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Frijchbäcker } u Gießen.
(5 o n n t a ß, den 16. Januar 1876. D- Rühl am Rathaus,"^J. Klingel- Höfer in der Wallthorstraße, E- Noll in der Löwengasse.
Kirchliche Anzeigen
der evangelischen Gemeinde zu Gießen, f
Gottesdienst.
Sonntag, den 16. Januar. (
Morgen«: Pfarrvicar Schöner.
Nachmittags: Pfarrverwalter Schlosser.
(Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 16. bi« 22. Januar besorgt Pfarrer Dr. Seel.)
— Der Lehrling ist nach S "9 der ReichSgewerbeordnun- der väterlichen Zucht deS Lebrherrn unterworfen- Im Anschluß an dieses Gesetz hat der Strafsenat deS Ober-TribunalS in einem Erkenntniß vom 15. December 1875 ausgesprochen, daß der Lebrberr im Sinne dieses Gesetze« nicht unbedingt mit dem Geschäft-Herrn zu tden- tificiren ist. Einem für die Dauer angeftellten Disponenten (Faktor) sind gleichfalls die Befugnisse deS Lehrherrn zuzusprechen.
New-York, 25. Dec. Eine angenehme Ueberraschung, welche beweist, daß doch noch nicht alle Uneigennützigkeit in diesem realistischen Zeitalter aufgehört hat, wurde Herrn Anthony, dem Präsidenten der sich augenblicklich in finanzieller Verlegen- beit befindlichen .Tool Companys in Providence, Rhode-Island, al« er am 23. d mit dem Untersuchungs-Comite arbeitete, durch Ueberreichung eines Schreiben« seiner Arbeiter bereitet. In dem Schreiben verzichten die Arbetter, nachdem sie lhre Sym- vathie ausgesprochen, freiwillig auf die ihnen für den Monat December schuldigen Löhne. Diese Verztchtleistung ist freiwillig von fast allen Arbeitern aus den verschiedenen Werkstätten unterzeichnet und erstreckt sich auf einen Betrag von ungefähr 90 000 L. wohlverdienter Arbeitslöhne. Zweifellos werden sich die Angelegenheiten der Compagnie arrangiren lasten, ohne daß von diesem edlen Anerbieten Gebrauch gemacht «erden muß. (N.-Y. H-Z)
fKtriatfjofifdjc gemeinde gießen
Gießen, im December 1875.
(37 gDer Borstand.
Beitrittserklärungen zur hiesigen altkatholischen Gemeinde wolle man gef. auf dem Bureau der Expedition des „Gießener Anzeigers" bei Herrn A. S ch e y d a daselbst abgeben.
Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medici« und ohne Kosten durch die Gesundheits-Mehlspeise: mmiffl s, ts.
Seit 28 Jahren bat keine Krankheit dieser angenehmen VesundheitSspeste widerstanden und bewährt sich dieselbe bei Erwachsenen und Kindern ohne Medici» und ohne Kosten bet allen Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-. Drüsen-, Schleimhaut-, Achem^ Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkett, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutaufsteigen, Obrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht; auch ist sie als Nahrung für Säuglinge schon vo« der Geburt an selbst der Ammcnmtlch vorzuziehen. — ©i« Auszug aus 80,000 Certificaten über Genesungen, die aller Medicin widerstanden, worunter Certtfieate vom Professor Dr. Wurzer, Geh. Medicinalrath Dr. F. W. Beneke, ordentlicher Professor der Medicin an der Universität Marburg, Medicinalrath Dr. Angelstein, Dr. Shoreland, Dr. Campbell, Professor Dr. Ddbd, Dr. Ure, Gräfin Castlestuart, Marquise de Brehan, und vielen anderen hochgestellten Personen, wird franco auf Verlangen eingesandt.
Abgekürzter Auszug aus 80,000 Certificaten.
