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ifo. 181. Sonntag, den 6. August 1876.

Kießencr Anzeiger

Aykige- unii Amtsblatt für Les Kreis Gießen.

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Amtlicher H ß e i l.

das daß

Bekanntmachung.

Nach Mittheilung des Commandos des Großherzoglich Hessischen II. Snfantcrie^egimeiit8.9Zr. findet

Dienstag den 8. und Mittwock den 9. d. Mts., Bor- und Nachmittags

di-siLbria- Prüfungsschießen auf dem Exercierplatz und Schießplatz dahier statt. Es wird dies mit dem Bemerken zur öffentlichen K-nntniß gebracht, an den genannten Tagen das Betreten des Terrains hinter Len Schießständen gefährlich ist.

Gießen, den 3. August 1876. ,

Großherzoglickes Kreisamt Gießen.

I. V. d. K-:

Dr. Hoffm a 11 ii, NWerunqsreitb-

acis 9 Uhr.

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orstand.

WM»S? H« iefet der beste Schütze G. Fildner jun. von Speyer. Derselbe hat zweimal 19 also 38 Punkte geschossen. Im Ucbrigen bleiben die Gemeldeten Sieger. J__ « . n n* n rrx ... L -4- , C Kt n n I n 1 ttl ft 't'oA C'ntllAd

HrArrrritS.

Bütte! /n Ms ifjififlt. Zk.dm ii id>, daß miT \t\ty ) stim ncä) htr

JJoitfcMattb.

Darmstadt. 4. August. Die Nr. 38 des Großherzoglichen Rgierungs- blatts hat folgenden Inhalt: . ,rc_,

1. Verordnung, das Reichsgesetz über die eingeschriebenen Hulfskasscn

Presse" Die Tür

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Paris, 8. August Die von dem Ministerium nach der Ausstellung von Philadelphia entsendete Arbeiter-Delegation wird am 12. August von Paris abreisen. Jeder Delegtrte erhält ein Zehrgeld von 2000 Frcs

Paris, 2. August. Peinliches Aufsehen macht der Brief, welchen der Erzbischof von Paris an den Minister-Präsidenten Duiaure gerichtet Hat und in welchem er von der gegenwärtigen republikanischen Regierungsform ziemlich verächtlich als von einemdritten Versuche" spricht, der ein jämmerliches Ende nehmen würde, wie es die beiden früheren Versuche genommen, wenn die gesetz­gebenden Körperschaften gemäß den Anträgen der Budgetcommisston der Depu- tirten-Kammer die von der Regierung für den katholischen Cultus geforderten Credite schmälern sollte. Der Erzbischof arbeitet damit nur den Radicalen in die Hände, denn diese werden nicht ohne Erfolg nunmehr darauf Hinwelsen, daß die Kammer ihre Commission nicht desavouiren könne, ohne zügle tch den Schein zu erwecken, daß sie einer Pression des Erzbischofs nachgebe.

Paris, 2. August. Große Heiterkeit erregt hier einAdieu charmant pays de France, welches die Königin Isabella, eine moderne Marie Stuart, in dem sonst so prosaischenJournal officiel" sinssl. Dieses amtliche Blatt veröffentlicht nämlich folgenden Dankbrief an den Marschall-Präsidenten der .Republik:Paris, 27. Juli 1876. Herr Marschall! Ehe ich das schöne .und gastfreundliche Frankreich, die Wiege'meiner Familie, verlasse, wo ich ' acht Jahre lang fortdauernde Beweise von Ansehen und Achtung erhielt , legt ' mir meine unveränderliche Dankbarkeit die Pflicht auf, da ich individuell nicht allen Franzosen danken kann, mich an denjenigen zu wenden, der den Schick­salen dieses aroßmüthiaen Lölkes, deffen Wohlfahrt mich und meine Kinder so lebhaft interessirt. vorsteht. Sie kennen, Herr Marschall, meine Gefühle, und Sie können nicht an dem Andenken zweifeln, das ich von diesem theuren Lande, das Asyl der spanischen Monarchie während der Tage grausamer Revolution, mit mir nehme Ick kehre in mein Vaterland zurück, wo ich meine Kinder finden werde, aber' ich bewahre hier das Haus, in dem ich glückliche Tage ver­lebte. Fortan werde ich meine Tage zwischen beiden Ländern theilen. Ich ersuche Sie, Herr Marschall, durch das Amtsblatt Frankreich den Ausdruck meiner aufrichtigen Dankbarkeit mitzutheilen. Und glauben Sie, mein theurer Marschall, an meine dankbare und aufrichtige Freundschaft. Isabella v. Bourbon.' Die Regierung selbst hat dieses Schreiben nur ungern dem amtlichen Blatte übergeben. Der Herzog Decazes, der vorher mit dem spanischen Botschafter eine Eonferenz hatte, widersetzte sich zuerst der Veröffentlichung. Die Königin wandte sich aber an die Marschallin, siehe da, das Schreiben sand alsdann seinen Weg in die amtlichen Spalten.

der angeblichen Bildung einer österreichischen Freiwilligen - Legion m Konstant! nopel. Daffelbe Organ widerspricht der Meldung, daß die rumänische Re­gierung beschlosien habe, der Pforte für Erledigung ihrer Forderungen einen Termin zu stellen. , <n * c k &

Wien, 3. August. DerPesther Lloyd" veröffentlicht einen Brief des Königs -von Griechenland an den griechischen Minister-Präsidenten, des In­halts : Der König habe mit Lord Derby und Disraeli eine Besprechung gehabt und die Ueberzeugunz erlangt, daß von Englands Freundschaft mehr zu er­warten sei, als mit dem Zusammengehen mit den Slaven. Auch biete die Pforte als Entgelt für Griechenlands Neutralität weitgehende Coucesstonen, deren Durchführung England verbürge.

