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Mau behauptet, es sei einer der früheren Gemahlinnen des Sultans Abdi
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No«, 3t. Juli. Diplomatische Berichte melden aus Konstantinopel daß Murad V. schon seit mehreren Tagen Verstand und Sprache verloren Habs
Aziz gelungen, Murad V. ein allmälig wirkendes, alle geistigen Fähigkeßei lähmendes, langsam aber sicher den Tod herbeiführendes Gift beizubringeii Die formelle Abdankung sei in Wahrheit unmöglich; so daß, wenn der U nicht bald eintritt, die Absetzung unvermeidlich sei, wenn man auch viellM abermals die Comödie des freiwilligen Verzichts aufführen werde (Berl. Tagebl?
Kamengrad an. Nach dreistündigem Kampfe unterlagen die Insurgenten. Die Türken zündeten das Dorf Trubar an. Die Einwohner flüchteten auf öftr. reichisches Geb.et-
gart), Blochius (Düffeldors), Biebel (Forst), Raabe (Wolfsanger), Mahr l (Bamberg), Mayer (Lohr), Niederhofer (Edenkoben.)
Mainz, 1. August- Der beste Schütze auf der Festscheibe „Neustadt" ist bis iekt Teichmeyer (Kaiserslautern) 35 Punkte; auf der Festscheibe „Mainz" Deckte! (Hanau) 35 Punkte; auf der Festscheibe „Rhein' Förster (Berlin) 38 Punkte; auf der Festscheibe „Main" Höfler (Leipzig) 36 Punkte.
Berlin, L August. Von der russisch-polnischen Grenze kommen fortwährend noch Klagen über Plackereien, welche preußische Staatsangehörige, sobald sie es versäumen, sich mit einem Legitimationsscheine zu versehen, der oft bei der Kürze des Aufenthaltes gar nicht einmal schnell zu beschaffen ist. ru erdulden haben. Diese Plackereien werden jedoch nicht nur gegen gewöhnliche Reisende, sondern auch gegen dieffeitige Militärpersonen geübt, selbst wenn sie in Uniform erscheinen und schon dadurch eine gewisse Gewähr bieten. Alle bisher ergriffenen Maßregeln zur Abwendung dieser unnützen Quälereien haben bis jetzt noch nicht den geringsten Erfolg gehabt. — Nach den Bestimmungen der Post-Ordnung genießen im deutschen Reiche Waarenproben und Muster ohne Werth nur bis zu einem bestimmten Gewichte der Ermäßigung der Portotaxe, weshalb es gerathen ist, derartige Sendungen, welche das erlaubte Gewicht überschreiten, nicht ohne Weiteres in den Briefkasten zu stecken, da die also vorgefundenen Sendungen, wenngleich sie mit Marke beklebt sind, nicht zur Absendung gelangen, wenn sie das zuqelassene Gewicht überschreiten.
Wiesbaden, 1. August. Nach Constituirung des hiesigen katholischen Kirchen-Vorstandes fand gestern die erste Sitzung statt, in welcher u. A. nach längerer Debatte beschlossen wurde, die in Anregung gebrachte Heranziehung der Altkatholiken zu der Kirchensteuer, bezw. die nachträgliche Einziehung der aus den Vorjahren rückständigen Steuern nicht einrreten zu lassen, um damit jeder Gemeinschaft und der dadurch etwa möglichen Inanspruchnahme der Kirchenkasse sür die Bedürfnisse der Altkatholiken überhoben zu sein. Dieser Beschluß ist, wie wir hören, hauptsächlich auf das Drängen des Geistlichen gefaßt worden; ob er aber nicht demnächst auch von der Kirchen - Gemeinde - Vertretung gefaßt werden wird, ist nach der unter dieser Körperschaft herrschenden Stimmung wenig zweifelhaft. Auch wurde noch beschlossen, für die Wieder-Erlangung der Kirche, bezw. die Ausweisung der Altkatholiken aus derselben, alle gesetzlich zulässigen Hebel in Bewegung zu setzen.
Karlsruhe, 30. Juli. Nach Verordnung des Ministeriums des Innern vom 19. d. ist der Turn-Unterricht in den Volksschulen obligatorisch geworden. Die Theilnahme daran beginnt mit dem vierten Schuljahre; die nöthigen Turnplätze und Einrichtungen beschaffen die Gemeinden, und sind zu diesem Zweck nach ihren ökonomischen Verhältnisse» in fünf Classen eingekeilt, nach welchen sich die Anzahl der zu beschaffenden Turngeräthe richtet.
