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Mittwoch, den 19. Juli

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Anseige- uni Amtsblatt für den Kreis ßleßen

Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 3 Mark W Pf.

Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Expedition: Schulstraße, Stt. B. Nr. 18.

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Vri denjenigen Schülern zu entlasten, welche auf ihnen nichts weiter als die Be

u/anblun^^ ichtigung zum einjährigen freiwilligen Dienst suchen, und diese Schüler aus

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eine geeignetere und abschließende Bildung geben.

. Berlin. 15. Shili. Der Minister der aeistlicken rc. Angelegenheiten

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Hange, welche dahin zielen, daß die Berechtigung zum einjährigen frei­willigen Dienst nicht mehr, wie bisher, auf diesen Anstalten einfach ersessen werden kann, sondern auch hier an ein Examen, vielleicht gar an das Abitu- rienten-Examen, geknüpft werden soll. Die Absicht ist, die Gymnasien von

Berlin, 17. Juli. Kaiser Wilhelm wird, nach^den darüber getroffenen Bestimmungen, am 19. Juli von Insel Mainau nach Salzburg abreisen und am Abend deffelben Tages, 9j/2 Uhr, daselbst eintreffen. In Salzburg findet das Zusammentreffen nut dem Kaiser Franz Joseph statt. Beide Kaiser blei­ben am 20. Juli beisammen, worauf Kaiser Wilhelm am 21. Juli, Nachmit­tags , die Reise nach Gastein fortsetzt, wo derselbe bis zum 12. August ver­weilen wird.

München, 17. Juli. Die Kammer der Abgeordneten erledigte heute den Cultue-Etat. Die ganz nach den Vorschlägen des Ausschusses bewilligte Gesammt-Summe beträgt 19,902,350 9)tf. Der Antrag Les Abg. Krauffold und Genossen auf Dienstalters-Zulagen für die protestantischen Pfarrer wurde >on der Rechten abgelehnt. Bezüglich der Petition der altkatholischen Ge-

trage von der Rechten doch nicht angenommen werden würden. Es sei aber zu constatiren, daß die Altkatholiken ganz dieselben Rechte haben, wie die an­deren Consessionen. Minister Lutz erklärte, daß er aus demselben Grunde die

Spanien.

Madrid, 16. Juli. Nach einer stürmischen Debatte gaben die Cortes dem Ministerium mit 211 gegen 26 Stimmen ein Mißtrauensvotum.

Ftußkand.

Petersburg, 15. Juli. Auf Anordnung des Ministeriums sind vier Aerzte der Universitätsklinik und eine Anzahl Lazarethgehülfen des Petersburger Militärhospitals nach Serbien abcommandirt. Gleichzeitig ist ein großer Trans-

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Darmstadt, 14. Juli. Einer an die Stände neuerdings gelangten Vorlage der Regierung entnehmen wir über den Stand der hessischen Bau- Capitalien der drei hessischen Staats-Eisenbahnen Folgendes: Der Stand des voranschläalichen Bau-Capitals der Main-Weser-Bahn zu Ende 1872, war 9,176,777 st. Werden hiervon in Abzug gebracht das Bau-Capital für die Nauheimer und Dortelweiler Bahnstrecken mit 706,875, sowie die Bau-Kosten für das zweite Schienen-Geleise mit 882,932 st., zusammen 1,589,808 st., und vergleicht man die verbleibenden 7,586,969 st. mit dem für den Bau der Main-Weser-Bahu seiner Zeit bestimmten voranschläglichen Bau-Capital von

Einstellung einer Summe in das Budget vermieden habe. Die Staatsregie-

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Regierung ihre Mitwirkung gewiß nicht versagen.

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Wien, 16. Juli. DemTelgr.-Corresp.-Bureau" wird aus Widdin

rung habe über die Altkatholiken noch dieselbe staatsrechtliche Anschauung, wie Jahre 1871. Wenn Mittel von der Kammer bewilligt würden, so würde

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Berlin, 15. Juli. Der Minister der geistlichen rc. Angelegenheiten hat bestimmt, daß die Universitäts-Kaffen Rechnungen und Liquidationen, welche sich auf Anschaffungen und Ausgaben aus einem früheren Jahre beziehen, und für welche Ersparniffe aus den letztern nicht zu Gebote stehen, aus den lau- jmden Jnstitutsfouds eines neuen Jahres niemals zu bezahlen, sondern schlecht­weg zurückzuweisen haben, sodaß ihre Berichtigung lediglich dem betr. Instituts Tirector selbst aus fernen eigenen Mitteln überlasten bleibt.

Oesterreichisch-ungarische Studenten brauchen künftighin, um auf preußischen Universitäten immatrikulirt zu werden, nicht mehr eine besondere Hrlaubniß ihrer Regierung.

DieMutter Gottes" hat wieder eine Compagnie des 30. Infanterie Reglements auf die Beine gebracht. Sie ist nämlich den Bauern von Mar-pin« D bei St. Wendel erschienen, wenigstens versichern mehrere Kinder dieser Lauern, daß sie ihnen erschienen sei, und in Folge besten strömen nun dumme Leute von nah und fern in solchen Schaaren nach jenem Neste, daß die Orts- lehörde gänzlich außer Stande ist, dem Unfug zu steuern. Hoffentlich werden die Soldaten den Marpingern den Kopf wieder zurecht rücken. Auch eine Un- lersi'chung ist eingeleitet, um den Urheber des Schwindels zu ermitteln, und nenn es überhaupt ein zurechnungsfähiger Mensch ist, was freilich zu bezweifeln sieht, so halten wir es für nützlich, denselben streng zu bestrafen. Uebrigens liegt Marpingen nicht weit von Namborn, welches voriges Jahr durch seinen -aplanskrawall so berühmt geworden ist.

