Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image

Dienstag, den 14. März

S8V6

U«. 6«

f

den Unterrichtscursns im Wiesenbau an der Ackcrbauschule zu Friedberg betreffend

Grünberg, den 10. März 1876.

Nach Beschluß des Ausschusses des landwirthschaftltchen Provinzialvereins für Oberhessen wird auch in diesem Jahre wieder ein CursuS zur Ausbildung von W iesen b au g ehülfen unter Leitung des Vcreinsculturtechnikers Herrn Wiesen­baumeister Gr'eb an hiesiger Ackerbauschule stattfinden, und soll derselbe während zwei Monaten beginnend Donnerstag den 20. April abgehalten werden

Der Unterricht umfaßt: Fortbildungin den Elementarfäckern, Agrikulturchemie, Botanik, Feldmessen, Nivelliren, Planzeichnen, Aufstellung von Kulturplänen und Kosten­überschlägen, Theorie des Wiesenbaues, der Drainage rc-, verbunden mit Demonstrationen und praktischen Hebungen bet den In Ausführung begriffenen Meliorationsanlagen.

Der Unterricht ist unentgeltlich. Aufnahmefähig sind junge Leute, welche bereits eine Ackerbauschule besucht, angehende Geometer, sowie solche, welche im Wie­senbau praktisch geübt sind und in einer Prüfung die erforderlichen Vorkenntnisse nach­weisen können.

Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

Eine entsprechende Anzahl der Theilnehmer wird voraussichtlich alsbald nach Absolvtrung des Unterrichts-Cursus als Gebülfen des Wiesenbaumeisters be-

Bau von Anschlußlinien, werde cs sehr fraglich sein, ob eS gelinge, der bedeutenden Concurrenz gegenüber, einen großen Verkehr auf die oberhessischen Bahnen zu lenken. Er glaubt, die Regierung könne die oberhess. Bahngesellschaft nöthigen, den Interessen der Provinz Oberhessen gerecht zu werden. Weder der Zeitpunkt noch der Preis sei für den Staat günstig, daher ablehnen und warten. Ministerpräsident Hofmann führt aus, daß die Frage der Herstellung von Anschlußbahnen durch die Erwerbung der Bahnen nicht berührt werde. Vorerst bestehe keine Absicht der Regierung derartiae Vorlagen zu machen, weder für Gelnhausen-Partenstein, noch für Alsfeld-Hersfeld, noch für Fulda-Meiningen. Zu einer Verbindung mit der projecttrten Lenne-Lahn- Bahn werde die Regierung gern die Hand bieten. Es werde erst die weitere Ent­wickelung des Bahnverkehrs abgewartet werden, die Regierung verpflichte sich, außer der Ankaufssumme, zu keiner Ausgabe. Es handele sich nur um die Convertirung einer Staatsschuld. Heute Nachmittag wird die Berathung fortgesetzt werden.

Darmstadt, 10. März. Der Fürst zu Isenburg und Büdingen hat bei der ersten Kammer folgenden Antrag eingebracht: Die Kammer wolle art Großh. Regierung das Ersuchen richten, die im Großherzogthum erlaubten Banknoten täglich oder mindestens einmal in jeder Woche durch dieDarmst. Zeitung" und durcb die Kreisblätter bekannt geben zu lassen, sowie auch von Zeit zu Zeit die verbotenen Banknoten in denselben Blättern bekannt zu machen. Die Motive führen aus, daß die Bestimmung des Reichsbank-Gesetzes vom 14. März 1875, wonach mit Geldstrafe bis zu 150 Mk. bestraft wird, wer Noten inländischer Banken, oder Noten oder sonstige Geldzeichen inländischer Corporalionen außerhalb desjenigen Landesgebietes, für welches dieselben zuge- lasten sind, zur Leistung von Zahlungen verwendet, dem größeren Publikum fast gar nicht bekannt sei, weniger aber noch die verpönten Banknoten, weß- wegen die Gefahr nahe liege, daß Jemand, ohne es zu ahnen, der erwähnten Bestimmung zuwiderhandle und in Strafe verfalle.

