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nach Tomsk, Borissowsky nach Olonetz verbannt,

von

13.

Lesern berichten.

bau und Poljanski werden Schuhmacher zu Gesängniß

ten nach Pesth zurück.

Pera, 13. November. Eine türkische P«nzer«Fregatte hat ihren bishe­rigen Ankerplatz am goldenen Horn verlassen und unweit der Buchten des nördlichen Bosporus Anker geworsen. Mehrere englische Genie-Officiere sind hier eingetroffen.

Ikagufa, 14. November. Der österreichische Delegirte für die Fest­stellung der Demarcations-Linie, Alboni, ist an Ort und Stelle eingetroffen. Der deutsche Commissar, Oberst-Lieutenant v. Seebeck, wird am 17. d. Mts. erwartet. ___

Was kann wohl der Gatte der Gattin, der Bräutigam der Braut, der Freund dem Freunde, Schöneres und Willkommeneres schenken? Dem Leidenden, dem Kranken gewährt eS die größte und angenehmste Zerstreuung, vergegenwarttst gtücktich verlebte Zeiten; dem Einsamen ist es ein treuer Gesellschafter, es erhöht dte Gemmhltch- keit der langen Winterabende im Häuslichen Kreise u. f. w.

Heroorheben möchten wir noch ganz besonder- die nur zu lobende Zdee vieler der Herren Wtrthe, dte sich ein solche Werk zur Unterhaltung ihrer Gäste angeschafft. Die gemachte Ausgabe bat dieselben, wie uns von mehreren nronv

nicht gereut; es erweist sich somit auch deren praklischer Nutzen aus S Evidenteste und möchten wir allen Herren Wirthen, die es bis dahin unterließen, anratyen, sich ohne Säumen ein Spielwerk anzuschaffen. _ n . . . . ,, ,,

Wir bemerken noch, daß dte Wahl der einzelnen Stücke eine ganz fein durch rächt ist; die neuesten, sowie die beliebtesten älteren Opern, Adretten, Tanze und Lieder heiteren und ersten Genres finden sich in den Heller'schen Werken auf das schönste ver­einigt. Kurz, wir können keinen aufrichtigern und wohlmeinenderen Wunsch an die geneig­ten Leser und Leserinnen unsers Blattes aussprechen, als den, sich recht bald in den Besitz eines solchen Splelwerkes zu setz-n; reichhaltige illustrirte Preis-Courante werden Jedermann franco zuaesandt. Auch ist direkter Bezug schon deshalb Z» empfehlen, da vielerorts Werke für Heller'sche ausgegeben werden dte eS nicht find.

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Gießen, 15. November. Soeben wird uns die Mittheilung, daß heute Mittag auf hiesigem Bahnhöfe ein Mann, welcher am Waggon Abschied nehmen wollte, über­fahren und getödtet wurde, lieber das Nähere werden wir nach Erkundigung unseren

Aleppo stehenden Armee-Corps abgesendeten und in Konstantinopel eintreffenden Bataillone werden sogleich nach Lrchumla weiter befördert. Die türkische Pan zer Flotte wird in vier Geschwader getheilt, wovon eines im Bosporus bleibt, das zweite unter Hobart Pascha im Schwarzen Meer und die beiden übrigen im Mittelmeere kreuzen werden.

Wie dieNeue Fr. Pr." erfährt, wären die Schwierigkeiten be­züglich der Demarcattons-Linie nunmehr beseitigt, indem Rußland die Forderung wegen Zurückverlegung der Linie und Räumung von Alexinatz fallen ge­lassen hake.

Im Budget-Ausschusse des Abgeordneten-Hauses nahm der Minister des Innern das Wort zur Vertheidigung des Statthalters von Dalmatien, Feldzeugmeister v. Rodich, gegenüber den wider Letzteren erhobenen Vorwürfen, und hob hierbei die vielfachen Verdienste Rodich's um den Staat hervor; er verdiene keine Vorwürfe, weil er als Slave slavische Sympathieen hege; er (der Minister) könne nicht im Entferntesten glauben, daß Rodich Mitglied der Omladina sei.

