Freitag, den 11. August
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kchörde zustehende Befugniß zur Schließung einer solchen Kasse dem Provinzial- ^usschuß überwiesen ist. Die Führung des über die eingeschriebenen Hülfskassen Vvrgeschriebenen Registers, sowie die Wahrnehmung der der Aufsichts-Behörde Mchenden Functionen liegt den Kreisämtern ob, welche zugleich auch die «ständigen Behörden zur Ausübung der in den §§ 27, 29 pos. 5 und 35 der söhnen Verwaltungs-Behörde übertragenen Befugniste sind.
Berlin, 8. August. Aus Anlaß der Beendigung der Verhandlungen Iber die Vorfälle in Salonichi, bei welchen die Pforte in allen Punkten die (Äderungen Deutschlands und Frankreichs erfüllt hat, enthält der „Reichs- InV' eine Uebersicht des Ganges dieser Verhandlungen, an deren Schlüsse es kißt: So weit ist diese Angelegenheit jetzt zu einem befriedigenden Abschluß Erführt unter dem festen Zusammenwirken der beiden zunächst beteiligten Nehrungen, sowie im gemeinsamen Jntereffe der übrigen bei der Sühne eines |v schweren Verbrechens gleichzeitig interessirten Mächte.
Berlin, 9. August. Die „Prov.-Corresp." schreibt: Nach der vorläu-
sieichstags-Wahlen 5. Januar 1877, Eröffnung des preußischen Landtages 8. Januar, worauf im Februar die Session des neugewählten Reichstages
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags Expedition: Schulstraße, Lit. B. Nr. 18.
gedrungen find, schickten zwei Abgesandte in das Hauptquartier mit der Meldung, sie hätten die serbischen Ofsiciere als Feiglinge erschoffen. Despotovitsch wurde zu ihrem Anführer ernannt. Viele Ofsiciere verweigern den Anordnungen der ihnen vorgesetzten russischen Generäle den Gehorsam, da diese angeblich von Rußland gezahlt seien; dasselbe thun die serbischen Aerzte. Bischof Stros- mayer soll für Sanitätszwecke 30,000 st. nach Belgrad geschickt haben. Man bringt diese Spende mit der Wiener Reise des Prälaten in Zusammenhang.
Wien, 8. August. Nach einer Meldung der-„Neuen Fr. Pr." hätten die Serben Saitschar geräumt, welches darauf ohne Kampf von den Türken besetzt sei; Osman Pascha habe daselbst sein Hauptquartier aufgeschlagen.
Wien, 8. August. Die heutige Meldung von der Räumung Saitschars durch die Serben wird von den Abendblättern bestätigt. Osman Pascha nahm sein Hauptquartier in Saitschar und richtete sogleich den Feldtelegraphen ein- — Aus, Konstantinopel, 7. August, meldet die „Neue Fr. Pr." : In einem gegenüber Sienitza stattgehabten Treffen haben die türkischen Truppen den Feind von den Höhen vertrieben und die errichteten Schanzen genommen. Der Feind wurde bis über die Grenze verfolgt. Die. Türken machten zahlreiche Gefangene und große Beute. Auf der Seite von Supowatz wurden die Türken von den an der Morawa postirten Serben angegriffen; nach subenstünbigem Kampfe wurden die Serben geschlagen und in die Flucht gejagt. Die türkischen Dörfer Krajkowatz, Bülek, Doni, Petza gingen bei dieser Gelegenheit in Flammen auf. Die türkischen Truppen nahmen die serbische Redoute im Sturme und erbeuteten viele Waffen. Auch bei Klein-Zwornik wurden die Serben zu- rückgeworsen, nachdem sie den vergeblichen Versuch gemacht, die türkischen Verschanzungen auf dem Berge anzugreifen.
Wien, 9. August. Die „Neue Fr. Pr." meldet nach einem Telegramme der „Agence Bordeano" aus Konstantinopel vom 8. August: Die englische Flotte ist zum Besuche Konstantinopels hier eingetroffen.
Wien, 9. August. Die „Polit. Corresp." meldet gegenüber der Nachricht der „Neuen Fr. Pr.", die britische Flotte sei zum Besuche Konstantinopels daselbst eingetroffen, daß lediglich Ofsiciere der englischen Flotte Konstantinopel besuchten und die Meldung der „Neuen Fr. Pr." auf Jrrthum beruhe.
Pesth, 8. August. Der österreichisch-ungarische General-Consul Wrede meldet aus Belgrad, die Nachricht, es hätten serbische Gensd'armen auf einen österreichischen Monitor geschossen, sei unwahr. — Die Zeitungs-Nachrichten über eine angebliche Verschwörung in Croatien sind übertrieben.
Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 8 Mark SO Pf.
ArauLreich.
