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Lokal-Notiz.

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Vermischtes.

Groß-Buseck. Einsender dieses, ein Bürger Groß-Busecks, hatte Gelegenheit am Sonntag den 16. d. M. die Abschiedspredtgt des.scheidenden Seelsorgersi dortfelbst, Lerrn Decan Strack zu hören. Die Rede, gehalten im Geiste acht christlicher Nachsten- Uebe, war gleichzeitig ein getreues Spiegelbild seiner langjährigen Wirksamkeit in be­sagter Gemeinde, gekennzeichnet durch unermüdliche treue Pflichterfüllung in seinem Berufe wie überhaupt hochherzige Gesinnung und Wohlwollen gegen Jedermann, welche 'in hervorragender Weise seine Amtsführung charakterisircn.

Ihm die wenigen Worte zum Nachruf:

Der Wächter hat seine Schuldigkeit gethan. ,

(Berliner D'ebtzstreiche.) Das Berliner Stadtschwurgericht beschäftigte in den letzten Tagen dieser Woche eine Gaunerbande, deren Frechheit bei Ausführung ihrer Betrügereien alles bisher dagewesene übersteigt, obwohl in einten Fallen auch d e Leichtgläubigkeit der Betrogenen Bewunderung verdient. Der..Matador der Bande ist der erst 26jährige, aber schon siebenmal bestrafte Commlsstonar Heinrich Emil Bürger, seine Genossen sind der fünfmal bestrafte Handelsmann Franz Mielike der dreimal bestrafte Kaufmann Eugen Löwe und endlich die bisher noch unbescholtene Frau des Mielike. Den Hauptcoup, der dem Bürger letzt zur Last gelegt wird, erzählt die An- klageschrift wie folgt: Am 10. Mai 1872 führte sich Bürger in semer Eigenschaft als Commissionär bei dem Juwelier Rodeck, Leipzigerstraße 14, mit dem bemerken ein, er habe einen hier anwesenden Amerikaner veranlaßt, lm Rodeck fchen Hause einen Schmuck zu kaufen, und bitte er nach Zustandekommen des Gejchafts um die übliche Prootswn, die ihm natürlich auch zugesagt wurde- Bald darauf kam Burger mit dem angeblichen Amerikaner, der merkwürdigerweise nur französisch sprach, wieder; zwei Brillanten- Garnituren im Werthe von 1200 und 1380 Mark wurden ausgesucht und verabredet, daß dieselben nach der Wohnung des Amerikaners in der Hetligengeiststiatze gesendet werden sollten; dort werde sich die zu beschenkende Dame einen Schmuck ausfuchen mrd sür denselben Zahlung geleistet werden. Rodeck schickte vorsorglicherwelse seinen Ge­schäftsführer Ehrenwerth mit den beiden Garnituren hin; dieser traf auch in der be­zeichneten Wohnung den vermeintlichen Amerikaner nebst dem Commissionär, leider war aber die Dame nicht anwesend, und der Amerikaner erkärte nun, er werde vor­läufig beide Garnituren behalten und bezahlen, falls Ehrenwerth einen Revers aus- stelle, daß der nicht beliebte Schmuck von Rodeck zurückgenommen werde. Wahrend

Gießen, 15 Juli. Der Särmurgerichtshof der Provinz Oberhessen hat in leinen letzten diesmaligen Quartals-Sitzungen folgende Erkenntnisse erlassen:

Am 12. Juli, gegen Johannes Ulrich von Ober-Mockstadt, wegen Diebstahls, eine Gefänanißstrafe von 3 Monaten und drei Tagen.

Am 13. Juli, gegen Emil Jacob Wilhelm Meinhard von Minden, im Königreich Preußen, wegen schweren Diebstahls und Sachbeschädigung, eine Zuchthaus­strafe von 4 Jahren, 2 Monaten und 1 Woche, Aberkennung der bürgerlichen Ehren­rechte auf die Dauer von 3 Jahren, sowie (Stellung unter PoIt3clI^e^JXn ..

Am 14. Juli, gegen Heinrich Decher von Romrod, wegen Verbrechen wider das Leben, eine Gefängnißstrafe von 2 Jahren. .

