1876
Donnerstag, den 6. Juli
I». 154.
Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinaerlohn. Durch die Post Bezogen vierteljährlich 8 Mart SO Pf.
Röder.
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Bekanntmachung
Der Provinzialausschuß der Provinz Oberhessen.
v- Röder, Provinzial-Director.
Bekanntmachung.
Durchschnittspreise im Monat Juni 1876.
Hafer M. 20,02, Heu M. 9,00 und Stroh M. 8,00 per 100 Kilogramm.
«Sieben, ben 4. Juli 1876. Großherzogllches Kreisamt Gießen.
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expedition: Schulstraße, Lit. B. Nr. 18.
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®en 8 12 des :ber Z-» vom 21, Juli bis -um 1 September. Dieselben sind vierzehn Tag. vor ihrem Beginn
durck ein oder mehrere in der Provinz erscheinende Blatter zur offenttichen Kenntniß zu bringen.
Während der Ferien dürfen in öffentlicher Sitzung nur schleunige Sachen zur Verhandlung gelangen.
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ii v. Juli. ^LhreS ftattfinden.
Gießen, den 3. Juli 1876.
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Anzeige- unb Amtsblatt sie ben Kreis Gießen.
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Gießen, den 3. Juli 1876.
Darmstadt, 3. Juli. Die 2. Kammer der Landstände nahm in ihrer heutigen 2".- Sitzung zunächst eine Besprechung der Interpellation des Abg. Schaub und der friuauf ertheilten Erwiederung Gr. FinanzmMisteriums, bte Abgabe von Loosholz und dieLoosholzberechtigung der Vogelsberger Gemeinden betr., vor. An vermehr leb-
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Dr. Hoffmann, Regierungsrath.
Darmstadt, ö. yult. Avg. Hlr,cyyoru yai vti
. I« neuen BermGesetzes die Interpellation bei der zweiten Kammer eingebracht, M ReLng, soweit die Materie »erordnungsmäßig regelbar noch eine Kiere Abführungs-Norm in Ansehung der Ueberlertung der früheren Rechte - «die neue Gesetzgebung zu erlassen gedenke, eventuell, m welcher Weise sonst
b(f?i6e ben sofort am 1. ^uli L I- hervorgetretenen Dlsficultäten unb Zwei- :• Ä ft wegen Ueberleitung der bisherigen RechtSzustäude in die neue Legislation ' SK schaffen di7 Absicht habe? - Abg. Büchner hat bei der zwe ien
' '...c fiLL, kJ ,h,n,Ln*t. die Regierung zu ersuchen, bei der Unter-
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Berlin, 3. Juli. Dem „Reichs-Anz." zufolge ist dem auswärtigen Amte die amtliche Meldung zugegangen, daß die chinesische Regierung von der für das von Piraten geplünderte deutsche Schiff „Anna" geforderten Entschädigung auch denjenigen Theil, desien Zahlung bis jetzt nur zugesagt war, inzwischen hat auszahlen lassen. Indem der „Reichs-Anz." nähere Mittheilungen vorbehält, constatirt er den vollständigen Erfolg deS von der deutschen Regierung hinsichtlich jenes Schiffes eingeschlagenen Verfahrens und spricht die Hoffnung aus, dieses Resultat des solidarischen Auftretens der Vertragsmachte werde auch die über die Revision der Freundschafts- und Schifffahrts-Verträge mit China eröffneten Verhandlungen fördern.
Berlin, 3. Juli. Die heute gehaltene Sitzung der Reichs-Jnsttz-Com- mission dürste vorläufig die letzte sein; die Commission wird erst kurz vor Eröffnung der Reichstags-Session behufs Feststellung der Berichte an das Plenum, die nur in allgemeinen Umriffen schriftlich erstattet werden, wieder zusammentreten. — Nach einem Telegramm der „Nat.-Ztg." aus Paris wäre General Klapka in türkische Dienste getreten unb bereits nach dem Kriegsschauplätze unterwegs.
Berlin, 3. Juli. Man hat einst gerühmt, wie behaglich sich's liest, wenn die Völker weit hinten in der Türkei auf einander schlagen. Das Aufeinanderschlagen ist da, aber das Behagen daran fehlt selbst dem dämlichsten Philister. Heutzutage gibt's kaum mehr ein „weit hinten", die Ferne ist zur Nähe geworden und wir Europäer bilden alle eine ungeheure gemeinsame Kette, durch die der elektrische Funke fährt, er mag einschlagen, wo er will. Auch wird das, was im Orient in dem wunderlichen Völkermischmasch von Christen und Muhamedanern, Slaven und Türken vorgeht, kein Schlagen, sondern ein Schlachten werden, zu welchem sich der Glaubens- unb Racen-Haß bie blutigen Hände reichen. Unb wer wirb das letzte Wort sprechen? Wenn die großen,
«Kammer einftimmtg angenommen. . .
