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te6r bringt, wird mit Zuchthaus bis zu '0 Jahren und, wenn durch die Handlung der Tod eines Menschen verursacht worden, mit Zuchthaus nicht unter 10 Jahren oder mit lebensläng- lickem Zuchthaus bestraft. Wo indessen kein Klager, ist bekanntlich auch kein Richter.

Die durchaus notwendige Selbstthatizkeit des Publikums zur Entdeckung und Verfol- auna der Fälscher von Nahrungsmitteln wird von doppelter Wirkung 'ein, wenn sie die richtige Unterstützung bei den öffentlichen Sicherheitsbehörden findet. Auch hier liegt gar Vieles im Araen Größtenteils beschränkt sich die Polizei darauf, dann und wann diesem oder jenem Löckerweib die getaufte Milch und die aus Mehl, Kalkwasser und Essig zusammengequirltesaure Sahne ' auszuzießen, zu leichte oder verfälschte Butterstücke zu zerschneiden und von Zeit zu Zeit bei diesem oder jenem Fleischer verdorbenes Fleisch mit Beschlag zu belegen. Damit ist so aut wie nichts gethan, wenn man erwägt, daß die Verfälschung von Nahrungsmitteln in ungeheurem Umfange und planmäßig betrieben wird. Um den Kampf für die Gesundheit der Bevölkerung gegen Betrug und Fälschung mit Erfolg führen zu können, wird es nothwend.g werden in nicht zu großen Zeiträumen sämmtliche fellgehaltenen Dictualien und Materialwaaren ohne jede Ausnahme einer chemischen und mikroskopischen Prüfung zu unterwerfen, und den­jenigen Händler, Bäcker oder Fleischer, der auf fauler Fährte ertappt wird dem Staatsanwalte überweisen, seinen Namen aber durch öffentliche Bekanntmachungen an den Pranger zu stellen.

Eine solche Maßregel, ihre allgemeine Durchführung vorausgesebt, würde und könnte ihren'Zweck'' nicht verfehlen.

Wir wollen zugeben, daß eine solche Maßnahme in dem Umfange, wie wir ihn im Sinne haben, große Schwierigkeiten verursachen würde. Bei gutem Willen und der nöthigen Energie aber ist sie durchführbar. Wir verfolgen mit rastlosem Eifer den Mörder, welcher durch eine Gewalttat seinem Mitmenschen den Lebensfaden abschneidet, jene Massenmörder aber welche schnöden Gewinnes halber ganze Generationen vergiften, dürfen fast unbehelligt ihr schändliches Gewerbe treiben. Wir stellen dem Fälscher nach, der unser Vermögen beschädigt, bekümmern uns aber kaum um jene zahlreiche, weitverbreitete Fälscherbande, welche uns die tägliche Nahrung in Gift verwandelt, die dadurch unser köstliches Gut, die Gesundheit, vernichtet.

Erst kürzlich ist im Reichsgesundheitsamte eine Centralbehörde für das deutsche Reich geschaffen worden, welchem die hohe Aufgabe zufällt, über den Gesundheitszustand im Lande zu wachen, und Institute ins Leben zu rufen, welche zur Beförderung des leiblichen Wohlbe­findens der Bevölkerung geeignet erscheinen. Will es sich dieser Aufgabe gewachsen zeigen, so wird es ein wachsames Auge haben müffen auf die Verfälschung der Nahrungsmittel. Durch jede Maßregel, welche Betrug und Fälschung der wohlverdienten Strafe zu übergeben geeignet ist, würde es sich den Dank des verständigen Theiles des Publikums verdienen.

Dieses gediegene Volks- und Familienblatt fe ert in diesem Jabr sein 25jübriges Bestehen. Wenn ein Journal so lange Zeit stets den Rang als eines der beliebtesten und ^verbreitetsten Familien-Unterhaltungsblätter einzunehmen wußte, wie dies bei derIllustrir- ten Welt" thatsävlich und in immer steigendem Maße der Fall ist, so ist der beite Beweis I für die Bortreffl'chkeit dieses Journals, welches Reichhaltigkeit und Güte des Inhalts, , sowie prächtigen Bilderschmuck mit beisvielloser Billigkeit verbindet.

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Welt

Pl-eis pro Heft nur 35 Pf. Preis des ganzen Jahrgangs nur 7 Mark. Verlag von Eduard Hallberger in Stuttgart und Leipzig.

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Allgemeiner Anzeiger.

Kesondere Uekanntmachungeu Bessknllichk Bekanntmachung.

