Ausgabe 
5.3.1876
 
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7 311

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Holzversteiqerunq.

Donnerstag den 9. März l. I., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in dem Climbacher Gemeindewald, Districten Buchkopf, Krebskopf und Tahl, nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden:

10

26

11

290

188

116

11

Den 27. Febr. Dem Bürger und Gastwirth Johannes Leun, ein Sohn, Wilhelm, den 31. December v. I.

Denselben. Dem Bureaudiener an der Oberhessischen Bahn dahier, Georg Ferber, Tochter, Christine Philippine Jakobine Susanne, geb. den 25. December v. I.

Denselben. Dem Bürger zu Traitz a. d. Lumda und Schäfer dahier, Georg Lemp,

yi v »v y v *. *. , a.v. vPv«,..F,i«,.,। LloydHermann",

Capt. G. Reichmann, welches am 12. d. Mts. von Bremen und am 15. d. Mts von

Buchen Stämme von 3951 Centi- meter Dicke und 510 Meter Länge = 17,61 Kubikmeter, Fichten-Stanfien von 314 Zentimeter Dicke und 24,94 Kubikmeter

<ro^1*2) Ein i Wiesecker Weg, ^er günstigen nerkausen. Nähe

Uesoudere Bekanntmachung.

1050) Von den über je 100 fl. unterm 1. Januar 1886 ausgestellten Schuldscheinen des hiesigen Gesellsckaftsvereins sind bei der Ausloosung am 3. d. M. folgende 8 Nummern: ~

70, 98, 99, 209, 218, 224, 280 und 302 Ende Juni d. I- zur Rückzahlung bestimmt worden. rn

Es wird dies mit dem Anfügen ver­öffentlicht, daß vom 1. Juli 1876 an die Verzinsung aufhört.

Gießen, den 4. März 1876

Der Rechner: Bieler.

Champignons, Trüffeln,

Sardincs h. lliiille, Eingemachte Erbsen, Diverse Saucen,

Rmtr. Radel-Scheitholz,

Prügelbolz,

Stockholz,

Reisholz,

Buchen-

Eichen-

Nadel-Stämme von 1532 (Zentimeter

Durchmesser und 59 Meter Länge 2,78 Festmeter,

Southampton abgegangen war, ist heute um 8 Uhr Morgens wohlbehalten hier ange­kommen.

Southampton, 29. Febr. Das Postdampfschiff des Nordd LloydNeckar", Capt. W- Willigerod, welches am 19. Februar von Newyork abgegangen war, ist heute 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für Soutbampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung 3 Uhr Nachmittags die Reise nach Bremen fortgesetzt-

Baltimore, 29. Febr. Das Polldampfschiff des Nordd. LloydBraua- schweig", Capt- C- Undütfch, ist heute wohlbehalten von Bremen hier eivgetrsffen.

Berlin, 1. März. Heute Vormittag ift vr. Stroutzberg's Palais in der Wil- ~ c -r helmsstraße versteigert worden. Das Mindestgebot betrug 600,000 M. Das Palais

____ .Die Regierung der sranzozv rourbC für 900,000 M. durch den Rechtsanwalt Holthof angeblich für den Hofbanquier so heißt es in einer officiösen Aeußerung,bei Erfüllung des Kaisers, Baron v. Cohn, erstanden. Bieter waren Bevollmächtigte der Discomo-

Versteigerungen.

Holzversteigerung.

Dienstag den 7. März d. I-,

Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen im Lang - Gönser Gemeindewald Wchrholz, District Schwarzsteinkaut, nach­verzeichnete Holzsortimente versteigert werden:

8 Eichenstämme von 35-62 (Zentimeter Durchmesser und 68 Meter Länge 9,58 Cubikmeter enthaltend,

133 Nadelstangen von 48 Zentimeter

Durchmesser und 58 Meter Länge = 1,82 Zubikmeter enthaltend, Rmtr. Buchen-Scheitholz, Eichen-

Buchen-Prügelholz, Eichen-

Buchen-Stockholz, Eichen-

Welle i Buchen-Reisholz, Eichen- Weich-

Auspig ans den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde.

Copulirte.

Den 27. Febr. Wilhelm August Klein, Hilfsheiz-r an der M^tn-Weser-Bahn dabier, ehe!- Sohn des Landmanns zu Lehnberg, KreiS Weilburg, Konrad Klein, und Katharine Schweitzer, ehel. Tochter d-s verstorbenen Bahnwärters an der Main-Weser­

ein Sohn, Heinrich, geb. den 16- November v- I.

Denselben. Dem Heizer an der Köln-Mindener Bahn dahier, Johann Schaum, eine Tochter, Mathilde, geb den 15. Februar.

Den 2. März. Dem Gymnasialdirector Professor Dr. Andreas Weidner dahier, eine Tochter, Agnes Louise Edith, g^b- den 14. Januar.

Beerdigte.

Den 26. Febr. Karoline Eleonore Mahla, geborene Fey, Ehefrau des Bedienten zu Frankfurt a. M, Friedrich Mahla, alt 30 I- 6 M 5 T, gest. den 23. Februar.

