Ausgabe 
12.9.1876
 
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Dienstag, den 12. September

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rciv vtrrtrljaMch 2 Mark 20 Pf. mit Drmgerlohn. Durch die Posi biogen vierteljährlich D Mar^ K- Pf.

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag.K.

Expedition r Schulstraße, Lit. 8. Nr. 18.

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Diese Konsumtions-SteuerlDer Kaiser sah sehr wvhl aus und unb grüßte und dankte freundlich nach 1 ZTt C f -t.'L V___ * Vl\ HvS« Aldhfllh V1 fS H

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Begrüßung des Kaisers eingefunden.

Der drohende Regen hatte sich verzogen, und so erfolgte die Ankunft Sr. Majestät bei günstigem Wetter und unter dem Jubel der versammelten Menge.

allen Seiten. Auch Se. Großh. Hoheit der Prinz Ludwig wurde alsbald von Sr. Majestät bemerkt, der ibn aus's Herzlichste umarmte und küßte. Bald darauf langte auch der Zug mit Ihrer Majestät der Kaiserin an, und nach­dem die Allerhöchste» und Höchsten Herrschaften sich begrüßt hatten, ging die Fahrt durch d e reich beflaggte und glänzend illuminirte Stadt nach dem Schlosse, wo der Thee genommen wurde und die Herrschaften von den Fenstern aus dem großen Zapfenstreich beiwobnte». ....

Merseburg, 9. Septbr. Der Kaiser, welcher aus Anlaß der Corps- Manöver hier verweilt, empfing gestern den von Warschau zurückgekchrten General-Fcldmarschall v. Manteuffel, welcher hierauf wieder abreiste.

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München, 4. Septbr. Ueber die dem Kronprinzen des deutschen Rei­ches in Regensburg am 3. Sept, dargebrachte Serenade wird gemeldet: Um 8 Uhr wurde Sr. 5t. K. Hoheit vom hiesigenLiederkranz" eine Serenade ge­bracht, wie eine solche die Stadt seit deL letzten Anwesenheit des Königs Max II. von Bayern nicht wieder erlebt hatie. Auf einem mit Tausenden von Lampen beleuchteten Dampfschiffe fuhr die Sängerschaar bis vor die königliche Billa; die Feuerwehr erhöhte die Ovation durch einen großartigen Fackelzug und viele Freunde der Kahnfahrt schloffen sich an, durch recht hübsch beleuchtete kleine Schiffe die Feier des Abends zu vervollständigen. Unter den Klängen der MusikgesellschafrDanubia" ankerte das Schiff vor der königlichen Billa in der Mitte des Donaustromes. ,

Merseburg, 7. Septbr. Se. Großh. Hoheit der Prinz Ludwig von Heffen ist heute Abend 5 Uhr in Begleitung seines persönlichen Adjutanten, des Großh. Oberst v. Western» llcr, hier angekommen, am Bahnhofe empfan­gen von den mit der Einquartierung der fremden Herrschaften beauftragten Major Freiherrn v. Rotberg vom thüringischen Husaren-Regiment Nr. 12 und dem Adjutanten beim Grenadier-Regiment des 4. Armeekorps, Hauptmann Metzler, vom 4. thüringischen Infanterie-Regiment Nr. 72. Ein königlicher Wagen brachte den Prinzen in sein in der Gotthardstraße gelegenes Quartier. Schon um 83/4 Uhr begaben Sich Se. Großh. Hoheit wieder nach dem Bahn­hofe. Dort hatten sich die hier anwesenden höchsten 'Herrschaften, die Genera­lität, die Spitzen der Behörden und eine große Anzahl Herren und Damen zur

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Wien, 8. Septbr. Der Kaiser bat von Feldsberg aus ein Handschrei­ben an den Feldmarschall Erzherzog Albrecht gerichtet, worin er sich durch die Manöver in bohem Grade befriedigt erklärt, den Commandanten und Truppen des stehenden Heeres und der Laudwwhr wegen ibres Eifers, ihrer Ausdauer und ihrer kriegsmäßigen Schulung seine volle Anerkennung ausspricht und dem Erzherzog Albrecht für seine mühevolle und lehrreiche Leitung der Uebungen ganz besonders dankt. , , r

Wien, 8. Septbr. Wie von gut unterrichteter Seite verlautet, soll im türkischen Ministerium die Partei, welche Serbien und Montenegro die här­testen Bedingungen auferlegen will, die Oberhand gewonnen haben.

