Ausgabe 
12.5.1876
 
Einzelbild herunterladen

Aufständischen den Kürzern gezogen hatte, verflieg er sich in seinem Aeraer zu der Behauptung, el hätten ihm 7000 Montenegriner in Wehr und Waffen gegenübergestanden, was sich hinterdrein als unwahr au-wies. Jetzt, wo er zum zweiten Mal ausgerückt und so glücklich gewesen ist, die Aufständischen zu schlagen, haben diese in alle Welt hinausgerufen, die Türken hätten sie bei Presjika mit Exploflonskuzeln geschossen. Aber auch dieses Geschrei ist ganz unbegründet. Besiegte reden in ihrer Wuth mehr, als sie verantworten können.

Da die Furcht herrscht, die von Kleinasien nach der Herzegowina commandirten türkischen Truppen könnten die Pefth einschleppen, so versichert diePolit. Corresp.", daß aus den von der Pest befallenen asiatischen Pro­vinzen deS ottomanischen Reiches Truppenzüge nach der europäischen Türker überhaupt nicht stattfinden, sowie daß Truppenausschlffungen ohne Bescheinigung des Gesundheitszustandes auf den Schiffen, welche den Transport vermitteln, nlckt erfolgen können.

Konstantinopel. Ueber die Unruhen in Salonichi bringt dieLibertö nachfolgende Einzelheiten:Der amerikanische Consul nahm das junge Mädchen in dem Augenblicke, wo es zur Moschee ging, in seinen Wagen, um dessen Uebertritt zum Islam zu verhindern; die Bevölkerung fiel über den Wagen her und entriß ihm mit Gewalt das Mädchen; der amerikanische Consul ent kam der Gefahr. In diesem Augenblick erschienen auf der Straße der deutsche und der französische Consul, welche sich nach der Moschee begeben wollten. Die wüthenden Türken schlugen dieselben mit Eisenstangen todt. Die Pforte bat unverzüglich jede Genugthuung versprochen, aber mehrere Rädelsführer Laben sich bereit- in Sicherheit gebracht. Deutschland und Frankreich gehen in dieser Angelegenheit Hand in Hand, haben bereits Noten ausgeweckselt und verlangen dieselben Genugthuungen, wie bei dem Vorfälle in Dschedda im Jahre 1858, wo der französische und englische Consul umgebracht wurden." Aus Wien, 8. Mai, wird bestätigt, daß wegen der Vorgänge in Salonichi sofort ein Meinungsaustausch stattgefunden und allseitig die Nothwendigkeit einer ausreichenden Satisfaction anerkannt worden ist.

Ragusa, 10. Mai. Die Weitergewährung der Unterstützungen an die bosnischen Flüchtlinge ist von Wien aus auf telegraphischem Wege angeordnet. Der Senats-Präsident von Montenegro ist am 9. Mai von Cattaro nach Wien abgereist In Antivari (Albanien) sind zwei türkische Fregatten, mit Ge­schützen und Munition beladen, vor Anker gegangen; ferner ist die Landung von 15 Labor Nizamtruppen in Scutari angekündigt; zwei Kanonenboote sind für den See von Scutari bestimmt.

Amerika.

New-Nork, 10. Mai. Nach Berichten aus Mexico hat sich Per- firio Diaz vor den Regierungstruppen auf Matamoras zurückgezogen.

Philadelphia, 9. Mai. Zur Eröffnung der Weltausstellung sind be­reits der Präsident Grant und die Mitglieder des Cabinets, Vertreter des Congreffes und andere hervorragende Personen, sowie zahlreiche Fremde hier «lngetroffen. Die Straßen sind festlich geschmückt. Zur Eröffnungs-Feier sind 4000 Einladungen ergangen. Nach dem amtlichen Verzeichnisse der auswärti- gen Commiffare sind im Ganzen 40 Länder vertreten.

Lpkai-SLotiz.

Gieße», 11. Mai. Dienstag den 30. Mai wird das 5. Concert des hiesigen ConcertoereinS ftattfinden, und zwar ein Kircheuconcert. Wie bekannt, ist hierfür das Oratorium: »Messias", jenes unsterbliche Meisterwerk Händels gewählt, dessen Chöre bereit- vorigen Winter von dem academischen Gesangyerein eifrig studirt worden sind.

