(24
Frijchbacker ) u Gießen.
25 90
— (Großes Schiffsunglück.) Ein Telegramm der Regierung von Holländisch- Jndten meldet, daß der holländische Dampfer „General Krösen" bei der Einfahrt in die Sunda-Straße Schiffbruch gelitten habe. Zweihundertunddreißtg Personen ertranken.
Arbeitsver j n dem Gescbösttzlo niIersrod joüen
Mittwoch be
Vormittax Mifolßtnbe Arbeiter Itceben werben: 1) Sßlanlrung des W Winnerod nach Lin Z) Maurerarbeit dase oj Maurerarbeit am, Äersrod, den 13. I ^Herzogliche Bürg n I S . L. H ahn, Bezii
124 (374'
Delicatessenhändlern im ganzen Lande.
In Gießen zu haben bei Müller £ Schwager.
Sonntag, den 16 Juli 1876. W. Hartmann in der Neustadt, I Klin- gelhöfer in der Wallthorstraße, F. Zülch Ww. auf dem Seltersweg.__________j
Aersteigerunge«.
Arbeitsversteigerung.
Mittwoch den 19. b. M-,
Vermischtes.
— Zur Vorsicht bei Besichtigung wilder Thiere mahnt folgender traurige Vorfall in Hamburg. Zwei Lehrerinnen befanden sich mit ihren Schülerinnen in der Menagerie des Herrn Kallenberg, um dessen schöne Sammlung von Thieren zu sehen. Man hatte schon die Löwen zur Stelle gebracht; plötzlich ließ sich ern herzzerreißender Schrei vernehmen, der die Zuschauer vor Schrecken starr machte, als sie saoen, daß ein Löwe den Kopf eines Mädchens von 10 Jahren mit beiden durch die Eisenfiangen seines Käfigs herausgestreckten Tatzen festhielt. Das Kind war wahrscheinlich von dem Sitzplatze herabgekrochen und durch die Schranken hindurch dem Käfig zu nahe gekommen. Es gelang zwar den Wärtern, das Kind aus den Tatzen des Löwen zu befreien, jedoch mit dem Verlust der Kopfhaut. Nach unsäglichen Schmerzen starb es am Tage Verrücktheit.) Zwei Yankees, Namens James Coffin und John Cooley, haben die verrückte Idee gefaßt, mit einem Schubkarren von Boston nach Philadelphia zu ziehen. Der eine sitzt darin und der andere schiebt und Beide wechseln in der so interessanten Beschäftigung ab. Sie verließen am 3. Juni, 9 Uhr Abends, Boston, langten am 15. Juni in New-York an und sind von hier weiter ^^ch^Southampton, 12. Juli. Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Donau. Capt. R- Bussius, welches am 1. Juli von Newyork abgegangen war, ist gestern 3 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen und bat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung 6 Uhr Abends die Reise nach Bremen fortgesetzt. Die Donau überbringt 226 Passagiere und volle Ladung.
Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zn Gießen. Gottesdienst.
Sonntag, den 16. Juli. Morgens: Psarrvicar Schöner. Nachmittags: Pfarrverwalter Schlosser. (Künftigen Sonntag wird das h. Abendmahl gefeiert.) (Die Pfarrschäfte für die Woche vom 16. bis 22. Juli besorgt Pfarrer Dr. Seel
I. A:
L. Hahn, Bezirkßbauaufseher.
Aesondere Bekanntmachung.
Bekanntmachung.
In unserem Firmen-Register ist heute folgender Eintrag vollzogen worden:
Die Wittwe des Heinrich Kühn zu Gießen hat am 1. I. M. ihr Buchbinderund Schreibmaterialien-Geschäft mit allen Acliven und Passiven ihrem «söhne Jo Hann Heinrich Friedrich Kühn dahier übergeben, welcher solches unter der bisherigen Firma „H. Kühn" fortführt.
Gießen, den 13. Juli 1876 (3743
Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
Bötticher.
