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einige Kühlung zu verschaffen und man wird begreifen, wie einträglich ein solcher Kühlungs-Prozeß ist.
— (Die Katastrophe bei Aschersleben.) lieber den von uns bereits gemeldeten schrecklichen Unglücksfall in der Grube der Froser Actiengesellschaft in Frose bet Aschersleben entnehmen wir der „M. Ztg." einiges Nähere- Am t. Juli, Nachmittags 3 Uhr, ertönte die Sturmglocke. Im Förderschachte war nämlich durch den in einer oberen Strecke angebrachten Wetterofen Feuer ausgebrochen, welches mit aller Schnelle an dem getheerten Drahtseile hoch ging und Förderthurm und Maschinengebäude in wenigen Minuten in Flammen setzte. Vierzig Bergleute arbeiteten in der Grube. Es retteten sich von allen diesen blos 13 Mann, die Uebrigen erstickten in den Strecken und im Wasserhaltungsschachte. Trotz aller Mühe sind bis heute erst acht Leichen zu Tage gebracht: wann die Uebrigen nachgeholt werden können, läßt sich mit Bestimmtheit nicht angeben, weil die Gase in der Grube sehr stark sind und die Wasser mit jeder Minute höher treten. Sämmtliche Gebäude bis auf Comptoir und Kesselhaus sind niedergebrannt. Es wäre unbedingt nötbig, daß von Seiten der Anhaltischen Bergbehörde eine strengere Controle geführt würde; denn in einem Holzschachte und im Kohlenflötz selbst einen Wetterofen zu bauen und diesen Ofen Tag und Nacht von unerfahrenen Leuten, die höchstens 15—16 Jahre alt sind, feuern zu lassen, und, technisch ausgedrückt, den Förderschacht als Schornstein zu benützen, ist unerhört- Wer trägt die Schuld an diesem Unglück und wer wird sich der armen Wittwen und Waisen an nehmen ?
Lokal-SLotiz.
Gießen, 6- Juli. Gestern gegen Abend wurde ein Kind in den Neuenbauen überfahren, wodurch" dasselbe einen Beinbruch erlitt.
Literarisches.
Von der neuen illullrirten Zeitschrift: ^Der Hund. Organ für Züchter und Liebhaber reiner Racen. Redtgirt von R- von Schmiedeberg" (Verlag von Paul Wolff in Leipzig) liegen jetzt die Nummern 4 und 5 vor. Aus dem interessanten Inhalt derselben erwähnen wir:
Mittel und Wege, die Zucht reiner Racen zu fördern. I. Ein Organ zur Verständigung. II- Abhaltung von Hunde-Ausstellungen. — Die sogenannten Leonberger Hunde - Allgemeine Grundsätze bei der Thierproduction. Von Director Dr. Rueff. I Die Variabilität und das Akkommodirungsvermögen der thierischen Geschöpfe. — Field-trials. — Jardin d’acclimatation in Paris. — Kynologische Gesellschaft in Wien. — Kollision der Pflichten. — Ein guter Schwimmer. — Einfluß des Klimas. — Field- trial zu Radcwell bei Halle, am 5. Mal. — Hunde-Ausstellung in Köln. — Familiennachrichten. — Verzeichniß von aus England kürzlich eingesührten Windhunden. — Porträts mit ansprechendem Text von folgenden Hunden: Sultan, im Besitz des Deutschen Reichskanzlers, Fürsten Bismarck. Honeymoon und Corby Castle, die Sieger von Altcar 1875.
Die Zeitschrift erscheint monatlich 2 mal ä 4 Seiten in Folio-Format und kostet halbjährlich 3 M- Abonnements nehmen alle Buchhandlungen und Postanstalten, sowie die Verlagshandlung entgegen.
als die ostasiatischen Horden, an denen der „Sieger von Taschkent sich vor 12 Jahren so gar wohlfeile Lorbern erworben hat. (Köln. Ztg.)
— Aus dem Vatican soll, wie die „Jtal. Nachr." melden, nach den Donaufürstenthümern die Weisung abgegangen sein, daß die römisch-katholischen Christen die slavische Bewegung gegen die Mohamedaner nicht unterstützen sollen, weil dieselbe gewiß nur zu Gunsten des schismatischen Rußlands ausfallen würde.
