Ausgabe 
20.1.1876
 
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Anreize- ob Amtsblatt für ben Kreis Gießen.

Donnerstag, den 20. Januar.

1826

Wo. 16

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. ierteljährlich 2 Mark 20 Pf.mit^Bringerl r' - n.

<>rr.»er»ikion: Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 'Lr.

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Harle Sartorius, ii/.ian, Musikdirector

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W. A. Mozart

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Amtlicher H ß e i l. Bekanntmachung.

Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß. daß Großherzo-licbes Ministerium de, Innern der Süddeutschen Lebens-, Unfall- und Renten-DersicherungS-Anffalt zu CarlSrube die Erlaubniß zum Geschäftsbetriebe im Großherzogthum Hessen ertheilt hat.

Gießen, den 17. Januar 1876. , .

Großherzogliches Krersamt Gießen.

v. R ö d e r.

Nr. 1 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegebtff den 10. d. Mts., enthält:

(Nr. 1107.) Gesetz, betreffend die Aufnahme einer Anleihe für Zwecke der Telegraphenverwaltung. Vom 3. Januar 1876.

(Nr 1108.) Zweite Bekanntmachung, betreffend die Anwendung der SS 42 und 43 deS BankgesetzeS üodt 14. März 1875. Vom 7. Januar 1876.

Gießen, am 18. Januar 1876. a

Großherzoglubes Kreisamt Gießen.

v. R ö d e r. ,, .... ...

Bekanntmachung.

8 *3m »«l"<bgrl<.b<tgn?ftabkfl Da. Einkommen befW in bei fiten Summe non 1500 Matt, moeeoen ein

Bezug von Diäten, Bureaukosten und dergleichen nicht gestattet ist. Diejenigen, welche sich um diffe Stelle zu bewerben beabstchtlgen, wollen ihren deSfallstgen Gesuchen die Zeugnisse über etwaige schon bestandene Prüfungen, Leistungen rc. und ihr sittliche, Verhalten anschließen.

Friedberg, den 5. Januar 1876. . a...

GroßherzoglicheS Kreisamt Fnedberg.

- Trapp.

politischer Hheil.

Deutschland.

jbarmfiabt, i8. Januar. Die Nr. 2 des Großherzoglichen Regierungs­blatt- hat folgenden Inhalt

1. Bekanntmachung Großherzogltchen Ministeriums des Innern und der Finanzen, die Einführung gleicher Holzsortimente und einer gemeinschaftlichen Rechnungseinheit für Holz im Deutschen Reiche betreffend.

2. Uebersicht der für das Jahr 1876 genehmigten Umlagen zur Bestrei­tung der Bedürfniffe in den israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Heppenheim.

3. Uebersicht der von Großherzoglichem Ministerium des Innern für das Jahr 1876 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal Bedürfniffen in den Gemeinden des Kreises Mainz.

4. Erhebung in den Adelstand. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 30. Juni 1875 die Verlobte de- Grafen Constantin zu Menburg - Philippscich Fräulein Annü Mäher in München in den Ädelstand des Großherzogthums zu erheben.

5 Ertheilung von Erfindungspatenten. Se. König!. Hoheit der Groß- Herzog haben allergnädigst geruht: am 28. Decbr. 1875 dem Chemiker und Photographen Adolph Hommel zu Hanau, auf dessen Nachsuchen ein Erfin­dungspatent für das durch Beschreibung näher erläuterst photogtaphische Ver­fahren, dem Kaufmann Gottlob Currle in Ulm und dem Bauunternehmer Philipp Holzmann in Frankfurt a. M., auf deren Nachsuchen ein Erfindungs­patent für das durch Zeichnung und Beschreibung naher erläuterte Verfahren zur Bereitung und Aufbewahrung von Eis, - dem Werkmeister Karl Bender und den Fabrikanten Huppe und Bender zu Offenbach, auf deren Nachsuchen ein Erfindungspatent für die durch Zeichnung und Beschreibung näher ^erläu­terte Construction der Kuppelung von Eisenbahnwagen während der nächsten 3 Jahre für den Umfang des Großherzogthums zu ertheilen und zwar bei allen genannten Patentträgern unter dem ausdrücklichen Vorbehalte, daß durch die verliehenen Patente Niemand in der Anwendung bereits früher schon bekannt gewesener Theile der Erfindungen gehindert werden soll; am 4. Januar 1876 der Firma August Faas u. Comp. in Frankfurt a. M., auf deren Nachsuchen ein Erfindungspatent für die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläu. ttrte Construction eines sog. selbstregulirenden Gasmessers, unter dem aus­drücklichen Vorbehalte jedoch, daß durch das verliehene Patent Niemand in der Anwendung bereits früher schon bekannt gewesener Theile der Erfindung gehin­dert werden soll und daß das Patent solchen im Großherzogthum ansässigen Gewerbtreibenden gegenüber, welche bereits Gasmeffer der fraglichen, durch öffentliche Blätter näher beschriebenen Construction vor Ausfertigung gegenwär­tigen Patentes angefertigt haben sollten, außer Wirksamkeit bleibt, wahrend der nächsten zwei Jahre für den Umfang des Großherzogthum- zu ertheilen.