Paris, 7. August. Die Franzosen benutzen die üblichen Sommerreisen, sich in Deutschland umzusehen und ihren Lesern das beliebte Zuckerbrod Größen-Jllusionen zu reichen. Nicht blos „Figaro", der frivole, liederliche
Gegner des „Univers", sondern auch dieses kirchlich strenge Blatt des Kampfes, das „Echo Universel" und ähnliches Gelichter beschäftigt sich mit den Deutschen. Dem „Echo" zufolge wurde die englische Regierung auf Deutschlands Rüstungen zur See aufmerksam gemacht und ihr zu Gemüthe geführt, „daß diese Macht zu Waffer und zu Lande gleich eifrig rüstet und ihre Thätigkeit nicht geringer ist, als die vor dem Kriege von 1870." Daß England von französischer Seite aufmerksam gemacht werden mußte, das ist der Humor von der Nachricht des „Echo". Das „Univers" geht auf die „Treulosigkeit", die es sonst England so ost vorwarf und die es jetzt aus Deutschland übertrug, näher ein; man höre! „Vor zwei Monaten machte der Kriegs-Minister einen Ausflug an den Rhein; die Blätter sagten kein Wort darüber; es heißt, er habe die Festungsarbeiten in Köln und Mainz besichtigt. Jetzt ist General Podbielski aus der Jnspectionsreise und hat bereits Köln und Wesel besucht und geht nun nach Metz und Straßburg." Es folgt eine Beschreibung der Stärke von Mainz nebst dem Dictum des ersten Napoleons: „Mainz ist der Schlüssel zugleich von Frankreich und Deutschland." Die Militär - Eommiffare für die Eisenbahnen, berichtet sodann das „Univers", seien ernannt und in voller Thätigkeit. Es folgt eine Aufzählung ihrer Stellung Und ihrer Aufgabe. Sodann wird gemeldet, daß in Spandau in diesem Augenblicke an vervollkommneten Uchatiusgeschützen gearbeitet wird und diese Verbefferung darin besteht, „das Kupfer, das in Oesterreich die Basis der Metallzusammensetzung ist, durch Eisen zu ersetzen." Das „Univers" weiß ferner, daß die acht Batterieen der
Darmstadt, 7. August. Nach einer soeben im „Regierungsblatt" Der jsserttlichten Verordnung wird die nach § 4 des Reichs-Gesetzes über die ein- yidmebenen Hülfskassen der höheren Verwaltungs-Behörde zustehende Entscheidung über die Zulaffung von Kassen, für welche die Rechte der eingeschriebenen .HWkassen in Anspruch genommen werden, dem Kreis-Ausschuß übertragen, wahrend die in den Fällen des § 29 des Gesetzes der höheren Verwaltnngs-
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Lehrer-Conferenz
des Bezirkes Lollar in Staufenberg, Montag den 14. August, Anfang 10 Uhr.
des Bezirkes Groß-Buseck in Groß-Buseck, Donnerstag den 17. August, Anfang 10 Uhr.
Gießen, den 9. August 1876.
Büchner, Kreisschulinspector.
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Saarlouis, 7. August. Die wegen der Madonnen-Erscheinung nach Marpingen dirigirten Truppen sind nunmehr wieder in ihre Garnison zurückgekehrt.
München, 9. August. Aus Bayreuth wird gemeldet, daß daselbst , jfir den Kaiser von Brasilien nebst Gefolge zum nächsten Sonnabend Quartier llrn i Wellt ist.
aü .'m Alflen Bayreuth, 9. August. Der König von Bayern reist heute Nacht lieber von hier ab und begibt sich gutem Vernehmen nach zunächst nach
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^ Abnahme des W|Ln Absicht der Regierung sind für die Wahlen etwa die folgenden Termine hucfcnfd’mct;ni,f|«1 ‘‘ genommen: Auflösung des preußischen Abgeordnetenhauses am
!l). October, Wahl der Wahlmänner 17. October, Wahl der Abgeordneten 24. October, einige Tage darauf Eröffnung des bisherigen Reichstages, Dauer
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Wien, 7. August. Die Ereignisse auf dem Kriegsschauplätze nehmen inen entscheidenden Charakter an. Das serbenfreundliche „Tageblatt" meldet ilS Belgrad vom 6. d. Mts.: Die Nachricht, daß Knjasevatz genommen und lie Türken den Timok überschritten, haben auf die Bevölkerung geradezu nieder- hiettewb gewirkt. Allgemein war bekannt, daß seit 4 Tagen bei Knjasevatz Hb Saitschar gekämpft wurde, und das von der Regierung beobachtete beharrte Stillschweigen über den Ausgang des Kampfes erzeugte in der Bevölkerung hie sehr gedrückte Stimmung. Erst heute entschloß sich die Regierung zur »iitiheilung der Wahrheit. Demnach wäre eine militärische Katastrophe für kMen nahe bivorstehend. Einem Telegramm desselben Blattes aus Kalafat
r l;m 6. b. Mts. eusolge soll Hassan Pascha gestern mit 8000 Mann die Ser- ; „j |ln bei Prlita, südöstlich von Saitschar, links vom Timok, angegriffen und
Wagen haben. Das Adlier,Lager habe Marsch-Ordre erhalten. Estib Pascha mit 40,000 Mann den Weg nach Bavja erzwingen.
Wien, 7. August. Man telegraphirr der »Reuen Fr. Pr.- aus Sem- 4 h »om 6. d. Mts.: Von serbischer Seite wird die Niederlage be, Knzasevatz ' Mciell zugestanden. Horvatovitsch wurde vollständig geschlagen unb 30g ftd)
.. - ' Ä den TrÜmm-rn seines Armee-Corps'bis Banja zu>uck. Dl- serbische Armee ; 1- .«hierdurch in zwei Theile ohne Zusammenhang getrennt und em türkischer • f|il zwischen Saitschar und Alexinatz hineingetrieben. In! Belgrad herrscht
ÜW Srmliche Panik, und man hofft stark ans eine russische Einmischung. '* Freiwillige der Drina-Armee, welche 20 Kilometer weit in Bosnien ein-


