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6. Juli.

Denselben.

Dem

Schneider Ludwig Größer ein Sohn, Ludwig Karl Philipp,

geboren den 17. Juri.

den 28. Mai.

Denselben. Dem

des

verstorbenen Professors

' 4 M- 14 T-, gestorben den

eine ein

Tochter, Johanna Karo-

Sohn, Gustav Wilhelm

hat auch nicht nur die Eigenschaft, die flüchtigen Substanzen zurückzuhalten, sondenr er ist zugleich eines der vorzüglichsten Pflanzenernährungsmittel. Es liegen mehrere Versuche vor, welche beweisen, daß der mit saurem phosphorsaurem Kalke behandelte Klft. (>/< Hektare) einen um 30 M. höheren Ertrag brachte, als der mit Gyps behandelte, und einen um 42 M. höheren Ertrag als der pure Mist auf dem nämlichen Felde und zu der nämlichen Fruchtart. Es darf mit gutem Gewissen jedem Landwirthc ?"6erathen werden, stets sauren phosphorsauren Kalk oorräthig zu halten und nach ledem Misten solchen aufzustreuen.

nA Beerdigte.

. Den 29. Juli. Karoltne Louise Antonie Winther, dahier Dr. Alexander Winther eheliche Tochter, alt 24 I.

^Der Komiker des Norddeutschen Künstler-Vereins, Herr Robert Krause, der am Dienstag schon mit dem größten Belial! hier aufgetreten ist, producirt sich beute Abend zum zweiten Male in Busch's Garten. Wir verfehlen nicht, alle Freunde des Humors auf diesen vortrefflichen Salon-Komiker aufmerksam zu machen.

. geheimn voller Mord im botanischen Garten zu Kiew erregt in Kiew tzroßes Aufsehen, Zwei junae Mädchen von vornehmer Familie, welche das dortige Hymnasrum für Mädchen besuchten, wurden in einem Bosquet des Gartens neben ein­ander erwürgt aufgefnnden. lieber den Urheber des Verbrechens und die näheren Um­wände, unter denen dasselbe voüführt wurde, fehlen noch zuverlässige Angaben; man vermuthet den Mörder tn einem jungen Diener der Familie, der geisteskrank sein soll. Auf be Entdeckung des Mörders ist übrigen- ein Preis von 500 Rubel gesetzt. Für den Mord hat zunächst der botanische Garten selbst büßen müssen; die Stelle, an der das Verbrechen verübt worden ist, hat der Dirertor des Gartens, P-ofessor Borschtschew, glatt r .siren und damit den Garten einesthetls seines prächtigen Blätter^ schmuckes berauben lassen Aber auch für die Universität, deren Studentenschaft ohne­hin schlecht bei der Regierung angeschrieben steht, da sie viele unruhige Elemente zählt, droht der Vorgang verhä ignißvoll zu werden. Als der Professor der gerichtlichen Medicin, vrof. Erhardt, bei der Section der beiden Leichen im anatomischen Theater «'nen Studenten mit der Abfassung des Protokolls beauftragte, lehnte dieser die Arbeit ob, die Sache der Polizei sei. Prof. Erhardt, der gleichzeitig Decan der Universität ist, verlangte hierauf die Entfernung des Widerspenstigen und rief, als diese nicht er- tolüte, die Polizei zur Hilfe. In demselben Moment erbot sich aber auch ein anderer bliident zur Abfassung des Protokolls. Als der ausgewiesene Student nun das Local verließ, forderte ein ehemaliger Student seine Commil'tonen auf, das Auditorium, aus hem ein Student ausgewiesen sei, ebenfalls zu verlassen und nicht wieder zu betreten. Viele der anwesenden Studenten folgten der Aufforderung und dies hat den Gouver­neur veranlaßt, gegen dieselben eine Untersuchung einleiten zu lassen.

