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r k 10; Seitdem die Türken in Serbien einaedrunaen

sind, fluchten sehr Viele serbische Familien auf rumänischen Boden. 9

Dieser Agent habe besondere Jnstructio- mithin jetzt in directer Verbindung mit

gierung habe einen Consular-Agenten directen Einfluß ausüben zu können, nen erhalten. Die Regierung stehe dem Schauplatz der Grausamkeiten.

London, 9. August. Eine

demReuter'schen Bureau" aus Semlin

Nußlaud.

Petersburg, 10. August. Aus Zimony vom 9. August wird dem

-agkand.

London, 9. August. In den Bezirken von Sheffield, Rothenham und Barnsley werden neue Kohlenwerke eröffnet und alte so sehr ausgedehnt, daß sich in kurzer Zeit die Kohlenproduction um volle 3y4 Millionen Tonnen im Jahre vermehrt haben wird. Die Wirkung davon muß ein weiteres Sinken der Kohlenpreise und der Tagelöhne sein. Jetzt übersteigt die Production be­trächtlich die Nachfrage und einige Tausend Kohlenarbeiter arbeiten nur auf kurze Zeit.

London, 9. August. Die Gerüchte von einer baldigen Vermittlung find verfrüht; die englische Regierung hat noch keine darauf bezüglichen Vor­schläge von irgend welcher andern Regierung empfangen.

London, 9. August. Im Unterhause erwiderte der Unterstaats'Secretär Bourke auf eine Frage Ritchie's: Vorstellungen wegen der Grausamkeiten in Bulgarien seien der Pforte wiederholt gemacht worden; die Pforte sei auch davon in Kenntniß gesetzt worden, daß die Kunde von diesen Greuelthaten in England den größten Unwillen und allgemeinen Abscheu erregt habe. (Beifall.) Die Regierung habe Grund anzunehmen, daß die Greuelthaten seit einiger Zeit

vom 9. August zugegangene Depesche meldet, daß 3000 in Bosnien eingedrum gene Freiwillige bei Truba (Tusla?} angelangt seien. Die Herzegowina sei fast ganz von den Türken geräumt. Die türkischen Streitkräfte seien gegen Serbien concentrirt. Ristic bereite eine Note an die Vertreter der europäi­schen Mächte in Belgrad vor, worin die türkischen Grausamkeiten in Serbien dargelegt werden und erklärt wird, daß der von den Türken besetzte Theil Ser­biens vollkommen ruinirt sei.

Loudon, 10. August. Nach einem Telegramm desStandard" aus Trebinje hätte Mukhtar Pascha am Dienstag bei Bilek seine Vereinigung mit einer Truppen-Abtheilung von 3000 Mann unter Mustafa Pascha bewerkstelligt. Die Montenegriner hätten die Umgebungen von Bilek geräumt; ein Theil der montenegrischen Streitkräfte sei nach der Südgrenze Montenegros abgesendet. Noel ist zum Minister der öffentlichen Arbeiten ernannt.

Vermischte-.

' S f" $rLSnJfUTt ta 7' Aug. Der .Franks. Beobachter« hatte die Verhandlungen ; der kurzUch hier versamme ten Bierbrauer mitan die Adresse des Brauertags gerich, teten Blerglossen" begleitet mit denen er, wie er selbst und feine Leser nicht anders erwartet hatten in ein Wesoenneft gestochen hat." Der Präsident des Brauertages