Zu unserer Freude betheiltgen sich, seitdem die Proben im Sommersemester wieder begonnen haben, manche ältere, schon seit längerer Zeit nicht mehr act-ve Mit­glieder des Gesangvereins und e8 wäre sehr zu wünschen, daß bie^e Betheilitzung eine noch regere würde; damit sich die diesmal ge Aufführung des Messias den in früheren Jahren flattgefundenen ebenbürtig zur Seite stellen kann.

Was die Solisten betrifft, ist c$ gelungen, hervorragende Kräfte zu gewinnen. Fräulein Marse Sartorius aus Köln wird die Sop cmparthie übernehmen, gewiß nach bem Beifall, den diese Künstlerin vorigen Winter ;Her gefunden hat, allen Musik­freunden eine willkommene Wahl. Neben ihr wird Herr Bletzacher, kön «sicher Hof: opernsänger au- Hannover, der Träger der Baßoa^thie sein, und wir glauben, nicht zu viel zu sagen, daß mir seit Jahren einen besseren Bassisten hier nicht gehört naben. Hwr Ruff aus Mainz, der auch hier allgemein beliebte und geschätzte Tenorist) hat seine Mitwirkung gleichfalls zugesagt.

Möge diese kurze Mittheilung einstweilen dazu dienen, da- Musik liebende Publikum hiesiger Stadt und Umgegend auf diese viel versprechende Aufführung des , Messias" bei Zeiten aufmerksam zu macken.

Gießen, 11. Mai. Auf dem gestern und vorgestern stattgehabten Viehmarkt waren aufgetrieben 1284 Stück Rindvieh und 663 Schweine _______

Vermischtes.

Frankfurt, 8. Mat. Ein Packmeister fand sich bei Ankunft eines 3uaed der Neckar-Bahn im Packelwagen erhängt vor. Gestern fand in er Nähe der Unter: sckrveindstiege ein Waldbrand statt. Das vom Feuer zerstörte Terrain ist etwa fo groß rote der Roßmarkt Man vermuthet, daß das Feuer durck drei mit sogen Berlinern versehenen Burschen, welche, Cigarren rauchend, im Walde gesehen wurden, veranlaßt. Der gestrige 20 Pfennigtag deS Zoologischen Gartens war von nahezu 6<)00 Per fernen besucht. v- (Fr. A)

Berlin, 7. Mai. Zur Nffaire StrouSberg wird jetzt aus Moskau geschrieben, dnß das Material zu der Verhandlung des Prozesses noch immer an Umfang zunehme. N 'uerdings verfiel dem Arme der Gerechtigkeit auch eine Moskauer Firma, die Dr. Etrousberg um ein? Million Rubel übervortheilt Haden soll. Ferner wurden zur Ver­antwortung gezogen die Direktion und der Verwaltungsrath der Petersburger Bank für den Auslandhandel, weil dieses Institut eine Eincassirung von 260,000 Rubel auf Rechnung Strausberg's für Lokomotiven und Waggons verheimlicht hat. Durch diese zwei neuen Fälle ist die neuerliche gerichtliche Untersuchung bedingt; die Verhöre dürften acht Tage dauern. Die Zahl der Angeklagten würde auf dreißig steigen. In feinem F rlle kann der Proceß am 8./20. Mai zur Verhandlung kommen; auch nicht a n 25. Mai (6. Juni), wie behauptet wurde, weil dieses Datum in die Woche der russischen Pfingstfeiertage fällt. Im günstigsten Fall könnte der Gerichtshof am 1./13. Juni zu fammentreten. Die sorgfältige Durchsicht der Diplome der A-ookaten, die Ausloosung der Geschworenen, deren Beeidigung, die Vorladung der Zeugen, die Beeidigung der wichtigsten Entlastungszeugen das AllcS dürfte drei dis vier Tage in Anspruch nehmen, so daß die Verhandlung selbst etwa am 5/17 Juni beginnen wür>e. Aller dings mußten die Referenten an diesem Tage schon zur Stelle sein.

Die Militär-Stiefel-Fabrik in Berlin hat eine amerikanische Ma­schine in Gebrauch, mittelst deren 35 Arbeiter täglich 175 Paar Stiefeln fertigen, also jeder 5 Paar Stiefeln. Durch Verbesserungen hofft man's noch weiter zu bringen, und so weit, daß eine Maschine ausreicht, um je ein A rncecorps mit Sfesisir zu versehen. Bei den Pferden der Artillerie und deS Fuhrwesen? werden bie Vferoeschoner ein­geführt, die ein Mecklenburger Ingenieur Fehrm mn erfunden hat. Sie best hen aus einem mit Kautschukringen gefüllten Enencylinder und erleichtern durch -hre Einfügung zwischen den Strängen und dem Zugsch it das Anziehen und mildern die Rückwirkung der Stöße. Die Pferde wer.?n um 20 Procint dadurch erleichtert.

