Ausgabe 
9.8.1876
 
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3931) Zu der bevorstehenden Saison o(fernen wir

Handdreschmaschineii und Häckselscluieider

ZU bedeutend ermäßigten Preisen.

Wcä & HröU.

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eingeführt andern vorgezogein Preise bedeutend ermäßigt, Zeichnungen, Beschrei' bungen, Atteste über gelieferte Maschinen auf Wunsch franco und gratis. $

Vorräthtg in der permanenten Maschinen-Ausstellung von ' (1038

Ph. Mayfartli <fe Comp.

__________ in Frankfurt a. M., Baumweg Nr. 7,

Mehrfachen Wünschen entsprechend, bin ich gesonnen Donnerstag den 10. August wieder einen Cnrsus im Anfertigeu von Damenkleidern zu eröffnen. Theilnehmerinnen werden um baldige Meldung gebeten.

4105) Schneider.

gsterhkfsischk Wnbahngeseltschasl

empfiehlt

en

bat am 6. Kuguf tiü

Gießen, den 8. August 1876.

(4175

Copallack,

Ccpern

Eisenlaok,

(3937

Decorationslack, Pttersb. Möbellack, Schleiflack, Letnölfirniß,

'övyivi, IUU, Wagenlack,

Seccatif und

Damalack,

Terrebine

Morgens 9 Uhr bei

(4115

empfiehlt dasselbe, bestens

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per Krug 20 Psst. (Krug retour 10 Pfg.)

empfiehlt

(3110

Emil Fischbach.

Fliegenfänger

L. Müller, auf der Mäusburg.

bei

3414)

ag meldet: Dir Liu r die in ihren Bch A )et

kses bei Mttmhch: nd die Serben intf^ jotben, ba^tn fiohn

Neue Mandeln und Tafelmandeln, Tafel-, Elemi- und Sultanin«

(3916 Emil Fischbach.

Aechten weftphäl. Schinken, Feinste Gothaer Cervelatwurst,

4135) Eine Wirthfehtrft ;u verkaufen, event. zu ver- pachten. Näh, b. I. Blitz.

Zwiebetkucheu

litew Montag, Mittwoch und Freitag,

Getrocknete Apfelschnitz und Zwetfchen.

Burgunder Weinessig zum Einmachen.

Tafelsenf, Sardellen,

Nachdem der am 30. October 1875 von der außerordentlichen General- rerstmmlung der Oberhessischen Eiseilbahngesellschaft gefaßte Beschluß, daß die Gesellschaft sich auflöse, perfect geworden und dieses gemäß §. 39 der Statuten Dreimal bekannt gemacht worden ist, tritt nunmehr die Oberhessische Eisenbahn- geskllschaft in Liquidation. Wir bringen dieses nach Vorschrift des Art. 243 les Allgemeinen deutschen Handelsgesetzbuches zur öffentlichen Kenntniß und 1 fordern die Gläubiger auf, sich bei der Gesellschaft zu melden.

/reich zu Itiflenbe ti' i Äoumrneur unb toi eG baS Meü gd

icieflen Meldung tiw, die Stadt Gurchch eingeäschert. ton- , finb beträchtlich.

Lasurfarbe.

Kasseler Braun, in Wasser abgerieben, Terra de Sienna, gemahlen und ganz, Katechu und chromsaures Kali empfiehlt 1647) L Müller

auf der Mäusburg.

Rosinen, empfiehlt 1142)

Suppengeschirr anHder Tafel herumgehm. Alle folgten dem Beispiele des Ersten; der Wirth konnte sich unmöglichlumpen" lassen, er legte zwei strahlende Füchse auf die "was matt drein schauenden Einspänner.Dies Alles wird ja morgen doch mein sein," dachte sich der Wirth,und da kann ich heut schon noch den Noblen machen und etwas drauf gehen lassen." Nach aufgehobener Tafel (es gab einfache Butterbrode und bsierisch Bier) rief eine der Frauen:Jetzt wollen wir aber tanzen!" Jubelnde Zu­stimmung wurde ihr von allen Seiten.Aber wo nehmen wir Musik her?" fragte kleinlaut der Tausvater. Jetzt erhob sich der Wi th es war nach dem zehnten toetdel und rief:Wissen Sie was? Ich lasse mein Pianinorunter holen und spiele Ihnen zum Tanz auf, ich kann drei Walzer, einen Polka und zwei Hopser spielen, die werden schon ausreichen." Der ehrendste Beifall wurde dem Wirthe »ür fein hu- maneS Anerbieten allseitig zu Theil. In einer Viertelstunde stand das Pianino des Wlrthes in derPutzstube" des Miethers und der Tanz sollte beginnen.Aber wir haben ja hier keinen Platz," warf eine junge, hübsche Frau ein,die Möbel machen sich zu breit im Raum."Hinaus damit!" schrien die Pathen, und ehe zehn Minuten vergangen waren, befand sich für jeden Gast nur noch ein Stuhl und das Pianino im Zimmer. Jetzt tummelten sich die Paare nach den melodischen Hopserklängen, die der Wirth feinem Instrumente kunstreich entlockte, und bis Mitternacht tönte der Jubel, rauschte die Freude durch die erleuchteten Räume. Der Wirth hatte sich ganz vertieft m seine Aufgabe und war noch nicht einmal vom Musikstuhl aufgestanden; an reich- (idjen Opfern aus dem Reiche des Gambrinus hatte man es ihm nicht fehlen lassen. Da, mit dem Glockenschlage zwölf wurde plötzlich die Thüre aufgerissen und ein großer stämmiger Mann, dunketgebräunt und unrasirt, die Mütze auf einem Ohr, in zerrissenen Hemdsärmeln trat ohn- Anklopfen herein und rapportirte mit etwas gilka- belegter Stimme:Uffgeladen is so weit Allens, die Wagens stehen uffen Damm, aus die pollezeiliche Schußlinie; et fehlen nu man blos noch die Stühle hier und der Klapperkasten, bet Klavier. Komm Anjust und faß mit an!" Der (Berufene, noch dunkler geröthet, als der Ruser im Gesicht, trat ichleunigst ein und dieRücker" denn solche waren es gingen ohne Weiteres daran, das Pimino hinaus zu tragen; der Wirth saß wie erstarrt; als er sie aber das Pianino zum Hinaustragen anheben sah, sprang er auf und schrie:Das Instrument ist mein!"Na, denn nehmen Siet man nich Übel!" entschuldigten sich die Beiden und gingen schleunigst ab durch die Thür. Jetzt sah sich der Mann am Klavier um; das Zimmer war wie ausgefegt, ederTaufzeuge" halte seinen Stuhl mitgenommen und leer gerückt war die Stätte! Erst später erfuhr der Geleimte, daß diePathen" nach vorheriger Verabredung jeder eine sogenannteBlüthe" auf den Teller gelegt batten, und seine, des Wirthes Gold­stücke, waren die einzigen richtigen gewesen; damit hatte der Miether die Rück-Com­pagnie bezahlt. Eine Fluth der heftigsten Verbal-Injurien sandte der Wirth der Bande" nach; darnach aber sank er auf seinen Stuhl zurück, faltete die Hände und dankte Gott, daß die Kunden ihn selbst und fern Pianino rucht mitgenommen hatten. So erzählt dasB. T-Bl"

Wille. Balser,

am Lindenplatz.

Neue holt. Mljärinne

empfiehlt (3918

Emil Elschbach.

Vermischtes.

®armftabt, 3. August. Das im Carlshofweiber aufgefundene Frauenzimmer ist nach erhobenen Ermittelungen eine geisteskranke Person aus Würzburg, welche dort eus der Ausstcht entwichen ist und ihrer Angabe nach sich ums Leben bringen wollte. Die anfängliche Vermuthung, daß ein Verbrechen v.rübt worden sei, ist gänzlich un­begründet-

Kreuznach, l.Aug. Eine Geschäftsreise führte mich vor einigen Tagen in die Nähe von tot. Wendel und Marpingen. Ich beschloß daher, einen Abstecher nach dort |U machen, um zu sehen, ob dort Alles wieder in gewohntem Geleise sei. Das schien aber nicht der Fall zu sein, denn der ganze Ort war noch stark mit Soldaten belegt und der Herr Caplan hatte eine Einquartierung von zehn Mann. Ich begab mich nach der Stelle des Wunders und traf unterwegs einen Bauer oes Dorfes, welcher nach feinem Kleefeld ging, um Futter für die Kühe zu holen. Ich ließ mich in ein gleichgültiges Gespräch mit ihm ein und beabsichtigte allmählich auf die Wundererschei- MNg überzulenken. Fehlgeschossen! Er merkte die Absicht und ward verstimmt. An btr Stelle der angeblichen Erscheinung angenommen, woselbst eine Wache hmgestellt war, bemerkte ich, daß rings um den fraglichen Baum herum die Erde ihr gewöhn­liches Aussehen n-cht hatte; sie war eben nicht etwa feftgetreteri, sondern von den An- döchngen auf mehrere Zoll Tiefe annectirt und mit nach House genommen worden Der arme Baum sah noch schrecklicher aus; er war fast bis obenan seiner Zweige be­raubt, die von den getäuschten Leuten als Reliquie betrachtet sein mögen.

Berlin. In der Schwedterstraße wohnte bis vor vierzehn Tagen ein Diätar ohne Diäten, er hatte durch die zur Zeit herrschende Geschästsstockung seine Brodstelle rerloren und eine anderweitige Versorgung noch nicht finden können. Ein Vierteljahr wüt ec mit der Miethe bereits im Rückstände und mit zagendem Herzen sah er dem ersten August entgegen, wo er den zwiefachen Miethzins zu berichtigen verpflichtet roar. Der Wirth des Hauses hatte ibn aat 15. Julincommanbirt" gemahnt und bei nicht tintretenber Zahlung bis nächsten Tag mit Exmission bedroht. Was war da zu thun? Der Mann beschied ein halbes Dutzend Freunde zu sich und pflegte mit ihnen des Roths; nach fcstgefte'lter Resolution begab sich der Miethcr zum Hauswirth und ersuchte ihr, bis zum 20. Juli zu warten, da lasse er seinen jüngst geborenen Jungen taufen, und die Pathen seien alle derart, daß ihre Taufgeschenke das Manko im Miethsbnche des Wirthes mehr als ausreichend decken roibben. Zum Schlüsse ersuchte der Mi et her der Wirth, ebenfalls Zeuge der feierlichen Taufhandlung sein zu wollen; der Wirth versprach zu kommen und die Kollation nach der Taufe, in der Wohnung des Miethers, tdol- eine ganz splendide. Als die Gläser verschiedentlich die Runde gemacht hatten, erhob sich einer der Pathen und hielt eine ergreifende Rede ob der bedrängten Lage , des Taufvaters und als Alle tief gerührt schienen, ergriff der Redner einen Teller, legte ein Zwanzigmarkstück darauf und ließ dann mit einemVivat sequens das

Heiuzerliüg & Tribus

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L Müller k_auf der Mäusburg.

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Säftj*.

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August J¥oll? Mäusburg.

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Prima Weinessig, Feinsten Burgirnder-Efsig,

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