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aber fiel der Vorhang, und nachdem noch die Klänge der Musik besänftigend auf die erregten Gemüther gewirkt, wurde die Bühne polizeilich geschlossen."

Baltimore- Von hier wird derK Z." geschrieben: . Ich sehe es alS

meine Pflicht an, meine deutschen Landsleute vor der Auswanderung nach Amerika zu warnen Die Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten läßt uns nur mit Bangen in die nächste Zukunft blicken. Allüberall, wohin wir unS wenden, sehen wir Tausende von Arbeitern deschäfiigungS- und brodlos- Und m't jedem Tage führt uns die Ein­wanderung neue Arbeits-Kräfte zu, die natürlich, wenn nicht reichlich mit Geldmitteln versehen, der bittersten Notb entgegengehen. Warum wird in letzterer Hinsicht nicht in Europa öffentlich vor der Auswanderung nach Amerika gewarnt, over wenigstens die Verschiebung solcher Pläne auf gelegnere Zeiten unempfoblen? Nur die Gewissen losigkeit von Auswanderungsagenten kann zur Uebersiedelung nach Amerika rathen- In den Städten des Osten sind die Arbeiter schon seit Monaten beschäfiigunoslos,! und viele fristen mit ihren Familien ein kummervolles Dasein Dabei sind alle öffent­lichen Wohlthätigkeits-Anstalten mit Notdieidenden überfüllt, und die Privat Mild- thätigkeit ist in unerhörter Weise in Anspruch genommen. Die Berichte auS dem

Westen entwerfen ein eben so trauriges Bild. Die Ernte war sehr schlecht. Die Fabriken stehen meistens still, der Landmann beschränkt sich auf die Hülfeleiftung der Glieder der eigenen Familie, und wenn er wirklich Arbeiter zu nehmen gezwungen ist, kann er sie für Kost und LogiS und sehr geringen Lohn in reichster Auswahl haben. Bau Unternehmungen liegen ganz darnieder, ebensowohl in den Städten die Auffüh­rungen von Gebäuden, wie die Anlage von Eisenbahnen, und nicht anders steht es in den Bergwerken und Kohlengruben. An eine wesentlich günstige Aenderung der Zu­stände ist in den ersten sechs Monaten nicht zu denken, und nach Ablauf dieser Frist ist eS fraglich, ob dann eine Besserung eintreten wirb."

Bebufs Verminderung von Schreibereien und Jncassokosten er* suchen wir die geehrten Inserenten dringend, kleinere In- serate bei der Ausgabe gefälligst baar bezahlen zu wollen.

Expedition deS Gießener Anzeigers.

Allgemeiner Anzeiger.

Mesondere Aekanntmachung.

Bekanntmachung.

Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar, und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar:

23. Donnerstag den 13. Januar 1876,

24. Samstag 15

Die Interessenten werden daher auf­gefordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen undhierzu durch Vor­zeigung der Schuldscheine sich zu legitimiren Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind.

Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen.

Gießen, am 28. November 1875.

Der Rechner der Svar- und Leihkaffe; Kehr.

Wersteigerungen.

Mam-Weser-Bahn.

Verkauf alter Bahnfchwellen.

Samstag den 15. d. M-.

Nachmittags präcis 2 Uhr, soll in dem Main-Weser-Bahnhofe zunächst der Lahnhütte eine Parthie alter ausrangirter Bahnschwellen aus den Bahnmeistereien X und XI an die Meist­bietenden verkauft werden. (228

Gießen, den 12. Januar 1876.

Der Bahnmeister:

______Gerhard.________

Holz-Versteigerung

im Gießener Stadtwalde.

Montag den 17. Januar 1876, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in dem Districte Unterhag nachverzeichnetes Holz versteigert werden: r _ ,

105 Rmtr. Birken-, Eichen- u. Nadel-Schetth-, 198 , . ... PrüS-lh.,

118 ... Stockh.,

5930 Wellen ,, . SRet«$,

153 Eichen-Stämme mit 58,45 Fstmtr-

75 Nadel- . 26,60 .

25 Birken- , 9,81 .

Die Zusammenkunft ist auf der Licher Chaussee an der zweiten Schneiße.

Gießen, am 12. Januar 1876 (232

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

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