Certificat des Medicinalrachs Dr. Wurzer. Bonn, 10. Juli 1852. Di« Revalescifere Du Barry ersetzt in allen Fällen alle Arzneien. Sie wird mit dem größten Nutzen angewandt bet allen Durchfällen und Rühren, in Krankheiten der Urinwege, Rierenkranrhetten rc., bei Steinbeschwerden, entzündlichen oder krankhaften Reizungen der Harnröhre, Verstopfungen, bet krankhaften Zusammenziehungen in den Nieren und in der Blase, Blasen-Hämorrhoiden rc. — Mit dem ausgezeichnetsten Erfolge bedient man sich auch dieses wirklich unschätzbaren Mittels nicht bloß bei Hals- und Brustkrankheiten, sondern auch bet der Lungen- und Luftröhren- schwlndsucht. (L. S.) Rud. Wurzer, Medicinalrath und Mitglied mehrere, gelehrten Gesellschaften.
Nr. 80,416. Geh. Medicinalrath Dr. F. W. Beneke, o^-entlicher Professor der Medtetn an der Universität Marburg, sagt in der „Berliner Klinischen Wochenschrift^ 8. April 1872: „Ich werde es nie vergeßen, daß ich die Erhaltung eineS meiner Kinder der sogenannten „Revalenta Arabica“ (Revatesciäre) verdanke.^ Das Kind litt tm 4. Lebensmomrte an gänzlicher Abmagerung und fortwährenvcm Erbrechen, welche Uebel allen Medikamenten trotzten; die Bevalesciere hat feine Gesundheit in sechs Wochen vollkommen hergeüeüt. —
Rr 64,210. Marquise von Brehan von 7jährtger Leberkrankheit, Zittern an allm Gliedern, Abmagerung und Hypochondrie.
Nr. 75,877. Florian Köller, L- K. Militärverwalter, Großwardetn, von Lungen- und Luftröhrcn'Katarrh, Kopfschwindel und Brustbeklemmung.
Nr. 75,970. Herr Gabriel Teschner, Hörer der öffentlichen höheren Hande» - Leh,cmfiatt Wien, in einem verzweifelten Grade von Brustübel und Nervenzerrüttnng.
Nr. 65,715. Fräulein de MoutlouiS von Unverdaulichkett, Schlaflosigkeit und Abmagerung.
Nr. 75,928. Baron Sigmo von lOjähriger Lähmung an Händen und Füßen ,e.
Das Revalescifcre ist vier Mal so nahrhaft als Fleisch nnd erspart bei Erwachsenen und Kindern 50 Mal ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen.
Preise der Revalesciäre 1/2 Pfund Mk. 1,80 Pf., 1 Pfd. Mk. 3,50 Pf., 2 Pfd. Mk 5,70 Pf., 12 Pfd. Mk. 28,50 Pf.
Revalesciäre Chocolatöe 12 Tasten Mk. 1,80 Pf., 24 Tasten Mk. 3,50 Pf., 48 Tasten Mk. 5,70 Pf. u. s. w.
Reralesciöre Biscuiten 1 Pfd. Mk. 3,50 Pf., 2 Pfd. Mk. 5,70 Pf.
Zu beziehen durch Du Barry & Co. in Berlin, W. 28—29 Pastage (Kaiser-Gallerte) und 163—164 Friedrichsstraße, und bei vielen guten Apothekern, Droguen- Speceret- und Delicatestenhändlern im ganzen Lande.
In Gießen zu haben bei Mü ll er S ch w ager. (24
Allgemeiner Anzeiger.
Besondere Bekanntmachungen
Im Ftrmen-Register deS unterzeichneten Gerichts sind heute folgende Einträge vollzogen worden: (271
1) Earl Matthäus Cahn von Wohnbach, wohnhaft zu Gießen, betreibt dahier seit 1. Mai v. I. unter der Firma „Garl Matthäus Cahn" ein kaufmännisches Geschäft.
2) Simon Bing und Samuel Bing von Lang-Göns betreiben daselbst unter der Firma: ^Gebrüder Bing" seit 1. Januar l. I. ein kaufmännisches Geschäft. Jeder von ihnen ist berechtigt, die Firma zu vertreten und zu zeichnen. Gießen, den 13. Januar 1876. Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
Bötticher.