Wien, 9. Septbr. DerPolit. Corresp." wird aus Athen vom 8. Sept, gemeldet: Tie Kaiserin ist im strengsten Jncognito von Corfu hier

Darmstadt, 8. Septbr. Der Bericht der Mehrbeit des Finanz Aus- sihiissos der zweiten Kammer erklärt sich im Princip, und zwar so lange, als üe dermalige Steuer-System noch besteht, dafür, daß die Gewerbe-L>tei>er, chl sie den kleineren und mittleren Gewerbtreibenden unverhältnißmaßig belastet mfc doppelt besteuert, wesentlich ermäßigt werde.

Darmstadt, 8. Septbr. Der vierte Ausschuß der zweiten Kammer ist ,«s Donnerstag den 14. d. Mts. einberufen. Gegenstände seiner ^Berathung mdtii zunächst sein: Der Antrag des Abg. Dumont, die Entschädigung bei Einquartierung von Truppen in Friedenszeiten betr., und der Antrag des Abg. ssmlierrn v. Nordeck zur Rabenau, die Durchführung des Titels VII der Michsverfassung in Bezug auf das Eisenbahnwesen betr.- Namens des Manz-Ausschusses der ersten Kammer hat Herr Wernher (Nierstein) Bericht Mattet über die Borlage Großh. Ministeriums der Finanzen, den Gesetz- hitwurf, die Besteuerung des Weines betr. Der Ausschuß beantragt Beitritt |u sömmtlichen Beschlüssen der zweiten Kammer. In der Einleitung des Be- Mes wird bemerkt:

Die Besteuerung des Weins ist in Deutschland zu einem mit einer ge- mssm'Leidenschaftlichkeit geführten Streitgegeiistand geworden, der Charakter bges Streites gründet sich auf den Eifer der Interessenten^ zur Beseitigung Hiser Steuer, der sich darauf stützt, daß die beiden großen Staaten des deut

Reiches zwar einen Reichszoll auf den Import von Wrnn aus dem Reichs- Wland ertragen, dagegen bis jetzt keine Konsumtions-Steuer aus den im zikichs-Jnland erzeugten Wein eingeführt haben. Q r »irt in den übrigen deutschen Staaten auf den verschiedensten Grundlagen und in den verschiedensten Formen erhoben, dieser Mangel an Gleichartigkeit der Lestenerung und Vergleichungen, welche öfters mit der Realität der Resultate nitbt -usainmentreffen, ist eine der Ursachen dieser Disputationen.

Der Berichterstatter kann nicht verschweigen, daß diese Zustände seinen Wünschen nicht entsprechen; er betrachtet daher, mit dem Referenten der zwe>- len Kammer, die vorgeschlagene Besteuerung des Weins im Grohherzogthum nur als eine provisorische Gesetzgebung, die hoffentlich, meiner nicht zu ent- ftmten Zukunft, durch gemeinschaftliche Bestimmungen des Reichs, den Charak- kr eines Äusnahms - Verhältnisses verlieren wird. Ueber diese zl-kunftigen Wqlichkeiten in diesem Bericht sich näher auszusprechen, paßt nicht. Der pro­visorische Charakter der Großh. Gesetzesvorlage^ entschuldigt aber auch eine hrze Behandlung der einzelnen Punkte derselben."