Gießen, 17. Juli. Die beiden B ilse-Concerti im Wenzel scheu Garten sanden unter colossalem Andrange seitens des Publikums statt- Die Musik war herr­lich, nur Schade, daß im Freien die Fernsitzenden lehr viel verloren. Das Wetter war wie man es nur wünschen könnte. Der Wein auch recht gut, nur ließ bei dem 2. Concert die Küche zu wünschen übrig und läßt sich dieses wohl durch den unge-

aus Serbien schiebt, sagt: die Pforte werde sich bemühen den Kampf rasch au beendiaen, um die beabsichtigten Reformen und Verbesserungen durchfuhren zu können Heute hat ein wichtiger Ministerrath, zu welchem auch andere hohe Würdenträger rugezogen waren, ftattgefunden.

Naausa, 14. Juli. Die montenegrinische Haupt-Armee hat am 11. d Mts Hrnica und zwei andere befestigte Orte bei nur geringem Widerstand erobert und zwei Kanonen nebst anderen Waffen erbeutet, während detachirte Corps Nevestnje und den Hafen von Klek besetzten. Bei Muritzi, westlich des Sees von Skutari, haben die Montenegriner ein türkisches Corps zuruckgeschla- aen - die Montenegriner verloren hierbei 400 Mann, die türkischen Verluste sind'unbekannt - Mukhtar Pascha ist gestern mit seiner Armee von Bosnien her Juli. (Slavische Quelle.) Der südöstlich von Metokia

liegende befestigte Ort Lipnik ist von den Montenegrinern besetzt worden. Die türkischen Truppen haben sich nach Metokia zurückgezogen, welches, obgleich von 6000 Türken besetzt, die weiße Fahne aufhißte. Die ganze Hochebene von Gaccko ist von den Montenegrinern besetzt, ausgenommen die Verschanzungen oberhalb Metokias, in welchen 2000 Türken blokirt sind. Fürst Nicolaus mar- schirt auf Nevestnje. t , r

Irisch, 15. Juli. (Türkische officielle Meldung.) Die irregulären tür­kischen Truppen griffen die Serben bei Chehirkeny an, schlugen dieselben in die Flucht und besetzten ihre Stellungen.

ö Salonichi, 14. Juli. Das deutsche Mittelmeer-Geschwader ist heute früh zu Uebungszwecken wiederum auf einige Tage in See gegangen.

davon. Auf demselben Wagen im Hcu lunici uic «uucun, uic un hatte. Die Bäuerin wurde schon nach einer kurzen Strecke durch die schnelle tp» aus dem Schlafe gerüttelt: Rasch entschlossen, versetzte sie dem Gauner emen so r tigen Hieb auf den Rücken, daß dieser vom Wagen fiel. Er raffte sich auf unü rarn.. über die Felder davon. Die Bäuerin fuhr nun wieder langsam zurück zum 25OU/V roo ihr schon ihr Mann entgegenkam, der sich ob des Wiederfindens feiner gelte dl . Frau, seiner Gänse, Enten, Hühner und Pferde außerordentlich freute. Nicht c Bäuerin, die ihrem Manne wegen seines Durstes eine Strafpredigt hielt, die mit en v Peitschenhieben und damit endigte, daß die Bäuerin umkehrte und der yetman p fuhr, ohne ihren Mann auf den Wagen steigen zu lassen, der nun gezwungen war, , Wagen nachzulaufen. Beim Rakofer Gasthof gelang es ihm den Wagen zu erkl und seine Frau hinadzuwerfen, die sich nun ihrerseits bequemen mußte, dem V.

den der Bauer wieder nach Pest zulenkte, bis zum Kerepeser Zollamt nachzula, Dort trafen sie einen Bahnbediensteten, den sie für ein Polizei-Organ hielten. . Bauer wollte feine Frau, und sie wollte ihren Mann einsperren lasten. bedienstete trat aber vermittelnd auf und brachte endlich eine Versöhnung -u v

Amerikana. (Ein sonderbarer Schwärmer.) Ein der Fälschung ub ist - Commis der Baltimorer Firma Jenkms & Chandler wurde von der Jury sretgeip . weil es dem Vertheidiger gelang, den Wahnsinn seines Clienten nachzuwesien. j Zeugenaussagen wurde erwiesen, daß der junge Mann die Manier habe, tag « dis neunmal seinen Anzug zu wechseln. Außerdem habe sich fammtliche Backey ausziehen lassen, um sich das angenehme Gefühl, welches das Elnathmen von La hervorbringt, zu verschaffen. Das Merkwürdigste an diffenÄnderbaren ahn! beweisen ist aber, daß der hoffnungsvolle mnge Mann sich alle Backenzah 1 verübter Fälschung hat ausziehen lassen; ein Beispiel, das anderen Fälschern, bi frei auszugehen wünschen, zur Nachahmung empfohlen ist. «»inurh«

