Ausgabe 
17.5.1876
 
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Arankrcich.

nehmen soll.

worden wäre.

vollkommen ruhig.

Lokal'Stotiz.

er ein Gelübde that, denTailleur" extra mit einer Dopelkrone zu bonoriren. Jetzt trat der immer noch grollende Vater ein. Er betrachtete seine Tochter einige Minuten

Newyork, 13. Mai- (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Rhein, Capt. H. C- Franke, welches am 29. April von Bremen und am 2. Mai von (Southampton abge-zangen war, ist heute 11 Uhr Vormittags wohlbehalten hier angekommen.

jchäfligt mit dem Ueberwe fen, Schnüren und Nebeln de- Kleides; als aber die Braut |V..... _____ ... r _ . endlich vollständig angekleidet dastand, hörte man von allen Seiten Ausrufe des

Morgen sollen weitere Verhaftungen stattfinden. Die Stadt ist Staunens und der Bewunderung. Der Schneider hatte das Höchste geleistet, war der b Kunst mit Nadel und Schee, e nur möglich war. Der Bräutigam war so entzückt, daß

den Schacht hinuntergelassen, um es mit Wasser und Futter zu versehen Er schwebte bei dieser Gelegenheit in großer Gefahr, da das Pferd sich wie toll geberdete, als sein

Herr es verlassen wollte.

(Eine Verrücktheit!) In einer Berliner Konditorei der Rosenthalrr Vorstadt

feinem Grundstück. c v ..

8. Unterhaltung der Banquette vor den Thoren der Stadt-

9. Niederschlagung uneinbringlicher Poften aus dem Rechnungsjahr 1875.

10. Den Steg über die Wiestck in der Stephonsmark.

11. Die Erneuerung des Bewurfs an dem Schulhause in der Schulstraße.

12. Den Ausbau der BiSmarckstraße.

13. Die Anpflanzung von Bäumen in der BahnhofSstratze.

14. Decretur von Wiesenculturkosten.

15. Die Verwendung von Obst- und Lindenbäumchen an städtischen Wegen.

16. Den Neubau der Realschule.

17. Die Holzverfteigerung vom 8. Mai betr.

18. DaS Windfallholz in den städtischen Waldungen betr.

Vermischte S.

Hanau, 9. Mai. Der in der Nähe von Hochstadt-Dörnigheim ftationirte Bahnwärter der Hessischen Ludwigs-Bahn gerieth kürzlich in eine hochkomische Lage. Derselbe wollte im Verhinderungsfälle seiner Frau die Ziege melken, fand aber bei feem ftörrigen, nur an feine Frau gewöhnten Thiere einen solchen Widerstand, daß er sich endlich, nachdem er Alles versucht, entschloß, die Kleioungsstücke seiner Frau anzu- legen Der Versuch gelang glänzend, aber noch war der brave Mann, nach Abwicke­lung dieses Geschäftes, nicht demoskirt, da nabte der Zug und feer Genannte eilte, pflichtgetreu wie er war, auf seinen Posten erregte jedoch bei dem vorünerfahrenden Bahnpersonol solches Aussehen, daß der Vorfall zur Anzeige und Untersuchung kam,

Landwirthschaftliches.

Fälschung von Roggenkleie. Nach einer Mittheilung des Vorstandes feer agrikultur-chemischen Cond olstaNon des landwirthschaftlichen Kreisvereins im Erzgc? birge ist diesem kürzlich eine Probe von Räggenkleie zur Untersuchung eingesandt wor­den, welche 22,4 pCt. Viehsalz enthielt, wodurch der Proteingehalt der Kleie auf 9,06 pCt. herabgedrückt wurde. Da das Viehsalz eine blaßrothe Farbe hat, so ist bet eint« aer Unachtsamkeit von Seiten des Käufers biesir neue Betrug recht gut möglich. Wir können nur immer von Neuem wiederholen, daß gegen alle derartige Unredlichkeiim gew sser Händler allein die Benutzung der Controlstatronen der Landwirthe zu schützen im Stande ist.

Konstantinopel, 14. Mai. Weitere Ernennungen haben nicht statt- gefunden. Radschid Pascha ist noch immer Minister des Aeußern. Ein Gou­verneur von Brussa ist noch nicht ernannt. Die Censur der Journale ist wieder aufgehoben. Die von der christlichen Bevölkerung und den Europäern gehegten Befürchtungen sind vollständig verschwunden.