hervorragender hiesiger Repräsentant der rationellen Bierbrauerei sprach sein tiefstes Bedauern aus über diesenMißbrauch der Gaftfreundschaft" und schloß mit > :fnr W^len:gehen wir ein ach zur Tagesordnung über." Allseitiger Beifall folgte ' diesen Worten, ebenso wie die Resolution einstimmig angenommen worden war, in ' sicher, um mit dem Beobachter zu reden, die verehrliche Brauerzunft alleanonymen Verdächtigungen der Presse ein für allemal abgethan und die Unschuld und strenge >Soliditat der modernen Bierproductionen über allen Zweifel erhaben hingestsllt zu haben glaubt. Mit dem Wunsch, es möchte den besagten Glossen lRr. 178 179 und 181 desFranks. Beobachter") durch die Presse eine weitere Verbreitung gegeben wer­den. well sie eine das Volk an zwei empfindlichen Punkten, dem Magen und Geld- ; beutel, berührende Angelegenheit betreffen, fügen wir nur noch wenige Worte aus der schlagenden Replik des Beobachters hinzu:Bei unfern Betrachtungen hat uns nicht sowohl die großmachtlge Gestalt des modernen Brauherrn im Festornat vorgeschwebt, als vielmehr die des armen und unbemittelten kleinen Handwerkers, der nach des Tages Last und Mühe in einem stärkenden und schmackhaften Trünke die wohlverdiente Erquickung sucht und statt der erhofften Labung nur zu oft Mißstimmung, Unbehagen, wenn nicht Schaden an seiner Gesundheit davon trägt Es ist eine Entrüstung ihr Herren Biererzeuger, welche mächtiger ist als diejenige des verletzten Ehrgefühls, und es gibt einen rücksichtslosen Mißbrauch, welcher den öffentlichen Unwillen stärker her­aufbeschwört als der von dem Herrn Ausschußprasidenten so tief bedauerterücksichts­lose Mißbrauch der Gastfreundschaft1* Und unter diesem Hinweise, und im Bewußt­sein, unsere Schuldigkeit gethan zu haben, rechnen wir uns das Tadelsvotum des dritten deutschen Brauertages nur zur Ehre an."

So derBeobachter " Es bedarf wohl kaum der Versicherung, daß derselbe in dieser Angelegenheit die öffentliche Meinung entschieden für sich hat. Leier ganz ent­gegengesetzter politischer Meinung stimmen darin überein, daß sich derBeobachter" furch seinen Freimuth wohl verdient gemacht habe.

Darmstadt, 9. Aug. Die Industrie-Ausstellung wird Samstag den 12. d. M.» Morgens 10 Uhr, durch den Minister Kempf, in Gegenwart S. K. H. des Großherzogs und der übrigen hohen Herrschaften, sowie der sämmtlichen Spitzen der Civil- und Militärbehörden rc. feierlichst eröffnet werden. Die entsprechende Antwort hierauf wird durch Generalsecretär Busch erfolgen. Nach der Eröffnungsfeierlichkeit: Besich­tigung der Ausstellung durch die eingeladenen Gäste. Die Einladungskarten sollen für den ganzen Tag Gültigkeit haben. Wetter: Allgemeines Frühstück im Garten des Saalbaues. Von 1 Uhr ab ist die Ausstellung dem Publikum zugängig, später 2 Uhr Banket im Darmstädter Hof, bei welchem sich die eingeladenen Gäste und Aussteller vereinigen werden. Abends folgt Concert int Garten des Saalbaues. Das Comitä hat umsichtiger Weise für die auswärtigen Besucher einen Mittagstisch eingerichtet, der für M. 1.40, Suppe, Rinofleisch mit Beilage, Braten und Gemüse, Alles sorgfälti- zubereitet und ausreichend, gibt und jeden Tag während der Dauer der Ausstellung von 122 Uhr verabreicht wird. Heute Abend wird die Turnerfeuerwehr zum ersten Male die Wache in der Ausstellung beziehen. - Hoffentlich wird die unschöne Ver­zierung der Cigarrenstände am Eingang zur Maschinenhalle noch vor Eröffnung der Ausstellung entfernt.

Hennef a. d. Sieg, 5. Aug. Die hiesige Bürgermeisterei-Versammlung be­willigte gestern zur Veranstaltung einer angemessenen Schulfeier am diesjährigen Sedantage einen Credit von 150 M. (Und Gießen will wegen einer einzelnen Per­sönlichkeit feine Sedanfeier, das Jugendfest ausfallen lassen?!)

Halle a. d. S-, 7. Aug. Bei einer gestern Abend hier ausgebrochenen Feuers­brunst wurde der Naturforscher Dr. Ule, welcher die Feuerwehr commandirte, durch Steine schwer verletzt und ist in Folge dessen heute früh gestorben.