Pesth, 11. November. Nach einer Meldung desPesther Lloyd" soll die Pforte neuestens gegen das englische Conserenz-Project als solches und gegen die Wahl Konstantinopels als Conferenz-Ort Einwendungen erhoben haben. Namentlich sei die Pforte gegen den Programmpunkt, nach welchem auch die Bulgarei in den Kreis jener Provinzen einbezogen werden soll, für welche Re­formen in Anspruch genommen werden. Es scheint, das Londoner Cabinet habe es nicht für nötyig gehalten, vorher mit der Pforte in Fühlung zu treten. Auch die Zustimmung Rußlands und Italiens ist nur eine principielle.' Gegen die Dienstbeschränkung der Postdampfer in den Dardanellen wurden von den betheiligten Machten freundschaftliche, aber ernste Vorstellungen erhoben,

einem Monat verurtheilt.

IürLei.

November. Die Journale melden, die Pforte

Als wahrscheinlich gilt jetzt schon die Ernennung des Cardinals Franchi, ob­gleich andererseits vom Cardinal Ledochowski die Rede ist. Der römische Volks- Alauben, daß nie ein Cardinal allein sterbe, sondern daß ihm stets zwei andere sofort im Tode nachfolgen, verspricht auch heute wieder eine Bestätigung zu finden. Nicht nur zwei, sondern noch drei Cardinäle sind in diesem Augenblicke sehr ernstlich erkrankt. Der General-Vicar von Rom, Cardinal Patrizzi, her seiner Zeit den Sohn Napoleons III. in Paris taufte, soll bereits im Sterben liegen, nicht besser lauten die Nachrichten über die Gesundheit der Cardinäle Capolti und Bizzarri. (Voss. Ztg.)

No«, 13. November. Nach dem nunmehr vorliegenden Ergebniß der engeren Wahlen zur Deputirten-Kammer sind 113 Anhänger der Fortschritts- Partei und 27 Gemäßigte gewählt.

Nußlavd.

Petersburg, 13. November. Der Kaiser ist heute Vormittag in Zarskoje-Selo eingetroffen. Am 15. November soll hier eine Truppen-Reoue stattfinden. Die vom Kaiser in Moskau gehaltene Ansprache bat im ganzen Reiche allgemeinen lebhaften Widerhall gefunden. Zahlreiche Mitglieder von Städte-Vertretunzen, Gewerken, Landtagen, kaufmännischeu Gilden, sowie auch Geistliche, haben ihre vollste Bereitwilligkeit erklärt, mit allen Kräften dazu beizutragen, daß die Anforderungen, welche Kaiser und Reich behufs Wahrung der Interessen Rußlands stellen sollten, befriedigt würden.

Petersburg, 14. November. DasJournal de St. Petersbourg" veröffentlicht ein Rundschreiben des Reichskanzlers, Fürsten Gortschakoff, worin die Mobilisirung eines Theiles der Armee angekündigt und weiterhin hervorge­hoben wird, der Kaiser wolle nicht den Krieg und werde denselben möglichst vermeiden, sei aber entschlossen, die von ganz Europa für nothwendig erkannten Principien der Gerechtigkeit in der Türkei verwirklicht und wirksam garantirt zu sehen.

Petersburg, 14. November. Sechs Armee-Corps sind mobilisirt worden; der Kaiser ernannte zu Corps - Commandeuren: Fürst Barclay de Tolly, Pimarn (?), Fürst Schachowsky, Baron Krüdener, General Wanowsky und General Redecky. Die Süd-Armee erhielt den Titel Donau-Armee.