Konstantinopel, 15. Mai. DerLevant Herald" ist wegen unge- ziemender Aeußerungm über den hiesigen russischen Botschafter suspendirt worden.

Konstantinopel. Die russische FregatteSvetlana" traf, mit dem Großfürsten Alexis an Bord, vor Salonichi ein.

Salonichi, 13. Mai. Gestern sind 36 bei den letzten Eretgnisten conv vromittirte Personen verhaftet worden, ohne daß dabei die Ordnung gestört

Wirthschaftliches.

Kitt für Marmor und Alabaster. Man vermenge zu einem dicken Brei mit Hülfe von. Natronwasserglas: 12 Theile Portland-Cement, 6 Theile gelöschten Kalk, 6 Theile feinen Sand, 1 Theil Jnfnso.ienerde. Der gekittete Gegenstand braucht nicht erhitzt zu werden. Nach 24 Stunden ist der Kitt erhärtet, worauf die Bruchfläche nur sehr schwer noch aufgefunden werden kann. Die gekittete Stelle ist viel wider­standsfähiger, als das Material selbst, so daß es unmöglich ist, den Bruch an der nämlichen stelle wieder hervorzubringen.

Ein neues D es in fe c t io n smi t te l. DaS Kartoffelfuselöl absorbirt be­kanntlich eine große Quantität ChlorgaS. Man leitet daher Chlorgas durch Kartoffel­fuselöl infolange als dasselbe noch absorbirt wird. Es riecht dann das Fuselöl nicht mehr penetrant unfe genügt eine geringe Quantität, um Latrinen zu deSinficiren. CS tritt an die Stelle des üblen Geruches eine Art Obstgeruch. Ein Abort mit Senk­grube, täglich von 30 Menschen benutzt, wurde mit 8 Loth dieser Flüssigkeit durch 56 Tage bei der größten Sommerhitze nicht übel erhalten. Bel der Billigkeit beB Stoffes sicherlich beachtenswert!).

Die frankfurter Leitung", deren gestrige Aus- welche letztere aber für den Bahnwärter ein recht günstiges Resultat lieferte; demselben - -- - * < " - >, wurde für seine Pflichttreue eine Gratifikation von 10 Mk. Seitens der Bahnverwal­tung ansgezahlt. (H. A )

Call, 9 Mai. Einem Ackersmann in Golbach bei Call wurde am 6. d. M eine eigentümliche Uederraschung zu Theil. Während er bet dem Pflügen seines auf einem Abhänge gelegenen an einen Wald stoßenven Grundstückes wenden will, ist ihm plötzlich sein Pfirb versch mubeu unb stehl er mit feinem Pfluge allein da DaS Roß war aber nicht etwa in den Wald gesprungen oder als PegasuS mit seinen Schw mgen durch den Aetber geflogen; er hatte es mii eigenen Augen gesehen, wie das Pferd zu­erst mit den Hinterfüßen, dann m t gleichzeitigem Zerreißen der Ketten mit dem ganzen Leibe in die Erde verschwunden war. Er faßte sich ein Herz, trat an feie kleine Oeffoung und hörte nun fein Pfe> d aus der Tiefe stöhnen. Es war in einen uralten, schlecht zugedecklen Bergschacht 10 Meter tief gefallen. Da es noch lebte, so faßten die Leute Den Plan, einen abswüssigen 'Ltollen auf die Teufe zu treiben, wodurch sie bann heute