- Wir haben s. Z. den Lesern von Tissot' s Buch: .Reste in dasMill land" berichtet. Sein Buch wird wahrhaft verschlungen, ist drüben in v

den von Exemplaren verbreitet und trägt ungemein ^rVerhetzungd F M Di- neuefte Fortl-tzung Seffdbe» ist: .,D'- Pr--n in SWWart W.r auch aus diesem Einiges mittheilen. In Hamburg logirt H , t dcß <

ftabt St. Vauli auf dem berüchtigten Hamburger Berg, und er felb 1 fl . , f r öj l 2eb en^jau^er tÄeÜerbekiStung^bie ^Sänften* Xinfltl«

beuren Consum entschuldigen. _ n

--An der Turnfahrt des hiesigen Turnvereins am Samstag Abend nahmen ca. 60 Personen Theil. Begünstigt vom schönsten Wetter verlief dieselbe in heiterster Stimmung. Dem Vernehmen nach soll demnächst eine weitere größere Parthie in Aus- sicht stehen, an der sich auch ältere Herren bktheilic:en wollem

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_ , , Ias (Srüiffpa demselben Auaenblick Ehrenwerth den Schein schrieb, horte er plötzlich hinter sich die Thüre zuschlagen, bie

bene Signal von der Ankunft des Schiffes^yervet. IN oemsewm ^ugenoL verschwunden, die Thürklinke herausgezogen, so daß Ehrenwerth

erscholl der Rus: Dte werben kommen! Darauf gaben die L>oloaten, weta)e Qefanflcn roar# unb auf sein verzweifeltes Rufen die Wirthin erschien, konnte ihm der Truvve anaebörten, deren Gepäck befördert werden sollte, Feuer aus Die bie|e yeine andere Antwort geben, als daß sie die beiden Herren, die erst vor zwei T-(Mdnnrifrücn Fuhrleute, deren etwa 25 ums Leben kamen. Tagen eingezogen seien, nicht einmal dem Namen nach kenne. Diese beiden Garnituren

unglücklich^.bulga'isch-n fZuhrieme, Novine", hat sch-m-n in ben B-sitz d-s Mitang-klagi-n Mi-lik- ;u d-m clnilen Pc-ii- non 210 -m.

- Die amtliche Zeitung der l-rdifchei^Regierung,wr°-re j omne , ?u übergegang£n ?u ,cin. _ ^icht minder raffinirt führte Bürger einen andern Ä-trug

am 9. Juli in Sachen der Beschießung des österreichischen Donau-Dampfers au8 ^mi o. I- mtetbetc er unter der Angabe, er sei der Kaufmann Bolleri

Tisra" solaende Bekanntmachung gebracht: aus Metz, in dem Hause Markgrafenstr. 19 eine möblirte Stube und entnahm unter

" J c- c.-.rftiifh serbische Reaieruna ihrem Bedauern über den Vor- demselben Namen von Kaufmann Eisener Sammck- und Seidenwaaren im Werthe

Indem d e lurstu^ erm'^ » -reianen konnte Ausdruck gibt, erklärt von 843 M- Eisener schärfte seinem Commis Eschenbach ausdrücklich ein, die Maaren fall, der sich blos aus Mißverständlich ereignen konnte Ausortm gto , err ar> gegm Baarzahlung in der Wohnung des Bollert abzugebeu; Bollert ihat auch sie hiermit daß sie eine strenge Untersuchung angeordnet und gleichzeitig vesoy D£)r ben 31u(icn Commis Gold- und Papiergeld in ein Couvert, mit dem Bemerken, ] c t tzxr Commandant des betr. Wachepostens zur Verantwortung ber Betrag sei zwar etwas höher, aber der Rest könne auf die nächste Lieferung ver- ' Wftvntt werden soll. Gleichreitia hat die fürstliche Regierung die rechnet werden, und Eschenbach entfernte sich vergnügt über den neugewonnenen feinen gezogen und bestraft weroen fou Wl unliebsame Verfälle künftiahtn Kunden. Aus der Straße besichtigte.er erst das Conoert genauer, dabei siel -ins o

