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Türkei.

Konstantinopel, 17 December. Der griechische Gesandte hat einigen hiesigen Vertretern der Mächte ein Memorandum seiner Regierung mitgetheüt, welches der Conferenz vorgelegt werden soll.

Serbien.

Belgrad, 15. December. Die Regierung desavouirte das Vorgehen ihrer Polizei-Organe in der Radetzky-Angelegenheit und wird dem Fürsten Wrede die begehrte Genugthuung gewähren.

Rumänien.

Bukarest, 15. December. Hier herrscht eine große Panik. Man be­fürchtet. Rußland werde im letzten Augenblicke nicht den Muth haben, einzu- marschiren. Es herrscht große finanzielle Roth. Die Abgeordneten erhalten keine Diäten. Die Bewaffnung der Truppen ist unmöglich. weil die Lieferan­ten nur gegen Baarzahlung abgeben wollen. Es verlauten Gerüchte, wonach auch in Rußland das Geld bereits auf die Neige gehe.

Lokal-Notiz.

Gießen, 18. Dec. Zu den von dem diesjährigen Märzsturme gestürzten Baumgrößen gehörte auch eine, die von vielen Freunden der Natur, sowie einer^ frischen Labung im Sommer schmerzlich vermißt wird; wir meinen die Linde am Fürstenbru nnen dahier, der wie irgend einer diesen Namen verdient. Es bedarf wohl bei der für die Verschönerung der Stadt so thätigen Behörde nur einer Erinnerung, daß die schöne und gesunde Quelle wieder mit Bäumen bepflanzt und auch durch einen etwa« an­ziehenderen Weg zugänglich gemacht wird. Wenn von da auch noch ein Pfad nachdem nahen Philosophenwald hergestellt würde, so würde für viele diese Quelle ein Lur- örunnen und die Stadt um einen schönen Spaziergang bereichert werden.

Literarische-.

DeS Knaben Wunderhorn. Altdeutsche Lieder gesammelt von L. Acht« von Arnim und Clemens Brentano. Neu bearbeitet von Anton Btrltnger und Wilhelm CreceliuS- Wir treten hier mit einem Werke, vor das Publikum, das sich eines guten Namens erfreut- Es sind alte halbvetklungene Töne deutschen Volkssanges^ die vor 70 Jahren von Clemens Brentano und Achim vdn Arßim aus dem Muiide des Volkes wie aus vergilbten, gedruckten nud geschriebenen Papieren zusammengeholt und friedlich mben einander gestellt worden sind.

Sre haben damals das tast spurlos verschwundene deutsche Nationalbewußtsein wieder anzufachen begonnen und Taus.nde von dem französischen vermeintlich allein­seligmachenden Wesen waren zum Nachdenken gebracht, daß die deutsche eigne Ver­gangenheit doch wohl besser und tröstlicher wirken und sein dürfte. Man fing an, sich wieder als Deutsche zu suhlen und die Freiheitsdichter haben in jenen schweren Zeiten sicherlich nicht ohne Impuls von Seite oes Wunderhorns ihre herrlichen Lieder ge­sungen. Die Volkslieder- und Lesebücher der deutschen Jugend tönten fast auf jeder Seite vom Wunderhorn wieder. Nun ist die Zeil gekommen, in der wir wiederEin Volk geworden sind und jene Träume der Wunderhornzeit sind wahr geworden. Da­rum muß auch, wie die Veteranen von damals aller Ehren jetzt aufs Neue theilhastig werden, so viele der Ehrenwerthen noch leben, dem Wunderhorne von Neuem die ver­diente Ehre zu Theil werden. Die beiden vor Allen berechtigten Herausgeber: Professor Dr. Birlinger und Professor Dr. Crecellus, in Verbindung mit dem Meister Erk haben hiermit eine alte Schuld des deutschen gelehrten Volkes abge­tragen dadurch, daß sie das kostbare Denkmal einer eingehenden wissenschaftlichen zeit­gemäßen Umarbeitung unterzogen.

Es kann jetzt wieder seinen Rundgang, künstlerisch ganz wundervoll ansgestattet, durch die deutschen Gaue machen, wie einstmals. Was die Zeit fitzt beansprucht: Echt­heit und Volksthümlichkeit ist mit wissenschaftlicher bescheidener Ausrüstung geboten. Möge der alte Freund im jetzigen Festklcide all um und um wieder vor den Thüren klopfen und möge er mit herzlichem deutschen Gruße von dm Herausgebern und den Künstlern überall eingelassen werden.

Ei« überall willkommenes Weihnachtsgeschenk ist der diesjährige Daheim- kalender, mit dem man Jung und Alt in jedem Hause eine Freude machen wird.

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Allgemeiner Anzeiger.