Darmstadt, 11. März, Nachm. (Abgeordnetenkammer.) Nachdem Wolfskehl für, Mellinger gegen den Majoritätsantrag gesprochen, wird Schluß der Debatte beantragt und angenommen. Der Antrag der Majorität wird in namentlicher Abstimmung mit 28 gegen 19 Stimmen angenommen. Art. 1, 2 und 3 werden mit ähnlicher Majorität angenommen. Bei Art. 4 spricht Kugler für, Hirschhorn gegen den Minoritätsantrag. Das Haus nimmt den Majori­tätsantrag an, ebenso Art. 6 und 7. Hierauf folgt Abstimmung über die An­lagen. Bei Anlage 2 bekämpfen Osann und Hirschhorn die vorgeschlagene Rückzahlung nach 10 Jahren. Minister Hofmann erklärt die Ablehnung dieses Punktes nicht einer Vertrags-Ablehnung gleich zu achten; darauf erfolgt gegen 2 Stimmen die Ablehnung. Bei weiterer Berathung wird die zukünftige Ein­lösung der Coupons in Frankfurt abgelehnt, ebenso der Umtausch der Actien gegen Obligationen bei Bankhäusern. Die Gesammtanträge werden schließlich mit 27 gegen 14 Stimmen angenommen.

Berlin, 10. März. Das Abgeordnetenhaus berieth heute über den Etat des Cultus-Ministeriums und genehmigte unverändert alle Positionen bis zu derjenigen für die Provinzial-Schulcollegien, wo die Debatte auf Montag vertagt wurde. Im Laufe der Debatte trat der Cultusminister den von Seiten des Centrums vorgcbracbten Beschwerden, insbesondere dem Anträge auf Wie­derherstellung der katholischen Abtheilung im Cultnsministerium entgegen, sowie einer Beschwerde über das Verfahren der Behörden in Posen und über die Ausweisung von Geistlichen aus der Provinz Posen. Neu eingegangen ist Der Entwurf einer Städte-Ordnung.

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.

Expeditionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18.

Betreffend: Die Territorialorganilation der Forste in der Provinz Oberhessen.

Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Sitz des unterfertigten Forstamts nunmehr von Burg-Gemünden nach Grünberg verlegt worden ist.

Großherzogliches Forstamt Grünberg.

H a b e r k o r n._________

schart-

Jpeutftfifanb.

Darmstadt, 10. März. Nach längerer Unterbrechung hielt heute die zweite Kammer eine Sitzung, deren Hauptgegenstand die Erwerbung der Oberhessischen ^Eisen­bahnen für den Staat war. Vor Eintritt in die Tagesordnung widmete der Präsident dem verstorbenen Kammermitglied Kuhl einen warmen Nachruf und ehrte die Kammer durch Aufstehtn von den Sitzen das Andenken des verlebten wackeren Abgeordneten. Der elfte und zweite Präsident wurden darauf für die Dauer des Landtags wieder gewählt. Eine große Anzahl von Regierungsvorlagen, Anträgen und Eingaben kommt zur Anzeige. E'.ne Interpellation des Abgeordneten Schröder, betreffend strengere Auf­sicht gegen Verfälschung der Nahrungsmittel, wird dahin beantwortet, daß seitens der Polizeibehörden in dieser Hinsicht alles Erforderliche geschähe. Eine Anfrage Matthy s über Errichtung eines Lehrerinnen-Seminars und eines dritten in Rheinhessen zu er­richtenden Lehrer.Seminars wird dahin beantn ortet, daß die Regierung noch weit^e Erfahrungen abwarten und bann Vorlagen machen wolle. Ueber die oberhessische Eisenbahnfrage ergriff zuerst der Ministerpräsident Hofmann das Wort. Die Regierung betrcchte es als ihre Hauptaufgabe, die drückende Last, welche die Garantie für die oberhess. Eisenbahnen dem Land auferlegen, zu mildern. Die eingeleiteten Verhand­lungen seien anfänglich wegen der Höhe der Forderung erfolglos gewesen, man habe bann ber Gesellschaft eine Art Ultimatum gestellt unb sei bann der jetzt vorliegende Vertrag zu Stande gekommen. Bei den oberhess. Bahnen sei von vornherein nicht der finanzielle, sondern der volkswirthschaftliche Standpunkt maßgebend gewesen. Die Mi­norität des Ausschusses glaube, daß der Zeitpunkt für den Ankauf nicht günfttg se: namentlich, da das Reich damit umgehe, die Eisenbahnen zu erwerben. Diese Frage sei noch sehr weitaussehend und unklar, aber wenn es auch dazu komme, so werde die Regierung jedenfalls eher im Stande sein, die Interessen des Landes zu wahren, wenn das Land selbst die Bahnen besitze. Der Vorwurf, daß die Kaufbebmgungen zu nachtheilig seien, sei unbegründet, es werde an den jährlichen Ausgaben eine bedeutende Summe gespart. Es sei nicht anzunehmen, daß später der Vertrag unter günstigeren Bedingungen abgeschlossen werden könne. Dumont spricht gegen die Erwerbung, die Sache sei nur vom finanziellen Gesichtspunkte zu betrachten; das Object habe nicht den Werth der Ankaufssumme. Von den zum Bau bestimmten 28 Millionen feien vielleicht 8 Millionen in den Sack der Gründer geflossen; die Bahnen hatten auch nicht an Werth gewonnen, sondern seien gesunken, dieselben seien nicht gehörig ausgerüstet, der Verkehr sei so unbedeutend, daß kaum die Betriebskosten herauskämen. Der gegen­wärtige Stand der Actien sei durch die Hoffnung des Verkaufs der Bahnen veranlaßt Tie durch den Vertrag beabsichtigte Ersitzung sei illusorisch, da die Bahnen durch Auf­wendung großer Summen erst brauchbar gewacht werden müßten. Em etwa ger Weiterbau der Bahnen, um für sie einen durchlaufenden Verkehr zu gewinnen, sei sehr unsicher im Erfolg und übersteige die Kräfte des Landes. Das Project, alle Eisen­bahnen an daS Reich zu bringen, liege in weiter Zukunft; er würoe die Verwirklichung desselben im Interesse der föderativen Entwicklung sehr beklagen; komme eS aber dam, dann könne der garantiepflichtige Staat seine Bedingungen stellen, sei derselbe aber Eigenthümer, dann müsse er sich bedingungslos dem Reichsgesetz unterwerfen. Min - sterialrath Fink widerlegt einige Behauptungen Dumonts, namentlich m Bezug aus die Anlagekosten der Bahn. Abg. Hirschhorn rechtfertigt bte Ansicht der Moi oritat unb widerlegt die Ausführungen Dumonts. Schulze will ben 00^5^1116^111^ ®e= sichtspunkt nicht außer Acht gelassen haben , glaubt aber, daß die klnanfiellen Bedingungen günstiger gestellt hätten werden können, namentlich da die Erneuerungen und Vervollständigungen der Bahn seitens des Staates 6^ße Opfer erfordern wurden Er erklärt sich nach Abwägung aller Gründe für Erwerbung der Bahnen, die jeden­falls in den Händen des Staates bei einer energischen Altung besser rerttiircn werbe, als seither. Die Frage des Weiterbaues der Bahnen lasse sich voni der Erwerbung derselben nicht trennen; es sei ganz ungewiß, meieren (Sifolfl ber ^cl^aäuafubnf werbe, unb liege beshalb eine schwere Erwägung vor, über die er genauere AusNu f wünsche. Schröder hält reue Anschlüsse für ein sehr gewagte« Ftnanzunter hmm^ Die Minderheit des Ausschusses hatte die Last, die dem Land aiffellegt wer^ zu hoch, eS werde ein Object gekauft, dem bie-Unterlage der Rentabilität fehle. Auch bet bem