bestehenden Vorschriften verschärft, um so ch f ti)eaLAer angeblichen Goldstücke heraus und erwies sich als eine Spielmarke, und als Eschenbach

unmöglich zu machen. Denn so sehr wir auf der Hut sem muffen wegen D i numne$r das Couvert aanz öffnete, fand er in demselben nur Spielmarken, zwei ame- Nssrbreiteten Gerüchte, die Türkei wolle Serbien zu Wasser angreifen, ebenso Zehn Cents-Scheine und einen fingirten Wechsel. Sofort eilte er in Beglei­ch wir uns bemühen, daß die freie Schifffahrt auf der Donau nnge- tung eines Schutzmannes in die Wohnung zurück, aber Bürger war bereits verschwunden,

sehr muffen wir uns vemuyen, vap , ni , i u behauptet, unter Beihilfe des Mitangeklagten Mielike. Die Sachen

stört vor sich gehen könne. Namentlich muffen w r rrachren , »ues zu wurden an den Mitangeklagten Löwe für 95 Thlr. verkauft. - In einem dritten Faste

ben, was auch nur die geringste Veranlaffung zur Unzufriedenheit Der benach ^thete Bürger als Kleiderhändler König aus Halle einen Laden für 600 Thlr. Mieihe Lorten Monarchie geben könnte. # in der Charlottenstraße und entnahm aus einem Tuchgeschäft in der Seydelftraße für

14. Audi, Abends. Die österreichisch-ungarische Re- 861 Mark Tuche, indem er eine werthlose Anweisung auf ein Bankgeschäft in Zahlliiij

U ^Muna des Las ns von Klek unterrichten gab. Bei der Fortschaffung der Tuche, die Löwe für 251 Mark an sich brachte, leistet-

gierung hat die Pforte von der Schließung Y Ä (Souner' die Mielike wiederum Beihilfe. Endlich miethete Bürger am 4. September v. I. als

lasten. Hier sind ägyptische Truppen angelangt. Em Telegramm Deö isouve Goldhändler Vollmann eine möblirte ©tube in der Alten Jakobstraße, suchte den Juwe-

neurs von Bosnien meldet, daß die Türken bei Sucsamcza in. der Nahe von ((er ^obe dadurch sicher zu machen, daß er für 75 Mark Goldwaaren baar kaufte, unb

^onibarar aefieat haben : desgleichen errang (wie schon gemeldet) Selim Pascha bestellte am andern Tage noch für 1880 Mark Goldwaaren, die ihm nach feiner Woh-

^covivazar gqiegv yauui, , x;/cmAn4..npir.n»r imif.-bpn Gacrko und Nevefinie, nuna geschickt werden sollten. Dem Lode kam die r^ache ledoch verdächtig vor, er br-

einen bedeutenden Sieg über die Montenegriner z«Men Vaezro unv nung.g Polizei, unb so wurde Bürger abgefaßt. Außerdem wird er befchul-

und stellte so die Verbindung mit Den Truppen m JCevc|in|e zwischendurch Stellenoermittelungsgeschäfte betrieben und den Reflectanten grpri,

Kouskantinopel, 15. Juli. Die Journale veröffentlichen eine Erkla- te Bezahlung fingirte Adressen aufgegeben zu haben. Der Gerichtshof verurtheilic Tuna ber Reaieruna welche, indem sie die Verantwortlichkeit für den Kamps Bürger zu 6 Jahren Zuchthaus, 6 Jahren Ehrverlust, 1000 M Geldbuße e° i( Nlvrt werde sich bemühen, den Kampf rasch 3 Monaten Zuchihaus- M-°lik- zu 2 Jahren °a»n'ß 2 Jagn Ehrv^ Zuläslrgkeit der Polizei-Aufsicht; Lowe zu 5'/r Jahren Zuchthaus, v Jahren iLyroertuü und Zulässi'ckelt der Polizeiaufsicht; Frau Mielike wurde freigesprochen.^