Aus Bayern. Gleich wie im Vorjahr hat es auch Heuer wieder das Ordinariat des Erzbisthums München wegen der bischöflichen Amtshandlungen des Joseph Hubert Reinkens in der Erzdiöcese eine Vorstellung an das Cultus- Ministerium eingereicht. Dieselbe enthält Eingangs die Bitte, „diese in sich sakrilegischen, das gläubige Volk ärgernden, die öffentliche Ordnung verwirrenden Culthandlungen des sog. Bischofs zu inhibiren", weiter heißt es: die Wahl des Reinkens zum Bischof ist unkanonisch, unerlaubt, eitel und gänzlich nichtig, seine Consekration zum Bischof sakrilegisch, Reinkens selbst namentlich und öffentlich aus der katholischen Kirche ausgeschlossen. Bischöfliche Handlungen, deren dieser Reinkens sich anmaßt, können also nichts als Sakrilegien, öffentliche Aergernisse und Kränkungen der höchsten kirchlichen Autorität sein. Aus diesen Gründen wird gegen die Pontifikalhandlungen Reinkens' neuerdings feierlicher Protest eingelegt zur Wahrung der Rechte des Münchener Erzbischofs und seiner Nachfolger." Wie früher ist auch aus diese Eingabe eine Antwort nicht erfolgt und den Firmungsreisen des altkatholischen Bischofs nichts in den Weg
Nußlaud.
Petersburg, 31. Juli. Jgnatieff hatte gestern eine Audienz bm Kaiser und sodann eine mehrstündige Conferenz «mit dem Fürsten Gortschakow Die Wiederaufnahme der diplomatischen Intervention der drei Mächte ist auf Basis des Berliner Memorandums zu erwarten, welches allein die Lage da christlichen Untertanen der Pforte in Bulgarien, Bosnien und der Herzegowm berücksichtigt. Die Idee eines europäischen Congresses ist sowohl hier wie io Berlin und Wien zurückgewiesen worden, die Verleihung der Autonomie a Bulgarien, Bosnien und die Herzegowina ist wahrscheinlich. — Die Kaiserin, die sich an die Spitze der für die Kriegsverwundeten Sammelnden stellte,^ stattet, daß Listen von Haus zu Haus geschickt werden. Russische altgläubig Gemeinden haben große Lummen gezeichnet und einen Sanitätszug mit sejj Aerzten und Geldmittel für ein halbes Jahr abgeschickt.
Amerika.
Washington, 1 August. Der ehemalige Kriegs-Minister Belkn« ist freigesprochen. 35 Senatoren erklärten ihn schuldig, 25 unschuldig; il fehlte Jomit die für die Verurtheilung erforderliche Zweidrittel - Mehrheit.- Die Staatsschuld hat sich im Monat Juli um 1,139,000 Doll, üerminbm Im Staatsschätze befinden sich 59,843,000 Doll, in Gold und 12,590,0st Doll. Papiergeld.
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-■sä SÄ®» Lttiit erhebt sich ?ur etwa 1000 Fuß Lomicarr Hochebene jtolubara findet pch hoch. Am Fuße de sollende große Man Gegner über ausrc, 9 Der Nervös von Norvofi nach Z Donau bei Orsoim Serbien ist fruchtbaren Gebirge be8 Jbar und der Morawa das Land westliche Hälfte gli Die Haupt' Md Semendria tu entsendet. Außcrdc Straßen, das jedoi Lcrvoüständfqung Hinblick auf ihre, c Die natürlic der bulgarischen Mo der serbischen Grenz erstere durch die Nist zur Wasserscheide zw Sophia Tatar Vaza gibt die russische Get Lyemärsche. Non 3 Aoraira führt südivä: Uefjub oder Skopia \ A-rdartbale nach Sal Neer, über Uskjub mi in Windung. In äk das tief und
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Versailles, 1. August Die Deputirten-Kammer bewilligte einstimmig den von dem Kriegs-Minister beanspruchten Nachtrags-Credit von 32 Millionen nachdem der Minister das von der Budget-Commission aufgestellte Princip angenommen batte, daß keine Ausgabe-Verpflichtung ohne vorgängige Genehmigung der Kammern eingegangen werden dürfe. Die Linke hat ein Wachsamkeit Comite an Stelle der früheren Permanenz-Commission für die Dauer bet Ferien eingesetzt.
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gelegt worden.
