Anstrengungen für tüchtige Leistungen concurrenzfähig erhalten, bis mit einem Male eine Zeit
Gin eisensteinreich eS aber eisenbahnarmes Stück anbrach, welche Raum zur Hoffnung auf Befreiung von Dem drückenden Alpe bot, der in Gestalt finftev aiiF Stafom CynkitfrrtptM’ltrFr' Apfftfi-pF Kritto
Land im deutschen Reiche
unverhältnißmäßtg hoher Transportkosten auf diesem Jndustriebezirke gelastet hatte.
Das Mittel, auch da, wo es an Wasserstraßen fehlt, billigen, raschen und massenhaften Transport zu bewerkstelligen, war in England in der Erfindung der Locomotive und ihrer Fortbewegungskraft auf Schienen gewonnen worden. Das Eisen, an dem ja unsere Gegend gerade Ueberfluß hat, sollte das Urproduct sein, mittelst deffen ein Transport herzustellen wäre, wie ihn die eisensteinreiche Gegend bedurfte. War es zu verwundern, daß bei der Nachricht von diesem merkwürdigen Fortschritte eine Gegend, in welcher eine Wiege des Eisens steht, eine Gegend resp. deren Bevölkerung von Hoffnungen erfüllt wurde, eine schönere Zukunft sei hier nunmehr nahe? Durfte man nicht hoffen, daß hier, wo bas Waffer seine Dienste als Lastenträger versagt, nunmehr das Eisen, das hier in schwerem Kampfe der menschlichen Muskelkraft dem rohen Gestein entrungen, geläutert und zu edlerem Dasein gebracht wird, in dankbarer Anerkennung sich zu den Transportzwecken in den Dienst der engeren Heimstätte zunächst begeben würde?
Schon sahen die Männer, welche das Eisen in Fluß zu bringen gelernt haben, die unförmigen Massen sich in Schienen von den Hochöfen in die Ferne strecken und darüber die Locomotive triumphirend brausen, um die nachgeborne Masse aus der Heimath fortzuschleppen in
Arbeiten.
Hier sitzt die Quelle des Nebels, der Armuth einer Bevölkerung, deren ausdauernde, unverdrossene Thätigkeit in der Ebene sprüchwörtlich geworden ist. Die Transportkosten, sagt Carey, sind die erste und schwerste Steuer, die das Land und die Arbeit zu zahlen haben. Sie nehmen in geometrischem Verhältniß zu, wenn die Entfernung vom Markte in arithmetischem wächst. Der Transport ist es, welcher hier stets den größten Theil der Arbeit und in so höherem Procentverhältniß verschlang und verschlingt, als der Preis der fortzuschaffenden Produkte dem Gewichte gegenüber ein äußerst niedriger ist. Es ist ganz ein anderes, ob ein Gentner Nähnadeln oder ein Gentner Roheisen oder Eisensteine mit hohen Transportkosten belastet wird. Während für erstere der Transportkostenbetrag vielleicht ganz unmerklich ist, absorbirt er bei letzterem unter Umständen den ganzen Erlös des Produktes und macht damit den Absatz auf sonst günstigem Markt unmöglich oder entwerthet die Arbeit in einem Grade, daß die Fortsetzung unthunlich wird.
Trotz solcher Uebelstände hat sich die Industrie in der genannten Gegend in Folge großer
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Das Wittgensteiner Land mit seiner Nachbarschaft in dem Südende Westphalens und dem „Hinterlande" ist von der Natur recht stiefmütterlich mit ihren Gaben bedacht worden. Während Geres ihr Füllhorn in der nahen Wetterau und Rheinebene auszugießen pflegt, kehrt sie dem Gebirgsland des Rothhaar und seinen Abzweigungen mürrisch den Rücken. Hier scheinen Boden, Luft und Sonne zu wetteifern in der Abneigung, den Fleiß arbeitssamer und überaus genüglicher Menschen mit den Erzeugnissen des Ackerbaues zu belohnen. Kalter, thoniger Boden, widrige feuchte Westwinde in den dahin auslaufenden Thälern, Nebelluft, welche der Sonne erwärmende und belebende Strahlen verschleiert und wirkungslos macht, spotten den Anstrengungen der sorgfältigsten Pflege des Ackerbaues zur Erzielung des nothwendigen Brodes. Es scheint, als ob der Mensch von der Natur gezwungen werden sollte, sich nach jenen verborgenen Gaben umzusehen, welche hier die Erde tiefer in ihrem Schooße birgt. Reich ist die Gegend an Erzen, besonders an jenem für den Dienst des Menschen kostbarsten und werthvollsten, dem Eisen, zu dessen Verhüttung das Holz zugleich vorhanden und die Steinkohle nicht fernab sich
befindet.