Metz, 8 Juli, lieber das schreckliche Grubenunglück in dem Kohlenbergwak L'Hopital sind jetzt folgende Einzelheiten bekannt. Am 5. Juli gegen 11 Uhr AbeiM vernahm man in dem etwa 400 Meter tiefen und 1400 Meter weiten Schachte eint weithin hörbare Explosion. Eine Entzündung schlagender Wetter, durch das Zerbrech-u der Lampe eines Arbeiters herbeigeführt, hat die ganze Belegschaft der Grube, Mann, verschüttet, einen Theil davon gelobtet, eine größere Anzahl in lebensgeich- licher Weise verletzt. Bis zum nächsten Tage waren 147 der Verunglückten aus da Grube herausgeschafft worden, darunter nur 3 Unverletzte, 38 Tode und 106 zua größten Theil schwer Verwundete Von ben drei noch nicht aufgefundenen Arbeitm darf auch wohl angenommen werden, baß sie durch die Explosion getöbtet wurden Der Jammer ber Angehörigen der armen Opfer, welche im Spittel unb den benaä- barten Ortschaften Lauterbach, Karlingen, Fremingen, Merlebach, Falck, Hombmz, Lubbeln rc. beheimathet sind, ist begreiflicher Weise ein entsetzlicher; au$_einer bei betroffenen Arbeiterfamilien fielen der Vater, zwei erwachsene Söhne unb ein sÄchwieger- sohn als Opfer der Katastrophe. Das Unglück trifft die Leute furchtbar, unerroartd unb um so schrecklicher, als für die Hinterbliebenen die zu erwartenden Pensionen (11 Frcs. für eine Wittwe, 3 Frcs. für eine Waise pro Monat) einen sehr geringen Ersil für den Verlust des in vielen Fällen einzigen Ernährers bilden.

(Das goldene Kalb.) In benDeutschen Blättern", die alsliterarisch' politische Feuilletonbeilage der Gartenlaube" in Leipzig erscheinen, werben bei Gelegtsi- heit des Strousderg'schen Bankerotts folgende Betrachtungen angestellt: 2Bir glaiM die Zeit bedarf solcher furchtbaren Schläge, wie sie in den letzten Jahren so beharrlich aufeinander folgten, die Zeit bedarf ber eindringlichen Lehren, wie sie aus solch» Schlägen sich ergeben. Denn jener wilde Tanz um bas goldene Kalb der Zauberer b( Börse war mehr als eine Verirrung des Augenblicks, es offenbarte fick in ihm bis jur häßlichsten Vcrzerrtheil die schamlose Entartung eines Sinnes, der schon alle hohei« und sittlichen Aufgaben der Cultur unb des Menschenlebens für einen überwunden Standpunkt hielt, dem der Mammon das alleinige Heil, die einzige Real-tät und alM Ideale eitel Phantasterei und Larifari war, gut genug, um höchstens im Theater etmii Stunden dem Zeitvertreib zu dienen. Schon haben die schlimmen Erfahrungen ^ dem Krachjahre 1873 sicher viele Genossen dieses Rausches, viele Bauleute an M Babylonischen Mammonsthürmen ernüchtert und aus dem Taumel geweckt. Es hm ein unendlicher Gewinn, wenn die Zeit wiederum schlichter unb innerlicher mürbe, war sie wiederum die ächten von ben falschen Gütern, bie wahre von der falschen (M unterscheiden lernte. Ein Beispiel, wie es in dem Auftreten unb Fall eines Stroustrj sich darstellt, kann zu einer solchen Wendung der Gesinnung beitragen.

In Bad Reinerz haben 47 Kurgäste an bie Babe-Direction eine WO gerichtet, in ber sie ein Verbot des Tragens ber Schleppkleider während der Kurstun'er anläßlich des Verbotes des Tabakrauchens erbitten. Sie begründen das Gesuch bacn daß der Zweck ihres Dortseins, Heilung unb Linderung ihrer Leiden zu finden, vrd den mittelst der Schleppkleiber aufgewirbelten Staub vereitelt werde. !

_ (Des Hinterwäldlers Höflichkeit ) Ein von ber Kultur beleckter Hinterwaliu ber die Centennial-Ausstellung in Philadelphia besuchte, wurde, als im Wiener M der Kellner mit graziöser Verbeugung ihm die Serviette überreichte,unangE und sagte,er wisse sehr wohl, wann er ein Taschentuch zu gebrauchen habe, auch ou> in solch' handgreiflicher Weise barau erinnert zu werden." ... -!««

P e ft. (Immer gemüthlich.) Ein Bauer brachte Geflügel in die Stadt, w des Kerepeser Zollamts stieg er vom Wagen, um sich durch ein Glas Wein zu ttar-^ Während der Abwesenheit des Bauers sprang ein Gauner auf den Wagen und : renj

~ Heu schlief die Bäuerin, die der Dieb nicht bew^ werden-