenommen und die Kleidungsstücke und Gegenstände von Werth, die bei den Leichen vorgesunden worden, der deutschen Botschaft dahier zustellen lasten.
Ludwig Schwan- Ww. um Bauerlaubniß.
Carl Malkomefius um Bauerlaubniß.
u2 des Kaminfegers Zwesch um Bauerlaubniß.
Gesuch de« Maurermeisters Größer um Erlaubniß zur Herrichtung einer seinem nnnb ntt h,r ö
Arankreich.
Paris, 16 März. Bet der am vorigen Samstag bewirkten Uebertra
14.
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17.
18.
n IS V* ?.au'r " um Uebertaffung von stäbtischem Selände.
der Bewohner des GattfeloS um Anlegung eines Weg«.
IQ $Cn it Hauses der RegierungSrath Ebel'S Erben/
1 * Den Realschulbau betr.
gung der in der Nähe von Chatillon vor Paris vorläufig beerdigten deutschen
Soldaten nach den äußeren Friedhöfen der Hauptstadt fand man viele dieser . . .. __________
Leichen noch sehr gut erhalten. Einige sahen aus, als ob sie erst seit Kurzem hpr ffahtHA^cfÄ.b^r?orflwflrten Schlag um Einreibung in die erste GehaltSclasse ttnh hon 0Cr lIaDAt,C9£« Forstwarte.
Die Parcellenvermessung betr.
Das Feuerlöschwesen betr.
Die Pflasterung der Altcenstraße.
Die Beeinträchtigung eines W-g« durch den Grobherzoglichen Hofgerich».
Atakien.
Rom, 18. März. Sitzung der Deputirten-Kammer. Auf die Inter- pellation Morana's wegen ungerechter Erhebung der Mahlsteuer erwidert Minghetti: Die Regierung studire bereits verbesserte Mittel und Wege zur Erhebung der Mahlsteuer, die sich gegenwärtig dem Maximal-Erträgnisse von 90 Mill. Lire nähere. Morana erklärt, daß ihn die Antwort des Ministers nicht befriedige und beantragt eine Motion, wonach die Kammer die Ueberzeu- gung hege, daß das Ministerium in Anwendung des Mahlgesetzes die Steuerpflichtigen ungerecht belaste.
Rom, 18. März. Im weiteren Verlaufe der heutigen Sitzung der Deputirten-Kammer erklärte der Minister-Präsident Minghetti, die Regierung beabsichtige über die Frage des Ankaufs der Eisenbahnen ein Votum der Kammern zu vrovociren; bis dahin möge man auch die Berathung über die von Morana beantragte Motion vertagen. Dieser Antrag des Ministers auf Verschiebung wurde jedoch von Depretis, Correnti und Picciom bekämpft und, nachdem Minghetti denselben noch zu wiederholten Malen befürwortet hatte, schließlich mit 242 gegen 181 Stimmen abgelehnt. Demnach gilt die Demission des Cabinets als bevorstehend.
Aetgien.
Brüssel, 18. März. Die „Etoile beige" meldet: Das Consortium von Banquiers, welches der belgischen Bank Hülfe bringen wollte, ist gescheitert. Der Minister-Rath zog gestern Maßregeln in Erwägung, welche einer finanziellen Katastrophe Vorbeugen sollen.
Lokal. Rott z.
., Gießen, 21. März In Nachstehendem lassen wir die Ta g esor d nuna für
4 uTr, im It'ÄS folgen ?°nn't*a«’ Ccn 2e- Nachmittag«
2. 3 4. 5.
Paris, 19. März. Die gemäßigte Linke hatte heute eine Zusammen- ^doocattn kunft. Die Rede des Präsidenten Ferry bekräftigt die gemäßigte Haltung 7. dieser Partei. Ferry sagte: Die republikanische Partei entsagt auf die Spitze 8. getriebenen Forderungen und enthält sich absoluter Thesen, die bisher stets der ------«'•**** ’
Republik den Untergang bereitet haben. - Die Rede wird als Beweis dafür ^lö
Den Ausbau der Ludwigsstraße betr. Die Straßenbeleuchtung betr.
Die Telegraphenleitung innerhalb der Stadt betr.
Das Bauwesen deS Wirths Carl Heil betr.
ia §mlbernt.£,a6 tDi8c»?,aru-m^5bt«unacn an der Frankfurter Chaussee. 9A ro‘8en Rückstände zur Etadlkasse aus dem Jahre 1875.