Nachmittag? 3 Uhr, sollen auf dem Gemeindehaus zu R^ kirchen nachstehende zur Reparatur M Pfarrhauses erforderlichen Arbeiten offeiuw in Accord gegeben werden: Mk- 4M
1) Maurerarbeit, vcranschl. zu 131 £ 2) Schreinerarbeit, „ „ Q
3) Weißbinderarbeit, „ Reiskirchen, den 13. Juli 1876.
Bekanntmachung.
Die 11. Post zwischen Mücke und Ulrichstein wird vom 16. d. Mts. ab folgenden Gang erhalten:
aus Ulrichstein l53 Nachm., durch Ruppertenrod 255/35 Nachm., in Mücke 3" Nachm. (zum Anschluß an den Zug 347 Nachm. na$ Gießen);
aus Mücke 630 Nachm., (nach Ankunft des Zuges 625 Nachm. aus Gießen), durch Ruppertenrod 715/25 N-, in Ulrichstein 855 Abends.
Gießen, den 13. Juli 1876.
Kaiserliches Postamt.
Lochmann.
tlürfui.
Konstantinopel, 11. Juli, 8 Uhr 15 Min. Es sind in verschiedenen Stadttheilen Einzelexcesie gegen Christen vorgekommen, die auf Schlimmeres in der nächsten Zeit schließen lasten. Die Polizei ist nirgends eingeschritten.
Konstantinopel, 12. Juli, Abends. Zahlreiche Freiwillige, darunter auch einige aus der christlichen Bevölkerung, haben sich anwerben lasten. Die Regierung hat an die militärischen Befehlshaber die Weisung ertasten, die Freiwilligen gleich den regulären Soldaten zu behandeln, auch darüber zu wachen, daß sämmtliche Heeres-Angehörige beim Einmarsch in Serbien und in die aufständischen Gebiete die Pflichten der Menschlichkeit gegen friedliche Einwohner beobachten. Der Sultan und desten Mutter haben 20,000 Livres für Kriegs- rwecke gezeichnet. — Die Pest in Bagdad ist dem Erlöschen nahe.
Konstantinopel, 13. Juli. Einer Regierungs-Nachricht aus Mostar zufolge traf Selim Pascha, mit zwei Bataillonen auf dem Marsche von Gac^ko nach Nevesinje begriffen, im Engpaste Zallan auf eine bedeutende Anzahl montenegrinischer Truppen; diese machten den Versuch, Selim Pascha einzuschlteßen. Letzterer erzwang aber nach hartnäckigem zwölfstündigem Kampfe den Durchzug und nahm alle von den Montenegrinern besetzten Punkte ein. Die Montenegriner zogen sich, nachdem sie beträchtliche Perkuste erlitten hatten, zurüch. wonach ist die Straße durch den Engpaß Zallan nach Gaczko frei.
Salonichi, 13. Juli. Das deutsche Mittelmeer-Geschwader, welches kürzlich den hiesigen Hafen zum Zwecke einer Hebung-fahrt verlassen und vor demselben gekreuzt hatte, ist jetzt wieder im Hafen vor Anker gegangen.
& E
-;äs
bet die Todten auf 12,000 bemißt. — Angesichts dieser Vorgänge scheint es kaum glaublich, wenn das „Memorial diplomatique" sich aus London schreiben läßt, England verlange, daß die Mächte ihre Politik nicht länger auf der Religion basiren, wie dies noch im Berliner Memorandum geschehen let. Dle englische Regierung sei entschlossen, diesen religiösen Gesichtspunkt mcht mehr zuzulasien (I sic), da er als Motiv oder Vorwand für d,e Emmtschung des Auslandes in die inneren Angelegenheiten der Türkei btene. (N. A. Z.)
Rumänien.
Bukarest, 12. Jnli. Der Minister des Aeußern brachte in der Kammer der Deputirten eine Vorlage über den Abschluß von Handels-Conventionen mit Rußland, Deutschland, Frankreich und Griechenland em und schlug vor, daß die genannten Staaten bis zur Annahme der Conventionen auf den gleichen Fuß mit Oesterreich gestellt werden.