(Packarapu.) Was sich die Maori, die Eingeborenen von Neuseeland, unter Bankerott denken, geht aus nachstehender, demGlobus" entnommenen Mitthei- luig hervor. Em Maorihäuptling, ein Mann von Intelligenz und in Geldangelegen- heiten mit seinen benachbarten Pakehas tWeißen) sehr gewissenhaft, verlor kürzlich 40

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Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

Den 30. Juli. Heinrich Enders, Hausbi'rsche dahier, verstorbenen Schuh­machermeisters zu Wallenrod Konrad Enders ehelicher Sohn, und Marie Stock, geb. Schnepp, Wittwe des Schriflsetzers Gustav Stock dahier.

Denselben. Karl Pfaff, Schlossermeister dahier, des verstorbenen Schuhmacher­meisters dahier Philipp Pfaff ehelicher Sohn, und Katharina Marie Dietzel, des Berg­manns zu Marienhagen Karl Dietzel eheliche Tochter.

Geraufte.

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Eingesandt.

(Äclteröberfl.) Am 2. d. feierte die BurschenschaftGermania" einen CommerS, den fie durch fortwährendes Kanonenfeuer zu verherrlichen sich bestrebte. Die Schüsse dauerten bis spat in die Nacht und konnte ich Seltersberger, der ich weit nach Klein- llnden zu wohne, während dieser Action kein Auge zuthun. Wenn ich nun, der ich so weit weg wohne, im Schlafe durch das Schießen gestört worden bin, wie müssen erst die Bewohner des Nenenweges und des Kreuzes rc. geschlafen haben? Es werden sich nun viele Leute fragen:Warum ist es nicht verboten oder nicht verhindert ober endlich erlaubt worden?" Die Antwort ist darauf sehr einfach (aber für uns aus verschiedenen Gründen nicht gut mitzutheilen. D- Red.) P

s .n - c t:- Diener am physiologischen Institut Heinrich Balser ein Sohn, Karl Martin Friedrich, geboren den 8. Juli.

Denselben. Dem Expeditionsgehülfen an der Köln-Mindener Bahn Geora Frank eine Tochter, Auguste Louise, geboren den 28. Juni.

Denselben. Dem Taglöhner dahier Georg Mandler eine Tochter, Elisabethe, geboren den 27. Juni.

Denselben. Dem Locomotivführer an der Main-Weser-Bahn Georg Wiechard em Sohn, Theodor Alexander Daniel, geboren den 15. Juni.

Den 31. Juli. Dem Schuhmacher Heinrich Marx

lina, geboren den 24. Juni.

Denselben. Dem Tapezierer Ferdinand Nennstiehl

Jakob Heino, geboren den 11. Juli.

- Denselben. Dem Cigarrenfabrikanten Gustav Brunnet ein Sohn, Gustav Werner Emrl Wilhelm, geboren den 28. Mai.

Den 29. Juli. Dem Bürger und Fabrikanten Otto Kcmpff eine Tochter, Ma­thilde Therese Friederike, geboren den 8. Juni.

Den 30. Juli. Dem Schlosser an der Köln-Mindener Bahn Johann Georg Heller ein Sohn, Friedrich, geboren den 4. Juni.

Denselben. Dem Taglöhner dahier Ludwig Jung eine Tochter, Anna Katharina Karolrne, geboren den 9. Juli.

l Denselben. Dem Schlosser an der Main - Weser - Bahn Hartmann Babel ein Sohn, Wilhelm, geboren den 8. Juni.

Denselben. Dem Kutscher dahier Georg Stühler ein Sohn, Georg, geboren den

Bekanntmachung.

An die Mitglieder der evangel. Gemeinde Gießen.

Nachdem der Beschluß des Kirchenvorstandes und der Gemeinde­vertretung unserer Gemeinde, die Gebühren für die geistlichen Amts­handlungen abzuschaffen und die dazu nöthige Ablösungssumme durch Parochialumlage auf die Glieder unserer Gemeinde aufzubringen, die Genehmigung der zuständigen Behörden erdalten hat, machen^ wir hiermit bekannt, daß von morgen, Sonntag den 6. August, an sämmt- liche geistliche Amtshandlungen, als Trauungen, Taufen und Beerdi­gungen, völlig gebühren- und kostenfrei vollzogen werden.

Gießen, den 5. August 1876.

Namens d e s Kirchenvorstandes: 4133) Georg Schlosser, Pfarrverwalter.

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Gestorbene.

Am 27. Juli: eine todtgeborene uneheliche T. von Auswärts. 30. Juli: Elisabethe, T- des Fuhrmanns JohS. Thomas III., alt 6 Wochen. 4. August: Katharine, Ehefrau des Taglöhners Philipp Haas, geborene Ebert, 54 Jahr 3 Monat all.

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Landwirthschaftltches.

Mist unb phosphorsaurer Kalk. Es ist d; elf ad) darauf aufmerksam ge- worden, daß das Bestreuen des Mistes mit Gyps keinem verständigen Land- I Erlassen werden kann, zumal viele Versuche vorliegen, welche beweisen, daß der »^'dessen flüchtige Theile durch das Bestreuen mit Gyps erhalten werben, größere jJJAe liefert. als her nicht so behandelte Mist. Während nun Tausende von Land- IEa von diesem unzweifelhaften Forischritic noch keinen Gebrauch machen, sind I rudere schon wieder einen Schritt weiter gegangen und wenden statt des Gypses

E phospho,sauren Kalk an. Derselbe ist zwar viel theurer als GypS; allein er

Auszug aus öen Stanüesamtsregistrrn der Stadt Gießen.

Vom 28. Juli bis 4. August 1876.

Geborene.

Am 27. Juli: ? S. des Buchbinders Julius Hoos. 30. Juli: ? T. des Meffer- schmieds Georg Schwan. Bertha Elisabethe Christine Karoline, T des Schuhmachermeisters Jacob Gilbert. Karl Heinrich, S. des Schreiners Georg Lang. 28. Juli: Elisabeth, T. des Bahnarbeirers Johann Konrad Schweitzer. 1. Aug. : Heinrich Martin, S. de« Schneidmühlenarbeiters Karl Heinrich Oskar Müller. 2. Aug. : Fritz Philipp Karl Ludwig, S. des Uhrmachers Wilhelm Böger. 26. Juli: Anna, T. des Bahnhofarbetters Heinrich Habermehl. 1. August : Anna Christine Sophie, T. des Schuhmachers Johann Karl Kühl. 25. Juli: Rudolf, ein unehelicher Sohn von Auswärts. 26. Juli: Susanne Elisabethe, eine uneheliche Tochter von Auswärts. Christiane, eine uneheliche Tochter von Auswärts. Amanda Augusta, eine uneheliche Tochter von Auswärts. 31. Juli: Johann Christoph ein unehelicher Sohn von Auswärts. 1. August: Marie, T. des Küfers Georg Friedrich. Louis, S. des Lohnkutschers Wilhelm Lich. 3. August: Heinrich, S. des Kaufmanns Joseph Stern. 29. Juli: Wilhelmine, eine uneheliche Tochter von Gießen. 3. AugustRudolf Karl, S. des Bremsers Karl Julius Bohn. - 27. Juli: eine uneheliche T. von Auswärts (todtgeboren).

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. . Demselben. Dem Bürger und Bäckermeister Emil Sauer ein Sahn, Emil, geb.

den 4. Marz. ' H

Die Annancen-Expedition Th. Dietrich & Co. in Cassel über- .prompte Besorgung von Anzeigen in sämmtliche Zeitungen Deutschland« und des Auslandes zu Origtnalpreisen. (Alleinige Jnseraten-Annahme f. d.Casseler

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freunbtten Häuptlingen, daß er sein Geld bei einem Pakeba verloren, welcher packa- D0m 3.npu (bankrupt) geworden. Auf die Frage, waspackarapu bedeute, gab er folgende u®u' ' «ifldrung:Ein Pakeha, derpackarapu werden will, fängt ein Geschäft an unb ve-schaffl sich ohne Zahlung eine Menge Waaren. Er macht dann möglichst viel Geld tataus, vielleicht 2000 Pfund Sterling, und bringt es sicher bei Seite, mit Ausnahme a>on 5 Pfund Sterling. Mit diesen 5 Pfund Sterling gebt er zum Richter und erklärt. <t w)lle packarapu werden. Der Richter entgehet, es thue ihm zwar Leid, aber es Musse geschehen. Er ruft hierauf alle Advocaten zusammel'., sowie alle Leute, welchen Le» Pakeha schuldet, und spricht:Dieser Mann hier ist packarapu; allein er will Euch Mis geben, was er hat und darum hat er mich gebeten, diese 5 Pfd Sterling unter au vertheilen." Der Richter gibt dann den Advocaten 5 Pfund Sterling, worauf dir packarapu Pakehg tub'g nach Hause gebt."

Die Rothhäute Nordamerikas.

Obwohl die Americaner von Natur nicht grausam sind, so wird die Niederlage Custer's vcih mit Gewißheit zur Ausrottung der Sioux und vielleicht auch der mit ihnen verbundenen Ebeymnes (3450 Köpfe) und Arrapahoes (1700 Köpfe) führen. Der augenblickliche Wunsch mch Rache für jene Blutthat wird vermehrt durch das jedem ainericanischen Landbewohner im Wen angeborene Gefühls den Indianer als seinen eingefleischten Feind zu betrachten. Die Mcheit seines Charakters in Verbindung mit seiner Treulosigkeit und Grausamkeit machen dieses Zifühl erklärlich. Muß man auch die Männlichkeit des indianischen Charakters bewundern, welche « allen Völkern zu allen Zeiten unmöglich machte, sie gleich den Negern zu Sclaven zu benutzen, lv lietet doch ihr Charakter im Uebrigen nur ein widerwärtiges Gesammtbild abstoßender Eigen­sten. Die Indianer Nordamerikas werden aussterben in nicht allzufcrner Zeit, und wenn nln sich nicht einer unbegründeten Weichlichkeit hingibt, so kann man dieses Schicksal nur mit vlitlcib, aber schwerlich mit Bedauern betrachten. Alle Versuche, die in den Vereinigten Staaten flacht wurden, den Indianer zu gesitteter Lebensweise heranzuziehen, sind auf die Dauer ge- TerStn. fiitrjil m?1 9iltc.rt Wohl fügt der besiegte Indianer sich für kurze Zeit den ihm unbequemen Formen, ';biI fobalb der Zwang nachläßt, wirft er sie schleunigst wieder von sich. Mag der Indianer jt; b't nitbigtn bi *em ^e9cr >n moralischer Beziehung durch eine gewisse Noblesse seines Auftretens und seines 'n Mtbo-f ®?U i ' ^rakters auch weit überlegen sein, so steht er doch in Bezug auf Biloungsfähigkeit zweifellos n fönnen imnW: E??1,1-1" versuchte man es, die Häuptlinge im Süden durch den Bau schöner

, bi?ittbäii|er zu einer ständigen Lebensweise zu bekehren; eine Zeit ließen sie sich das auch gefallen, ton aber stellten sie ihre Pferve in die Steinhäuser, um selbst wieder in ihren althergebrachten .Men zu wohnen. Diese Unfähigkeit zu höherer Bildung ist der vorwiegendste Grund, der die r-mtn ' lntianer für die Dauer von dem nordamericanischen Continent ausschließt. Als die Vereinigten

- --«wen noch weniger stark besiedelt waren, schob man Die Indianer immer weiter nach Westen 2 iTjtf, urtD als auch dies nicht mehr ging, wies man ihnen abgegränzte, aber noch immer cnriumige Reservationen an; aber auch hierzu wirb der Boden Americas allmählich zu eng. i 'rza, Bergleute, Ackerbauer siedeln sich so lange um die Reservationen der Indianer herum an, schließlich deren Bleibens auch dort nicht mehr ist, denn selbst die Regierung der Vereinigten Stuten wäre, auch wenn sie wollte, machtlos, diesem in einem unhemmbaren Naturgesetz |tn ®d »Mnoeten Vorschreiteu der weißen Race Einhalt zu thun. Auch wenn die Indianer einmal

.aitn iMN ' s, HM werden, gebrauchen sie doch noch weit ausgedehntere Landstriche zu ihrem Lebensunterhalt,

arL-Weiße von gleicher Anzahl nöthig haben würden und als man ihnen zu bewilligen geneigt )iien für 1 M Daß der gegenwärtige Sioux-Krieg deßhalb ein gerechter fei, soll damit nicht gesagt sein, ciit und 3;u der grausamen Naturnothwendigkeit, welche die Indianer zum Untergang bestimmt, kommen diesen delldß11aiQb-ic minder berechtigten Ursachen, welche den Verfall dieser Race beschleunigen und ihren LL.tiikampf noch erbitterter machen: die Gcwaltthätigkeit, die Arglist und Gewissenlosigkeit dai Weißen. Die Indianer sind ein geborenes Volk von Jägern und Kriegern; so groß aber önrl)ii)K Geschicklichkeit sein mag, sich im Gebrauch der neuesten Waffengattungen der Weißen awSKilden sind sic doch durchweg mit vorzüglichen Hinterladern bewaffnet, so zeigt sich d>lh wieder die Kindlichkeit ihrer Natur in der unbesonnenen Mißachtung der Verhältnisse. Der h4Liizc Besuch indianischer Häuptlinge in Washington hätte sie doch zur Genüge belehren müssen, der Kampf gegen die gesammte Macht der Union ein erfolgloser sein müsse. Dem ist aber wie vor hundert Jahren, so glauben sie auch jetzt noch in einer sturmgleichen Kriegsfluth

Bleichgesichter vom ainericanischen Kontinente Hinwegschwemmen zu' können.

Von den 316,000 in den Vereinigten Staaten lebenden Indianern sind 81,000 noch voll- lvilde Nomaden, die übrigen leben in Reservationen, aber nur die allerwenigsten sind civilisirt, und gerade diese gewähren durch ihre vom Branntwcinacnuß und Syphilis v M'pelten Gestalten den wiederwärtigsten Eindruck. Der Versuch zu einer Civilisation der JWaner i|t freilich in den Vereinigten Staaten niemals ernstlich gemacht worden; die Quäker h ä« ihn begonnen, aber sie haben ihn nicht durchgeführt. In legitimer Weise haben sich die 2 Mm fast niemals mit den Indianern vermischt; Vie Squaws aber sahen mit nicht ungünstigen Wi auf die schönen, weißen Männer, und wv die sittliche Gleichgültigkeit in den indianischen zu der Entstehung von Mischlingsracen führte, da haben diese, wenigstens in den gongten Staaten, stets alle Fehler, aber selten die Tugenden ihrer Eltern an den Tag gelegt, kanadischen Halbblutindianer, Nachkömmlinge der französischen Ansiedler, von mehr vivlmchrnder Anlage sein sollen. Am weitesten ist die Mischung in Mexico und in den c rÄi-lamericanischen Republiken vorangeschritten, wo einige Präsidenten, beispielsweise Juarez, Wu Vollblut-Indianer gewesen sein sollen. Die dortigen Indianer aber haben seit Cortez ^arro noch ein gut Theil höherer Bildungsfähigkeit bewahrt; sind doch die mexicanischen ^!l8^Jndianer von den benachbarten räuberischen Comanchen und Apachen auch heute noch tFUtbüeit verschieden. Paraguay endlich bietet das eigenthümliche Beispiel, daß unvermischte 'P^er dort unter der Leitung spanischer Jesuiten ein selbstständiges Staatswesen mit einer eigen: Civilisation heranbildeten, welche aber leider wieder verfiel, als die Jesuiten gezwungen ^hi, ihre Thätigkeit aufzuheben. Englands durch seinen Colonialbesitz so reiche Erfahrungen W Unfalls der Erhaltung der eingeborenen Stämme in seinen Besitzungen nicht günstig. Die ;auf Neu-Seeland haben seiner Zeit eben so heldemnüthig, wie die Sioux, gegen reguläre Iek5?n gefochten, sind aber unzweifelhaft in schnellem Aussterben begriffen. Das Beispiel der i ;j^manischen Kaffcrn, welche sich in Capland und Natal gar lustig vermehren, scheint freilich ^oligm Erfahrungen zu wiedersprechen, aber auch diese werden mit dem Zunehmen Der weißen Ipklferung gleich den größeren wilden Thieren allmählich in die Wildniß zurückwcichen müssen

. ( Köln. Ztg.)