Edictalladung.
Nachdem die bekannten Gläubiger d:r Heinrich Sehrt X Eheleute von Ober- Bessingen am 2. l. M. ein Arrangement mit der Wittwe des Heinrich Sehrt X abgeschlossen haben, dessen Einsicht den Interessenten auf unserm Actuariate gestattet ist, werden die unbekannten Gläubiger genannter Eheleute aufgefordert, um so gewisser binnen 14 Tagen unter Anmeldung ihrer Forderungen rechtsbegründete Einwendungen gegen den Beitritt zum Arrangement vorzubringen, als sonst letzteres bestätigt und vollstreckt würde.
Lich, den 28. December 1875.
Großherzogliches Landgericht Llch-
Weyer. (143
Versteigerungen.
Holzversteiqerung. .
Mittwoch den 19. d. M-, Vormittag- 9 Uhr, sollen in dem Wiesecker Gemeindewald, Di- strict HundSkopf versteigert werden:
18 Rmtr. Nadel-Prügelhol-,
15 ,, „ Stockholz,
390 Stück „ Wellen,
17 „ FichteN'Stämme,
13 „ „ Stangen,
35 „ Kiefern-Stämme,
17 „ „ Stangen.
Wieseck, den 13. Januar 1876. Großherzogl. Bürgermeisterei Wieseck.
Lang. (272
Holz-Versteigerung im Gießener Stadtwalde.
Montag den 17. Januar 1876, von Vormittags 9 Uhr an, oll im Gießener Stadtwalde in dem Districte Unterhag nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
105 Rmtr. Birken-, Eichen- u. Nadel-Scheith., 198 „ h u n Prügelh.,
118 w tf u fr ff Stockh.,
5930 Wellen „ „ „ „ Reish.,
153 Eichen-Stämme mit 58,45 Fstmtr.
75 Nadel- „ v 26,60 „
25 Birken- w „ 9,81 ,
Die Zusammenkunft ist auf der Schif- fenberaer Chaussee an der zweiten Schneiße
Gießen, am 12. Januar 1876 (232
Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
A. Bramm._________
Montag den 17. Januar 1876, Bormittags 11 Uhr, soll in der Behausung deS Herrn Julius Strack in der Wallthorstraße eine Dampfmaschine mit Zubehör meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 13. Januar 1876.
Großherzogliches Ortsgericht Gießen. ____________Müller._________(260
Montag den 17. Januar 1876, Nachmittags 1 Uhr, soll in der Wohnung des Bäcker Ludwig Schneider in der Neustadt, ein Sopha, Comode, Bettlade, Bettwerk und Frauenkleider an den Meistbietenden versteigert werden. (261
Gießen, den 13. Januar 1876. Großherzogliches Ortsgericht Gießen.
Müller.
1. Die Umpflasterung des Pflasters in der Kalergasse, sowie Anlage eines AbzugS- kanalS daselbst, veranschlagt zu 2085 Mk.
2. Die Umpflasterung des Pflasters in der Scheunengasse, veranschlagt zu 264 Mk-
8. Die Neupflasterung der Straße vor dem Abraham Sonnenberg'schen Hause, veranschlagt zu 300 Mk.
4. Die Anlage einer neuen Treppe von Lungsteinen von der Weißadlergasse nach der Lahnbrücke
soll am Montag den 15. dss. Mts, Vormittags 11 Uhr, im Submtssionswege an den Wenigstfordernden vergeben werden
Die Kosten-Anschläge liegen auf meinem Bureau offen.
Wetzlar, den 12. Januar 1876.
Der Bürgermeister:
Vrettschneider. (263
Versteigerung
von Straßenarbeiten.