Berlin, 15. Juli. Laut einer den Postanstalten gewordenen Mttthei- hing des General-Postamts unterliegen, einer mit der französischen Postverwal- luug getroffenen Verabredung zufolge, Briefe mit Werthangabe im Verkehr irischen Deutschland und Frankreich mit Algerien der bisherigen Beschränkung M Gewichts auf 250 Gramm nicht ferner.

reu werden. J -e können beiHemi- Uff am rtumcnjrerbeiL,

Zu Homberg a/Ohm wird am 1. August d. I. eine Telegraphen-Anstalt mit beschränktem Tagesdienst (Vergl. $ 4 der Telegraphen-Ordnung für das Deutsche iffnet.

Darmstadt, den 15. Juli 1876.

Der Kaiserliche Ober-Post-Director:

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(3792 durch den Staat die früher schon laut gewordenen Desiderien einzelner in der Nähe der fraglichen Bahnen gelegenen Orte sich um so lebhafter erheben wür-

7,715,000 st., so ergibt sich am Schluffe des Jahres 1872 eine zu weiteren Anlagen disponibler Credit-Rest von 128,030 st. Für die Main-Neckar-Bahn > ergibt sich Ende 1872 ein rechnungsmäßiger Stand des Bau-Capilals nnmJuf Staatszuschuß -los deswegen Umgang nehmen zu wollen, weil diese An- 5,383,215 fl., für die Eisenbahn Offenbach-Frankfurt ein solcher von 331,727 st.' - Es war vorauszusehen, daß nach Uebernahme der oberhessischen Bahnen

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gemeldet: In Folge der am Mittwoch bei Widdin stattgesundenen Kämpfe sind die Serben, von den Türken verfolgt, über den Timok zurückgegangen.

Wien, 17. Juli. Heute Mittag gegen 11/2 Uhr wurde ein mehrere Secunden andauernder heftiger Erdstoß verspürt. In Folge deffen verließen die Börsenbesucher in panikartiger Hast das Gebäude.^ Das Geschäft war da­mit vollständig unterbrochen.

ArauLreich.

Paris, 15. Juli. Es bestätigt sich, daß seit Anfang Juli die Beziehun­gen zwischen England und Rußland sich wesentlich gebeffert haben, obgleich über dem wirklichen Gegenstände der Verhandlungen zwischen diesen beiden Mächten noch ein Schleier ruht. Nach englischen Quellen erklärt man sich in London mir dem Entgegenkommen Rußlands gegen England zufrieden. In Belgrad herrscht Niedergeschlagenheit; der Fürst Milan ist, wie man hört, sehr eut- muthigt; Tsckernajeff ist es nickt gelungen, den Ausstand in Bulgarien in Schwung zu bringen und weiter auszubreiten. Aus türkischer Quelle verlautet, daß die Vorbereitungen zum Entscheidungskampfe beendigt sind und es alsbald zu einer Schlacht kommen soll.

Paris, 17. Juli. DieAgence Havas" meldet von Ragusa aus sla- vischer Quelle, daß am 14. Juli in einem heftigen Gefechte bei Ljubowitza unweit der Grenze bei Klein-Zwornik die Serben geschlagen wurden. Die Türken eroberten Geschütze und zerstörten die Flöße, welche auf der Drina zu dem Zwecke einer Invasion ui das türkische Gebiet bereit lagen. Der Verlust der Serben betrug 500, jener der Türken 300 Mann.

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London, 15. Juli. Die gesammte Presse ist befriedigt von Derby's Erklärungen und bemerkt, die Besorguiffe, daß die bisher nicht in klaren Zügen entwickelte Politik England in einen Krieg verwickeln möchte, seien durch die­selben beschwichtigt.

den. So ist denn bereits von den Abgg. Jöckel und Ellenberger der Antrag Angebracht worden, die Halte-Steüen Mittelgründau und Ranstadt in die Nähe --bei Staatsstraßen zu verlegen und Güter - Expeditionen daselbst zu errichten. Nacht wuibir: Tiefem Antrag sind sehr ausführliche Motive beigegeben, in welchen namentlich :tthctnMeeinfc auch die Rentabilität der erforderten Ausgaben begründet wird.

>cmd, wehme SW Berlin, 15. Juli. Das preußische Unterrichts-Ministerium hat be-

Mc^nung in oer üox etniger Zeit von den Provinzial-Schulcollegien Gutachten darüber

rrff kinaesordert, ob es nicht räthlich fei, das Schulgeld an Gymnasien und Real- jihulen durchweg auf 100 Mk. jährlich zu erhöhen. Diese Gutachten haben, 1 u nH- diePost" hört, fast durchweg bejahend gelautet. Ferner sind Maßregeln W a in Aussicht genommen worden gerade jetzt ist eine bezügliche Enquete im