Augsburg, 2. August. Der Peraer Correspondent der „Allg. Ztg." dementirt in seinem Briefe vom 28. Juli aus unmittelbarer Quelle aus das Formellste die über den Zustand des Sultans verbreiteten Gerüchte und fagt: Dank einer sehr zweckmäßigen Behandlung seines Arztes hat der leidende Zustand des Sultans schon seit mehreren Wochen aufgehört. Er besucht die Moschee, befaßt sich mit Staats-Geschäften, liest die ihm zur Unterschrift vorgelegten Documente, liest Zeitungen, ja er spielt schon wieder auf seinem Piano, gebraucht Seebäder, macht Spaziergänge und Exkursionen auf dem Bosporus; kurz, von seiner ganzen Krankheit ist in diesem Augenblicke nichts weiter übrig, als eine gewisse physische und moralische Schwäche, die sich aber bei zweckmäßiger Behandlung spätestens binnen einem Monat ganz verlieren wird. Von einer Gehirn-Erweichung ist keine Rede, noch viel weniger kann von einer Regentschaft oder wohl gar von einem abermaligen Thronwechsel mittelst Abdankung zu Gunsten des Prinzen Hamid die Rede sein.
HekierrriL.
Wie», 31. Juli. Vom Kriegsschauplätze liegt nur eine Nachricht vor, welche der „Presse" aus Semlin zugeht und wonach die vom Fürsten Nikita nach Cettinje gemeldeten Erfolge der Montenegriner auf Wahrheit beruhen sollen. Danach wäre Selim Pascha, der Vertheidiger von Nevefinje, gefallen und eine große Anzahl anderer Befehlshaber gefangen.
Wien, 1. August. Die „Polit. Corresp." meldet aus Zara: Mukhtar Pascha ist leicht verwundet und hat sich von Bilek nach Trebinje zurückgezogen, wo er die Ankunft von 1000 Baschi Bvzuks erwartet. Die Montenegriner haben Bilek gestern angegriffen, weshalb Mukhtar Pascha mit allen Truppen neuerdings dorthin abgerückt ist. Der Kampf bei Bilek ist noch unentschieden und dauerte noch heute Vormittag an. In Trebinje sind auf Befehl der Behörden sämmtliche Kaufläden geschloffen. Man scheint dort auf das Aeußerste gefaßt zu sein.
Wien, 2. August. General Fadejeff ist in Belgrad eingetroffen und hat Audienz bei der Fürstin genommen; er ist angeblich in serbischen Dienst getreten. — Die Pforte beschloß, dem Sohn Bibdoda's den Titel „Mihuli- mira" und den Rang eines Brigade-Generals zu verleihen, damit die Miriditen die Montenegriner bekämpfen.
ArauLreich.
Paris, 1. August. Eine Meldung der „Agence Havas" aus Ragusa von heute bestätigt, daß Mukhtar Pascha, nachdem er neue Truppen an sich gezogen, nach Bilek marschirt ist, wo er einen Angriff der Montenegriner erwartet. Die Türken habe« in Majdam (Bosnien) mehrere Hundert Christen ermordet und die umliegenden Ortschaften verbrannt. 5000 Türken griffen
Vermischtes.
Friedberg, 2. Aug. Am 31. v. Mts. legte sich ein Mann, Namens Lehn v.i Fauerbach o. b. H., in der Nähe der über die Eisenbahn führenden Brücke der Stö further Landstraße auf die Schienen und wurde von dem heranbrausenden Zuge üfc fahren und schrecklich uerftümmelt, was den augenblicklichen Tod zur Folge hatte. Ä man hört, war der Verunglückte dem Trünke sehr ergeben und scheint der unzuni nungsfähige Zustand ben Menschen zu diesem unglücklichen Ende gebracht zu babtn.d
— (Wirksamer als Insektenpulver.) Hotelbesitzer (zum abreisenden GM „Waren £>ie zufrieden, mein. Herr?" — Gast: „Mit Tisch und Keller allerdings, 8» sollten aber suchen, Ihre Betten von den so lästigen Insekten zu befreien!" — MI besitzer: „O, ich hab' schon alles Mögliche probirt, aber ohne Erfola!" — Gast: Kl wüßte ich Ihnen ein sicheres Mittel: Machen Sie jeder Wanze eine Rechnung wie msI — dann kommt gewiß keine mehr wieder!"