Weiter hak Namens des zweiten Ausschuffes der ersten Kammer Herr s. Willich Bericht erstattet über die Vorlage Großh. Ministeriums des Innern, kn Gesetz-Entwurf, die Sterbquartale der Volksschullehrer betr. Wenn der «esschuß auch in der vorliegenden Frage eine willkommene Gleichheit der Ber- filtuisse der Civilbeamten mit denen der Volksschullehrer nicht anzuerkennen itrtnag, so glaubt er doch, aus Gründen der Billigkeit und Zweckmäßigkeit, kn Beitritt zu den Beschlüffen der zweiten Kammer beantragen zu len-

Berlin, 8. Septbr. Den sämmtlichen Post- und Telegraphen Beamten, , läche ihrem Chef, Sr. Excellenz dem General-Postmeister Dr. Stephan, aus : lilaß seiner Ernennung zum Wirklichen Geheimen Rath gratulrrt hatten, ist, ie man derPost" mittheilt, folgendes Antwortschreiben ^gangen

Ew. . . . sage ick für den aus Anlaß meiner Ernennung zum Wirklichen Keimen Rath mir in so freundlicher Weise dargebrachten Glückwunsch meinen sazlichen Dank. In der allerhöchsten Auszeichnung erblicke ich vor Allemt eme hldreichen Beweis der Zufriedenheit Sr. Majestät unseres allergnadigsten Ka, I'is und Königs mit den Erfolgen der Reichspost- und Telegraphen-Verma ti g Uche unser Aller gemeinsames Werk sind und an denen jeder brave Beamte hen wohlverdienten Antheil hat. Möge der Geist treuen - cg

rd rüstigen Vorwärtsstrebens, der uns bet Erfüllung der Au gaben unser s ^»nen Berufs bisher beseelt hat, auch ferner uns geleiten, der TerwaUui g |«r Ehre, dem Vaterlande zum Nutzen, jeden, Einzelnen zur <ngener' Be r.edn Jing! Ich verbleibe mit aufrichtigste» Wünschen für

Berlin, 8. Septbr. Der General-Feldmarfchall Freiherr ». Manteffe P heute früh aus Warschau hier wieder eingetroffen. Auch derJailerl. Ww v. Arapow, ist ausWarschau

C" ^^^Wien, 8. Septbr. Noch immer liegen keine glaubwürdigen zusammeii- hängenden Berichte über die letzten Schlachtlage bei Alexinatz vor.^ So viel ist jedoch festznstellen, daß Alexinatz selbst nicht in die Hande der Türken gefallen ist, sondern von Horvatovics mit 10 Bataillonen besetzt gehalten wird und aller Wahrscheinlichkeit nach nur durch ein wirksames Bombardement zur Ueber- gabe genöihigt werden kann. Einige Redouten sind allerdings von den Türken genommen worden, in einer derselbe» wurden mit Dynamit gelaßene ^»01 entdeckt, die zu entzünden die Serben nicht Zeit gehabt haben. Es besta igt sich, daß die serbischen Stellungen vom Feinde umgangen wurden. Der russische Oberst Rajewski suchte an der Spitze von 20,000 Mann d,e Umgehung bei Prsckilowitz ur vereiteln. Er fiel jedoch im Kampfe, und sein Tod war das Signal der Flucht für die serbischen Truppen. Die Türken ruckten nun gegen Kruschewatz vor und Tschernajeff sah sich nach dre,zel)nstund,gem Kampfe zum Rückzug auf Del-grad genöthigt. Allem Anscheine nach ist bie Niederlage her Serben nicht sowohl der türkischen Uebermacht, als vielmehr wiederum den mangelhaften Dispositionen des serbischen Generalissimus zuzuschreiben, der seine Truppen zwar persönlich ins Gefecht führte und sich dem türkischen Kugelregen ausseüte, jedoch versäumt bat, den verschiedenen Möglichkeiten eines etwaigen türkiscben Angriffs bei seinen Combinationen Rechnung zu tragen, sonder» ft* begnügte, die Hauptstraßen, welche dem Feinde bei seiner Offensive zu Gebote standen, ins Auge zu fassen. Nur so läßt sich die Umgehung der serbischen Stellungen erklären.

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^Ttn Dank dafür ausgesprochen.

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