r ;uin i U ph.'etzM WW '*lten

11 in einer V *8 tjSwü 9 jedoch"^ v°rk,en

Lunb Sabritatii £i

llhr. e

ist

um ty.

! 8 Uhr: ,

«W*";,

* " nt

ziehungsweise als Wiesenbauaufseher, je nach Befähigung gegen entsprechende Ver­gütung bet den in Ausführung begriffenen Meliorations-Unternehmungen Ver­wendung finden unb ist denselben hierbei volle Gelegenheit zu ihrer Ausbildung all selbstständige Techniker gegeben.

Anmeldungen haben spätestens bis zum 15. April laufenden Jahres unter Vorlage eines Zeugnisses über gute Aufführung, etwaige Zeugnisse über Vor­bildung 2C. bei dem unterzeichneten Kuratorium zu erfolgen, bas zu jeder weiteren Auskunft gerne bereit ist.

Friedberg, den 3. März 1876.

DaS Kuratorium ber Ackerbauschule zu Friedberg.

Trapp. vr. H e u s e r. K l i e t s ch.

Geb- Regierungsrath. Dirigent der Ackerbauschule.Kreis-Assissor.

ravetz Mädchen auf foglei März, gegen guten Lc lagt die Sxped. d. A mit guten Echulkcnniff junger Mann kann i

Delikatessen u Colom läft in Frankftrt al erten sub B. 8.956 bei j oncen-Expedition mk

* Comp. Kranlsie

tj:

ert

qinnntö - M c 30_$LJ Marsi^ irtt) Grün.

er m,r den Dieb tntii ^derart angibt, jl I'eTQnttrortung

Frech.

^7 ^nditorei des Um

, gesitteter junger Mn Wun als Lehrling«

j n lh Ri. .i . .

braves, zuverlässiges ld)t fuit j ) SJlülltr, MarburgH

n k rankt and Brcsj eilt Dr. Joehheini jelhenstrasse 1.