Der heutigeRegierungs - Anzeiger" veröffentlicht die bereits vom Journal de St. Petersbourg" mitgetheilte Circular-Depesche des Fürsten Gortschakoff an die diplomatischen Vertreter Rußlands im Auslande, datirt vom 1./13. November; danach findet es der Kaiser Angesichts der im osmani- , scheu Reiche verübten Gewaltthaten, die ungeachtet aller Bestrebungen des kaiserlichen Cabinets fortdauern, da er fest entschlossen sei, das ip's Auge ge- faßte Ziel zu erreichen, für nothwendig, einen Theil der Armee zu mobilisiren. Der Kaiser wolle keinen Krieg und werde sein Möglichstes thun, um diesem vorzubeugen, werde jedoch nicht eher ruhen, als bis die Durchführung der vom humanen Gesichtspunkte als nothwendig erkannten Principien vollständig i garantirt sei.

dNoskau, 14. November. (Proceß Strousberg.) Das heute verkün- : oete Urtheil lautet wie folgt: Strousberg wird in's Ausland verwiesen, Lan-

Ueber Spielwerke.

Im Jnseratentheile unsere- Blattes finden unsere verehrten Leser und schönen Leserinnen wiederum, wie alljährlich, die Empfehlunaen der weltberühmten Sptelwerke von Herrn I. H. Heller in Bern. Derselbe liefert diese so allgemein beliebten Werke itt einer geradezu staunenerregenden Vollkommenheit, wir können daber jedem, der nur ein wennig Freude an Musik hat, nicht warm genug empfehlen, sich ein Spielwerk anzuschaffen, und bietet die bevorstehende Weihnachtszeit die Schönste Gelegenheit hierzu, auch kann kein Gegenstand, noch so kostbar ein solches Stiert er-

Kr«u»Lreich.

Paris, 13. November. Die Deputirten-Kammer verhandelte heute über das Budget des Ministeriums des Innern.

Paris, 13. November. In der gestrigen Nachwahl in der Charente siegte der Republikaner Mestrean über den bonapartistischen Candidaten. Die Abreise des Botschafters Bourgoing und des Grafen Chaudordy nach Kon­stantinopel ist für nächsten Sonnabend festgesetzt.

-«Stand.

London, 13. November. Johann Ghika kam in besonderer Sendung hier an. Die Veröffentlichung des Urtheils in dem Franconiasalle erfolgte heute. Sieben Richter bestreiten das Recht der englischen Jurisdiction, sechs anerkennen es. Die Anklage gegen den Sapitän wurde daher abgewiesen.

London, 13. November. In der Versammlung der conjervativen Asso­ciation in Mrddlesex verkündigte Hamilton die Politik ver Regierung gegen die Angriffe Gladstones und sprach die Hoffnung aus eine baldige friedliche Lösung der orientalischen Frage aus. Die Versammlung nahm eine Resolution, die ihr Vertrauen zur Regierung ausdrückte, an. Bei einem Banket in Bristol äußerte sich der Schatzkanzler Northcote gleichfalls friedlich und drückte die Hoffnung aus. daß die Konferenz zu einer friedlichen Lösung führen werde. Die Mel­dung des Reuter'schen Bureaus aus Kairo vom 13. November von dem Ge­rüchte. daß di- Vorschläge Göschens bereits acceptirt worden, sind verfrüht, die Verhandlungen sind noch im Gange, nähern sich aber dem Abschluffe.

London, 14. November. Ein anscheinend inspirirter Artikel derMor- niitg Post" weist auf di« bevorstehende Mobilisirung der russischen Armee hin und bemerkt weiterhin, in England werde Niemand vadurch überrascht; Eng­land habe den russischen Vorschlag bezüglich der Besetzung Bulgariens nur als Vorwand für die russischerseits angestrebte Gebiets-Vergrößerung angesehen. Der Pariser Vertrag gebe England die B-sugniß. sich jedweder Invasion der Türkei zu widersetzen. Jndeß sei eine versöhnliche Behandlung der Streitfrage keines­wegs ausgeschloffen, wenn alle Betheiligten eine friedliche Lösung anstrebten.

DieTimes" gelangt, abweichend von derMorning Post", bei Be­sprechung der Situation zu dem Schluß, daß allerdings die Möglichkeit des fruchtlosen Ablaufens des Waffenstillstandes in Erwägung zu ziehen sei, doch würde im Falle Rußland an Stelle Serbiens den Krieg.gegen die Türkei fort- setzeu sollte, die öffentliche Meinung Englands einen bewaffneten Widerstand ebensowenig gerechtfertigt finden, als sie solchen gegen Serbien gerechtfer- tigt sand.

