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875 aufmtrffam unb insbes auf § 2, worin die hinsichtlich der einzelnen Prüsungsgesenstande gestellten Anforderungen enthalten sind. Darmstadt, den 28. August 1876. @r Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige.
v. M a r g u a r d, Regterunas-Natb-
Bekanntmachung.
Die Amtstage des Landgerichts Gießen werden Dienstag und Mittwoch abgchalten und zwar des Vormittags von 8-12 und @tc6tn, den 24. August 18/6. GroßherzoglicheS Landgericht Gießen.
des Nachmittags von 2—5 Uhr.
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' iiiafdintiu'ii^t birecten Bahnverbindung zwischen Darmstadt und Offenbach unter direkter Be- eriroRtn in bt ^runfl bet Orte Arheiligen, Egelsbach, Sprendlingen, Ysenbnrg entschieden
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Darmstadt, 2. Septbr. Obwohl die Regierung dem Projekt erner
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chhold ist, hat man dennoch in neuester Zeit weitere ©dritte zur Realisirung fieses Unternehmens gethan. ,
, 29. Aug. Die großen Ueberschwemmungen bet Oppenheim iceibe» hoffentlich dem einen oder dem anderen unserer Landtagsabgeordneten Veranlassung geben, die Organisation des Rheinstrombauwesenö im Großher- loaihum zur Sprache zu bringen, damit die jetzt bestehenden Verhältnisse geändert werden. Die Gesammtlänge des Rheinufers im Großherzogthum (beiderseits gemessen) mag circa 140 Kilometer betragen. Der Strombau war noch bis vor Kurzem, ehe das Bauamt Oppenheim aufgehoben wurde, den Lauämtern Worms, Groß Gerau, Oppenheim, Mainz und Bingen, also 5 Janbeamten unterstellt. Jetzt find es unsere« Wissens deren 4, welche die Aufsicht führen, so daß auf ein Bauamt >m Mittel 35 Kil. Uferlange entfallen. Die Uferlänge des Rheines in der bayerischen Pfalz beträgt cm 80 Kü. und der Strombau ist Einer Localbehörde, welche in Speyer ihren Sitz hat, übertragen. Die Uferlänge des Rheines in Preußen mag wohl 600 Kilometer erreichen und sind hierfür fünf Localbehörden: Biebrich, Coblenz, Kö.n, Düsseldorf und Wefel bestellt, fo daß auf eine derselben ca. 130 Kilometer, nahe iouiel wie die Gesammtlänge des hessischen Rhetnusers, entfallen. Man sollte hiernach wohl meinen, daß dem Rheinstrom im Großherzogthum Hessen die ' . Dem ist aber nicht so, denn die hessischen
Darmstadt, 1. Septbr. Der Präsident des Reichskanzler-Amts, Staats-Minister Hofmann, Exc., ist gestern Abend mit seiner Familie nach
durch Fackel- und Laternenträger erleuchtet. Die langen Ketten derselben, welche die Musiker umgaben, boten einen zauberhaften Anblick. Das während des Tages unfreundliche Wetter hatte sich aufgeklärt und heller Monderrschein er« )öhte d'e Wirkung des imposanten Schauspiels. Die einzelnen Musikcorps cmden sich nach und nach vor dem Palais ein, zusammen 432 Musiker und 548 Trommler. Aus dem Hofe des Gießhauses hatten sich die Cavallerie- Capellen und diejenigen Infanterie - Capellen versammelt, welche nur Blech- Instrumente führen, zusammen 396 Mann. Die Gesammtzahl der Mitwirkeu- deii beziffert sich demnach auf 1476, genau dieselbe Betheiligmrg, wie bei dem Zapfenstreich gelegentlich der Drei-Kaiser-Zusammenkunft. Schnell und glatt ging die Formirung vor dem Palais von statten- Vor die Front einer jeden Abtheilung wurde ein erhöhtes Dirigentenpult geschoben, während sich tu der Mitte noch eine kleine Tribüne für die Leitung derjenigen Stücke erhob, bet denen ämmtliche Musiker mitwirkten. Der Zapfenstreich selbst begann kurz nach 9 Uhr und war nach 10 Uhr beendet. Mit dem Beginn der Mufikaaf- sührung erschien unter dem lauten Jubel der Masse der Kaiser, gefolgt von dem Kronprinzen und zahlreichen Generälen, auf dem Balcon und verblieb dort biS zur Beendigung des Zapfenstreiches.
Berlin, 1. Septbr. Die heutige Kaiserparade des gesummten Eardecorps auf dem Tempelbofer Felde hatte trotz ungünstiger Witterung einen glänzenden Verlauf. Der Kronprinz, die Prinzen Karl und Friedrich Karl, die Kronprinzessin in der Uniform ihres Husaren-Regiments und Prinz Albrecht folgten dem Kaiser zu Pferde; die Kaiserin, die Prinzessin Karl, die Prinzessin Friedrich Karl mit Töchtern folgten in Sechs- unb Vierspännern. Im Gefolge des Kaisers war auch ber Felbmarschall Manteuffel. Ein Sohn bes Prinzen Friedrich Karl stand als Officier beim ersten Garderegiment. Eine große Anzahl fremdländischer Officiere war anwesend.