Freiburg. Die Strafkammer zu Freiburg hat einen Wein-Händler aus dem Markgräfler-Lande zu drei Monaten Gefängniß und 300 Mark Geldstrafe verurthetlt, weil er statt Trauben-Wein künstlichen Wein lieferte. Der Gerichtshof erkannte hierin einen Betrug. Für die Zukunft wird der Wein-Händler nur dann straflos sein, wenn er seinen Kunden den gelieferten Wein ausdrücklich als Kunst-Wein bezeichnet.

Sold in. In der jüngsten General-Versammlung des Soldiner Kreis-Lehrer- Vereins wurde Folgendes mitgetheilt: In dem Dorfe Siede bei Berlinchen verwaltet seit Ostern ein 14jährtger Knabe, Namens Wagner, die Schulstelle gegen freie Station und 5 Thaler monatlichen Gehalt. Der Knabe hat seit Ostern die Stadtschule zu Berlinchen verlassen. Er war in seinem Berufe angeleitet durch den Lehrer des Nach­bar-Dorfes, einen 17jährigen Präparanden. Patron dieser Schulstelle ist General ö. Wittig zu Siede.

(Lächerliche Patente.) Beim Patent-Amte in Washington sind schon oft Pa­tente nachgesucht und auch bewilligt worden, die ganz unpraktisch waren und nicht den geringsten Werth hatten. Daß aber ein Mann ein Patent aus eine Erfindung haben will, vermittelst man Geister sehen und greifen kann, ist gewiß noch nicht dagewesen. Dieser geniale Erfinder behauptet, die Geister würden Denen, die sie lieben, blos des­halb nicht sichtbar, weil die Strömungen und die Störungen in der Luft sie daran hindern. Um diesem Hebel abzuhelfen, will er eine Säugpumpe in einem Zimmer an­bringen, welche alle Luft einsaugt und dadurch einen vollständig luftleeren Raum er­zeugt. Die Geister empfinden bann keine Hindernisse mehr und werden sichtbar. Ein anderer Tausendkünstler verlangt ein Patent für die Erzeugung von Dampf wobei er eine ganz neue Methode anzuwenden beabsichtigt. Er will nämlich ein Loch hinunter bis in die Mitte der Erde bohren, wo eine Glühhitze existirt und die härtesten Metalle sich in geschmolzenem Zustande befinden. Die Vortheile dieser Erfindung sollen darin bestehen, daß man feine Explosionen zu befürchten hat und die Kosten für Brenn­material und Maschinisten spart. Unser Herrgott hat sonderbare Kostgänger.

Utah (Brigham Aoung's Familienleben.) Br. Poung der Mormonenprophet, ist der Vater von 63 Kindern, von welchen 45 am Leben sind. Mehr als die Hälfte

aufgehört haben und daß die Schuldigen strengstens bestraft werden. Die Re- ~ in Philippopel ernannt, um daselbst einen

entsetzlichen Ereignisse deS 15. Juni, die auf das Gemüth Murads einen niederschmetternden Einfluß geübt haben, gegeben worden.

Man kann daraus entnehmen, daß die Gerüchte, welche von einer neuer­lich eingetretenen Besserung seines Befindens wissen wollten, der Begründung entbehren; eine solche Besserung kann im Gegentheile kaum erwartet werden und thatsächlich regiert heute in der Türkei Niemand als das Ministerium allein.

München, 10. August. Der König hat, wie dieAllg. Ztg." ver­nimmt, sämmtlichen Ministern nach Beendigung der Landtags-Session für ihre Vertretung des Standpunktes der Regierung und für ihre nicht ermüdende, hingebende Ausdauer, womit sie ihres Amtes gewaltet, feine lebhafte Anerken­nung ausgesprochen, und am Schluffe seines sehr gnädigen Handschreibens die Minister wiederholt des vollsten königlichen Vertrauens versichert.

Bayreuth, 10. August. Für den Empfang des Kaisers werden hier große Vorbereitungen getroffen; Sonnabend wird ein Fackelzug angeboten und Sonntag eine glänzende Beleuchtung veranstaltet werden. König Ludwig hat dem Bürgermeister seine Befriedigung über den glänzenden Empfang, der ihm hier zu Theil geworden sei, ausdrücken lasten.Die in Bayreuth verlebten Tage gehörten zu seinen schönsten Erinnerungen"; gleichzeitig hat der König den Stadtarmen 2000 Mk. geschenkt.