Bergbau, Verhüttung der Erze, Köhlereien, metallurgische und Holzindustrie waren es, denen sich die Bevölkerung seit Langem mit allem Fleiße zugewendet hat, um durch deren Bearbeitung sich die Mittel zur Beschaffung der unzureichenden Agrieultur-Erzeugnisse zu beschaffen.
Reich an Quellen und den für erfolgreiche Industrie erforderlichen Wasserkräften wird das hier entspringende Wasser der Bevölkerung so wenig zum Segen, als das Eisen. Zersplittert in mageren Bächlein entlaufen, sich schlängelnd und krümmend, die Wäfferchen vom Gebirge her nach allen Richtungen der Windrose zur Ebene, um in glücklicheren Strichen erst die Dienste des Lastenträgers zu übernehmen. So entbehrt das Land, wo Eder, Lahn, Sieg, Lenne und Ruhr an das Tageslicht zuerst treten, einer Wasserstraße, welche die Fortschaffung der schwierigen Produkte erleichtern und eine gedeihliche Verwerthung der mineralischen, wie der übrigen Erzeugnisse einer mit vielem Schweiße behafteten Industrie ermöglichen würde.
Den Löwenantheil an den Früchten einer überaus anstrengenden Arbeit frißt in dieser thonerdigen, unwegsamen Region stets der überaus kostspielige Transport per Achse, d. h. nicht Eisenbahnaxc, sondern Ochsen- resp. Kuhwagenaxe vorweg und — die Menschen darben trotz alles Fleißes, trotz aller Anspruchslosigkeit, trotz ihres Rufes der Tüchtigkeit in industriellen
endlosen Zügen. Die Hoffnung stieg, als 1847 das westphälische Land zuerst von Westen nach Nordosten von der Eöln-Mindner Eisenbahn durchschnitten wurde und als 1849 auf der andern Seite fast parallel Die Main-Weserbahn von Frankfurt nach Gaffel erstand. Nun durfte nur noch eine Verbindung beider Schienenwege durch das Siegen-Wittgensteiner und Hinterland her- gestellt werden und das industrielle Gebiet war mit einem Male mitten in der Welt. Von da ab hoffte und glaubte man von Tag zu Tag, von Monat zu Monat, von Jahr zu Jahr. Immer lullte man sich" mit dem träumerischen Gedanken ein, daß die Gegend zu den bestberechtigten in Bezug auf Gewinnung einer Eisenbahnverbindung gehöre. Man träumte von Erbauung einer Eisenbahn von Staatswegen, weil auch die Main-Weserbahn und die Main-Neckarbahn Staatsbahnen waren, und das benachbarte Belgien eine Staatsbahn nach der andern herstellte. Eisenstraßen wurden mehr und mehr auf deutschem Boden erbaut, doch die ersehnte für unfern Eisenstein- district ließ auf sich warten. Allmählich spannte sich ein ganzes Netz von Schienenwegen über das deutsche Land aus, die Maschen wurden durch fortwährende Neuanlagen alljährlich dichter uud dichter. Selbst hart an Den Ufern schiffreicher Ströme hin wurden Eisenbahnen angelegt, ja der Rhein wurde streckenweise auf beiden Ufern mit Schienensträngen garnirt, während Segelschiffe und Dampfboote dazwischen ihre Wimpeln lustig flattern ließen. Dagegen von dem industriellen Quellengebiet der Eoer, Lahn, Dill, Sieg, Lenne und Ruhr, von jener Gegend, welche bekanntermaßen in Folge mangelnder Transportangelegenheiten nicht vorwärts kommen konnte, welche bekanntermaßen vor der Einführung von Eisenbahnen nur durch vorzügliche Leistungen und billigste Arbeit die Goneurrenz hatte bestehen können, von da führt noch heute, nach 27jährigem Planen und Hoffen, keine Schiene nach der Übrigen Welt, um die schwerfälligen Massen billiger und rascher auf den Markt zu schaffen.