Das Brechen, die Beifuhr, daß Aufsetzen und das Zerschlagen der zur Unterhaltung der Staatsstraßen in dem Bau« bezirk Gießen für das Jahr 1876 erforderlichen Steine, soll an nachbenannten Orten und Tagen wenigstfordernd versteigert werden, und zwar:
I. Dienstag, den 18. Januar, Morgens 9Vz Uhr, zu Gießen im Bramm'schen Wirthslokal für die Straßen von Gießen bis Groß- Linden , von Gießen gegen Rodheim, von Gießen bis Steinbach, von Gießen bis Ab- theilungsnummer 16 gegen Reiskirchen und von Klein-Linden gegen Wetzlar.
II. Mittwoch, den 19. Januar, Nachmittags 12Vr Uhr, zu Lollar in dem Gasthaus zur Krone für die Straße von Gießen über Lollar.
III. Donnerstag, den 20. Januar, Nachmittags 12Vr Uhr, zu Reiskirchen in dem Guntrum'schen Wirthslokal von Abtheilungsnummer 16 der Straße von Gießen über Reiskirchen bis Lindenstruth.
IV. Freitag, den 21. Januar, Morgens 9y2 Uhr, zu Lich in dem Gasthaus zum Engel für die Straße von^Steinbach über Lich gegen Langsdorf und vom Hessenbrücker Hammer über Lich gegen Butzbach.
V. Montag, den 24. Januar, Nachmittags 12Va Uhr, zu Lang-Göns in dem Gasthaus zum grünen Baum für die Straßen von Groß- Linden bis Butzbach und von Pohl-Göns gegen Wetzlar und zwar hier die Lieferung von Kalksteinen auf die Straßen von Groß- Linden bis Pohl-GönS und von Pohl- Göns gegen Wetzlar und die Lieferung von Basaltsteinen für die -Ltraße von Pohl- GönS bis Butzbach das Anfsetzen und das Zerschlagen dieser Steine.
Die resp. Großherherzogltchen Bürgermeister werden ersucht, diese Versteigerungen im Interesse ihrer Gemeinden besonders bekannt machen zu lassen. (255
Gießen, den 13 Januar 1876. Großherzogliches Kreisbau amt Gießen.
In Vertretung:
Schäcker, Kreisbauaufseher.
Holzversteigerung.
Donnerstag den 20. Januar 1876, Vormittags 9 Uhr, sollen in der Oberförsterei Rabenau, Di- strict Höllenrain, bei günstiger Witterung: 67 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 2 „ Birken ,,
2 ,, Eichen
20 „ Kiefern „
4 „ Buchen-Prügelholz,
2 „ Eichen „
4 „ Kiefern „
38 „ Buchen-Stockholz,
18 „ Kiefern „
108 „ Buchen ReiSholz,
16 „ Eichen „
120 „ Kiefern „
12 Stück Eichen-Stämme mit 3,45 Festmeter Inhalt,
53 Stück Kiefern-Stämme mit 36,00 Festmeter Inhalt,
an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden.
Der Zusammenkunftsort ist der Distrtct Höllenrain.
Kesselbach, am 13. Januar 1876.
Die Fretherrltch von Atabenau'sche Qber- försterei Rabenau.
H 0 p p ö. (259
Jeitgevotenes.
250) Bettstellen, Kleiderschränke und 1 Comode, stehen zu verkaufen bei ________I. H e ck, Schreiner, Sandgasse.
243) Eine Decimalwaage, 10 Ctr. Tragfähigkeit, fast neu, zu verkaufen, oder gegen eine größere zu vertauschen, bet
August Schlessinger.
Haar - Kestorer
von Apother Braden der Cleve.
Eine neue unschädliche Erfindung ergrauten Haaren die ursprüngliche Farbe und Schönheit wieder zu geben. Zn Gießen allein bei Friseur G. Gerhardt. (209
265) Ein lltollwageu, 25—30 Ctr. Trag- kraft, eingerichtet zum Handziehen und für ein Pferd ist wegen Mangel an Raum zu verkaufen. Näh. durch Ferd. Schnitzler in Wetzlar.____
Täglich
frische Berliner Pfannkuchen bei F. Wilh. Hartmann, Conditor, 273) Neustadt.