Michelstadt, 6. Mai. Fürst Karl von Löwcnstein-Wcrtheim-Rosenbcrg, ver­

mählt in zweiter Ehe mit Fürstin Sophie, geb. Prinzessin Lichtenstein in residirend, ist im Begriffe, die Hofhaltung in* bem Stoffe S f»rtan eines feiner in Böhme» liegenden Güter zu bewohnen. Dieser Entschluß foU mit der Niederlage bei spanischen Prätendenten Don Carlos laiemmen&änaen de Verlust aus diesem Mißerfolg etwas über 9 Millionen Ma-k betragen 5 ' c . - Der höchste Thurm Europa'- ist zur Zeit der Thurm der Nikolaikirche in

vamburß, welcher von einem Engländer Scott erbaut -Horden. Nach einer lanaen Reihe von Jahren endlich im vorigen Jahre vollendet, hieß es dieser Taae daß h7r prächtige Bau gefährdet sei. Diese Nachricht schreckt mm der2üb. Stg - 'ist icbod» unbegründet, da nur der nächststehenve Pfeiler e nen Ritz erhalten habe, 'dem leicht abzuhelfen sein werde. Immerhin werde aber eine flbgraburtg des «rundes zur neuen Aufführung des Pfeilers erforderlich sein, wozu der Baumeister Scott aus England nach Hamburg herüberkommt.

Wien, 6. Mai. Dem Großherzog Ludwig III. von Hessen wurde tm Jahre '851 das k k. öfterr. 14. Infanterie Regiment verliehen; er feiert also h<uer fein fünf, undzwanzigjähriges Jubiläum als Regiments-Inhaber. Die brave Truppe Hessen* (Oberösterrcicher, Linzer) w.rd diesen Anlaß benützen, um auch ihrerseits einige^Festioi- täten zu veranstalten. Das Regiment hat auch Ursache, mit Stolz auf feine Geschichte .inzuweisen. 1733, als Rheingraf v. Salm-Salm-Jnfanterie-Regiment errichtet, hatte es folgende Inhaber: 1770 Feldmarschall Graf Ferraris, 1175 FML Freiherr von Telter, 1788 FZM. Frei'aerr v. Klebet, 1811 Erzherzog Rudolph, 1832 FH l)?. von Richter, 1840 FML Hrabowsky, 18*9 FML Wohlaemuth, endlrch 1851 den jetzigen Inhaber, Großherzog Ludwig von Hessen. Was dieses wackere Corps in den Neun- jrgerfahren gegen die Franzosen geleistet, ist rühmenswerth; in aller Zeitgenossen Gedächtnrß wird aber der NameHessen-Infanterie" gleichzeitig auftauchen, wenn von t8o9 oder von 1864 die Rede ist. Be? Ponte di Magenta raufte dieses brave Regi­ment gegen französische Uedermacht. Mit Bajonnet und Kolben stürmten die tapferen Ob-der-Ennser die Brücke, welche von den Franzosen mit großer Ueberzahl verloren gewonnen und wieder verloren wurde. Es war das blutigste Ringen im aaium Feld' rng vorn Jahre 1859. Der Oberst, alle Stabsoffiziere, 36 H uptleute und andere Offiziere lagen tobt ober oerrounbet. Zwei Drittel ber Mannschaft tränkten den Boden mit bem Blute.N chi nach assen!" tonte es aber fort durch die gelichteten Reihen und Sturm auf Sturm erfolgte gegen die Ueberzahl der Franzosen, welche voll ber Bewunderung waren über bie Todesverachtung hrer Gegner. Gegen Dänemark nahm d:e Truppe, als zur schwarz-gelben Brigade gehörig (Hessen hat schwarze, König der Belgier sGrazer^j kaisergelbe Aufschläge) an den Kämpfen ruhmvollen Antheil.