Berlin, 1 Septbr. Bei den Unterhandlungen, in welche der Minister für die landwirthschaftlichen Angelegenheiten mit dem Chef der kaiserlichen Ad- i miralität über die Nutzbarmachung der Wetterberichte der deutschen Seewarte t in Hamburg zu landwirthschaftlichen Zwecken eingetreten ist, hat es sich gezeigt, > daß die Veröffentlichung der deutschen Seewarte, insbesondere die von ihr , herausgegebenen Wetterkarten, aus denen sich jetzt schon bei richtiger Austastung Vieles für die Wetterkunde schließen läßt, noch verhältnißmäßig wenig in das Publicum gedrungen sind. Da dies zum größten Theil in dem mangeln en Verständnisse dieses Theiles der praktischen Meteorologie seinen Grund hat, s» hat der Minister für die landwirthschaftlichen Angelegenheiten sämmtlichen Directoren der landwirthschaftlichen Akademieen und pomologffchen Institute, sowie den Dirigenten der Landwirthschaftsschulen dringend empfohlen, bei diesen Anstalten auf jene Veröffentlichungen zu abonniren und dieselben nicht nur den Schülern zugänglich zu machen, sondern auch das Verstandmß derselben durch geeignete Berücksichtigung in den betr. Abschnitten de« Unterrichts zu f r ent.
Berlin, 1. Septbr. Der „Reichs - Anz." veröffentlicht das burch den hiesigen amerikanischen Geschäftsträger Fish dem Kaiser heute überreichte Antwortschreiben des Präsidenten der Union, General Grant, auf d"s Gluckwimsch- Schreiben des Kaisers zur hundertjährigen Jubelfeier der Union. Der Präsident spricht darin feine aufrichtige Genugthnung über die in dem Schreiben des. Kaisers ausgedrückten Gesinnungen und guten Wünsche wU^ um so erfreulicher seien, als sie von dem Oberhaupte eines großen Reiche- herruhrten, mit welchem die amerikanische Republik während ihres ganzen Bestehens fne liche und freundschaftliche Beziehtingen hatte, die sich tu guten wie schlechten , Zeiten bewährten und das gute Verhältnis; beider Länder fortdauernd befestig ; teil. Der Präsident spricht den Wunsch aus, daß dieselbe gegenseitige Herzlich - ■ feit und derselbe Wohlstand beiden Ländern auch während des kominenden
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größte Sorgfalt gewidmet werde. O.....— , , . .
s Beamten haben auch gleichzeitig noch die Straßenunterhaltung und den Hoch
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bau in ihren Bezirken zu besorgen, können daher ihre Zeit nur theilweise dem i Wasserbau widmen, und, was die Hauptsache ist, keine Spectalisten sein, wie । ftes anderwärts der Fall ist. Ein Strom wie der Rhein erfordert aber ein ganz specielles Studium, unb die Behörden, welche ihn zu beaufsichtigen haben, joHten sich ganz ausschließlich nur mit ihm befassen. Würde man für den zanzen hessischen Rhein eine Strornbauinfpection in Mainz errichten, der selbstverständlich die nöthige Anzahl tüchtiger Dammwärter beizugeben wäre, so würde hiermit den Interessen des Landes jedenfalls bester gedient sein, als mit bet jetzigen Einrichtung. Den Straßen- und Hochbau könnte man dann sehr wohl auf zwei Bauämter vertheilen, so daß diese Organisation vielleicht noch Ersparnisse im Gefolge hätte. Gleichzeitig würde aber hierdurch der sehr dünschenswerthen Übertragung des gesammten Nheinstrombaues von der Schweiz bis Holland an Eine Kaiserliche Behörde vorgearbeitet. (N. Fr. Pr.)
Mainz, 31. August. Das „Mainzer Journal" vom Heutigen erscheint ; mit einer Censnr-Lücke" in der ersten Spalte. Ein den Raum ausfüllender ; Artikel: „Nichts Neues unter der Sonne", ist auf Verfügung der Großh. j Staatsbehörde confiscirt worden. ,
Berlin, 1. Septbr. Der große Zapfenstreich, welcher gestern Abend 'Dor dem Palais des Kaisers stattfand, ist ohne jeden Unfall abgelaufen und ' machte einen imposanten Eindruck. Der weite Platz zwischen ber Universität, dem Opernhause und dem Palais wurde durch Soldaten abgesperrt, puiter ihren Reihen hatte sich das Publikum aufgestellt. Am Opernhaufe und vor ben nächstaeleaenen Hotels unter den Linden waren Tribunen errichtet, t^mmt- , , I'che Fenster, ja, selbst die Dächer des Universitäts- nnd Akademie-Gebaudes Itlöarcn besetzt. Die Absperrung begann um 7 Uhr Abends. Der Platz war
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