— Die Moskauer Rede erschütterte abermals bedeutend die hiesigen Friedenshoffnungen. Namentlich der Paffus über ein etwaiges selbstständiges Einschreiten Rußlands erscheint überaus bedenklich und erfährt meist eine pessimistische Auslegung. Die „Times" erachtet die Annahme continentaler Blätter, daß die Rede des Czaren durch die Rede Beaconsfield's veranlaßt sei, mindestens für verfrüht und erklärt die russische Forderung behufs der Garantieen für die Durchführung der türkischen Reformen für berechtigt. „Daily News" schreibt, der russische Kaiser habe den Fehdehandschuh Beaconsfield's persönlich ausgenommen. Die übrigen Morgenblätter erblicken in den Worten des Czaren eine höchst bedenkliche Kundgebung gegen die Festhaltung bestehender Verträge. Telegramme aus Konstantinopel, denen zufolge die Pforte die Conferenz beanstandet, wofern ihr die garantirte Integrität und Unabhängigkeit nicht vorher abermals bestimmt zugesichert würden, verdüstern ebenfalls die Stimmung. Beaconsfield, Granville und Hartington waren gestern gemeinsame Gäste des Thronfolgers in Sandringham, woselbst unzweifelhaft ihnen Gelegenheit zu einem Gedankenaustausch geboten wurde.
— Die Cycloue, welche in Indien gehaust hat, kostete nach den geringsten Schätzungen 20,000 Menschenleben.
Spanien.
Madrid, 15. November. Der Congreß zog den Antrag auf Vorlage eines Gesetz-Entwurfs über den Schutz des literarischen Eigeuthums in Erwägung.
Aumänien.
Bukarest , 15. November. Fürst Karl ist von einer Truppen-Jnspici- rung aus der kleinen Walachei hierher zurückgekehrt.
Brody, 14. November. Die russischen Bahnen haben die Weisung erhalten, nur noch heute Waaren anzunehmen und von morgen ab die Aufnahme einzustellen. Große Truppen-Transporte scheinen beabsichtigt und es werden sämmtliche Betriebsmittel hierzu beansprucht.
Amerika.
New-Bork, 15. November. Die Wahl-Situation ist noch immer un-i verändert, Ruhestörungen fanden nicht statt. Gestern forderten die Führer der Demokraten die Chefs der Republikaner auf, mit ihnen gemeinschaftlich die
Zählung der Wahl-Resultate in Louisiana zu überwachen. General Sheridan ist nach New-Orleans gegangen.
Lokal-Notiz.
Gt-ßcn t7. Naoember. Auch das g-striae II. Ahonnements-Concert der biesiacn Reglmentsmusik war sehr besucht und erntete dieselbe reichlichen Beifall für das schöne Programm. Namentlich eine neu- Gompofitton (Gavotte) des Herrn CavellmeMers Krausse wurde stürmisch da capo verlangt. v capeumenters
Auf dem letzten hier abgehaltenen Vichmarkt waren trotz des s-br fckl-ckicn - Wetters ausgetneben: 1 Pferd, 561 Stuck Rindvieh und 512 Schweine ' -
— - lieber den am Mittwoch Mttt°a auf dem hiesigen Bahnhose verunglückten Mann sind uns mehrere Notizen zua-gangen, welche wir jedoch, weil tbeilwette wider" sprechend und anklagend, vorerst nicht veröffentlichen wollen bis uns von comvetender Stelle evevt. Auskunft gegeben wird. omperenoer
« lft Wie sonst (der Lahrer Hinkende Bote nämlich) witzig, saftia,
kräftig, frrsch, freimuthlg, er hat den Verstand und das Herz am rechten Fleck " — (Augsb. Nachrichten.)
Fri / ch b ä ckrr )u Gieße n.
3. Klinle^ös-r'^ ^Hen'n7n^U d7m LLL°""
Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen.
Gottesdienst.
Sonntag, den 19 November. Morgens: Pfarrer Dr Seel. Nachmittags: Pfarrverwolter Schlosser.
(Die Pfarrgeschäfte in der Wache vom 19. bis 25. November besorgt Pfarrvicar Schöner.)
Allgemeiner Anzeiger.
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«S. M. Fuhr. Sonnenftraßk 104
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452
150
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32
28
5
26
366
1118
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Versteigerungen.
Montag den 27. d. M.,
Ruff. Sardinen
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Emil Fischbach.
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160)
160a
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607 Fichten u. Nadel-Stämme von 5 bis 16 Mtr. Länge und 15 bis 35 Centimtr. Durchmesser mit 199,07 Festmeter,
171 Fichten und Nadelstangen, mit 2096 Festmeter.
Die Zusammenkunft ist auf der Sichiffen- berger Chaussee am Anfang des Waldes.
Gießen, den 14. November 1876. (5941 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
A. Bramm.
BesskntUche Bekanntmachung.
Albert Kohlheier II. von hier ist heute als Curator über den unter Curatel gestellten Albert Bender dahier verpflichtet worden; es wird dieß mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß alle von Albert Bender ohne Zustimmung genannten Kurators abgeschlossene Rechtsgeschäfte ungültig sind.
Hungen, am 15. November 1876. (5984 Großherzogliches Landgericht Hungen.
C ellarius.
331)
332 j
234,3
Holzversteigerung
im Gießener Stadtwalde.
Montag den 20. November 1876, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde, in den Di- stricten Heegstrauch und Unterbag, nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
Gegenwärtiger Preis in der Gasanstalt SS Pf. per Centner, " „ in s HauS geliefert 1 Mk. „ „
Der Transport in das Haus erfolgt von der Gasanstalt auS bei Abnahme von mindestens 5 Gentner, von Herrn Emil Pi stör auch in kleineren Quantitäten. (5125
Feinstes Aepfelkraut, Zwetfchenlatwerge, Bienenhonig, (5819
cmpfb’frtt_______Carl Hoffmann.
Kesondere Bekanntmachungen
Bekanntmachung.
5986) Mit Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 16. August d. I. in Nr. 191 des Gießener Anzeigers bringen wir hiermit zur Kenntniß des Publikums, daß die anderweiten erhöhten Transportpreise für Leichen, Fahrzeuge, Thiere rc. nunmehr mit dem 1. December d. I. zunächst für den Verkehr mit der Frankfurt- Bebraer und hessischen Ludwigs-Bahn zur Einführung gelangen.
Die seitherigen Taxen für den Local- Verkehr bleiben vorläufig unverändert.
Gießen, den 15. November 1876.
Großherzogliche Direction der Oberhessischen Eisenbahnen» Mohn.
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M. Weiner, Herrenkleidermacher, Marktstraße D. 31.
Nachmittags 2 Uhr, sollen die nachverzeichneten, den Erben des Peter Vogel gehörigen Grundstücke unter günstigen Bedingungen freiwillig versteigert werden. Bet annehmbarem Gebote wird der Zuschlag sofort ertheilt: Flur Nr. lDKlftr.
(Lcpjiirfjc,
abgepaßt und am Stück, Läufer, Cocos-Matten, Tischdecken rc. rc. empfehlen (5453
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G'eßen, den 13. November 1876. (5991 Großherzogliches Ortsgericht Gießen.
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