Jahrmarkt in Versailles erregt gegenwärtig eine Bube Aufsehen

m welcher die Märtyrer ber heiligen Inquisition ausgestellt werden. Der von dieser Bude ausgegebene Prospectus besagt:Auf bem Markt ist mit odrig- k^tlicher Erlaubn'ß zu sehen die größte Merkwürdigkeit.- die Märtyrer der Jnquisitio! rhre letzten Opfer in Mexico im Jahre 1851 in ber Stadt Mexico bei bem Abträgen be$ Klosters Santo Domingo, gebracht nach Frankreich durch M- Marc mit allen Documenten, bie ihren Ursprung beweisen. Diese Märtyrer wurden in ben Gewölben de« Klosters lebenbtg eingemauert, nachbein sie alle von biesen schrecklichen Tribunalen erfundenen Qualen auSgestanden hatten. In Folge des Mangels an Luft sind fr vollständig und mit dem Ausdruck ihrer letzten Schmerzen, der Farbe bet letzten Kleider bie man thnen gelassen, ehe man die Tortur anroanbte. erhalten. Der gegenwärt! >e Besitzer der Letchen hat in seinen Händen die Cettificate ber Consuln von England, Spanien, Amerika und Frankreich, und bie Zeitungen des Landes »eben alle Eiazel- httten über diese Entdeckung." Den Clericalen in ber Französischen Hauptstadt ist diese Äusstellung natürltch sehr unangenehm und dieselben haben auch bereits an die Regst rung das Ersuchen gerichtet, dieserAufreizung ber Birger untereinander'- zu wehren.

Newyork, 7 Mai. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampfschiff des Norbd. Lloyd Donau, C pt. R- Bussiuv, welches am 2z. April von Bremen und am 25. April von Southamton abgegangm war, ist heute 6 Uhr Morgens wohl­behalten hier angekommen

Baltimore 7. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdamps- schiff deS Norbd. Lloyd Nürnberg, Capt. A. Jäger, welches am 19. April von Bremen und am 22. April von Southampton abgegangen war, ist heute wohlbehalten hier angekommen.____________________

Wirtschaftliches.

Zur Beachtung für Hausfrauen. Trotz der gewöhnlich irn Frühjahr reichlich vorhandenen FrübgemÜ'e ist es ben Hausfrauen immer erwünscht, noch einen Vorrath von alten Kartoffeln zu besitzen. Nun sind aber bie eingekellerten oder einge- mietheten Kartoffeln im Frühjahre gar mancherlei 93 ranberungen unterworfen, in Folge deren bie Kartoffelgemüfe theils ihr Ansehen, tbeiis ihren Wohlge'chmack einbüßeu. Schon im Monat Februar werden die Säfte in ber Kartoffel unruhig, sie hat den Trieb zu kelmen unb mancherlei Veränderungen sind bie Folge davon; der Stärkemehl­gehalt vermindert sich, bie Kartoffeln werden glasig und im Innern stellenweise br un bi* schwarz, so daß man sie oftmals großenteils wegschneidcn muß, wenn man An- s'hcn unr Wohlgeschmack der Gemüse nicht allzusehr nothleiden lassen will. Diese Uebelstände können indessen, was wobl den meisten Hausfrauen nicht bekannt ist, leiht vermieden werden. Will man sich bis in den Monat Juni unb Juli hmcin alte Spk'se- fartoffeln ßu^ erhalten, fo lieft man dieselben schon im Januar sorgfältig au6 unb schüttet sie in einem trocknen und ganz dunkel zu erhaltenden Keller auf einen Hausen, wo man sie mit gesiebter unb trockener Steinkohlenasche, ober Holzasche tüchtig unter­mischt und zwar dergestalt, daß eine jebr Kartoffel mit solcher Asche umgeben ist. So aufbewahrte Kartoffeln werden weder glasig, noch im Innern schwarz und haben noch in ben spätesten Frühjah.smonaten, ja selbst wenn es bereits neue Frühkartoffeln gibt, eine angenehme Farbe unb einen guten Geschmack.

Hovfenpapier. Im D^Sdener Gewerbev<rei« wucken kürzlich Proben von Hopfenpapier aus ber Radeberger Papierfabrik vorgelegt, bas aus den Hopfenabfällcn ber Brauereien, namentlich au« ben Zapfcnschuppen des Hopfens dargeilellt ist. M Papier ist zunächst nur als Packpapier zu verwenden und ist weit weniger brüctifl als geivöhnttcheS Packpapier. Das Ries groß RoyastFoimat kostet 32/3 Thlr., ber Gentner 5-/, Tblr.

Landwirthscbaftlicbes.