Friedrich Jacob Dornemann von Oder-Bessingen ist durch Verfügung Groß- herzoglichen Hofgerichts der Provinz Ober- Hessen als Verschwender erklärt, und Heinrich Sehrt XIV. sowie Philipp Kühn II. von Ober-Bessingen, als Cura- toren verpflichtet worden. Indem man dieß zur öffentlichen Kennti- bringt, wird bemerkt, daß Rechtsgeschäfte mit ihm nur

mit Einwilligung der Curatoren gültig ab­geschlossen werden können. Zugleich werden ille Gläubiger desselben, bekannte wie un­bekannte, ausgefordert, ihre Forderungen an denselben

binnen 14 Tagen

dahier anzumelden, widrigenfalls sie bei Ordnung der Vermögensoerhältnisse keine Berücksichtigung finden.

Lich, den 25. October 1876. (5626

Großherzogliches Landgericht Lich.

Weyer.

ApolL larisbrunnen,

Carisbader Mühl- u. Schlossbrunnen,

Emser Kesselbrunnen,

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(2155

Emil Fischbach.

Bekanntmachung.

Spar- und Mhllasse Nl Fang-Göns.

(Eingetragene Genossenschaft.)

5765) Bei Empfangnahme der am 1. November l. I. fälli­gen Zinsen von den in die hiesige Spar- und Leihkaffe eingelegten Kapitalien sind die betreffenden Einlagescheine derselben vorzulegen, um in denselben den Kapitalbetrag in Reichswädrung einzutragen; ohne Vorlage des Einlagescheins werden die Zinsen weder ausbezahlt, noch dem Kapital zugeschrieben. Gleichzeitig wird darauf aufmerk­sam gemacht, daß der wöchentliche Geschäftstag Freitag einzuhalten ist.

Lang-Göns, am 31 October 1876.

Für die Spar- u Leihkaffe zu Lang-Göns

(eingetragene Genossenschaft):

A« Henrich,

J. Buch,

Seltersweg 184,

empfiehlt einem geehrten Publikum in- und auswärts sein reich assortirtes Pelzwaarenlager, als: Neerz, Iltis, Bisam, Biber re. re., sowie eine große Auswahl in Bashlik-, Jagd-, Neise-, Mode- und Kinder- mützen zu den billigsten Preisen. (5302

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M. Weissbäcker.

Dircctor.

Versteigerung.

Holzversteigerung.

Donnerstag den 9. November b. I, Morgens von 9 Uhr an, soll in dem Alten-Busecker Gemeindewald, in den Districten Röderwald und Struth, .folgendes Holz versteigert werden:

1 2 R -Meter Nadel-Scheitholz,

25 Prügelholz,

46 Stockholz,

5 Stämme Eichen-Bau- und Werkholz mit 1,93 Festm.,

124 Stämme Nadel-Bau- und Werkyolz mit 46,25 Festm-,

9 Eichenstangen mit 0,29 Festm., 175 Nadelstangen mit 15,95 Festm.

Der Anfang ist auf der Hohl über der Lehmkaute.

Alten-Buseck, am 1. November 1876. Grotzherzogl Bürg-rmewer-i Alten-Bus-ck.

Wagenbach. (5734

Versteigerung.

Am 14. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, findet auf dem Kasernenhof des 11b. In- santerie-Regiments dahier ein Verkauf von Mänteln an den Meistbietenden, gegen gleich haare Zahlung statt. {5760

Die Regiments-Bekleidungs,Commission.

Aeilgebolenes.

5755) Ein ILjähriges Zugpferd mit ^Geschirr steht zu verkaufen bei

Johannes Stumpf, in Burkhardsfelden.

Marinirte Häringe

enipfiphlt (4658 Emil Fischbach.

Aepfelkraut,

Holl. Syrup,

feinstes Aepfelgelee,

feinen Bienenhonig, emvfiehlt , nx ...

5446)__________Ga- W'lh- We idig.

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nungen ersten Ranges wurde das

goldene Kren;

nachträglich nach wiederholter Prüfung auf Grund seines hoben medecinischen u. gesund- heitl. WertheS als Magen bitter dem ärztlichen Magen­bitter gen. Lestoniae von Dr. med. Schrömbgens in Kaldenkirchen auf Grund der jüngsten großen internationalen Ausstellung zu Utrecht in Holland einstimmig zuerkannt.

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PH. Nau L Co., Jul. Wallach, I A Busch Söhne, Daniel Heil, H e i n r. K i n k e l, Conditor, W i l h- F l e t t, Neustadt, F. C. Henzerling und Carl W e i d i ß.(5763

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