Lokal - M o t i z.
Gießen, 9. August. Heute und
Die Waii
Ztg." schreibt: „Die auf der reu vermittelst eines Schiffs- en haben ergeben, daß die beste Aschengehalts, des verbrannten unserer westfälischen Kohle )häsion haben die Untersuchun- kesultat gehabt. Auch diesen zweckmäßigeres und sorgfälti-
Botschafts-Secretärs Baring, worin -»gestanden wird, daß die Türken (Snni> samketten begangen, gegen 60 Doch r zerstört und ca. i 2,000 christliche (fc wohner getödtet haben.
hyu, büp die Gehall Samten gezahlt tou Mei-fchibs erheblich n
Wien 7. August. Nach einer Meldung aus Belgrad hat Fürst Milan den Vertretern der Großmächte erklärt, er sei bereit, abzudanken, wenn seine Person den Interessen Serbiens im Wege stehe. Die Bewohner des Tnnvk- Thales und des Njegotiner Kreises haben Befehl erhalten, sich in s Innere des Landes zurbckjuziehen. In Belgrad herrscht großer Schrecken. Etne Fremden-
München, 7. August. Der König und die Königin von Sachsen, sind, von Ragatz kommend, hier eingetroffen; dieselben werden morgen die Ausstellung besuchen.
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_ , , . .. . - • - morgen findet Seitens der Herren Minister
L-chlerermacher und Ministerialrath I tnk im Beisein der Herren Dbtrfinanirafh Mohn und Betriebsdirrctor Altvaler die.- Befahrung der Oberhessi'chen Babn.-° behirxs- definitiver Uebernahme derselben sti itt.
KranLreich.
Pari», 7. August.. Nach einer telegraphischen Meldung des „Journ. des Dsbats" würden die Serben von den Türken in der Richtung aus Banja verfolgt - die Armee-Abtheilung unter Lesckjanin's Commando sei sehr gefährdet. Gerücktweife verlaute, die Mächte seien im Begriff, zu interventren, um einen Waffenstillstand in Vorschlag zu bringen. — Die Deputirten-Kammer seht die Berathung des Kriegs-Budgets fort.
-ngkand.
London, 8. August. In der gestrigen Sitzung des Unterhauses richtete Anderson an die Regierung eine Anfrage wegen der von den Türken begangenen Grausamkeiten; mehrere andere Redner unterstützten denselben und richteten Angriffe gegen Disraeli und den Botschafter in Konstantinopel, Elliot welche beide die aus Bulgarien berichteten Vorgänge als übertrieben bezeichnet hatten. Der Unterstaats-Secretär im auswärtigen Amt, Bourke, vertheidigte Disraeli und Elliot gegen jene Verhaltungen und verlas einen Bericht des
^egion^ird^ Gegenüber mehrseitigen Nachrichten hiesiger Blätter i
von der angeblichen Enthauptung des in montenegrinischer Gefangenschaft be- , findlichen Osman Pascha wtrd der „Polit. Corresp." aus Cettmie gemelde^ , daß Osman Pascha am 1. August in ßettmje nngetroffen und ihm daselbst Wohnung im großen Gasthause angewiesen sei; der Fürst habe ihn nut Auszeichnung behandelt und ihn zu dem Diner emgeladen, welches zur Feier: des erfochtenen Sieges stattfand. Den gefallenen Selim Pascha habe der Fürst mit allen Ehren bestatten lassen.
Wien, 8. August. In Belgrad herrscht Schrecken. Viele verlaffen die Stadt. Das serbische Hauptquartier ist nach Czuprija zurückverlegt. Zaicsar ist von den Türken genommen. Die Regierung tagt in Permanenz. Angeblich ist eine Mediation der Großmächte angesucht worden, die Pforte soll jedoch fremde Vermittlung ablehnen. Sie beabsichtigt, den Fürsten Milan abzusetzen, die Minister als Rebellen anzuklagen, die Skupschtina einzuberufen, die Wahl eincg neuen Fürsten anzuordnen und mit diesem den Frieden zu vereinbaren. Montenegro hingegen will die Pforte ein Zugeständniß an Gebiet machen. , Wien, 8. August. Die von hier gemeldete Nachricht, Serbien haoe bereits die Mediation der Großmächte nachgesucht, ist nach Mittheilung des Telegr.-Corresp.-Bureaus" bis jetzt unbegründet.
Pesth, 5. August. In Pakracz und Belovar stehen noch weitere Ver- baftungen wegen staatsverrätherijcher Umtriebe bevor. Unter den schon Verhafteten befinden sich zwei Profefforen der serbischen Präparandie Jpsic und Despotovic, ferner zwei Lehrer und mehrere Kaufleute Der Pakraczer Vice* aespan wurde abgesetzt und heute unter polizeiliche Aufsicht gestellt. Die Ver- hasteten standen mit den ungarischen Serben in fortwährender Verbtndung.
Au mänien.
Bukarest, 7. August. Das in der Deputirten-Kammer bekannt geae bene Programm des neuen Cabinets lautet r Aufrechterhaltung der Constitution und der Gesetze, Decentralisirung dec Verwaltung und Verbesserung der finanziellen Lage durch Sparsamkeit und Rechtschaffenheit, bezüglich der äußeren Politik strenge Neutralität unter Uebe rwrchung der öffentlichen Sicherheit und der Landesgrenzen.
S|1Wi4t Sw i
33 Punkte.
Herdesh e i m ,. 5. Auguste UnglückMer UnglÄck mufx.unser Heidesbe.m treffe Vorgestern brannte. einL Schreinexwerkstätte niebzr und nur der raschesten Hülfe ist et , zu verdanken, dag, das' vrrheerende Element auf stine» Herd beschränkt und die es dichi | umgebenden Nachbargsbäude verschont blieben. Dir Werkstätte war nid)', verficheri i Gestern Abend gegen halb 8 U(jr ertönte wieder dir Feuerglocke. Diesmal sollte er nicht so gelinde abtzshen. Drei Wohnfmuser, eine Scheune und zwei Ställe wurden ein Raub der Flammen. Acht Familien- sind momentan obdachlos, doch werden sich j für 3 ober 4. derselbe« die Wohnungen bald raiebej herstelten lassen. Auch hier Habel । die Beschädigten ihrs Habe nicht versichert. Das Alles wäre noch zu oerschmerzir S wenn »licht echi Knsirbe von 5 Jahren in den Dämmen den Tod gefunden, geulte1 Morgen gegen 4 Mr wu.rdcn die verfehlten Reste zu Tag? gefordert und war es zerreißend» ben Vater d-es Sindes, einen EisenbQhnbfdierrsteten im Mainzer Bahnhkf stundenlang mit drm Kopfe seines au^ so schreckliche Art umS Leben gekommsnen Kinde- g auf dem Schooße vor den. Trümmern sitzen, zu. ^rhen.
Aiew-Nork. (Ab>mnements-Einladung^ Die Eigenbhümer ebnes New-Nor'rr» Journals» so vrrsichert wenigstens die ZeiLung La Flandte laterale, Litten ihren Air«- nenten folgendes:
„Haarschneiden gratis auf ein Jahr. VierteljährLirb freie Impfung. Jeul Abonnent, welcher auf drei Jahre pränumeranbo zahlt, erhält im. Fall seines Lotet i einen Sarg nach dcr neueren Fatzon."
Sicherlich wird, das Journal, wenn die Leichenserbrrnnung ringeführt wich, fist' des Sarges einen Haufen Knüppelholz offeriren. _ h
--11 Uhr Vorm. Seit einer C tundr wüthet in dem benachbarten Wismar eine dem Anscheine nach fchr bedeutend« F euersbrunst.
WeNMi'scdteÄ.
Friedberg. Grotzh. Hess. Ministe rium des Innern hat der Stadt Friedberg auch Kr diefts Jahr die Genehmigung Kur ! Veranstaltung eines Fohlen - und Pf erd e- '.narktüs-, sowie einen damit verbundener Verloosung rrtheilt. Dev Markt wird in dttsem Jahre am 23. und 24» Dotobr r stattfinden.
Die Erwartungen, mit welchen mar i imt vorigen Jahre dem ersten^ Fohlen- und PftrdemarÜe dahier entgegen srh>, sind be- i Weitem übertroffen worden, war derselbe doch selbst aus entfernteren Gezenden,, nai h Qualität und Quantität sehr gut beschickt An Käufe'-nr fehlte 'es- ebenfalls nicht, so - aß zahlreiche Verkäufe abgeschlossen wurden Wie ;ehr das PferdM»arkd-Comitä bomühl : ist, den Pferdehändlern nach, jeder Richtung entgegen kommen; beweist der Umstarrl >, daß eine größere Anzahl derselben sich veranlagt fai>,. dem (5omtt6 die vollste Aufriß edenheit öffentlich auszusprechen.
Durste somit der erste Fohlen- uni, Pferdemarkt in Friedberg als vollkommen gelungen betrachtet werden, so ist mit $ie mlicher Sicherheit darauf zu rechnen., daß der diesjährige 2. MarL etne ungleich größe- re AuSdchnung gewinnen wird. Die günstige Lage Friedbergs in einer der verkehrsoe-. chstrn Gegenden Deutschlands bietet die sichere Garantie, daß der Friedberger Fohten- i and-Pferdemarkt mit der Zell eine weitgehende Bedsutung. erlangen wirte Auch die Be rloysung war im vorigen Jahre eine sehr solide. MaD hatte davon Lbgesehen,, ein, Geschu ft aus demselben zu machen. In gleicher Weile wird auch> in diesem Jahre vorgeganger. werden.
Mainz, 3. August. (Schützenfest.) Bei der Preisoertheilung wurden je bif zehn- erstem Preise auf die vier Fefts cheiben vertheilt. Auf Scheibe „Rhein" erhielt Preis 1: Schmitd (Stuttgart). 40 Preis 2:. Balbach (Nierstein) 40 P.„ Preis 3: Lohl (Mainz) 3L>P., Preis 4<: Förhte (Berlin) 38 P., Preis 5: Heß (Darmstadt) 36 P„ Preis 6: Ochs (FranÄuri,) 36 P., Preis.7.: Prem (Stumm in Tycol) 35 P., Preis K- Krupp (Frankfurt) 3ö-P^. Preis 9: Leist (Neckargemünd) 34 P., Preis 10: Tropf ;Frankent-al) 34 P. — Festschetee „Main": Preist: d; Leuw (Düsseldorf!. 40» P-, Preis 2: Grünig (NLederramstateci 40 P., Preis 3: Walter (Offenbach) 39 P., 'Preis 4: Krafft (Aschaffenburg) 39 P., Preis 5: Schacke (WorrÄs). 37, P, Preis 6. M. Ochs (Fran.kfurt) 37 8-, Preis 7t Wiedemann (Mannheim) 37 P., Preis 3. Kentner (Heidenheim) 37. P.,. Pirers 9: Äankow.(Düsseldorf) 37 P> Preis 10: Scherer (.Mannheim) 36,P- —Fest/cheibe „Mainz": Preis 1: I, A- Becter (Strtttgart) MP-, :Preis 2: C ßatroiffs (Neustadt) 36 P., Preis 3: F. Kutscher (Stuttgart) Lb P> Preis 4: Weitz (KaUsruho). 35 P., Preis 5% Bec-tel (Hanau),35 P-, Preis 8: A. Grünewald (Gdenkobrn) 3kr.P., Preis.7: I. Kellenberge-r (Luzercherg) 34 P.. Preis 8; Schöttle (Stuttgart) 34. P.„ Preis 9: I Geist (Wcrms). 34 P., Preis-10: A. Balbach (Nierstein) 34 P- — Fesdscherde „Nsuitadt": Preis 1.: Feldner. .suu^ (Speyer) 38 P., Preis 2: de 2e»iw (Düsseldorf) 38 P., Preis 3: Gennheimer (NrustadO 36 P., Preis4: ‘ Keüenberaer (Luzeuberg) 36 P., PrerL 5: P2chmayrr (Kaiserslautern) 35 P, Preis 6: ' Ltrom (Aachen) 35 P-, Pve,s 7: Bräunins> (Stutegart) 35 Prns 8: Jakob Mei) = (Mainz) 33 P„ Preis Wehrfrltz, (Hoshrim) 33:P^ Preis,10 : Becker (Neustadt)
Folgende (tibtifi ■ Die bis M \ ■ Zchulzeld pro
Das am 15.1 11 ßommunalfteu in den nächs fcamR noch ohne
Tieichzeitia ft t(I Stadt an bie - l’w bemerkt, bafi rÄ8?.«- ! f«t di, iv.
Gleßen, am 7
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von wähl II^kS^pE' ,,, Mr E war cs wohl meh ■ ' n6te Streben erne Mv, Abwesenheit ergen L joqar etwas ge>? Mch7und höuslch L. Allerdings r H & jst ihm doch em iLanderSchwm Lfttät laßt sein Ges lösche Nase, -usamnm fern verleihen ihm e li Md, wie gesagt, Lmen Stnhl am Be Rühmten Thiere- ne IßMenlang. Auct au II neuerer Zeit irrere], llaem seiner Ardener 1 |L besitzt deren eine g ||(.lten, arrangirt er ei | Lqeibenschießen und c | tteressnt ihn sehr, un | ttck er nicht übervortt | Die hohen Herren toi1 I rächen sich gelegentlich I statt versprochener So
Berlin, 7- »ug. Die „Nordd. Allg. ; ffriidjen Werft zu M lhel. nshaven im ®ri^ ,L;,7ficU ingestellten grünt äichen Untersuche 14 n-Le Steinkohle bezüglich der He.zkraft de- > ^.«ntumT und der Zntdm itt des Rauches m abtttuffen wird. Nur bezü zlich der relativen (5. am ein der englischen Kob,le mehr günstiges s> 9en. ,n Norrua der englis. chen Kohle würde em 9CTU 0 Nerkadren unserer -westfälischen Kohle nget vinnung mindestens erreichen 2- Dieses Re ultat yewiffenhafter Untersuch ung wird nicht verfehlen, die re »»rtruTe in unseren Nwrdseehäfen so wie ‘Ott J kohlenproducenten Westfalens • ihLn ieitberigen Bemühungen «ur Bekesimckfuili I der englischen Concurrenz ,n l9rmllthiaeii. Auch fKr die betheitigten Ersenba hn-Verwaltungen dürste di, iu,,er jtc Aussicht auf bedeutende Erweiterung unseres Kohlenabsatzes -'ne " . smnhnuM Aut thunlichsten Erleichterung der 3 Transport-Verhältnisse sein. 11'Ue R-rli« 7- August. Die Untersucl>unHen ® if der kaiserlichen Werft zu Milbelmsbafm haben, wie die „Nordd. A llg. Zrg." mittheilt, ergeben, daß die ^ki-enalische Kohle von der westfälischen Koh5e üb« troffen wird ; dieses Resultat werde nicht verfehlen, die Exporteure in den W .rdseehäfen und die Kohlen- lnladueenten Westfalens zur Bekämpfung der engLsch 'en Concurrenz zu ermuthi-
_ ‘An der Nordd. Allg. Ztg." und der „Kreuz-f jtg." wird die Ramenslistc Mitalieder "des Vorstandes und des geschäftss ührenden Ausschusses des d-utick-conservativen Wahl-Vereins veröffeuttichd; unter den letzteren befinden sich: Graf Kraffow, v. Maltzahn, v. Rauchhaupt, Graf Stolberg-Wernlzerooc- und ^äfu^SBatoetn. Die klerikalen Organe bekämpfen einander sehr, in Mißerfolge ihrer Partei in der Kammer und deren Ursachen und Veranlasse besprechen Daß sie blos Mißerfolge heimgebracht, das leugnew auch die Satteiiten der Herren Jorg und Freitag keinesvoegs und sie endblöden u^dadei nickt die Schuld davon Ntcht m der Ungesch dcklichkett dieser Führer Ihrer Äiactioiieii sondern bei einer Stelle zu suchen, deren Unoerantwortlichkeid N, weit über den Streit erheben sollte. D>e Extremen, voran Dr. Sigl, nehmen allerdings sich kein Blatt vor den Mund und g,rfeln die „Dummheit" m d Kovsiosiakeit" der Fcactions-Matadore in bitterster Weise. Jndeß scheint- ^ial"des endlosen Streites und Haders innerhalb seiner Partei gründlich müde m sein Nachdem er während der letzten Wochen schon ein paar Mal nnbe- ktimmt- Andeutungen gegeben, daß er sich zurückziehen oder anderswohin wenden malle svrickt er dies heute direct aus. Ein Geistlicher aus der Pfalz erhält
Antwort auf einen tadelnden Brief, und da derselbe mit der Ntchterneuerung ds Abonnements auf das „Vaterland" gedroht, sagt Sigl'„Wegen des nächsten Quartals werden sich die hochw. Herren kaum zu bemühen brauchen. Der Mohr hat seine Schuldigkeit gethan, der Mohr kann gehen. Und er geht l Das ist die Dankbarkeit der Klerikalen gegen thren latente und veMenstvollsten
Abdul Hamid.
Der demnächfiiAe Nachfolger Sulicm Murads V. beschäftigt bereits in hohem Grade s! „Mener Presse." Die „Deutsche Zeitung." bringt eine sehr ausführliche Charakteristik dessel:^ I von der man wenigstens nicht sagen kann,, daß sie der au-fgeyenden Sonne schmeichelt. Das Bsi 1 was sie von ihm zu sagen weiß, ist, daß man ihm gerade nichts Schlechtes nachfagcn fei" I Abdul Hamid Effendi ist geboren am 22. Septbr. 1842;, also gegenvr-artig nahe 34 Jahre ili Unter den Kindern des Sultans AbduL Medschid stehew ihm an Alter, außer seinem Jgalbbru:r., dem Sultan Murad, noch die Priirzessinncn Fatime nnb Resige voran, die erstere mit Palastmarschall Nuri Pascha, die zweite mit Edhem Pascha (jedoch richt dem Berliner Botschafrl! verheirathet. Die leiblikhe Mutter des Hamid starb früh und er wurde darauf von der fin-t? ' losen zweiten Cadine (Fran) des Abdul Medschid adoptirt, so daß nunmehr diese Dame, w<ai über bedeutenden Neichthum verfugen soll, als seine Mutter gilt. Die Jugend verbrachte eit Prinz, so lange Abdul Medschid lebte, bis zum zwanzigsten Jahre herrlich und in Freute^ Seine Erziehung bestand, wie die der anderen kaiserlichen Pringen, im Wesentlichen darin, ><5 zahlreiche Sklaven und Diener sich anstrengten, ihm durch ihre Kapriolen die Zell zu vertrebr-., zuerst kleine Buben, dann immer größere und auch weibliche Gespielen. Auch er wird früh der wüsten Korruption des Haremslebens ergriffen worden sein. Zum Lernen blieb wenig J« und Luft übrig. Zwar erhalten die Prinzen gewöhnlich Titularlehrer in verschiedenen Fächm, doch kommt es bei ihnen höchst selten zu einer ernstlichen Unterrichtsstunde, und auch Hamid scheint nichts gelernt zu haben als Türkisch und Arabisch schreiben und lesen. Spu einmal, 1867, nahm Sultan Abdul Aziz ihn mit Murad zugleich aus Vorsicht zur Parl)it Weltausstellung mit. Diese Reise erweiterte ven Gesichtskreis Hamid's gewaltig und er lcM« bei der Gelegenheit auch einige Brocken Französisch, mit welchen er gern sein Türkisch aus schultet- In seiner Bibliothek befindet sich außer einer Anzahl türkischer und arabischer Werke von enr* päischen Büchern nur ein französisches Lerikon und eine französische Grammatik. Auch in geographischen und politischen Begriffe wurden durch diese Reise sehr vervollständigt. Was ersteren betrifft, so findet man an einem an den süßen Wassern von Europa gelegenen Ätt' welchen der Prinz im Frühjahr zu bewohnen pflegt, eine größere Sammlung von LandkaPe auf denen sich Hamid gern zu orientiren suchte. Auch eignete er sich einen gewissen europalfc) - Geschmack an, so daß er noch heute gern Alles an sich und um sich möglichst europaiscy ei« richtet sieht. Seine Kleidung ist, vom Fez abgesehen, europäisch. In feiner Umgebung lieb ■ nicht die türkischen Verzierungen mit Halbmond und Stern. Es soll Alles modern H - Fränkischc, und zwar deutsche Arbeiter genießen seins besondere Gunst. So waren die ^ar-nc.
!mn Dienstag ßikjen I in (?m) hn Bezugsberechti Gießen, am 1 Grc 4181)