Hatte unser großer Nationalökonom Fr. List schon in den 30er Jahren mit divinatorischem Blicke erkannt, daß es nicht blos die Wertbersparungen durch billigeren Transport seien, welche die Eisenbahnen empfehlen, sondern daß diese Vortheile noch übertroffen werden von der Pro- duetionssteigcrung, von der Erzeugung neuer Productionen so wurde die Richtigkeit dieser Behauptung durch die Erfahrung alsbald bestätigt und wiederholt bestätigt. Stoffe, die vorher ganz werthlos erschienen, wurden da und dort zu bedeutenden Absatzartikeln durch den Eisenbahnverkehr erhoben, ja mitunter zu wahren Goldgruben für die Arbeiterbevölkerung wie für Unter- nehmer. (Schluß folgt.)
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Neue Mandeln und Tafelmandeln, , Tafel-, Elemi- und Sultanin-
Rosinen,
empfiehlt L. Mülle r,
1142)_______________auf der Mäusburg.
Acchten wesiphäl. Schinken, Feinste Gothaer Cervelatwurst, empfiehlt (3916
______________Emil Fischbach.
FußlwSkiianstrich in allen Nüancen, hart und schnell trocknend, sowie Fußbodenlack, sofort trocknend, empfiehlt (1644
L. Mütter
__________________auf der Mäusburg.
Prima Weinessig, Feinsten Burgunder-Essig, Champagner-Essig, empfiehlt (3917
Emil Fischbach.
Copallack, Decorationslack, Schleiflack, Wagcnlack, Damalack,
Eifenlack,
Petersb. Möbellack, Leinölsiruiß, Seccatif und
Terrebine
empfiehlt in vorzüglichen Qualitäten (1645
L Mütter
____auf der Mäusburg.
Neue holl. Vollhäringe
empfiehlt '3918
Emil Elschbach.
Reisstärke, extrafein, in i/i, Vi und 4- Pfd. Packeten, sowie lose, Weizenstärke, extrafein lose, Kugelbau in schönster Farbe, leicht löslich, Waschpulver, Soda, calcmirte und crystallisirte, alle Sorten Seife, >mpffchlt (3301 L. Müller auf der Mäusburg.
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(4316
1647)
zu verkaufen.
1648)
(4175
Gießen, den 8. August 1876.
Großherzogliche Bürgermeisterei Trohe.
Königl. Direction
Königl. Direction ^royaerzogume aurdernieniem ah
der Main - Weser - Bahn. I Schwarz________
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Eu-tout-cas unv Regenschirme empfiehlt iPe Schulstraße
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4157) Steinen Galten in der Schwarzlach, 164 oÄlftr. groß und in der Baulinie liegend, bin ich Willens aus freier Hand
H ch. Schmidt an der Braugasse.
und 19. c., Vormittags 8—11 Uhr aus dem städtischen Baubüreau eingesehen tvcrden.
L. Müller
auf der Mäusburg.
L Müller
aus der Mäusburg.
KeUgcöotenes.
ILasurfarbe..
Kasseler Braun, in Wasser abgerieben, Terra de Sienna, gemahlen und ganz, Katechu und chromsaures Kali empfiehlt
Versammlung der Oberhessischen Eisenbahngesellschaft gefaßte Beschluß, daß die Gesellschaft sich auflöse, perfect geworden und dieses gemäß §. 39 der Statuten dreimal bekannt gemacht worden ist, tritt nunmehr die Oberhessische Eisenbahngesellschaft in Liquidation. Wir bringen dieses nach Vorschrift des Art. 243 des Allgemeinen deutschen Handelsgesetzbuches zur öffentlichen Kenntniß und fordern die Gläubiger auf, sich bei der Gesellschaft zu melden.