20. Die Wiesenculturarbeiten pro 1875 betr.
21. Apothekerkosten für die Polizeidiencr pro 1875 betr.
22. Schreibgebühren betr.
20. März. Der am gestrigen Tage hier abgehaltene altkatholische Gottesdienst brachte und wieder einen sehr anregenden und belehrenden Vortrag des MES Ricks- Sem Gegenstand war die Nothwendigkeit einer stets sich erneuern- bero^?c'. mic tm Staat und im Einzelleben auf Grund des apostolrschen Wortes: Zieht einen neuen Menschen an." Als solche Reformationen ^hmi innerhalb der apostolischen Kirche führte er an die Abschaffung des iüdischen frUnb notwendige Wiederbeseitigung eines der persönlichen Thatigkeit schädlichen Communismus in Jerusalem, die Arbeiten deS Paulus und die Anerkennung, die er bet den Judenaposteln fand; dann die Aufgaben, welche den großen Concrlien vorschwebten; hiernach im Mittelalter der sich erhebende und immer starker werdende Ruf nach Reformation, besonders auf den Concilten zu Conftanz und b^LC^l^te^uaunL9 bic Forderung selbst nicht beseitigte, sondern ihr nur eine größere Entschiedenheit gab; und nicht minder sei jetzt durch die Beschlüsse deS Vati- canums von 1870 bk Nothwendigkeit einer Reformation dargethan, welche durchruführen Zweck der neuen Bewegung sei. Auch im Einzelnen enthielt der Vortrag viele schön!. h"br*l tk°^C ^Emerkungen. Die Ruhe, mit der er gehalten wurde und die UeberzeuAng, befriedigte allgemein. Auch der übrige Gottesdienst hatte etwas lehr Erbauliches und besonders entsprechend war der Gesang, und das allgemeine Gebet nach der Predigt hatte sichtlich etwas Ergreifendes für alle Gewärtiae? hk rolrbf,c, ln dem Chausseegraben nahe am Cbausseehaus
die Leiche des Jo h. T od t von Fellingshausen mit dem Gesicht in einer Wasserpfütze legend, aufgefunden. Sinnlose Trunkenheit hat jedenfalls den zu Boden Gefallenen nicht wieder aufstehen lassen, in Folge dessen derselbe erstickt ist.
. 6 x Unfern Lesern zur Warnung theilen wir nochmals mit,
,cr^u Sechskreuzer- und Dreikreuzerstücke und Theilstücke des Kreuzers rÄn $en ber bayerischen Heller von den dazu bestimmten
Äu ®n^carbc5 Monats April 1876 eingelöst werden und nach dem ^O^^p^^^J^^e^Umwechslung^enei^Munzen überhaupt nicht mehr statifindet.
besondere Mekanntwachungen
Markt-Verlegung.
Der in dem diesjährigen Landkalender irrthümlich auf Dienstag den 28. März eingetragene Hungener Markt wird nicht an diesem Tage, sondern
Montag den 27. März 1876 abgehalten. (1289
Hungen, den 15. März 1876.
Großherzogl. Bürgermeisterei Hungen _________Bender.
Aufforderung.
Dem mit unbekanntem Aufenthalt abwesenden Ludwig Schäfer von Burkhardsfelden wird auf diesem Wege eröffnet, daß
Allgemeiner Anzeiger.
der Zwangsoerkauf des ihm zustehenden Ackers I. 440 zur Befriedigung des Jacob Scheid von Langsdorf verfügt worden ist und daß noch andere Gläubiger wegen der gegen ihn ausaeklagten Forderungen Beschlagnahme auf den Steigschtlling erwirkt haben. Schäfer wird aufgefordert, binnen 4 Wochen vom Erscheinen dieser Bekanntmachung in Selbstperson oder durch gehörig Bevollmächtigte seine Rechte zu wahren, ansonst ein Kurator für ihn bestellt und lediglich mit diesem an seiner Stelle verhandelt werde. (1363
Gießen, den 16. März 1876.
Großherzogliches Landgericht Gießen.
Erdman».
In hiesiger Gegend wird ein Gedenkblatt des Gustav-Adolf-Vereins colportirt, dessen Reinertrag angeblich dem Verein zu gut kommen soll. Mit Beziehung auf die War-
nung in Nr. 77 der Darmstädter Zeitung ziehe ich die mir abgeschwindelte Empfehlung zurück.
Groß-Buseck, den 19. März 1876. Strack, Dekan.
Holzversteigerung
tm Gießener Stadtwalde.
160
4
810
Buchen Eichen Nadel
225 2
Wellen 3550
19 Nadel-Stämme
1 Buchen-Stamm
469 Nadel-Stangen
71 1
1,2 mit
10,49 Festmeter, 1,07
10,92
Montag den 27. März 1876, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde nachverzeich- veted Holz versteigert werden:
Scheith. Prügelh. Stockh. ReiSh. Raummeter
70 Gebund Buchen-NutzreiSholz mit 2,24 Festmeter.
Die Zusammenkunft ist auf ber alten Steinbacherstraße an der VH. Schneiße.
Gießen, am 21. Marz 1876. (1370
Großherzsglichc Bürgermeisterei Gießen.
A. Bramm.
Donnerstag den 30. März, Morgens 9 Uhr, sollen in der Wohnung deS Johannes Jung IV. zu Klein-Linden 1 trächtige Fahr-Kuh, 1 Mutter-Rind, sowie Heu, Stroh und Frucht, Kartoffeln, 1 Wagen, Pflua und Egge und sonstige Oecanomie- Geräthschaftsn, alles in gutem Zustand, gegen baare Zahlung meistbietend versteigert werden. (1390
Klein-Linden, am 21. März 1876.
Johannes Jung.
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Speck iN Rohkssm) W) H
1388) Ein n EiMgerthor kMngungm seh.
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,ch in mrir Sitdener n° ^,dlicheS Ha ^runter: 1 kopha, ) ;
1 Heit-Gnatbl mit
Ar Schnei' riäMtz maartn, als Siickmuster, Uffentlich an bi ] baare Zahlm ! Die Gkgenslai Ides versteigrr 11368)
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