Wien, 4. August. Nach einer Semliner Meldung ist Zakcfar von Osman Pascha eingenommen worden. DerPesther Lloyd" meldet, das Einschreiten der Mächte sei wahrscheinlich, Complicationen seien nicht zu befürckten. , . _ r -

Wien, 4. August. Nach einer Meldung derPresse sehe man dem baldigen Uebertritt Mukhtar Paschas mit seiner arg zusammengeschmolzenen Armee auf österreichisches Gebiet entgegen; derselbe sei in Trebinje derartig. eingeschlossen, daß an einen Durchbruch nach Norden hin nicht zu denken sei Einer Mittheilung derNeuen Fr. Pr." zufolge wäre die Inkraftsetzung de von Midhat Pascha entworfenen Constitution verschoben.

AranLreich.

2. Verzeichniß der Vorlesungen, welche auf der Großherzoglich Hessischen Ludewigs-Universität zu Gießen im Winterhalbjahre 1876/77 gehalten und am 30. October ihren Anfang nehmen werden.

Mainz, 3. August, Abends. Standbecher schosien: Dörner (Nürn­berg), Horckhenner (Frankfurt), Knecht (St. Gallen), Walz, M. Falk (Mainz), Weil (Wiesbaden); Feldbecher: Kindhäuser (Klein-Rohrheim), Rueff, Kallen- beraer (Stuttgart), Riedlinger (Radolfszell), Hellmeister, Jos. Fridberg (Mainz), Sutter (Freiburg), Linnartz (Düsseldorf), Keller (Darmstadt) Sacamoni, Aw iora (Würzburg), Prem (Stumm-Tyrol.) Aus der FeldscheibeNeustadt ist

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Wien, 3. August. Aus Belgrad. 2. August meldet die

mit Schiffen nach Saiischar. - Eine Meldung der Preffe aus lkonstanr,

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' Berlin, 3. August. Der Kaiser hat auf die Einladung des Königs Adwig von Bayern, den Wagnersicheu Opern-Vorstellungen zu Bayreuth bei- luwohncn, den General t>. d. Tann mit Ueberreichung eines überaus herzlichen jäandschreibens beauftragt, worin er zusagt, so weit es sein Gesundheitszustand a'statte, den gedachten Vorstellungen beiwohnen zu wollen. Wenn der Kaiser hiernach eine Reise nach Bayreuth unternehmen sollte, so würde er sich tu den Tagen vom 13. bis 16. d. Mts. dort aufhalten und einem Theil der ersten Serie der Vorstellungen beiwohnen. Privatnachrichten zufolgk ist das Befinden des Kaisers in jeder Beziehung zufriedenstellend

Berlin, 3. August. DerReichs-Anz." veröffentlicht die Namensltste der Sachverständigen, welche bei der noch im Laufe des Monats August hier stattfindenden Enquete des Bundesraths über das Patent-Wesen »ernonimen werden sollen. £ . .. ,

Kanau, 3. August. Die Handelskammer zu Hanau entwirft m ihrem Jahresbericht pro 1875" ein recht trauriges Bild von der Geschäftslage dieser früher so blühenden Fabrikstadt. Sie constatirt, daß das Jahr noch ungünsti­ger verlaufen ist, als das vorhergegangene.Der Absatz in Verbrauchs-Gegen­ständen ist stetig beschränkter geworden, in allen andereni Artikeln ist er auf ein Minimum reducirt. Dem entsprechend mußte die Beschäftigung der Arbeiter im weiteren Umfange verringert werden, so daß viele auf einen kleinen Ver­dienst gesetzt und nicht wenige ganz erwerbslos geworden sind."

. Ueber den Jahresbericht der Frankfurter Handelskammer sur 1875 ieiireibt da« sdrkftr. Journ." :Wie es scheint, haben die schlechten Zeiten auch die Handelskammer zu einer weisen Sparsamkeit genöthigt. Wenigstens fehlt an dem diesjährigen Berichte der mattgelbe Umschlag und das Papier che nt nicht eben b.sser geworden zu sein, wozu wahrscheinlich irgend eine neue Erfindung bei Fabrikation dieses Artikels das Ihrige beigetragen haben mag. Auch de/umfang ist von 260 Seiten auf 178 herabgeschmolzen. Den b, teren Klagen über das Darniederliegen der Geschäftsthätigkeit, den unerbittlichen Rückgang aller Waarenpreise, den unerhörten Rückgang des Silberwerthes und die beispiellose En.werthung der Borseu-Effeeten folgt unmittelbar e.ne A.ier kennung der Solidität unseres Platzes.

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