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Oxglarrd.

Lokal'Stotiz.

Miethvertrag mit dem Turnverein

Abgabe von städtischen Triebvicrteln au§ der Hand.

Die Verpachtung städtischer Wiesenviertel hinter den Eichen

Die Taubentränkc betr.

Die städtischen Bleichen betr.

Die Straßenbeleuchtung betr.

Den Neubau einer Realschule betr.

Die Wiederbesetzung einer Lehrerstelle an der Vorschule iur Realschule Verkauf von Hospitalgeländc.

Gesuch des Ludwig Klinke! um Bauerlaubniß.

Gestern Nachmittag brach in Groß-Buseck Feuer aus, über dessen Umfang und Entstehung wir noch nichts Zuverlässiges erfahren konnten. Ein umlaufendes Gerücht behauptete, daß dasselbe von einem Lumpensammler angesteckt worden sei, welcher sich darauf erhängt haben soll. w

Gießen, 3. October. In Nachstehendem lassen wir die Tagesordnung für . S. 187«, R.chmlk,-,.

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Konstantinopel, 30. Septbr. Der Ober-Befehlshaber vor Alexinatz meldet: Die Gerben griffen uns auf der ganzen Linie vor Alexinatz an. Der Kampf, der 12 Stunden währte, endete mit der Niederlage der Serben, welche die Flucht ergriffen und eine große Anzahl Todter und Verwundeter zurückließen. Die Pforte machte ihren Vertretern im Auslande folgende Mittheilung: Die serbische Regierung zeigte den diplomatischen Agenten der Mächte in Bel­grad an, daß die Türken am 17. Septbr. bei Alexinatz und Jankowa Klissura, am 19. bei Javor, am 21. bei Javor und an der Drin« die Waffenruhe ver- letzt hätten. Hiermit wollte Ristic die Thatsache umdrehen und die Verant­wortlichkeit auf die Pforte wälzen. Wie bekannt, nahmen gerade die Serben eine aggressive Haltung an und griffen die Türken auf der ganzen Linie an. Die Pforte kann nicht umhin, gegen jene Mittheilung formell zu protestiren.

Konstantinopel, 1. October. Der zur endgültigen Entscheidung über die Friedens-Vorschläge auf Samstag anberaumte große Ministerrath ist auf Sonntag vertagt worden. Der russische Botschafter General Jznatieff kehrt am Montag hierher zurück.

Konstantinopel, 2. October. Riza Pascha ist zum Handels-Minister und Mahmud Damat Pascha zum Großmeister der Artillerie ernannt worden. Aus Risch wurde amtlich vom 30. September gemeldet, daß ein neuerlicher Angriff ber Serben auf die Türken bei Alexinatz zurückgewiesen ist.

Widdin, 30. Septbr. Die den hiesigen Consuln zugehenden Nachrich­ten bestätigen, daß die Türken den Angriff Tschernajeff's mit Erfolg zurückge­wiesen haben.

London, 1. October.Reuters Bureau" wird aus Belgrad telegra- phirt: England und Italien sind gegen Serbien sehr aufgebracht wegen der Ablehnung der ferneren Waffenruhe. Der englische Consul soll im Namen des Lord Derby dem Minister-Präsidenten Ristic erklärt haben, daß England sehr unzufrieden mit Serbien sei, weil es die Waffenruhe, die es selber nachgesucht, abgelehnt habe. Serbien dürfe in Zukunft weder auf die Unterstützung, noch auf die Sympathieen Englands, welche es nicht verdiene, rechnen.

Nvßlaud.

Petersburg, 1. October. In unterrichteten Kreisen verlautet, daß über das vom General-Adjutanten Sumarakow an den Kaiser Franz Joseph überbrachte Handschreiben des Kaisers Alexander an das bieffeitige Ministerium keine Mittheilung erfolgt ist. Die Gerüchte über besondere Aufforderungen zu einem (Songreffe, wie zu militärischem Einschreiten werben für Vermuthungen gehalten, die sich in bas Gewanb des Wiffens kleiden. Gewiß ist, daß jede Sendung, die von dem Kaiser Alexander d rect ausgeht, nur einen eminent die Herbeiführung des Friedens begünstigenden Charakter haben kann.

DieIntern. Telegr.-Ägentur" meldet aus Semlin: Gestern wurden die Serben durch eine von Risch aus erfolgte Verstärkung der Türken genöchigt, die am Morgen von Horvatovic eroberten Positionen wieder aufzugeben. Beide Theile haben ihre früheren Positionen wieder eingenommen. Gestern ist der Kampf von Neuem entbrannt. Bisher sind 22 Officiere russischer Nationali­tät gefallen.

Griechenland.

Athen, 1. October. In einer heute hier abgehaltenen Volksversamm­lung, bei welcher an 8000 Personen zugegen waren, legten die Redner, darun­ter die Prosefforen Papazofiropulos, Cocino und Damela, die unerträgliche Lage der griechischen Provinzen in der Türkei dar, und geben ihrem Bedauern Ausdruck, daß die Mächte in ihrem Pacifications - Programm die berechtigten Interessen und Forderungen dieser Provinzen unbeachtet gelassen und dadurch eine Ungleichheit zwischen den griechischen und slavischen Provinzen geschaffen hätten. Griechenland sei für seine, dem Wunsche der Mächte gemäß dem Frie­den geleisteten Dienste durch Vergessen belohnt worden. Es müsse seine Vor­bereitungen vervollständigen und sich für alle Ereignisse bereit halten. Diese Reden wurden mit allseitigem Beifall ausgenommen.

Athen, 1. October. Ueber die heute stattgehabte Versammlung, welche von vielen angesehenen Persönlichkeiten besucht war, wird noch gemeldet, daß dieselbe den Mächten für die den türkischen Christen bewiesenen Sympathieen Dank votirte und an die Regierung das Ersuchen richtete, Landmacht und Marine in den Stand zu setzen, um allen Eventualitäten begegnen zu können.

Spanien.

Bilbao, 30. Septbr. Die hiesige Junta hat die Errichtung einer Universität, einer baskischen Bank und einer Hochschule des Rechts beantragt.

Iörket.

Konstantinopel, 29. Septbr. Die Kaiserin von Brasilien ist hier eingetroffen.

Keröierr.

Belgrad, 30. Septbr. Gestern Vormittag griffen die Türken von Gorny, Adropatz und Grcdelin aus den General Horvatovic zwischen Schibo- watz und Kaon an. Das Resultat ist noch unbekannt. Gleichzeitig griffen drei serbische Brigaden unter Dochtoroff die Türken bei Teschitza an. Ein Versuch der Türken, Munition nach Nisch zu bringen, ist von den Serben vereitelt worden.

(Petroleum in Deutschland ) Angesichts der Verschwörung der amerikanischen Barone, von deren Willkür augenblicklich die cioiltsirte Welt abhängt, kann es tröstlich sein, daß wir »n nordwestlichen Deutschland Petroleumlager von anscheinend unerschöpflichem Reichthum besitzen, die indessen der Ausbeutung erschlossen werden müssen. Wir hören hierüber aus einem Vortrage des Hrn. Dr. Meyn aus Unterfen, gepalten in der Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte in Hamburg.Das Petroleum , sagt Dr. Meyn,hat nicht nur Licht, sondern auch Bildung und Auf- klarung getragen in viele Hütten. Hier in der Umgebung von Hamburg kann Petro- l" eichen Quellen erschlossen werden. Die Petroleumspuren sind größer als m Amerika. Professor Harkort, einer der bedeutendsten Petroleumkenner, sagte: The letroleum 13 in Germany more decidelly indicated ag in the United States (das Petro- Tvin^V^r m entschiedener zu Tage als in den Vereinigten Staaten).

Die Petroleumquellen liegen theils «uf der Linie zwischen Braunschweig und Hannover, sowie in polstern, die Orte größtentheils im Allerthale Zu Verden ist im Jahre 1839 von Lampadius gemacht worden, welcher Erdpech dort gefunben hat. 3n ^tefje bei Eelle, 1 /z Meilen westlich an der Aller, stndet man im alluvialen Lande Gruben, wo das Petroleum gefunden wird Dort wird aus dem Sande der Beratheer herausgewaschen und zwar jährlich 12 bis 15,000 Pfund. Das Quantum welches dort bereits in der Oberfläche verbreitet ist, beträgt circa WO Millionen Eentner. Sei toteinforbe befindet sich ebenfalls ein alter Petroleumbetrieb, neben der Chaussee. Wetter nach Südosten gegen Burgdorf ist ein Dorf Heuigsen, woselbst schon vor 300 roleutnqueIIen aufgegraben wurden. Daselbst liegen 1012 Brunnen auf einer Wiese, wo das Petroleum mit Binsen vom Wasser abgeschöpft wurde. Weiter gegen Osten bei Kleinedissen quillt das Petroleum aus den Wiesen heraus, daneben ist ein tiefer Graben in dem sich das Petroleum sammelt. Weiter in Edemissen staden sich solcheL,heerkulen"; bei Braunschweig ist die ganze Oberfläche mit Petroleum ge- ttankt, wo das Petroleum direct aus dem Boden quillt. Ja Oberg bei Braunschweig bat Jogar bet 250 Fuß Bohrung ein Gasausbruch stattgefunden, der das ganze Bahn- gebaude m die Luft sprengte. In der nächsten Nähe von Hannover, bei der Vorstadt Linden, smd ebenfalls sehr bedeutende Oelquellen. Das Oel in diesen Gegenden scheint aus benachbarten größeren Quellen dorthin gelangt zu fein, während die Hauptpetro­leummassen immer noch verdeckt sind. Werden diese erschlossen, so wird der Gegend von Hamburg bis Hannover eine ungeheure Erwerbsquelle erstehen." In Holstein

.'ctt bre,&(9 Jahren das Petroleum erbohrt und verkauft, jetzt aber durch bie Billigkeit des amerikanischen Productes verdrängt. Es liegen hier große Werthe ~rauben, und hofft der Vortragende, daß sich Männer finden werden, die betreffenden Schatze zu heben. Hoffen wir dasselbe!