6. Namensveränderungen.

7. Dtenstnachrichten. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller­gnädigst geruht: am 22. Decbr. 1875 dem Schulverwalter Johannes Karg von Ober-Kmsig die Lehrerstelle an der Mittelschule für Knaben zu Darmstadt ; am 23. Decbr. dem Schulverwalter Karl Ackermann von Hammclbach die erste Gemeinde-Schulstelle zu Aspisheim zu übertragen; am 28 Decbr. den von dem Herrn Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und dem Herrn Grafen zu Erbach-Schönbtrg auf die Gemeinde-Schulstelle zu Sandbach prä-

sentirten Schulverwalter Johannes Knöll von Hainbach für diese stelle zu be­stätigen ; am 30. Decbr. dem Schullehrer an der dritten evang. Schule zu Groß-Zimmern Christoph Kierhsller die erste evanz. Echulstelle daselbst zu übertragen; am 3. Januar 1876 den Revisor Ludwig Müller bei der ersten zum Revisor bei der zweiten Justifieatur-Abtheilung der Ober-Rechnungskammer zu ernennen; am 4. Januar dem Schulverwalter Peter Kaiser aus Wonsheim die zweite Gemeinde-Schulstelle zu Lörzweiler, dem Schulverwalter Ehristian Hartmann aus Engelstadt die dritte evang. Schulsteüe zu Westhofen zu übertragen.

8. Charakterertheilung. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben aller­gnädigst geruht: am 24. Decbr. 1875 dem Forstwarten der Forstwartei Kalk­ofen Friedrich Dillemuth den Charakter als Förster zu ertheilen.

9. Versetzungen in den Ruhestand. Se. Königl. Hoheit der Großherzog habsn allergnädigst geruht: am 27. Decbr. 1875 den HauptsteueramtS-Assisten- ten zweiter Klaffe bet dem Hauptsteueramte Offenbach Heinrich Finger biS zur Wiederherstellung seiner Gesundheit; am 30. Decbr. den RentamtSdiener bet dem vorhinigen Rentamte Reinheim Georg Becker in den Ruhestand zu versetzen.

10. Concurrenzeröffnungen. Erledigt find: die zweite Grmeinde-Schul- steüe zu Büdesheim mit einem jährlichen Gehalt von 1114 Mk. 29 Pf.; eine Lehrerstelle an der Knabenschule St. Jgnaz-Stephan zu Mainz mit einem jähr­lichen AnfanaSgehalt von 1285 Mk. 71 Pfg.

Berlin, 16. Januar. Die bekannte Vorausverwähruilg der Türkei war, wie sogleich vermuthet wurde, in eintr Circular-Instruction enthalten, die zur Regelung der Sprache der Botschafter bestintint war und wovon sie den geeigneten Gebrauch machen koiiiiten. Die Botschafter in Paris, Wien, Peters­burg, Roiti, scheinen die Instruction etwas weit gefaßt zu haben, und der Großvezir hat sie dann durch seine bekannte einlenketide Erklärung, womit er seinen Rückzug deckte und . seine Stellung zu retten suchte, einiger Maßen deSävouirt. Der Zwischenfall ist jedenfalls erledigt.

Berlin, 17. Jänuat. Die Berichte aus Olympia reichen bis zum 7. Januar und melden unaüsgesetzt von wichtigen Funden, welche aber^erst durch das Auffindeü der zusammengehörigen Theile allmählig ibrc rechte Würdi- guug erhalten können. Der Gesandte des Deutschen Reiches, Herr v. Radowitz, kam mit dem russischen Gesandten Säburorv von Athen und verweilten zwei Tage in Olympia. .

Sollt, 17. Januar. Ein Telegramm aus Rom vom 16. Januar mel­det :Der Paticän hat Weisungen an die Bischöfe von Köln und Trier er- laffen, worin dieselben aufgesordert werden, ein Mittel zu suchen, um ibre Absetzung zu verhindert." ES wird sich mit dieser Nachricht chohl verhalten, wie mit den gleichfalls unverbürgten Mittheilungen über einen gesuchten modus vivendi, die in letztet Zeit durch die Blätter gingen.

München, 17. Januar. Das .Süddeutsche Corresp.-Bureau' mel­det : Der vom Papste wegen der Einführung des Reichs-Civilehe-GesetzeS in Bayern erlaffene Protest wird von der bayerischen Staats-Regierung nicht be­antwortet werden.

Kossand.

Haag, 17. Januar. Nach einer hier eingegangenen Depesche auS Atschin haben die holländischen Truppen bie Positionen bei Bitallantertm und Sambong genommen und setzen ihren Vormarsch fort.