Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image

Freitag, den 21. April

L8V«.

Gießener Anzeiger

Annize- mi> Amtsblatt für den Kreis Gießen

Preis vierteljährlich 2 Marr 20 Pf. mit Bringerlohn.

Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

Dcnffdifattb.

Ließen-. .

die von ans vic da man

M

*»>< '-''M

*55;."«*

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expeditionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18.

AranLrrich.

Paris, 10. April. Msgr Freppel. Bischof von Angers, hat ihm gegen de Falloux und Genossen verhängte Excommunicatton nlchr Bitte des Nuntius, sondern auf den Befehl des Vaticans aufgehoben,

Berlin, 17. April. Durch Bundesgesetz vom 23. März d. I. ist für die Schweiz die Einführung eines einheitlichen Paketportos nach Maßgabe der beim deutschen Neichspostwesens seit dem 1. Januar 1874 in Anwendung be­findlichen Grundsätze genehmigt worden. Danach wird für Pakete bis 5 Kilo ohne Unterschied der Entfernung der Satz von 40 Pfg. zur Erhebung kommen ; der Localrayon zur halben Taxe umfaßt die Orte bis 25 Kilometer Entfernung. In Deutschland ist die Einheitstaxe bekanntlich 50 Pfg.; dagegen erstreckt sich der Localrayon zur halben Taxe bis auf 75 Kilometer. Es wird nunmehr der Einführung des Einheitstarifs für Pakete im Verkehr zwischen Deutschland und der Schweiz ein Hinderniß nicht mehr im Wege stehen. Wie wir hören, sind ' die erforderlichen Schritte bereits eingeleitet. Für alle Pakete zwischen beiden Ländern bis zu 5 Kilo Gewicht und ohne Unterschied der Entfernung ist der - einheitliche Satz von 1 Frcs. oder 80 Pfg. in Aussicht genommen; für den localen Grenzverkehr wird eine Ermäßigung auf die Hälfte beabsichtigt. Es ist ; unzweifelhaft, daß diese Maßregeln eine wesentliche Hebung des Verkehrs im Gefolge haben werden. Zugleich hat der erfreuliche Vorgang in der Schweiz der diesseitigen Verwaltung Anlaß gegeben, bei der österreichisch-ungarischen 1 Verwaltung die Schritte zur Erreichung des gleichen Zieles zu erneuern. i

Berlin, 17. April. Der Kaiser, der von seinem Unwohlsein, einem leichten Magenkatarrh, völlig wieder hergestellt ist, wird morgen seine Reise i -nach Wiesbaden antreten. Dort gedenkt er 14 Tage zu verweilen und dann 1 zum Empfange des Kaisers von Rußland wieder in Berlin zu sein. Fürst ' Gortschakoff begleitet seinen Souverain hierher und wird wahrscheinlich noch : einige Tage nach deffen Abreise hier bleiben. Fürst Bismarck, der nach Zei- ; tungs-Nachricdten längst in Lauenburg sein sollte, hat Berlin gar nicht ver­lassen, beabsichtigt auch nicht, in nächster Zeit zu verreisen. Für die zweite Hälfte des Mai soll die Cur in Karlsbad und eine Nachcur in der Schweiz, teo fein Sohn als Gesandtschafts-Attache angestellt ist, oder in Baden in Aus­sicht genommen sein. Es heißt, Bismarck werde bei dieser Gelegenheit noch einmal mit Gortschakoff in der Schweiz zujammentreffen, doch sind dies alles Gerüchte, die noch der Bestätigung bedürfen.

Berlin, 18. April. DieNordd. Allg. Ztg." bringt an der Spitze ihres Blattes drei Correspoudenzen, welche sie als von unterrichteter Seite kommend bezeichnet. Die beiden ersten, datirt Petersburg, den 16. und Wien, im 15. April, besprechen die orientalische Frage und betonen, daß die Situation nichts Gefahrdrohendes enthalte und daß das volle Einverständuiß der drei Nsermächte fortdauere. Der Vorwurf, daß Rußland Hintergedanken habe unb ein doppeltes Spiel treibe, sei auf das Bestreben zurückzusühren, zwischen Rußland und Oesterreich Unfrieden zu stiften, nachdem der Versuch, zwischen Rußland und Deutschland Unfrieden zu säen, sich als hoffnungslos erwiesen Hobe. Vollkommenste Loyalität sei ein hervorragender Charakterzug der Politik sts Kaisers Alexander. Der dritte Brief, datirt Buda-Pesth, den 16. April, (iheilt mit: In Betreff der Ausgleichs-Verhandlungen zwischen Ungarn und Oesterreich werde, falls in der heutigen entscheidenden Minister-Conferenz der Ausgleich nicht zu Stande komme, der von der ungarischen Regierung nicht zurückge- ttefcne Vermittlungs-Vorschlag Andrassy's durch die Krone als feststehendes Aus- ßlkichs-Programm aufgestellt werden. Wenn die österreichische Regierung die Vertre 1mg dieses Programms vor dem Reichsrathe ablehne, so werde das österrei- tzische Cabinet durch ein Uebergangs-Ministerium, welches dem Programme der tione die Majorität des Reichsraths verschaffe, ersetzt werden.