Konstantinopel, 4. Juli. Heute findet großer Ministerrath statt. Sämmtliche fremden Gesandten befinden sich hier auf ihrem Posten.
Konstantinopel, 4. Juli. Der Fürst von Montenegro hat ein vor acht Tagen an ihn gerichtetes Telegramm des Großvesirs mit der von vorgestern datirten Kriegserklärung beantwortet. In derselben spricht der Fürst seinen Dank in der Anerkennung seiner loyalen Haltung aus, erklärte jedoch, die Zusicherungen der Pforte nicht annehmen zu können. Die letzere sei durch lügenhafte Berichte ihrer Agenten getä'-scht worden. Es sei Factum, daß Mon- I tenegro von den an der Grenze aufgestellten türkischen Truppen blokirt gehalten werde, diese seien in der letzten Zeit noch vermehrt worden. Er (der Fürst) habe in Befolgung des ihm von den Mächten gegebenen Rathes mit Mühe seine Unterthanen von der Betheiligung am Aufstande abgehalten und seinerseits die Pacification unterstützt; doch sehe das Volk heute ein, daß die Pforte nicht im Stande sei, den Kampf zu beendigen; er selbst billige diese Ansicht und ziehe es vor, offen den Krieg zu erklären. ______ __
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Vermischtes.
— kürzlich wurde in diesem Blatte das Publicum vor Genuß von Schwerspat gewarnt, resp. damit bekannt gemacht, zu welchen Nahrungsmitteln derselbe seine betrügerische Verwendung findet. Wenn man den Betrügereien mit Schwerspat auf ben G^nd kommen würde, so möchte sich wohl die Zahl der angegebenen Nahrnngsmittel noch bedeutend vermehren. Wenn Jemand Bettfedern kauft, denkt er wohl nicht ,o leicht daran, auch hierbei mit diesem Universal-Betruismittel tn Berührung zu kommen.
Man denke sich einen Federhändler mit einem großen in mit Wasser gemengten Schwerspat getauchten Pinsel vor seinem Federvorrath stehen^l^^demsel^n^dcnrM
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L. Müller auf der Mäusburg.
Wilhelm Orbig am Markt.
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worden.
Gießen, ben 4. Juli 1876.
Carbolsäure, flüssig, Chlorkalk und Eisenvitriol
r hat den Antnz: 12. Decernbtt |jj| wurde der te; 4. September
Holzvcrsteigerung den Domanialwaldungen Oberförsterei Vadenrod.
Kirschbaum — Nadel
zu Leihgestern.
Samstag ben 8. Juli, Mittags um 12 Uhr,
Großherzogliches Stadtgericht Gießen. In Verhinderung Grohh. Stadtrichters: Oppermann.
:n$t eine ausim
Kesondcre Uekauntmachungen
3583) Vier Nachtragshebregister über birecte Steuern für das Jahr 1876 liegen drei Tage auf dem Büreau der Bürgermeisterei zur Einsicht offen.
Gießen, ben 5. Juli 1876. (3583
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
A. B r a m m.
Bekanntmachung.
Im Genossenschafts-Register bes unterzeichneten Gerichts ist heute folgenber Eintrag vollzogen worben:
Der für Verhinderungsfälle eines der Kassebeamten bestellt gewesene Procurist her Gewerbebank zu Gießen eingetr. Ge nossenschast, Ferdinand Hoffmann zu Gießen hat sein Amt freiwillig niedergelegt und ist Kaufmann Wilhelm Balser dahier als Procurist für gleiche Fälle bestellt
Versteigerungen.
Arbeitsversteigerung
Hainbuchen Eichen, Birken,
Patentirtes
Gase-Insectenputver zur radikalen Vertilgung von jeglichem Haus-Ungeziefer und dessen Brut. Amtliche Zeugnisse, sowie Gebrauchs - Anweisung leben zu Diensten. Alleinverkauf für Gießen unb Umgenenb (3501
L. Müller auf der Mäusburg.
— 22
Z | 144
3554) Meine beiden Häuser am Reichen- sand unb Kaplansgasse, sowie meinen Garten am Wismarer Weg, will ich verkaufen.
Gießen, den 4. Juli 1876.