Bewilligt wurde einstimmig: die Mittheilung Gr. Ministeriums der Finanzen, dkie Erhöhung des Baufonds der Main-Weser-Bahn, hier insbesondere die Bewilligung Zia Anlage 3a, Pos. XL II. A. des Hauptvoranschlags der außerordentlichen AuS- üm im Ressort Gr. Ministeriums oer Finanzen pro 1876/78 vorgesehenen Pauschales betr., ferner die Vorlage Gr. Ministeriums der Finanzen, die Ueberbauung >n Wartesäle dcs Stationsgebäudes der Main-Neckar-Etsenbahn Darmstadt betreffend
Gesuch des Pedellen Bapst zu Büdingen um Verleibung eines Ruhegehalts wurde M Rücksicht auf die Erklärung der Regierung nach einem Anträge des Abg. Hetnzer- ^^BezügUch des Antrags des Abg. Hirschhorn, Erlaß eines Gesetzes über die be- I-Mre Besteuttung des Gewerbebetriebs im Umherziehen betr., machte der Ministerial- »ent Schleiermacher die Mittheilung, daß die Regierung demnächst einen diesbe- fylkten Gesetzesentwurf einbringen würde. Die Anträge des Ausschusses auf Heber- »chna des Antrags an die Regierung wurden sodann angenommen.
Darmstadt, 3. Juli. Abg. Hirschhorn hat bezüglich der Einführung
M-.senzahl, bie Mgg. Weber, Ellenberger, Schulze, List, Pfannstiel, Dtttmar, Frhr. von Nordeck zur ^Wm^F^anck^HUschho^n^^ ^wen Antrag ein auf staatliche Unterstützung der durch d ie jüngsten Ueberschwemmungen schwer geschädigten Gemeinden Biebesheim undStockst M. Bezüglich der Vorlage Gr. Ministeriums der Finanzen, die Nachweisung der Y Mitioen Resultate der Verwaltung der Staatsschulden in den Fmanzperioden 1869/71 L."b 1872 betr. hatte der Ausschuß Billigung beantragt. Dieser Antrag wurde von
kkmmer den Antrag eiugebi^cht, die Regierung zu suchen bei d,r Unter- fana der durck Lockwasser geschädigten Gemeinden Rücksicht auf die bedeu- mi geschädigten Gemeinden Biebesheim und Stockstadt zu nehmen, namentlich 1, den Schleußenstand letztgerachter Gemeinde gründlich un ersuchen und -Mevtsprechender Herstellen zu lassen. ®,*** ®’
t« Gemeinden Leeheim und Erfelden berücksichtigt wiffei.
Berlin, 2. -duli. Unter den auswärtigen Nckionen, w iche ans der ’iJteitiationalen Ausstellung für Gesundheitspflege und N-M-ngsweseu n, BrüsiU Nieten sind, nimmt (wie man der „Nat.-Ztg." schreibt) d,e deutsche den
Den 8 10 des w°hr"end^d-^Z-it vom 21. Juli bis zum 1. September. Dieselben sind vierzehn Tage vor ihrem Beginn durch
^"W^hr1nd^der^F-rw?därsin' in°öffenckicherAtzung des Kreisausschusses nur schleunige Sachen zur Verhandlung gelangen.
WWMWltt«-» wir hiermit unter dem"Anwgcn"zI/rffentt?ch^ bei d-m^Kreisausschusse des Kreises Gießen diese Ferien in der bemerkten Zelt dcs lausenden Jahre?
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l ersten Rang ein. Hoffentlich bewahrheitet sich bies, es wäre eine kleine Revanche für — Philadelphia.
— Nach der jetzt erfolgten Amtsentsetzung bes Erzbischofs von Köln werben bemnächst aus 12 preußische Bischossstühle nur noch 5 Bischöfe, unb zwar ' bie von Kulm, Ermelanb, Hilbesheim, Osnabrück unb Limburg rechtmäßig amtiren. Fünf Bischöfe, bie von Münster unb Paberborn, bie beiden Erzbischöfe von Köln unb Posen-Gnesen, sowie ber Fürstbischof von Breslau, sind burch Erkenntniß des geistlichen Gerichtshofes ihrer bischöflichen Functionen enthoben. Zwei Bisthümer, bie von Fulda unb Trier, sinb burch ben Tob ihrer Oberhirten verwaist unb haben nicht toieber besetzt werben können, ba betreffs ber eventuellen Canbibaten zwischen Regierung unb Domkapitel keine Einigung erzielt werben konnte, unb auch einstweilen schwerlich erzielt werben wirb. Seitbem bte Negierung bie neu gewählten Bischöfe von der Leitung eines Eides abhängig macht, der bie Pflichten gegen ben Staat genauer prä- cisirt, wirb sich kaum ein Ultramontaner finben, bei benfelben ablegen möchte.
ÄS $;r^^^rW"»a6lQCrftoiC, di- Regierung
Stacfainit ni4t baran, bm betwffenb«■ ®emdnben ben Sejug »en bii