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Wien, 9. August. DiePolit. Corresp." meldet aus Belgrad vom heutigen Tage: General Tschernajeff vereinigte sich gestern mit Oberst Hor- vatovic. Beide Armee-Corps nahmen Aufstellung, welche die Defil6es von Banja und die außerhalb derselben liegenden Anhöhen vollständig beherrscht. Serbien hat bis jetzt officiell keinerlei Waffenstillstand oder sonstige Mediation nachgesucht. Man hofft noch, es würde aber Friedens-Verhandlungen mit dem voraussichtlichen Ausgangspunkte der Wiederherstellung des Status quo ante gerne anknüpfen, jedoch ohne einen Wechsel in der Person des Herrschers Aus der Herzegowina meldet diePolit. Corresp." : In Trebinje üble Aus­sichten. Mukhtar Pascha mußte seine Truppen aus halbe Ration setzen. Die türkische Bevölkerung der Stadt ist in hohem Grade entmutigt. Die Hoff­nung auf Ersatz ist gering.

Wien, 10. August. Trebinje ist reicht mehr cernirt. Ein Theil der Montenegriner ist nach Albanien abmarschirt. Mukhtar Pascha hat vorläufig sechs Bataillone aus Mitrowitz zur Verstärkung erhalten und konnte gestern die Grenz-Forts mit Proviant und Waffer versehen. Serbien ist noch abgeneigt, auf eine Waffenruhe einzugehen.

ArauLreich.

Paris, 8. August. Der officiöseMoniteur" warnt heute das Publi­kum vor den Gerüchten, die seit achtundvierzig Stunden betreffs einer diplo­matischen Intervention der Großmächte, wodurch dem serbisch-türkischen Kampfe ein Ziel gesetzt werden sollte, in Umlauf sind, fügt aber hinzu:Diese Ge­rüchte beweisen allerdings das Bedauern, welches die Verlängerung des Krieges in ganz Europa verursacht, und die Regierungen scheinen darin eine neue Kraft zu finden, um so bald als möglich ihre friedliche Einwirkung zu beginnen. Die Wahrheit nöthigt uns aber zu der Bemerkung, daß bis jetzt keine derselben irgend ein Lebenszeichen gegeben hat. Jndeß kann die Scene von einem Tag zum andern ein anderes Aussehen gewinnen, und es liegen in der That Gründe vor, daß der Augenblick nicht entfernt ist, wo die Politik der Nicht-Interven­tion einer Politik Platz machen wird, welche mit den Wünschen und Bedürf- niffen Europas mehr in Einklang steht."

Paris, 10. August. DerAgence Havas" wird aus Bern vom heu­tigen Tage telegraphirt: Gestern Abend schoß eine Russin zwei Mal aus einem Revolver auf den russischen Gesandten, Fürsten Gortschakoff, ohne ihn zu treffen. Die Frau ist verhaftet.

MrLei.

,, K?"stantiaopel, 10- August. Officiell wird mitgetheilt: Sienitz, 7. Äugust Nach einem hartnäckigen Artillerie-Kampfe nahmen die türkischen Truppen die serbischen Schanzen auf der Höhe bei Jvor.

Serbien.

-l 9 AM'st- Officiell wird gemeldet: Tschernajeff wurde

durch fürstliches Dekret zum Ober- Commandanten der vereinigten Timok- und Morawa-Armee ernamtt. Es wurde eine neue Operations-Linie angenommen unb in Folge dessen Sattschar ohne Kampf verlassen. Die Linie Saitschar- Knsasevatz wurde nicht als strategische Linie betrachtet, indem dieselbe eine 3et» ^fibeCrllra bCr Ä A"b feine l^cht zu vertheidigenden Positionen besitzt. General Ticholak Antitsch hat Derwisch Pascha bei Sienitza angegriffen nach dreitägigem Kampfe einen Theil der türkischen Armee zerstreut viele ®e! fangen- gemacht und viele Waffen und Munition erbeutet.

Golos" gemeldet: DeSpotovic, welcher das Ober-Eommando der Insurgenten übernommen hat, berichtet von Grahovopolje bei Grah°!° ben Schanzen sind von den bosnischen Jnsnrqenten erstürmt und 50 in,®, S5S*> *"* «»-«- Ä*

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