Serbien.
Belgrad, 12. Juli. (Amtliche Meldung.) Die militärische Lag- ift, unverändert: beide Theile behaupten ihre Stellungen; nur unbedeutende Zusammenstöße haben stattgesunden. Türkische Schiffe bombardiren die aufständischen türkischen Dörfer bei Widdi». Die Nachricht von der Einnahme Z-siars durch die Türken ist erfunden. Oberst Leschjanin machte gestern eine Angriffs- Bewegung und besetzte mehrere strategische Punkte. Die serbischen Truppen in Ghenzovo bei Widbin haben die Türken bis zu letzterer Festung, die gegenwärtig geschloffen ist, verfolgt und dabei viele Lebensmittel erbeutet. Das aufständische Dorf Nowosels ist von türkischen Schiffen ohne Erfolg bombar- dirt worden.
Donnerstag ben A o otabtmalb zu $ ■p, nachverzüchnel stkMt wirb en:
E Raummeter $
3 '' (
: 210 ' g
. Der ginfan'ß der >; M.9 Uhr im Dist!
von Hungen Mögen, den Aherzogliche
___Sej
Hchvni u »n Anförf
dem Do te
N,d
$7 *
^Wellen " zAammenkunft"
Lokal-Notrz.
Gießen, 14. Juli. Gutem Vernehmen nach ist heute Nacht auf dem Bahnhofe zu Alsfeld der Heizer Lehr mund von hier beim Einölen der Maschine dadurch verunglückt und schwer beschädigt worden, daß beim Rangiren an den Zug stoßende Wagen die Maschine vorwärts trieben und der Bedauernswerte unter dieselbe gerteth. Derselbe hat den Verlust eines Armes, sowie Verletzungen am Kopfe zu beklagen.
__Seit einiger Zeit werden die Gärten vor dem Neuenwegerthor resp. Schiffenberger-Weg unsicher gemacht, Blumen geplündert rc. Heute Morgen 4 Uhr wurden mehrere Herren bei einem solchen Besuch ertappt. Wir verschweigen vorderhand noch die Namen und Stellung dieser Herren, möchten denselben aber den »ulen Rath geben, sich für die Zukunft von solchen Extravaganzen zu lassen, indem dieses doch einmal übel verlaufen könnte.
Allen Kranken Kraft und Gesundbeit ohne Medicin und ohne Kosten durch die Gesundheits-Mehlspeise:
RMSCIffl "n Ek
. Seit 30 Jahren hat keine Krankheit dieser angenehmen Gesundheitsspeise widerstanden nd bewährt sich dieselbe bei Erwachsenen und Kmdern ohne Medictn und ohne Kosten bei iflen Mögen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber- Drüsen-, Schleimhaut., Nthem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdauüchkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrboiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutauf. .eigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht; auch ist sie als Nahrung für Säuqlinge schon von der Geburt an selbst der Ammenmtlch vorzuziehen. — Ein Auszug ruö 80 000 Certificaten über Genesungen, die aller Medicin widerstanden, worunter Eertificate vom Professor Dr. Wurzer, Geb. Mevicinalrath Dr. F. W. Benecke, ordentlicher Profesior der Medicin an der Universität Marburg, Medicinalrath Dr. Angelstein, Dr. Shoreland, Dr. Campbell, Professor Dr. Ded6, Dr. Ure, Gräfin Castlestuart, Marquise de Brehan, und vielen anderen ochgcstellten Personen, wird franco auf Verlangen eingesanbt.
Abgekürzter Auszug aus 80,000 Certificaten. Brief von der hochedlen Marquise de Bröhan.
Neapel. 17. April 1862.