Konstantinopel, habe beschlossen, sich betreffs der .Conserenz nicht früher auszusprechen, bevor ihr nicht die zu verhandelnden Punkte bekannt seien.

Semlin, 12. November. Bei dem gestern Abend imKönig von Ser­bien" veranstalteten Festmahle zu Ehren Tschernajeff's toastete Ristics auf den Kaiser von Rußland und Tschernajeff aus den König von Serbien. Er erwähnte, daß Serbien noch nicht besiegt sei; wenn es nur noch aushielte für kurze Zeit, dann käme Hülse u. f. w. Tschernajeff bleibt vor der Hand in Belgrad. An dem Mahle nahmen alle Minister außer NikolikS Theil. Die beiden österrei­chischen, Monitors Marosch und Leitha verließen heute früh Semlin und kehr-

Sfafit«.

Rom Der Nachfolger Antonelli's int Amte eines päpstlichen Staats- Secretärs, der bisherige Pronuntius in Madrid, Johann Simeoni, stehl bereits tn seinem sechszigsten Jahre. Geboren am 27. December 1816 zu Pagliano wurde er am 15. März 1875 in petto reservirt und am 17. September zum Cardinal ernannt. In politischer Beziehung ist sein Name zum ersten Male durch Vie langwierigen Verhandlungen zwischen dem Vatican und der Madrider Regierung in die größere Oeffenilichkeit gedrungen.

Mom, 8. November. Die Beisetzung Antonellis hat in der verflosseusn Nacht in aller Stille stattgefunden. Ein einziger Wagen mit zwei Priestern soll den Leichenwagen nach dem Campo Varano begleitet haben, wo der Sarks in der Antonelliffchen Familien-Gruft beigesetzt wurde. Das Testament des Cardinals verfügt über ein Vermögen von 40 Millionen zu Gunsten seiner drei Brüder, bezw. deren Kinder. Seine eigenen Kinder, deren er bekanntlich drei hatte, wurden bereits früher abgefunden. Seine Kunst-Sammlungen, welche einen bedeutenden Werth haben, vermachte er den Museen des Vaticans. Am Vorabend seines Todes erthcklte ihm Pius IX persönlich den Segen in artirailo mortis. Die gesummte kleiikale Preffe geht über das tEzejgniß mit der Sparsamkeit des Geizigen hinweg. Nirgends eine Apologie; eine kurze Anzeige des Ablebens des bedeutenden Staatsmannes ist der einzige Nachruf, den sie ihm widmen. Im Vatican war der mächtige Mann gründlich gehaßt, er galt dort eigenthümlicher Weise für liberal. Man rächt sich jetzt nach lestrem Ableben durch ein charakteristisches Schweigen. Von dem Tode des unbe.deu tendsteu Cardinals pflegt man mehr Aussehen zu erregen, als von jenem Anto­nellis. Der Papst hat vorläufig Monsignore Vanuutelli mit der,i,utert.miitischen Erledigung der Geschäfte beauftragt. Die Verwaltung der upostoltschen Paläste, welche Antonelli als Palast Präfekt besorgte, wurde von Monstgnor Pckraciani übernommen. Ü bet den Nachfolger im Amt des Staats-Lecretärs laufen die verschiedensten Gerüchte um. Der Papst hat die Cardinäle Manuivg uhd D-champs telegraphisch uuffordern lassen, ihre Reise hierher zu beschleunigen.

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2 Handwörterbrn 1 schwarz seidene

Isiid, 1 Samm ,4126 9 Barbier schliss JIS 1 HEbnzieher. jS ,2 pldmi Rin, 1 wollener Ter AKLk

enMer Re } ßolbener Fed 1° il^me The } Augenspiegel. t Zrauenkleid, 1168 2

iL°^neMed. 1169 1 n'l. goldene 1171 i

- 1 ? l'lberne Thee

1 Regenmantel.

1 goldener Rinj 1 Herrnmantel, goldene Ringe, ,1114 Seidenes Futte 1118 3 Frauenhemde AW. 1 Herrnrock, 1 J1125 ZHrauenkleider