Berlin, 18. April. DerReichs-Anz." veröffentlicht eine Bekannt- »üchung, betr. die Außer-Courssetzung der sog.Sechser", der Groschen, der Zwei-Groschenstücke und Zweieinhalb-Groschenstücke vom 1. Juni ab. Die Ein- lifung dicser Stücke bei den noch näher zu bezeichnenden Kaffen erfolgt nur iis zum 31. August 1876.

Wiesbaden, 19 April. Der Kaiser ist um 4 Uhr 45 Min. Nach- Wittags hier eingetroffen und demnächst durch die festlich geschmückte Wilhelms- Straße nach dem Schlosse gefahren. Am Bahnhofe waren die landgrästich-hessische ;liomilie und die Spitzen der Behörden versammelt, und auf dem Wege nach tun Schloß wurde der Kaiser von einer unübersehbaren Volksmenge freudig jnvill kommt.

Kaffel, 19. April. Die hier tagende Realschnllehrer-Versammlung V sich einstimmig für die Gründung eines Vereins deutscher Realschulmänner . aklürl.

Coburg, 18. April. Heute um 5 Uhr Abends erfolgte die Ankunft deutschen Kaisers mit dem Kronprinzen unter ungeheurem Jubel der Ve- ielk-erung. Abends findet großes fciner und im Theater, wo des Herzogs [1WSanta Chiara" aufgesührt wird, Gala-Vorstellung statt. Darauf v pvßer Fackelzug. Die Stadt ist festlich geschmückt.

Weimar, 18. April. Der Kaiser ist um II Uhr 45 Mim hier ein- | Wt »ffen und am Bahnhofe von dem Großherzog und den Mitgliedern der

wntUmtStWungbtti - ^Eechlskrankheiken. 0 l^0l. !(.) (8Q3 [H;

Gesucht

1fr ins St. Rochutzhch' iWi 216 Maik prr Zch Näheres auf bn;

Mdst.

Großherzoglichen Familie empfangen worden. Der Großherzog begleitete ihn bis Eisenach.

Aus Baben, 17. April. Der Aufsichtsrath der Badischen Bank hatte die Vertheilung einer Dividende von 53/4 pCt. 34^ Mk. auf die Actie vorgeschlagen, was die am 11. d. Mts. stattgehabte General-Versammlung ge­nehmigte. Eingehend wurde die Besteuerung der Banken besprochen, die in Süddeutschland zu hoch befunden wurde. Der Verwaltungsrath wird seine Be­mühungen in dieser Richtung fortsetzen.

Auf dem Schwarzwald ist der vollständige Winter mit vielem Schnee und Eis wieder eingekehrt. An einigen Orten ging die Temperatur bis 6° R. unter den Gefrierpunkt hinab.

Karlsruhe, 17. April. In sämmtlichen altkatholischen Gemeinden Badens hat in den letzten Tagen die Abstimmung über den Antrag des Kirchen- Gemeinderaths zu Pforzheim behufs Vorgehens zur Abschaffung des Cölibat- zwanges stattgefunden ; von den 25 staatlich anerkannten Kirchspielen haben nur 5 und von den Vereinen nur 2 (Mannheim und Baden-Baden)' für denselben gestimmt; die übrigen erkennen das jetzige Vorgehen unter Anerkennung der Verwerflichkeit des Cölibatzwauges für nicht zweckmäßig und stellen die Initia­tive hierfür dem Bischof und der Synode anheim. Von den 20 badischen alt­katholischen Geistlichen haben nur 6 einem Collectiv- Antrag auf Aufhebung zugestimmr.