Den 28. Febr. Friedrich B eber, ebel. Sohn des verstorbenen Zimmermanns zu Offenbach, Kreis Dill, Johan» Jost Bieber, alt 29 I. 10 M.. gest. ben 26 Februar

Den 1. März- Margarethe Schomber, alt 75 I. 10 M- 26 T-, gest. den 28. Februar.

Den 2. März. Wilhelmine Emden, geborene Hörster, Ehefrau des Schlossers an der Köln - Mindener Bahn dahier, Karl Emden , alt 26 I. 4 M- 20 T-, gest. ben 1. März.___

versteigert werden.

Der Anfang ist jedesmal Morgens 9 Uhr in der zweiten Schneiße; den zweiten Tag Mittags 12 Uhr kommt das Buchen und Fichten-Wcrkholz zur Versteigerung.

Steinbach, den 3- März 1876. (1037

Großherzogliche Bürgermeisterei Steinbach.

Nicolaus.

Lokal-Notiz.

Gießen 4- März. Wenn wir auch früher schon der Privatbanken erwähnt, welche fick dem deutschen Bankgesetze unterroorfen haben, in Folae dessen auch deren Noten gesetzliche Zahlungsmittel sind, io dürfte es doch im allgemeinen Interesse liegen, sveciell diejenigen Privatbanken nochmals genau zu bezeichnen, welche sich dem Bank- gesetze nickt untergeordnet haben und deren Noten, obgleich dieselben auf Markwährung lauten, nach §56 der Bankordnung zur Verwendung als Zah­lungsmittel bei Strafe von 150 Mark verboten sind. Es sind dles:

Anhalt-Dessauische Lande-bank-

Braunschweigische Bank

Communalständische Bank der preußischen Oberlausitz in Görlitz.

Geraer Bank.

Landständische Bank in Bautzen.

Leipziger Bank.

Leipzig-Dresdener Eisenbahnscheine.

Lübecker Privatbank.

Niedersächsische Bank in Bückeburg

Oldenburger Landesbank.

Ritterschl. Privatbank in Pommern zu Stettin.

Rostocker Bank.

Weimarische Bank. nif v ,

Zur genauen Jnftruirung lassen wir den § 56 des Bankgesetzes hier tm Abdruck folgen, welch« lautet: ... . ------ ___

Auszug aus brn Standesamtsregistcrn der Stadt Gießen.

Vom 26 Februar bis 3. März 1876.

Geborene.

19. Febr.: Georg Albert, S. v. Martin Weißbäcker, Siebmacher. 22. Febr.: Lina, eine uneheliche T. v. auswärts. 20. Febr.: Zlara, eine uneheliche T. v. aus­wärts. 25. Febr.: Anna Maria, T. v. Melchior Wallbott, Portier. 29. Febr.: Katharine, T. v. Konrad Weller, Taglöhner. 25. Febr.: Katharine Elisabethe Karo- line, eine uneheliche T. v. hier.

Gestorbene.

25. Febr.: Konrad Eberhard Wilhelm, S- o. Wilhelm Lich, Lohnkutscher, 1 I. 9 M. alt. 25. Febr.: Veronica Bernhardt aus Lüdenbach, Amt Hachenburg. 31 I. alt (tm academ. Hospital). 26 Febr.: Friedrich Bieber, Maurer aus Oienbach, Amt Herborn, 29 I. alt (im academ. Hospital). 26. Febr.: Robert Weiß, Heizer an der Oberhess. Bahn, 24 I. 9 M- alt 27. Febr.: Ein t»dtgeborene4 uneheliches Kind von hier- 28. Febr.: Margarethe Schornbc, Haushälterin, 76 I alt 29. Febr.: Lina, ein uneheliches Kind von auswärts, 7 T-alt. 29. Febr.: Wilhelmine, Ehefrau des Schlossers Karl Emden, 26 I. 5 M- alt- 29. Febr.: Ein tobt ausgefundenes Kind männlichen Geschlechts- 1. März: Johannes Schrick, Dienstknecht und Tag­löhner aus Oberhilbersheim, 25 I- alt (im academ. Hospital). 3. März: Magda­lene Mootz, Arbeiterin, 72 I. alt. 3. März: Pauline Keller, Gesellschafterin aus Arnsdorf in Schlesien, 26 I alt (tm academ Hospital). - 2. März: Karl August, S- v. Justus Alexander Bertram, Locomoiioführer, 3 M- 7 T- alt.

Aeilgebotenes. Feinste

Gothaer Cervelatwurst

empfiehlt f(1046

£lg. Wilh. Weldig.^

1300 Nadel-

Die Zusammenkunft ist auf dem Vicinal­weg noch Niederkleen am Wald und wird bemerkt, daß das Stamm- und Stangen­holz Nachmittags um 1 Uhr zur Versteige rung kommt. (1003

Lang-Göns, am 1. März 1876.

Großherzogl. Bürgermeisterei Lang-Göns. B r ü ck e I.

