Einzelbild herunterladen

Samstag, den 15. Juli

(io. 16t

I>cnffrSf<tnh.

Adam,

t Pezug auf sein Jose- wünsche er eine regere Betheiligung der Gemeinden an der Kirchen-Verwaltung; ,ut biwrft,bifc«cM hoffe, daß dieses Moment bei der nächsten General-Synode zur Geltung

komme. Es folgt hierauf eine lange Debatte über den Fortbestand des ober- fn Pen Schulrathes, dessen Aufhebung von Seiten der klerikalen Redner als eines

vom katholischen Volke nicht gewollten Institutes, das den religiösen Differen-

OtftttrddL

iismus verbreite, befürwortet wird. Bei der Abstimmung wurde diese Position des Etats abgelehnt. Der oberste Schulrath ist damit vom 1. Januar 1877 ab aufgehoben.

och oid) AMossuiW Qn ihn achuMn, .' n die Masse in gar c iden, ju verzichten, M nräbntes Inserat dH die Bcsngn'b iurN lhek gthörig gesesa, er etwa in Folge fi L -ihr sofort an den.. Z M Gerichts m gesorgt und bezw-«

Wien, 12. Juli. Aus zuverlässiger Quelle kann versichert werden, daß bei der Entrevue in Reichstadt man einer präciscn Auslassung über das vom Grafen Andrassy vorgelegte Programm (wonach eine Vergrößerung der türki­schen Vasallenstaaten keineswegs zugelaffen werden sollte) russischerseits durch die Erklärung aus dem Wege ging, daß die Erörterung dieses Falles noch ver-

Ortschaft Gangowa vorgedrungen. Aus Belgrad meldet diePolit. Corresp." : Xer Kriegs-Minister hat dem Obersten Leschjanin 7000 Mann Verstärkungen geschickt; Leschjanin ist in dem Paschalik Widdrn ziemlich weit vorgerückt; ein Zusammenstoß mit den Türken wird als bevorstehend angesehen. General Ranko Alimpics organifirt bei Beljina 6000 bosnische Freiwillige, ebenso ist General Tscdernajeff bei Ak-Pslanka mit der militärischen Organisirung zahl- mcher bulgarischer Freischaaren beschäftigt. Die Drina-Armee hat 3000 Mann Verstärkung erhalten.

Wien, 13. Juli. DasTagebl." will wiffen, daß der Fürst Milan dm Serbien sich vor zwei Tagen nach Petersburg an das russische Cabiuet gewendet habe, um die Vermittelung desselben für einen Waffenstillstand in Anspruch zu nehmen. Dasgrembenblatt" bestätigt, daß die österreichisch- lingarische Regierung die Anordnung getroffen hat, den türkischen Hafen Klek $u schließen.

Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich L Mark ÜB Pf.

Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags.

Expedition: Schulstraße, Lit. B. Nr. 18.

SStESSWj

Oerld uranffutter Etrcir

Berlin, 12. Juli. Das Kammergericht bestätigte heute das Urtheil des Stadtgerichts Berlin, wonach der frühere Redacteur derGermania", Cremer, wegen wiederholter Beleidigung des Staats-Ministeriums zu zwei­monatlichem Gefängniß verurtheilt wirb.

Berlin, 11 Juli. Die deutsche Flotte verließ, wie ein hiesiges Blatt mitzutheilen weiß, am Sonntag plötzlich Salonichi, mit verschlossener Ordre, aus See zu öffnen.

Breslau, 12. Juli. Ein Telegramm derBresl. Ztg." aus Cettinje vom 10. d. bahrt, bestätigt, baß die Montenegriner unter persönlicher Füh­rung des Fürsten Nikita Gaczko mit Sturm genommen haben. Eine zweima­lige Aufforderung zur Uebergabe war erfolglos geblieben. Beiderseits waren die Verluste groß. Der Rest der Besatzung ergab sich und Fürst Nikita setzte seinen Marsch fort. Der ganze Duga-Paß ist von den Türken geräumt bis aus Niksic, welches cernirt ist.

München, 13. Juli. In der heutigen Sitzung der Abgeordneten-

KlLweiz.