Wickfutterbau. Ovwohl das in den letzten Jahren sehr häufige Mißrat^ des Klec's die Landwirthe veranlassen sollte, sich mehr dem Anbau anderer Futter- kräuter, msbefondere dem Wtckfuttergemenge zuzu.v-nven, so genießt doch dasselbe noch n-cht bte gebührende Beachtung. Bei einem leidlichen guten Stande be§ jüngerstl Klee's im Frühiahre hofft man auf ein gutes Gerat-'en desselben und in dieser Hoffnung ^ <men ^andwirtbe sich durch die Aussaat anderer Grünfutterpflgnzen eirtu Rückhalt tm »olle beS Nich',edechenS zu sichern. D-S SBidfuttergem.-nfe, in verscki-- benen Zettoblchnitten qefart, dürft- ft* zu diesem Zwecke wohl am meisten -mpfthl-t, mbem etneftbetl« bet guter Vorbereitung deS Acker« sein Gedeihen ein fast immer & sicherte^ ist, andernthellS dasselbe den Klee als Grünfutter vollkommen zu ersetzen oer» n]a9. .^tcr®ur® n?tr® ouch den Landwirthen ermöglicht, ein größeres Äleegunntmn ntd zu gewiinren, wodurch im Hmblick auf tzie Lahmlegung der Brennereien tüt b*e Wintersuttermifchung ein weit günstigeres Nährstoffocrhältniß erzielt wird, als dü4 ohncdles der Fall t|t.

, , c>?^°nenaugen unb Kreisaugen der Kartoffeln. Die land wirt hschaff- l'che Lehranstalt zu Worms hat im verflossenen Frühjahre Anregung gegeben, üb<t bte ®ermenbung ber Setzkartoffelstücke mit Kronenaugen einerseits unb Kreisaugtv Detsuche anzustellen. Die gefundenen Resultate ermöslichen zwar nicht btt ilufitelhing neuer ßebren; allein sie sind immerhin interessant genug, dein landwirt^ tl,S.rn Pu mitgetheilt zu werden. Die Resultate cenftatiren, daß sich für nasse, schwere, kalte Boden, bie man im Fi ühjahr erst spät einpflanzen kann, die Seh- kartoffelstücke mit Kronenaugen besser eignen, als diejenigen mit Kreisaugen, weil die ersteren schneller ketmen und sich rascher entwickeln als bie letzteren. Umgekehrt aber empfehlen sich für einen leichten sich im Frühjabr rasch erroärmenben Boden befjer Stücke mit Kreisaugen; denn keimen und entwickeln sie sich auch etwas (angfam r als hie Kronenaugen stücke, so liefern sie doch einen höheren unb besseren Ertrag, weil fi< weniger buichtg werden, also weniger in's Kraut wachsen. Ungetheilte Kronenausc'^I Nucke lieferten geringeren Ertrag als senkrecht durchgeschnittene Kronenaugenstücke von» gleicher Größe auf demselben Felde unb unter sonst gleichen Bedingungen lieferte«. Die ungeteilten Kronensu enstucke erzeugten von der sächsischen Zwiebelkartoffel 68 Stengel, die senkrecht durchschnittenen nur 34 Sten el.

Eft, ä

v Vormütai ' i(r «niumdben

ütjtn, 6®"'.

Opperman»'

sßtridjW im ®it xbtrlidKn 1 [mlii;

Anfuhr von »i Plonirarbkit, W " Steinsnuren U- Hti $i?flflrä6en, oeranf

B ßin'ne^gung der ot[ün|d)laflt zu

Dienstag ben 16

Vomiltags -rUhhaussaale in an Wllich in Accord ge h Gr. Bürgemeist »Ort* werden triud !r Gemeinden btfaw fießen, den 9. Mai itz,^herzogliche Bm

A. Br

Ardeits-V!

zu A

Dienstag bi Vormiita lolltn im Gemeindeh tollen Weigerung in Nc

W) MrMtungto Gemeindcwiescn m . schlagt zu Maurerarbeit amt Maut, veransd W v-diosserarbeit bai schlagt zu

H« rieindeckerarbeit

- Mißbrnderarbeit ' Bäus mast zu

" ^'iutuhr, Stklnseh chlagen

fln den Strchn u

V*8tiu

I E»- d« 9. «

I <\1

>ä; L

15 ^Nrsik

I 1 t 32

I H 6 23

Ks'Ä".