H. K e ck.
Zu verkaufe» ein Schrcibsecretair. Näheres in ber Exped. d. Bltts.(3542
Raum
46 67
von Storndorf nach Winbhausen gelegenen District Stollberg, Forstwartei Storndorf: Scheith- Prügelh. Stockh. Reish- Raummeter
Buchen 833 52 2 716
75 Buchen-Stämme von 32—54 Centimtr.
Durchmesser unb bis zu 13 Mir. Länge;
II. Freitag den 14. Juli in dem Saale des Gastwirths Döring zu Storndorf aus ben Districten Gründel, Riedstrauch und Wingerwald ber Forst- warteien Storndorf und Strebendorf:
Scheith Prügelh. Stockh. Reish.
12 Birken-Siämme von 15—28 Centimtr. Durchmesser unb bis zu 14 Mtr. Länge, 1 Birken Stange,
19 stärkere Fichten-Stangen, zu Sparren rc. geeignet, (lagern sämmtlich im District Wingerwald)
Die Versteigerung beginnt an jebem Tage um 9 Uhr Morgens in dem oben bezeichneten Locale und wollen sich bie Steigliebhaber das Holz, welches einestheils wegen der zum Ausgebot gelangenden großen Quantitäten, anderntheils wegen der Entfernung ber Hiebsorte von einanber nicht vorgezeigt werden kann, vor ber Versteigerung ansehen resp. durch bie Forstwarte Hartung zu Stornborf unb Richber zu Strebenborf vorzeigen lassen. Weitere Auskunft ertheilt auch die unterzeichnete Stelle.
Storndorf, am 4. Juli 1876. (3581
Großherzogliche Oberförsterei Vadenrod.
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Montag den 10. v. Mts. beginnt wieder ein Cursus im
Zufchneidcn und Anfertigen von Damenkleidern.
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38 Fichten-Stämme von 15—33 Centimtr. Durchmesser unb bis zu 16 Mtr. Länge, 3 Ahorn-Stämme von 17,22 u. 33 Centimtr. Durchmesser und 7 Mtr. Länge,
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3537) Buchenscheitholz I. Kl. pr. Rmtr. ab Bahnhof Alsfelb Mrk. 9. 50, besgl. frei Bahnhof hier Mrk. 10. 75. Ferner ist em 4jähriges Reit- unb Chaisenpferb, auch zug- fest (Stute), ganz fehlerfrei u. fromm, iU veifaufen. Nähere Auskunft ertheilt Herr
Wilhelm Hartmann (Neuftabt) hier-
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Vulkanöl, feinst amerikanisches, für Dampfbetrieb.
Wagenfett, in */i und 2 Psd. Kisten, sowie in %, V4 und j/2 Ctr. Kübeln, empfiehlt en dötail, und bei Abnahme größerer Qantitäten zu Fabrikpreisen.
L. Müller,
sollen auf dem Rathhaus zu Leihgestern nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als:
, i) Schreinerarbeit, veranschlagt zu 50 M-, 2) Pflasterarbeit, veranschlagt zu 140 M-, 3) Chaussirarbeit, veranschlagt zu 148 M-, 4) Steinbrechen, Fahren, Setzen und Zerschlagen derselben, veranschlagt zu 625 M-,
5) Sandfuhren, veranschlagt zu 60 M-,
6) Grabenarbeiten, veranschlagt zu 204 M Gießen, den 4. Juli 1876.
I. A-:
Körner, Bezirksbauaufseher.______
Aeilgebotenes.
Samstag den 8 d. M. bin ich auf dem Gießener Gemüsemarkt mit blühenden Topfgewächsen, darunter große blühende Hortensien; ferner mit Gemüsen und großem Häuptcr- salat. (3556
Alsfeld, den 3. Juli 1876.
Jean Frick, Kunstgärtner.
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Es werden versteigert:
I. Donnerstag den 13. Juli in Saale des Gastwirths Döring zu Storndorf autz dem zunächst der Chaussee
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Marktplatz 8-___________
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60 Pfg-,
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angenehmstes Reinigungsmittel der Zähne, in Schachteln ä 40 u. 60 Pfg-, empfiehlt 3097) L Müller auf der Mäusburg.
233^) Hemden-Einsätze em- pfiehlt in reicher Auswahl
H. Riibsamen.