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4553 Nadel-Stangen oon 314 Zentimeter Durchmesser und 48 Meter Längt 17,88 Fstmtr., meistens zu Bohnen- Stangen geeignet

Die Zusammenkunft ist im District Buch­kopf bet Nr. 94 des Brennholzes.

Climbach, am 2 März 1876. (10)19

Grobherzogliche Bürgermeisterei Climbach Stein.

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Holzversteiqerung

in dem Steinbacher Gemeindewald.

Donnerstag den 9. u. Freitag den 10. März sollen in dem Distrikt Embach:

392 Rmtr. Buchen-Scheitholz,

98 ' Prügelholz,

283 Stockholz,

8250 Wellen ,, Reisholz,

4330 Fichten-

Lahn dahier, Konrad Schweitzer.

Getaufte.

c, wie Dievve oder Bouloane, nichts einzuwenden. Der des §42 zuwider Noten oder sonstige Geldzeichen inländischer Corporationen außerhalb

Stadt des Nordens, wie Dieppe dvci jcvuivhi Nersüouna desjenigen Landesgebiets, für welches dieselben zuzelaffen find, zur Leistung von Zah-

Präsekt stellte dem Prinzen einen Extrazug mit Salonwagen z B r.ug g, lungen verwendet", und fügen wir noch bei, daß nach Mittheilungen anderer Blatter und beauftragte seinen ersten Secretär, den Prinzen bi» zur Grenze zu ve- Permuthung nahe liegt, daß einzelne dieser Banken den Vertrieb ihrer Roten in

Don Carlos reiste nach Bouloane ab, wo er sich nach England ein- Süddeutsckland gegen Vergütung durch Agenten besorgen lassen, weßhalb selbst tm ge- kranwsiscke Militärverwaltung, der ein höherer Beamter wohnlichen Verkehr bei Zahlungen alle Aufmerksamkeit geboten erscheint, da man sonst worden, hat alle Norsi-btsmaßr-a-ln y. ,n Schaden g-rath-n fann.

troffen welche die Anhäufung der Carlist-n an der Grenz- -rh-ifcht. Di- französiscke Regierung wird später mit der spanischen Reg,-rung über di- Kosten der Jntervenirung, sowohl der zuletzt Ang-komm-nen, als der schon lange ,in Frankreich Jnternirten, zu unterhandeln haben k»

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die französische Regierung nicht den Beifall der Earlistenfreunde finden; die- i selben werden ihr vielmehr sehr verübeln, daß fie von einembesiegten Pra- tendenten" zu sprechen oder sprechen zu lasten wagt. Don Carlos ist weder besieat denn er hat aus freien Stücken einen anderen Aufenthalt als Spanien sewähl't, noch Prätendent: denn er istKönig Karl VII." Und wem das nicht einleuchten witz, den möge nachstehender Schluß einer derAgentur Havas von carlistenfreundlicher Hand mitgetheilten Schilderung überzeugen:Der Act besten Schauplatz die Brücke von Arneguy «ar, ist eine tief erregende Seite der Geschichte unserer Zeit. Er ist frei und freiwillig vollzogen worden, in Gegenwart bürgerlicher und militärischer Behörden Frankreichs, die dafür qeugniß ableqen können. Die Recht- d-s Königs bleiben unversehrt. Karl VII. hat Spanien v-rlaff-n, ohne dazu gezwungen zu sem- Er hat weder den Alphonsisten noch Frankreich seine Waffen üb-rg-beii. Nach -m-m heldenmuth,- aen Kampfe hat er sie aus freien Stücken niedergelegt, sich solcher Maßen die Zukunft vorbehaltend, di- ihm gehört." Wenn noch etwas fehlte, um dem Rosenmontags,uge über di- Brücke von Arneguy die carnevalistische Weihe zu aeben so ist es^dieses wider Willen humoristische Flugblatt, welches die Mit- wirken^cn auf ihrer Fahrt unter das Publikum Vertheilen. In Spanien gibt sich überall laute Freude über die Niederwerfung des Carlismus kund. Eine Proclamation ist in Städten und Dörfern angeschlagen, die dem Volke mittheilt, daß der Krieg aus ist, daß der König, das tapfere Heer und die Rc- aierung unter der patriotischen Mitwirkung aller Parteien dem Fluche des Bur- aerkrieges in Spanien ein Ziel gesetzt habe». Gegen End- dieser oder Anfangs nächster Woche soll König Alphons mit einem Theile der Armee den trinmphi- den Einzug in der Hauptstadt halten. Dann werden festliche Tage mit Stier- gcfechten und Illuminationen folgen. Schon jetzt prangt Madrid im Schmucke der Teppiche und Abends sind die Häuser erleuchtet. Der Carneval hat durch die freudigen Nachrichten einen neuen Anstoß erhalten und die Straßen pulsiren von fröhlichem Leben. Am Montag ist der König in Pampelona emgezogen, «o er mit Begeisterung empfangen wurde. Die Unterwerfungen der Carlisten folgen sich einzeln, cvmpagnie- und bataillonsweise in so großer Zahl, daß eine Schätzung sich vorerst noch nicht anstellen läßt. Auch hört man noch von Mordthaten in den besiegte» Haufen.

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