,, Brückenau. Einem düstern Bericht entnehmen wir folgende herzergreifende Stellen: Wer letzt fast 5 Wochen nach Ausbruch des Brandes die Unglücksstätte betritt

"greift ein grauses Bangen. Die ganze Altstadt bietet ein Trümmerfeld, es ertönt keine Glocke, es schlagt keine Uhr, nur von dem auf dem höchsten Punkte der §ta»t gelegenen Friedhöfe hallt täglich mehrmals zur Angabe der Tageszeit das Todtenglock ein herab. Fürwahr, ganz Brückenau ist eine Begräbnißstätte; begraben ftnb die Früchte jahrelangen mühevollen Strebens, begraben sind die Hoffnungen vieler emsiger Familienväter und Gewerbetreibender; wir stehen vor dem leeren Nichts ftLt.tlcaurl^r ^c?ail^t' *>er fich auf den sorgenvollen Mienen der trostlosen Abgebrannten lebhaft abspiegelt. Der Bericht schließt mit der Appellation an die Milbthätchkeit unfererdeutschen Brüder" für das unglückliche Städtlein. 9 0

,,,, kÄaJLf,tl;, 27v6ep4; ,Wie wir aus guter Quelle erfahren, liegt es in der Ab-

?reCton ber Main-Weser-Bahn, vom 15. f. M. feie beiden durchgehenden - ch^rsonen-Züge (ab Frankfurt 11 Uhr und ab Kassel 10 Uhr 30 Min. Abends) aänrlich einzustellen E n definitiver Beschluß ist hierüber bis zur Stunde noch nicht gefaßt, uideffen ist die Ausführung des Planes kaum zweifelhaft. Wenn auch zugegeben werden muß, daß die Personen-Frequenz bisher immer eine geringe war, so würde doch der Post-Verkehr (namentlich zwischen Hamburg, Hannover rc. einerseits und durch diese Maßregel sehr geschädigt werden, weshalb denn

Ao^^horde Einstellung der betreffenden Züge zu verhindern bemüht ist. Möglich ist, daß im Falle des thatsächlichen Ausfalles der beiden Nachtzüge wenigstens der letzt 11 Uhr 40 Minuten Abends in Gießen eintreffende Kasseler Zug bis Frank­furt durchgesuhrt wird. "

(Rührende Pflichttreue.) Unter den verschiedenen Preisrichtergruoven der Philadelphiaer Ausstellung, soll, nach Mittheilung des New-York Belletr. Journals, keine eine größere Ausdauer entwickelt haben, als diejenige, welcher die Prüfung der rM sämmtlichen Sitzungen hat nie ein Mitglied gefehlt. Ihre Arbeiten haben sich über 800 verschiedene Wemproben ausgedehnt- Solcher Pflichteifer, solche Ausdauer ist gewiß aller Ehren werth. w

Rheinhessen, 29. Sept. Was wird eS dieses Jahr für Wein geben? Das «st Jeden, der ein gutes reineS Stühlchen liebt.Schlechte

Aussichten I heißt allgemein die Antwort. Trotz Sommerhitze sind die Trauben noch sehr zuruck und in den Weinbergen noch nicht genießbar. Wenn der October sich nicht besser anlaßt wie der September, so wird leider die traurige Kunst derWeinoered- tung wieder um sich greifen. Die feinen 74er und guten 75er sind meist in den Häiiden der Welnhandler. Daher find auch manche Wirthe mit dem annehmbaren Schoppen von 50 Pst auf 70 gestiegen. D, fast aller Handel stockt, so lagern in der ^r°vmz noch große Keller mit mehr oder minder harten 75er Landweinen Die Preise chwanken zwischen 450 bis 700 Mark per Stück (1200 Liter), werden sich aber in kurzer Sntt erhöhen. Während tm vorigen Jahre um diese Zett die Fässernoth Tagesgespräch blC: ^K-Cr Un^ Händler nicht genug alte und neue liefern konnten, so schweigt hierüber in diesem Jahre alle?- Jeder Producent will erst abwarten, was aus dem Kindlein werden wird.

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----- Hafer 120, Erbsen, Linsen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund

KSss Die Mainzer und Lauterbacher Preise verstehen sich zu 200 Pfd., die von Grün berg zu 50 Klgr.

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