(4971

zu haben bei

Wilhelm Klee.

100

abgegeben bei

December

1876,

1877,

4.

aufge-

daher

am Kreuz.

6587)

bei

Kehr.

6461)

bei

6575)

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2)

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4)

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13.

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9) Donnerstag

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Mittwoch dssn 17. Januar 1877, Nachmittags 4 Uhr, in dem Geschäftszimmer des Unterzeichneten einer Versteigerung auszusetzen.

Als Anzahlung wird Vs des Kaufpreises bedungen, die sonst gestellten speciellen Be­dingungen sind bei Herrn Aug. Gail zu erfahren. (6576

Dillenburg, den 16. December 1876.

Der Bürgermeister: Schäfer.

Besondere Bekanntmachungen

Christbäumchen zu dem Preise von 10, 20, 40 und 60 Pfennige pro Stück werden vom nächsten Mittwoch an bis einschließlich Samstag, jedesmal von Nachmittags 1 Uhr an, im städti­schen Magazin ausgegeben.

Gießen, den 16 December 1876.

Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen.

A. B r a m m. (6541

Nieder-Bessi iigen, am 16 December 1876. Großh. Bürgermeisterei Nieder-Bessinpen

Roth. ^6560

Donnerstag den 21 December, Nachmittags 2 Uhr, werden im Taaie der Restauxatioii Biamm Musikwerke, Musikdosen, Musikalbums, Cigarren­ständer , Drehorgeln, Harmonika und goldene Damenuhren

öffentlich gegen Baarzahlung versteigert.

Giesten, den 19 December 1876.

6588) In Auftrag:

Versteigerungen.

Holzversteigerung

tin Nieder-Besfinqer Gemeindewald.

JJafefcr Lebkuchen, alle Sorten Honigkuchen, Anis und Schaum Confect, empfiehlt

Heinrich. Fass,

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festgesetzt, unb zwar: Mittwoch den 20.

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Emil Fischbach.

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12) Mittwoch

13) Donnerstag,

14) Samstag ,,

Die Interessenten werden .

fordert die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vor- zeigung der Schuldscheine sich zu legitimtren.

Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die In­teressenten der Stadt Gießen, dagegen die übiigen Zahltage für die Auswärtigen be­stimmt sind- ' . . ,.

Die Herren Bürgermeister werden er ucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen.

Gießen, om 28. November 1876. (6160 Der Rechner der Spar- und Leihkasse:

6.

9.

10.

21.

23.

27.

28.

30

Freitag den 22. December l- I. soll nachverzeichnetes Holz oeifteigert werden.

Von Morgens 10 Uhr an im District Sandkopf, zehn Minuten von^der Straße von Lich nach Haltenrod, */« Stunde von Zusammenkunft im Ort.

Astrachan-Favlar^ Elb-Caviar, (5075

empfiehlt Emil Fischbach.

Extra fein gemahlene und gesiebte Raffinade, neue Puglieser Mandeln, Citronen, Citronat, Orangeat, rein gemahlenen chinef. und Ceylon- Zimmt, rein gemahlene bourb. Relken, kohlenfaures Ammonium, gereinigte Potasche, sowie fammtlidbe Ingredienzien zur feinen Bäckerei, mpfiehlt §. Müller, <-13) Mäusburg B- 48.

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(6615

Emil Fischbach.

7) Dienstag den 2. Januar

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Wlederv^käufer erhalten Nabatt-______

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Schachtel-Käse, Fromage de Brie, (6616

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Vormund Über die Wittwe des Heinrich Zück, Elisabeth geb. Becker zu Ilsch­hausen, ist Büreaugehülfe Homburg in Fronhausen.

Fronhausen, am 18. December 1876.

Königliches Amtsgericht, oez. Fenner. . ,

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Täglich frische Hefe g bei Thonwaarenhändler Wagner.

6538) Gedroschenes Korn st roh zu verkaufen, wird auch in einzelnen Gebunden

Bekanntmachung.

Aus der Stiftung des Gemeinderaths- Mitglieds LouisLabroisse ist im Januar Nächsten Jahres Brennmaterial an zehn arme Familien zu vergeben.

Bewerbungen nimmt Armenkasserechner Wittich bis zum 31. d. M entgegen.

Die Armendepulaiion der Stabt Gießen.

A. ©ramm. (6578

Bekanntmachung.

Im Handelsregister des unterzeichneten Gerichts ist heute folgender Eintrag voll­zogen worden:

Feist Katz II. von Steinbach betreibt feit 1868 zu Steinbach einen Viebhandel unter der FirmaFeist Katz II."

Gießen, den 12. December 1876. (6582

Großherzogliches Landgericht Gießen.

Erdmann, Landrichter.______

Bekanntmachung.

Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine