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Erscheint täglich mit AuLnechme deS Montags. Expeditionr Schulstrahe, 8iL B. Nr. 18.
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Bürgermeisters beim Em-
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sich von der Großartigkeit der Herzlichkeit desselben
Ausdruck der Gesinnungen, welche Sie mir im Namen der Stadt entgegentragen und die Sie so treffend geschichtlich begründet haben. Ich freue mich, in einer Ltadt zu verweilen, die so reich an großen Erinnerungen ist und diese Erinne-
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n®d) immer die Antwort auf die erste Anfrage der Mächte schuldig ist. Die in Pera anwesenden Vertreter der sechs Großmächte hielten desbalb am letzten Freitag eine Besprechung ab, in der sie einig wurden, bei der Pforte morgen ihre Anfrage zu erneuern und den solidarischen Charakter der Vermittlung durch kine gleichlautende Verbalnote zu kennzeichnen, worin eine einmonatliche Waffen- whe empfohlen würde. Ob sich hierin in Folge der seither eingetretenen Niederlage Serbiens nichts ändert, bleibt abzuwarten. Immerhin kann jetzt die
gebers an den Grafen Andrassy entsandt wurde und zugleich den Auftrag gehabt haben soll, die Friedensverniittlung des hiesigen Cabinets anzurufen. Es mag dem Grafen Andrassy keine geringe Genugthnung gewesen sein, daß daffelbe Serbien, welches alle seine Rathschläge, Frieden zu halten, in den Wind schlug, sich nun genöthigt sieht, seinen Schutz anzurufen, nm von dem siegreichen Gegner mäßige Friedensbedingungen zu erhalten. Gerade hierzu wird es allerdings eines größeren Druckes auf die Pforte bedürfen, die 'bisher
Leipzig, 6. Septbr. Der Kaiser erklärte des ihm bereiteten Empfangs überrascht und von hoch erfreut.
Leipzig, 6. Septbr. Auf die Anrede des
pfang am Bahnhof erwiderte der Kaiser Folgendes: Ich danke Ihnen für den
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Berlin, 4. Septbr. Der heutige „Reicks-Anz." schreibt: „Die über die Feier des 2. September vorliegenden Berichte liefern den Beweis, daß dieser Tag für das gesammte deutsche Volk jetzt vollständig den Charakter eines alljährlich wiederkehrenden National-Festtageö gewonnen hat. Die Theilnahmc an der Feier, über die wir, so weit dieselbe Berlin betrifft, berichtet haben, hat sich in diesem Jahre als eine noch allgemeinere, wie in den Vorjahren, erwiesen."
Berlin, 5. Septbr. Die Haltung Griechenlands gegenüber der Konstantinopeler Regierung erscheint ganz darnach angethan, die Staatsmänner am Bosporus zur Vorsicht zu mahnen. Nicht nur, daß von Athen aus der Protest gegen die Ansiedelung von Tscherkessen längs der Hellenischen Grenze wiederholt worden ist, so fängt auch die Indigenats-Frage wieder an, Staub aufzuwir- beln. Beiläufig sei erwähnt, daß eine der „Köln. Ztg." aus Stuttgart zu- gehende Information die Nachricht, daß Württemberg abgängiges Armeematerial an Serbien verkaufte, dahin rectificirt, daß Griechenland, nicht Serbien jenes Material, insbesondere Chassepot-Gewehre aus dem französischen Beuteantheil gekauft und griechische Offieiere dasselbe abgenommen haben, und diesen Waffenkauf durch den Hinweis auf den durch die neuen Wehrformationen Griechenlands nötbig gewordenen Bedarf motivirtrn.
Berlin, 5. Septbr. In den Kreisen der türkischen Botschaft befürchtet man eine Einmischung Rußlands. Die Friedens-Aussichten sind gemindert, und die Lage ist seit zwei Tagen ernster geworden.
Greiz, 4. Septbr. Feldmarschall Graf Moltke ist wieder vollständig genesen. Samstag den 2. Sept, beschied er die Vertreter der Stadtgemeinde zu sich, um ans ihren Händen den Ehrenbürgerbrief zu empfangen, und machte darauf eine längere Promenade im fürstlichen Park. Gestern machte er wieder Spaziergänge, -eine längere Ausfahrt mit dem Fürsten, nahm an deffcn Tafel Theil, zu welcher auch sein Arzt, Sanitätsrath Dr- Oettler, gezogen wurde. Heute Mittag reist er ab. (Gr. Anz.)
Leipzig, 5. Septbr. Der Kaiser ist Nachmittags 41/2 Uhr hier einge- troffen und am Bahnhofe vom König von Sachsen und dem Großherzog von Weimar empfangen worden. Nach einer kurzen Begrüßungs-Rede des Bürgermeisters erfolgte der Einzug in die festlich geschmückte Stadt unter dem Geläute sämmtlicher Glocken. Von der unzählbaren Volksmenge ward der Kaiser enthn- fiastisch begrüßt. Der Fremden-Zufluß ist enorm.
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nnb Besonnenheit in Führung seiner braven sächsischen Truppen sowohl wie später durch das Commando einer Armee zur Erreichung dieser großen Resul- in täte wesentlich beigetragen hat. Auch in dem Erstreben der deutschen Einheit gjjuji» ist Ihr König den Fußtapfen seines unvergeßlichen Vaters gefolgt und hat so "siädikl -1 das vom deutschen Volke lang Ersehnte mit erreichen helfen.
Wien, 3. Septbr. Wie ich Ihnen bereits telegraphisch anzuzeigen mich r beeilte, ist heute hier die Niederlage der Serben in officieller Weise festgestellt h,0r^’en' und zwar durch Niemand anders als den hiesigen diplomatischen Ageu- teil Serbiens, Herrn Dr. Zukics, der mit dieser trüben Kunde seines Auftrag» M *< Zubers an den Grafen Andrassy entsandt wurde und zugleich den Auftrag
nmgen stets an Ereiguiffe knüpfen kann, die für Deutschland entscheidend wirkten. Was Sie von den Resultaten der letzten Zeit gesagt, spricht auch ui. '»an 8«®;: meine Ueberzeugung aus, daß dieselben gnädige Fügung der Vorsehung gewesen; Etlichen Alb ' muß aber auch hinzufügen, daß Ihr König als Feldherr durch Heldenmuth . A. B. ™ . .... —
Pforte eher auf Friedeusbesprechungen eingehen, als einerseits ihrer militärischen Ehre und ihrem Hoheitsansehen Genüge geschehen, andererseits aber der Verdacht ausgeschloffen oder doch sehr abgeschwächt ist, den man bislang weder die Ehrlichkeit der Friedensabsichten Serbiens hegen mochte. Ist dem so, wie man jetzt mick von Belgrad aus einzugestehen beginnt, dann wäre die serbische Streilkraft auf lange Zeit hinaus zerschellt, und allen freundlichen Touristen, die unter dein „Rothen Kreuz" nach Serbien eilen, um dort Werke der Nächstenliebe zu üben, gelänge es nicht, dieselbe so rcffch wieder einzurichten. Nur Eines spricht noch dagegen, daß es Serbien Ernst ist mit seiner Unterwerfung — das ist das Verbleiben des Cabinets Ristic's im Amte. Die Doppelzüngigkeit dieses Ministeriums schädigt Milan zu sehr, als daß er wähnen sollte, Glauben zu finden, so lange er dasselbe an seiner Seite hat. (Köln. Ztg.)
Wien, 5. Septbr. Im Vergleich zu den bisberigen Kämpfen scheint die Niederlage der Serben am 1. September auf dem linken Morawa-Ufer die einzige Action gewesen zu sein, die auf den Namen einer Schlackt Anspruch machen kann. Einem Konstantinopler Telegramm der „Morgenpost" vom 4. d. zufolge zeigte Abdul Kerim dort die Gefangennahme von 1000 Serben an und fügte hinzu, daß der letzte Sturmangriff auf Alexinatz, dessen gezwungene Ueber- gabe dann außer Zweifel stehe, alsbald erfolgen, werde. Die neuesten Semli- ner Nachrichten der „Neuen Fr. Pr." bestätigen den Rückzug Tschernajeff's mit dem Gros der Armee auf Deligrad; blos Horoatovic sei mit einem Observations-Corps in Alexinatz verblieben. In Belgrad herrscht in Folge dessen großer Schrecken und wärmste Friedensstimmung.
Wien, 5. Septbr. Der „Polit. Corresp." wird ans Ragusa vom 5. d. gemeldet: Fuad Pascha ist gestern mit 10 Bataillonen in Trebinje ein- gerück? und unverzüglich nach Grahowo weiter marschirt. Mustafa Pasch» wird mit weiteren 10 Bataillonen stündlich in Trebinje erwartet. Das Armee- Corps unter Mukhtar Pascha wird sonnt eine Stärke von 40 Bataillonen erreichen und sich einschließlich der Baschi-Bozuks auf 30,000 Mann belaufen. Man sieht allgemein demnächst einem großen Kampf entgegen.
Frankreich.
Paris, 5. Septbr. Die Erzbischöfe und Bischöfe, Gründer der katholischen Universität im Westen, haben am 28. und 29. August in Angers ihre jährliche Versammlung gehalten. Aus den dabei verlesenen Berichten erhellt, daß außer den in den verschiedenen Sprengel» durch hemmziehende Priester veranstalteten Geldsammlungen, die dieses Jahr mehr als 100,000 Frcs. eingebracht haben, die bis auf den heutigen Tag beschafften Summen sich auf 1,200,000 Frcs. belaufen.
Italien.
Livorno, 5. Septbr. Heute früh wurde drei Meilen von hier der italienische Dampfer „ßtbia" von dem französischen Dampfer „General Paoli" in den Grund gefahren. Die Bemannung und die auf dem Schiffe befindlichen Reisenden sind gerettet.
Kagtand.
London, 6. Septbr. An verschiedenen Orten haben neue Meetings wegen der von den Türken verübten Grausamkeiten stattgefunden. Die Veranstalter eines Meetings zu Plymouth hatten vorher in einem Schreiben an Lord Derby ihr Bedauern über den Mangel einer officiellen Erklärung ausgesprochen, daß der britische Botschafter in Konstantinopel, Elliot, wegen seines Verhaltens zur Untersuchung gezogen werden solle. Lord Derby antwortete hierauf, die Regierung werde nichts versäumen, um die volle Wahrheit zu erfahren, und fei bereit, im Einverständnisse mit den anderen Mächten diejenigen Schritte zu thuu, welche die Gerechtigkeit erheiscke.
Plymouth, 5 Septbr- Das belgische Schiff „Julia David" ist am Sonntag mit einem bis" jetzt unbekannt gebliebenen Schiffe zusammengestoßen und erlitt dabei schwere Verletzungen. Daffelbe ist heute in den hiesigen Hafen eingelaufen, um feine Schäden zu reparireu.
Spanien.
Madrid, 5. Septbr. Die Regierung hat den evangelischen Pfarrern allgemein verboten, öffentliche Anzeigen zu erlaffen , welche sich auf kirchliche Angelegenheiten beziehen. Die noch vorhandenen Maneranschläge müffen binnen 24 Stunden entfernt sein.
Außland.
Lemberg, 4. Septbr. Nach Berichten der polnischen Blätter wurde der Czar in Warschau nur von officiellen Persönlichkeiten begrüßt. Die pol- nische Bevölkerung hat sich fern gehalten. Denselben wird ferner aus Peters- bürg mitgetheilt, daß man die Einführung der russischen Sprache in sämmt- lichen Volksschulen Finnlands beabsichtige.