Mein Herr! In Folge einer Leberkrankhcit war ich seit sieben Jahren in einem furcht- >au-n Zustande von Abmagerung und Leiden aller Art. Ich war außer Stande zu lesen oder u schreibtii, batte ein Zittern aller Nerven im ganzen Körper schlechte Verdauung, fort- 'ährende Schlaflosbckcrt and war in einer steten Reivenaufregung die mich hin und her trieb ind mir keinen Augenblick der Ruhe ließ, dabet im höchsten Grade melancholisch. Viele .'lerzte, sowohl Engländer als Franzosen, hatten ihre Kunst erschöpft, ohne Linderung meiner .'eiben. In völliger Verzweiflung habe ich Ihre Revalesciere versucht, und jetzt, nachdem ich rei Monate davon gelebt, sage ick dem lieben Gott Dank. Die Revalesciere verdient da? ochste Lob sie hat mir die Gesundheit völlig hergestellt und mich in den Stand gefegt, meine isellschafiliche Stellung wieder einzunehmen. Genehmigen Sie, mein Herr, die Versicherung neiner innigsten Dankbarkeit und vollkommenen Hochachtung.
Marquise de Dröhan.
Nr 75,877. Florian Köller, K. K. Militärverwalter, Großwardetn, von Lungen- und Luftröhren-Katarrh, Kopfschwindel und Brustbeklemmung.
Nr. 75,970. Herr Gabriel Teschner, Hörer der öffentlichen höheren Handels-Lehranstalt Wien, in einem verzweifelten Grade von Brustübel und Nervenzerrüttung.
Nr. 65,715. Fräulein de MontlouiS von Unverdaulichkeit, Schlaflosigkeit und Abmagerung.
Nr. 75,928. Baron Siamo von lOjähriger Lähmung an Händen und Füßen rc.
Die Revalesciöre ist vier Mal so nahrhaft als Fleisch und erspart bei Erwachsenen und Kindern 50 Mal ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen.
Preise der Revalesciere V2 Pfund Mk. 1,80 Pf., 1 Pfd. Mk. 3,50 Pf., 2 Pfd. Mk 5,70 Pf., 12 Pfd. Mk. 28,50 Pf. _
Revalesciere Chocolalee 12 Taffen Mk. 1,80 Pf., 24 Taffen Mk. 3,50 Pf., 48 Tassen Mk. 5,70 Pf. u. s. w.
Revalesciere Biscuiten 1 Pfd. Mk. 3,50 Pf., 2 Pfd. Mk. 5,70 Pf.
Zu beziehen durch Du Barry & Co. in Berlin, W. 28—29 Passage (Kaiser-Gallerie und 163—164 Friedrichsstraße, und bei vielen guten Apothekern, Droguen- Specvei- uni
An die Mitglieder der Gemeindevertretung der evangel. Gemeinde Gießen.
Der Voranschlag unserer Kirche für 1877 wird den 17 —19. Juli auf btr Rathhaus zu Ihrer Einsicht offen liegen. Zugleich lade ich Sie auf Donnerstag Mi 20. Juli, Vormittags 11 Uhr, zu einer Versammlung in unserer Stadtkirch: en, behufs Feststellung des Voranschlags. (3<)4
Gießen, 14. Juli 1876.
______________________Dr. Seel, Pfarrer._______
Berichtigung.
Gießen, 13. Juli. Die in Ihrer heutigen Localnotiz gebrachte MittheiluiL von einer Schlägerei auf dem Felsenkeller bedarf einer Berichtigung. Die Schläge^ fand nicht auf dem Felsenkeller, sondern in der Universitätsstraße statt. Ich bitte dteei Berichtigung in Ihrem geschätzten Blatte zu erwähnen. Achtungsvoll
Balthasar Lenz.
Geschieht hiermit. Die Red.
° ilhr an, I “
SÄr
hanbarv-U' $(r 8or xhonrö! fe1«.
&, ben 14. 3"
UrbcitM
Nächsten Mont°! Vornfftta
It! b«5 Gradw uni kinntnS,
Smü« w™1
ini-ismi w°-d-n.
»i.
r G
ÜrbeiS zu Gari 3151) 5)ienN btn 4 Br, sollen d dm hmkkich nadltt^bt < in flaoib gtatbtii wer v« lUfloftmbiittn, d d-cßen, am 14. 3 । 3-1
Körn Bezirksbai