Aersteigerungen.
Arbeitsversteigerung.
Donnerstag den 17. d. M, Vormittags um 10 Uhr, soll die Rcvaraturarbeit an der Wiescck- brücke, bestehend in Maurerarbeit, auf der Bürgermeisterei zu Trohe an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden.
Trohe, den 14. August 1876. (4274
Gießen, den 15. August 1876.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
A. Bram m.
3931) Zu der bevorstehenden Saison offeriren wir
ilaii<hbeCNclioiascliiRieei und HäcRselscImeider
zu bedeutend ermäßigten Preisen.
Wcä Krött.
5 u m m H H n n.
Samstag den 19. l. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll auf dem hiesigen Nachhause die Anfertigung von eisernen Stauschleusisn, veranschlagt zu 1497 M. 64 Pfg., durch Summission vergeben werden.
Kostenvoranschlag und Uebernahmsbedingungen hierfür können am 17., 18.
Nußholzbeitze
in Kry st allen, wasserlöslich, empfiehlt
Sedan! Sedan! Sedan!
Wasch ächte Fahnen ! Ballons, Lampions, Pechfackeln, gefüllte Fetttöpfchen, Feuerwerkskörper , Kaiser, Kronprinz etc. in Lebensgrösse. (4208
Bonner Fahnenfabrik BOO*
Sciiwaliieinier Wasser
per Krug 20 Pfg. (Krug retour 10 Pfg.) empfiehlt (3110 Emil Fischbach.
istn vorrresfticyer L)awsvund zu verkaufen bei W. Burk, Butz bad).
Die Holzversteigerung in der Ober- förfterer Schiffenberg vom 10. l. M. ist genehmigt.
Die Abfuhrscheine können vom 22. l. M. an bei Großh. Rentamt Gießen erhoben werden. Ueberlieferung des Holzes und erster Abfuhrtag Mittwoch der 23. l. M.
Gießen, den 15. August 1876. (4300
Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg.
Georgi.
ÖliiTljf|W)i’ IEifimönf)iißefer([d)aft.
Nachdem der am 30. October 1875 von der außerordentlichen General-
murbe beute te [ ■ Leine KönW.'.' er u. liubsifl u N - ro.’bnten deiMi n, die Loitzen irtttt der peM । o sehr den Alibis! ! ? tinjelntn ÄusßL oon der $ajd)inr. ür die bequeme Cr
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Besondere Bekanntmachung.
Um die Courier- und Schnellzüge der Nain-Weser-Bahn mit Retoutblllets be- mtzen zu können, ist es fortan erforderlich, daß beim D-rbleiben in derselben Wagen- clafse nur ein Billet IV. Clossc und beim Uebergang in die nächsthöhere Wagenclasse rin Personenzugsbillet III. Classe bis zur Bestimmungsstation zugekauft rvird
Cassel, den 11. August 1876. (4302
Oelfttvbeßz
in allen Sorten, aufs Feinste gerieben, hart und schnell trocknend, empfiehlt (1649
L. Müller
__auf der Mäusburg.
4294) Küchenhandtücher, Taschentücher, Bettzeuge und Halbleinen sind wieder eingetroffen bei
___F. Holberg, Kirckenplatz.
2334) Hemden-Einsätze empfiehlt in reicher Auswahl
Ile Riibsamen«
Der Verwsltunsisrath
der Oberhessischen Eifenbahngesellschaft.
Bekanntmachnna.
Von dem 16. d. Monats ab soll für die Personenposten zwischen Laubach und Grünberg, sowie zwischen Laubach und Lich, an dem Kreuzungspunkte der beiden Poststraßen (Hessenbrücker Hammer) eine Haltestelle zur Aufnahme von Reisenden errichtet werden.
Gießen, den 14. August 1876.
Kaiserliches Postamt.
In Vertretung:
Pagen stecke r.