Sondershausen, 17. April. Das Ministerium fordert noch einmal zum Umtausche der hierländischen Kasien-Auweisungen auf, da die zum Umtausche festgesetzte Frist mit dem 30. Juni d. I. abläuft und die Kassen-Anweisungen, mit dem 1. Juli ihre Gültigkeit verlieren, eine Berufung aus die Rechtswohl- that der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand aber nicht stattfindet.

es unzeitgemäß fand, daß Msgr. d'Angers sich in dem jetzigen kritischen Augen­blicke solche Dinge herausnehme. Die Clericalen geben jetzt der Sache die Wendung, der Bischof habe die Excommunication gegen Falloux und Genossen gar nicht ausgesprochen und nur Protest gegen den Verkauf kirchlichen Eigen- thums erhoben.

Paris, 17. April. DerMoniteur" glaubt, ein Decret, welches die Verschmelzung des Post- und Telegraphenwesens unter einer gemeinschaftlichen. Leitung anordnet, werde nächstens im Amtsblatte erscheinen.

DasJournal des Debats" wundert sich, daß auch in diesem Früh­jahre wieder Kriegswahrscheinlichkeiten in allen europäischen Blättern spuken und namentlich die kirchlichen Blätter in Italien den Krieg alsnahe bevor­stehend" feiern. Gerade dieser Umstand aber ist bezeichnend für den Ursprung dieses Geredes: die Jesuiten gebrauchen Krieg, um in Rom, Wien und Paris ihre Leute wieder an's Ruder zu bringen, und sie bilden sich ein, daß es ihren Gegnern schon einen heilsamen Schrecken einjagen werde, wenn nur in jedem Frühjahr von Kriegsnothwendigkeit in der Welt geredet werde.

Paris, 18. April. Gestern Abend fand auf der deutschen Botschaft zu Ehren des Prinzen Leopold und der Prinzessin Gisela von Bayern ein größeres Diner statt, welchem außer dem Gesandtenpersonal der deutschen und- österreichischen Botschaft auch der Flügeladjutant des Marschall-Präsidenten, Marquis d'Abzac, und der Herzog und die Herzogin von Decazes beiwohnten.

England.

London, 16. April. Heute hat der Prinz von Wales, aus Indien zurückkehrend, den ersten Schritt auf europäischem Festlande gethan. Der Se- rapis brachte ihn diesen Morgen um 8 Uhr nach Gibraltar; der Prinz landete um Mittag. Seine Ankunft wurde durch Salutschüffe von den Forts, den bri­tischen Kriegsschiffen Devastation und Swiftsure und der spanischen Fregatte Vitoria begrüßt. Die Stadt ist aus's Schönste geschmückt; die Straßen wim­meln von Menschen. Der Gouverneur gibt heute dem Prinzen zu Ehren ein großes Gala-Diner und darauf wird die Stadt beleuchtet. Das schöne Wetter, von welchem der Telegraph gleichzeitig meldet, verspricht die Feier zu begünsti­gen. Nach Lissabon wird die spanische Regierung ihre Panzerfregatte Arapiles schicken, damit sie dort den britischen Thronfolger bei seiner Ankunft begrüße. Der Kaiser von Marokko wird dem Prinzen seine Glückwünsche zur Heimkehr aus Indien durch einen außerordentlichen Gesandten überbringen lassen.

London, 18. April. Das von Hamburg nach Brasilien bestimmte SchiffHumboldt" nut 350 Auswanderern an Bord ist bei Winterton an der englischen Küste gestrandet. Der deutsche Consul hat sich behufs Hülfcleistnng an Ort und Stelle begeben.

London, 19. April. Der Hamburger DampferHumboldt" ist mit Hochwasser vom Strande wieder abgebracht und nach der Rhede von Varmouth. bugsirt worden. Der Schaden ist dem Anscheine nach gering.

«halten bei

3 m Hautleidende. |

41g8. V°°r. unb !

dNtflichrr Aigabe eines- . C. A. Gabler,

ann 11I(et (K

ütrtf *

Lloyd.

MSW nach

MW

s r.oi New-Orlean von Mi bis Stylt . in- cber jtneimül mos.'

. C'cjMUll

>, Xorddeuteehcnü«

.-.tjigtoum Men £dul

Hfti m Gikhcn. (3I| saht W -\\ M W ».

.ffas, W3O.MS

im unteren Wh

L iien 6 Ich«

:rJr rcDenten.

Sngabe W

... unb Ltsdes deskr der he er-$

4 «mkM3* xjigemnsterei,

Butanen

«ter.