müthliche Historie: In einem benachbarten Dorfe sollte die Tochter eines Grundbe­sitzers Hochzeit machen Der Vater der Braut wollte Den Nachbarn zeigen, daß e. ein reicher Mann sei, und so wurde zum Brautklclde er schweifte und theuerste Stoff gekauft, der nur zu finden war, echte brüsseler Spitzen zum Besatz, kurz ein Kleid, in dem sich eine Prinzessin halte trauen lassen können- Zur Verarbeitung des Stoffes war der Braut von einer Freundm ein Schneider aus Berlin empfohlen, der beim auch am Montag eine Einladung erhielt, um der Braut das Maß zum Kleide zu nehmen. Der Taillenkünstler v rsprach fein Bestes zu thun, und nahm den Stoff mit nach Hause. Am Sonntag sollte die Trauung in der kleinen Kirche des Dorfes statt­finden. Der Schneider hatte versprochen, das fertige Kleid punkt zehn Uhr Vormittags abzuliefern; aber um zwölf Uhr war noch kein Schneider da mit de n Brautkle'de. Jetzt fing dem Brautvat r die Sache an bedenklich zu werden- Er ließ anipanuen unb fuhr selb , nach Berlin zu dem Säumigen. Meister Zwirn saß ganz gemüthlich zu Hause beim Mittagessen und ließ es sich wohl sein. AIS der Gutsbesitzer mit zorn- glühendem Gesicht emtrat, erblaßte der Meister.Warum bringen Sie daß Kleid nicht?" schrie der Dörfler:®ie wissen doch, daß heute um 3 Uhr die Trauung statt- ftnden soll." Als ob ihn em Keulenschlag getroffen hätte, so saß der Schneider da und erst nach längerer Pause fragte er mit bebenden Lippen:Heute? Hochzeit? Ich habe notirt nächsten Sonntag."Dann haben Sie sich verrechnet," schreit der Brautvater.Wo ist das Kleid?" Da wimmert der Geängstigte mit halblauter Stimme:Ich hsb'S fertig gemacht und--versetzt, weil ich alaubte, die Hochzeit

sei erst nächsten Sonntag."Wo ist's versetzt?"Bei einem Rückkäufer hier dicht neben an." Wieviel haben Sie darauf erhalten?" Sechzig Mark."Den Ver­satz-Zettel !" Hier ist er!" Unterschlagung, Diebstahl!" schrie der Brautvater; da es inzwischen aber ein Uhr geworden war, verlor er mit Worten keine Zeit mehr, sondern ging zum Rückkäufer, löste das sauber in einem Karton liegende Kleid ein unb fuhr damit, so schnell die Pferde laufen konnten, nach Hause. Hier hieß es im wahren Smne de? Wortes: Aller Augen warten dich. Zehn Frauenhände waren sofort be-

v , f, . .. mit stummer Bewunderung, dann rief er aus:Sollte man glauben, daß Schneider-

Gießen, 16. Mai. In Nachstehendem lassen wir die Tagesordnung M |0 roa5 fertig kriegen? Friedrich! fahre gleich nach Berlin unb bringe dem

feie Sitzung der Stadtverordneten Donnerstag, den 18. Mat 187b, ^cacymtrrags Schneider in meinem Namen Verzeihung, zwei Fl rschen Wein unb eine Torte" 4 Uhr, im Rathhaussaale folgen: Seine Kunst hat diesmal über den Staatsanwalt den Sieg davongetragen.

1. Die hiesige Faß-Eich-Anstalt.

2. Gesuch des Wilhelm Lüddekens um Bauerlaubmß.

3 Gesuch des A d am Jäger um Bauerlaubniß.

4. Gesuch des Schreiners Karl Kratzenberger wegen Erbauung einer

Waschküche.Schlossers Karl Schmidt wegen Veränderung eines Neben- gebäudes. Balthasar Seibert von Wieseck um Erlaubniß zur Ab­hebung städtischen WeggeländeS. » n K j.

7. Gesuch des Franz Gärtner wegen Anlegung eines Uebergangs nach

Rumänien.

Bukarest, 15. Mai. Eint vom Senat entsendete Commission hat dem Fürsten eine Adresse überreicht, worin die volle Ergebenheit für den Thron versichert, nnd Unterstützung der Regierung in allen Angelegenheiten, insbeson­dere hinsichtlich der Finanzsrage, zugesagt wird.

Türkei.

Madrid, 13. Mai. .......t m

sprünalich bis zum 20. Mai festgesetzte Frist für di- Eutgegennahme der Vor- schlage und Vollmachten der Delegirten von Staatsglaubrgeru bezüglich eine, parlamentarischen Enqustc über die Staatsschuld bis Ende dieses Monats zu verlängern. Di- Cortes haben eine Commission ernannt, welche eine genaue Enquöte über die spanischen Finanzen seit dem Jahre 1869 bis 1874 vor-

Frankfurt, 15. Mat. L _ _ . _

aabe verspätet und mit einer großen C-nsur-Lücke in die Hände der Leser ge. langte theilt mit, daß die betr. Nummer früh Morgens wegen eines Leitartikels über den Arnim'schen Landes-Verratbs-Proceß coufiscirt worden ist.