— (Amerikanisches.) Ein amerikanisches Blatt schreibt: Der Prioalknkl welcher am 13. Juli von drei Brüdern in Newark der Welt erklärt wurde, fchlA nachdem drei Männer erschossen und vier andere tödtllch verwundet worden mir« I mit dem durch die rächende Hand des Volkes berbeigeführten Ende der enragirti Mörder. Die drei, schon lange als Raufbolde der ärgsten Sorte bekannten BrA I Carl, Albert und Adolph Theilhorn waren aus Dawson's Gerberei entlassen wor)a und hatten deßhalb häufige Drohungen gegen den Vormann, Chas. Meyers, cuty stoßen. Letzterer erwirkte einen Haftsbefehl gegen die drei Brüder und sollten dieses am 13. Juli von zwei Polizisten arretirt werden. Mit Revolvern bewaffnet, die drei Brüder den Polizisten entgegen,Jöbh'len den einen, machten den andern str.- unfähig und rannten dann auf die Straße, in der Richtung nach der (Serbend laufend. Auf dem Wege dahin schossen sie auch uno verwundeten mehrere ganz theiligte Personen, drangen dann in Meyers' Zimmer, welcher zu seinem d anwesend war, und fingen an die Fabrik nach ihrem erkorenen Opfer zu durchs Nachdem sie den Schwiegersohn Meyers' und einen anderen ihrer ehemaligen^ arbeitet erschossen hatten, erholten sich die übrigen Arbeiter von ihrem anförB, starren Entsetzen und vertrieben die Mörder aus der Fabrik. Es blieb bcnfelber. t I sich ihnen eine zahlreiche, mit Knüppeln, Steinen und Messern bewaffnete Merc^I menge entgegenwarf, kein anderer Ausweg, als in den Fluß zu springen. Zu Alternative griffen fie, nachdem sie noch einem ihnen den Weg versperrenden Ncrr der mit einem riesigen Gerbermesser den einen der Brüder schwer verwundete t Garaus gemacht und ihre abgefeuerten Revolver den andringenden Männern in'- sicht geschleudert hatten. Die erzürnte Vienge er griff am Ufer liegende Stein! warf sie nach den Mördern, bis dieselben, mit zerschmetterten Köpfen unter dem versanken
Southampton, 1. Aug. Das Postdampischiff des Nordd. Lloyd »Mr ) Capt- G. Reichmann, welches am 22. Juli von Newyork abgegangen war, ist HZ^ Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für hamptou bestimmten Passagiere, Post und Ladung 5 Uhr Abends die Reise nach^r fortgesetzt. Der „Main" überbringt 324 Passagiere und volle Ladung.
Serbien und seine Grenzlande in Militär-geographischek Hinsicht.
Die folgenden, auf den «Kriegsschauplatz bezüglichen Daten sind dem bekannten Rei'^ des Herrn F. Kanitz, unter Vergleicl) mit anderen Quellen, so z. B. Jsambert, Bouö unt neuerdings erschienenen Resum6 eines russischen Generalstabs-Ofsiziers entnommen.
Serbien liegt in seiner jetzigen Begrenzung zwischen dem 43. und 45. Grad und dem 37. bis 40. Grad Ostlänge. Seine Nordgrenze gegen Oesterreich und Numanier in einer für die Defensive günstigen Weise mit meist überhöhenden Ufern und vielfach sunp Flußthal Sau und Donau. Die Ostgrenze läuft im Norden längs des Rinnsals des»' und dann längs des vom Chodzabalkan herabkommenden, mit der Vrska Cuka endigenden ?• zugs. Seine Südgrenze bestimmt mit dem höchsten der Vrska Cuka entgegengesetzten Punkt! erwähnten Höhenzugs bei der 3564 Fuß hohen Jwanova Livada, um sich weiterhin mehr politisch-administrative, als durch natürliche geographische Momente bedingt längs der Ho^e erstrecken, welche die Wasserscheide zwischen den Bassins des Timok und der Nissawa bilden weitere Trennung Serbiens von dem im Süden sich erstreckenden Nissawanjalet fällt aus linken Ufer der Norawa dem Jaftrebae und Kapaonikgebirge zu, welch letzteres gewißem- als der südlichste Markstein Serbiens gegen die Türkei anzusehen ist. Im Nordwe,ten MM | tief zwischen hohen Bergen eingebettete Drina die starke Scheide Serbiens von Bosnien, , dessen die Südwestgrenze stellenweise noch willkürlicher als seine Südostgrenze durch denj Lim und die Sratiborhöhen markirt wird. Innerhalb dieser, mit Ausnahme des Nordens/ ^ I von türkischen Provinzen eingeschlossenen Grenzen hat Serbien einen Flächenraum von 76i>» Meilen (Jaksie), nach Engelhardt aber 998,9 Qu.-Meilen (?). Die Gestalt Serbiens errs-A ■ einem in die türkischen Gebiete hineingeschobenen Dreieck, dessen Basis die Sau -Doraa» ■