Constanz, 13. Juli. Kaiser Wilhelm ist um 2 Uhr 17 Min. im b(ten Wohlsein yier angekommen, vom Großherzoge und der Großherzogin, am .Vahnhofe empfangen und an den Hafen geleitet, von wo unter Salutschüssen lit Abfahrt nach der Insel Mainau auf dem DamvfbootWilhelm" staltfand. .km zahlreiches Publikum begrüßte den Kaiser bei Ankunft und Abfahrt. Der Aufenthalt auf Mainau ist bis 18. Juli festgesetzt.

Kammer, bei Berathung des Etats des Cultus-Ministeriums, kommt der Abg. Jörg aus die Affaire Senestrey zurück. Er bezeichnet die Regierungsweise des Ministers Lutz als von Spionage und Denunciation umgeben, durch welche der Same der Charakterlosigkeit in das Land getragen werde. (Große Unruhe links.) Rußwurm unterstützt Jörg. Kranssold plaidin hauptsächlich für ein freisinniges Kirchen-Regiment auf protestantischem Gebiete. Minister Lutz recht­fertigt die Grundsätze seiner bisherigen Verwaltung, bei welchen er auch ferner t tti $ucbbinbtr§ $i: beharren werde. Zum Reformator der protestantischen Kirchengesetzgebung fühle er sich als Cultus Minister eines katholischen Staates nicht berufen ; jedoch

i dkt /f# t<t"

en f , rtn

i.ff 5

\w .

- » (

Krankreich.

Versailles, 12. Juli. Die Deputirten-Kammer hat das Gesetz, durch welches den Municipal-Räthen die Wahl der Maires mit Ausnahme derjenigen in den Hauptorten der Arrondissements und der Cantone wieder zugetheilt wird, den Anträgen der Commission gemäß, die von der Regierung acceptirt wurden, mit großer Majorität angenommen. Alle Amendements wurden ver­worfen. Das Zuchtpolizeigericht hat den Deputirten Rouvier von der An­klage der Verletzung der öffentlichen Sittlichkeit freigesprochen, da die Verhand­lungen nicht mit genügender Gewißheit dargethan haben, daß Rouvier der Ur­heber der incrimimrten Handlungen gewesen.

Kngkand.

London. In einer aus Pera 30. Juni datirten Correspondenz der Times" finden wir die Mittheilung, daß der Referent des mit der Revision der in Salonichi gefällten Urtheile beauftragten obersten Militärgerichtshofes folgende Strafen beantragt habe: Für den zu 10 Jahren Gefängniß und Degradation vernnheilten Polizeichef 15 Jahre Einschließung in eine Festung. Für den Oberst und Commandanten der Garnison, sowie für den ComMan­danten der Stations - Corvette: statt 45 Tage Arrest Degradation und 10 Jahre Einschließung ui eine Festung. Bezüglich des Vali, welcher als Civil- und Militär-Gouverneur figurine, erklärte der Gerichtshof sich für incompetent. Weiter heißt es in dem Briefe:

Die elf Elenden, welche man hingerichtet hat, waren gewöhnliche Uebel- tfcj^r-, kaum des Strickes werth, mit dem sie gehängt wurden und der türki­schen Bevölkerung verhaßt. Von den wirklichen Anstiftern des Mordes ist keiner in den Anklagezustand versetzt worden."

Der Correspoiident hebt ferner hervor, daß die Regierung nicht wage, auch nur einen Tropfen muselmännischen Blutes für das Blut der beiden er­mordeten Christen zu opfern. In Bulgarien fänden dagegen unaufhörliche Massenexecuiionen derer statt, welche im Verdacht ständen, an der Jnsurrection iheilgenommen zu haben. Zwölf dieser Unglücklichen sind am 20. Juni in Tatar Bazardjik gehängt worden, darunter zwei Priester. Alsdann heißt eS wörtlich:

Was die Schrecknisse anbelangt, deren Schauplatz diese ehemals blühende Provinz gewesen ist und noch ist, so schicke ich Ihnen hierbei einen Brief, der von einem Manne stammt, dessen vollkommene Information, Unparteilichkeit und selbst treue Anhänglichkeit an die türkische Regierung außer Zweifel st'cht. 1 Ich meine, ist von höchster Wichtigkeit, daß diese Dinge zum Gegenstand einer strengen Untersuchung gemacht und zur Kenntniß aller civilisirten Nationen 1 gebracht werden . . . Die Centralregierung hat wahrscheinlich kein Massacre der unbewaffneten Landbevölkerung befohlen, aber sic ist birect verantwortlich für diese Verbrechen, weil sie Kenntniß davon hat und nichts thut, um sie zu verhindern; weil sie die Entwaffnung der ganzen bulgarischen Bevölkerung befohlen und dann die Tscherkeffen und Bafchibozuks bewaffnet und auf die wehrlosen Dörfer losgelassen hat.

Was thaten die Wilden?

1) Mehr als hundert bulgarische Dörfer sind von Grund aus zerstört worden, obgleich em Verdacht der Theilnahme an der revolutionären Bewegung nur gegen fünf oder sechs bestand.

2) Wenigstens 25,000 unbewaffnete Personen sind kaltblütig massacrirt worden. In den türkischen Zeitungen von Konstantinopel wird diese Summe sogar auf 40,000 angegeben.

3) Mehr denn tausend Bulgarenkinder sind geraubt und in die Sclavcrei verkauft worden. Man hat sie in den Straßen von Adrianopel und Philippo- pel öffentlich feilgeboten.

4) Denen, die nicht ermordet sind, wurden schreckliche Martern aller Art auferlegt.

5) Die an den Frauen begangenen Schandrhaten übersteigen an Gräßlich­keit und Brutalität alles bisher Dagewesene. Die Greuel sind um so empören- der, als die Bulgarinnen höhere Begriffe von Tugend und Keuschheit haben, als die Frauen irgend einer anderen orientalischen Völkerschaft. Wüßten Cng- 1 lands Frauen das Geschehene, so würde ein solcher Schrei der Entrüstung ; losbrechen, daß ganz Europa sich erbeben würde, um Rache zu nehmen.

6) Wenigstens 6000 Bulgaren schmachten jetzt im Gefängniß und erdul­den Foltern, die größtentheils so furchtbar sind, daß Europa seit dem Mittel­alter nichts Aehuliches mehr erlebt hat, und doch ward die Aushebung der Tortur in der Türkei durch den Sultan Abdul Medschid feierlichst proclamirt.

7) Viele tausend Flüchtlinge sind in den großen Städten eingepfercht, wo sie alley möglichen Beschimpfungen Seitens des türkischen Pöbels ausge­setzt sind und Hungers sterben, weil die Bulgaren ihnen nicht zu Hülfe kom­men dürfen.

Ein Brief desDaily News" bestätigt diesen Bericht, beziffert die Zahl Iber lebendig verbrannten Frauen auf 40 und citirt den Bericht eineß Consuls,

bedeutende Vortheile erlangt hätten, daß ihr Sieg unbedingt feststände. Sollte dieser Fall eintreten, so würde es dann erst an der Zeit fein, sich über jene grage zu verständigen. Ein positives Resultat ist also nicht erzielt und jener wichtige Punkt nur vorläufig hinausgejchoben worden.

2Vien, 12. Juli. DiePolit. Corresp." meldet aus Widdin: Osman Pascha benutzt eine Pause in den Operationen, um sein Corps durch Heran- jiehung von Mannschaften und Kanonen zu verstärken. Die Serben befchästi- ßm sich mit der Organisirung von Streif-Corps. Ein solches Streif-Corps in tztärke von 3000 Mann ist bis zu der zwei Stunden von Widdin entfernten

ihm Nachkommen will, :i rasch wie möaliLÄ mrr nachstehende MM

rke,

'Hit

-S®Uenfel|

enb roS"' MS» : 14 ÄH*

IM

ag ten 16. JuliL 2* Uhr vom Feh.' Vorstand, kehrten Publikum n

d Wagner W

er haditzkrichlllchrn tvx

\1. " . H

sr-jjfgi stützt erscheine, so lange die serbisch - montenegrinischen Streitkräfte nicht fo

-^ciuchl in basN' -hfh#ntPTibe Srortbeile erlanat bättcn. daü ibr Siea unbedingt feftftände. Sollte