Au» Bayern. Ein Münchener Blatt schreibt:Dem katholischen Volksver-in begegnete in feiner neulid) abgebalt-nen Versammlung in derNeuen Welt" ein eige,ithümliches Mißgeschick. Nachdem man nämlich über die Art berachen hatte, wie man de» gegen Ende Mai aus dem Nür.iberger Zellenge- sänanlst rurückkehreiideu ersten Vorstand des Vereins, Herrn Dr. Sigl, gebüh­rend empfange, und nachdem zu diesem Behuf- 46 Mk. 87 Pfg b-igest-uert »orten waren, wurde diese Summe mitten in der Versammlung gestohlen. __ .......... o....... , ,________

noeitc Vorstand des katholischen Volksvereins sah sich veranlaßt, der am vierten Tage das Thier giücktich und unverletzt an die Odeifläche brachten. Am Polizei Anzeige von dem Vorfälle zu machen." Monta« schon hatte sich der Besitzer mittels Leiter und Nothstriek zu seinem Thier in

Daris 14. Mai. Die Ernennung des Unterstaais-Secretärr Marcüre . , _ ....

. e>nnpn, in srsib von dem Marschall Mac Mahon voll- spielten in den ersten Tagen dieser Woche zwei Herren 36 Stunden Karambolage, jede

z«m Mmtster des Inner 1 ] y 9 . Partie bis 50 Points. Es wurden wie der Borffn-Courier epnftatirt, 101 Partien

zogen und wird am Dienstag im officiellen Journal erjcpcin . gtfpielt unb zwifchrn 8900) Points gemacht Wäbrenv dieser Zeit trank jeder von

. Den Spielern 8 Taffen Kaffee unb 2 Beefsteaks, jedoch stehend unb ohne das Spiel

Spanien. zu unteibrechen. Die Partie wurde um einen Thaler gefpielt, doch waren die Spielen-

Die Rndaet Eommifsivn hat beschloffen, die ur- den einander so gewachsen, daß nur eine Partie gewonnen würbe. Der Wirth empfing ^le »qw «ll ' [2 £blr Billarbgelb. Eine etwas anstrengende unb tbeure Passion.

Berlin (Ein Triumph der Kunst.) DieVolkS-Ztg." erzählt folgende «e-

Allgemeiner

Anzeiger.

Verhaftsbefehi.

Der Untersuchungsrichter am k. Bezirksgerichte Aschaffenburg^verordnet wegen Verbrechens des Raubmordes, verübt am 9. d. M- an dem Schlachter- gesellen Heinrich Kuhlmann von Osnabrück, auf Grund der §§. 211, 249 des R.-Str.-G.-B. und art. 133 deS Bayr. Einf.-Gesetzes.

Den dieser That verdächtigen Schneider Johann Peter Köhler aus Nürnberg zu verhaften und in das hiesige Untersuchungsgefängniß in Verwah­rung zu bringen.

Bei dem Vollzüge dieses Befehles ist solcher dem benannten Köhler, welcher bereits früher wegen gleichen Reates mit dem Tode durch Enthauptung bestraft, aber begnadigt worden war, vorzuzeigen und denselben daran zu er­innern, daß er gesetzlich berechtigt sei gegen die vollzogene Verhaftung bei dem hiesigen Bezirksgerichte sich zu beschweren.

Alle Gerichts-Polizei- und Militärbehörden werden aufgefordert, zu der Vollstreckung dieses Verhastbefehles den erforderlichen Beistand zu leisten.

Aschaffenburg, den 14. Mai 1876.

Der k. Untersuchungs-Richter:

2623) Schauerer.

Signalement:

Johann Peter Köhler ist 35 I. alt, 1,66 M. groß, schwarze Haare, gewölbte Stirae, schwarze Ängenbrauen, braune Augen, proport. Nase und Mund, ova­les Kinn und Gesicht, mittlerer Statur, bekleidet mit schwarzem Hut, grauem Jaquet, dergl. Weste, hat neben kleinem Täschchen mit Messingschloß großen Bündel mit aufgeschnallten Stiefeln, Uhr mit feingliedriger blinkender Kette, Paß zum Reisen im deutschen Reiche, etwa auch Revolver bei sich, ließ sich feit Entlastung aus dem Zuchthaus am 2. d. Mts Bart stehen, Route scheint von hier aus abwärts.

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