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Spanten.

Madrid, 2. Februar. Officiell wird gemelbet: Primo de Rivera hat 4 Kilometer von Estella Stellung genommen. General Quesada bat verschie­dene Punkte in der Umgegend von Miravalles befestigen lasten. Die in Bis- caya befinvlichen Earlisten haben den Rückzug nach Zornoza angetreten. Mar­tinez Campos hat Elizond» besetzt.

Rumänien.

Bukarest, 2. Februar. Die Sammer berieth in geheimer Sitzung den Antrag des Knegsministers auf Bewilligung eines außerordentlichen Crcdits für die Armee. Das Resultat ist noch unbekannt.

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Lokckl-Notiz.

Tießen, 3. Febr. In her Sitzung »er Stadtverordneten vom 27. Januar wurde Folgendes zur Verhandlung gebracht:

1. Wegen Benutzung der städtischen Turnhalle durch die Schüler des Gymnasiums kam Vertragsentwurf zur Vorlage, welcher nach gepflogener Beratdunä mit einigen Zusätzen angenommen wurde.

2. Einem Gesuche der Polizeidiener um Bewilligung eines Vorschusses zum Behüte der Anschaffung von Uniformsftücken wurde stattgegeben, weil sie in Folge der Regussrunp ihrer Gehalte vom 1. Januar 1876 an die früher bezogene Vergü­tung nicht mehr erhalten, und soll der Ersah dieser Vorlage im Jahre 1876 in monatlichen Raten durch Abzug an ihren Besoldungen stattfinden.

3. Zur Anweisung von 23 Mark Gebühren der Polizeidiener für Octroi-Anreiaen im Jadre 1875 wurde Ermächtigung ertheilt. ®

4. Moichiirenfabrikant Herr Adam Menge« will an seiner Werkstätte an brr Grün, bergerltraße einen Anbau Herstellen lassen. Die deshalb vorgelegtcn Pläne sanden Zuss'.mmung und soll das Gesuch befürwortet werden.

5. Von der Absicht der Stadt, eine Viehhalle zu bauen, hatte Herr Philipp Mor- oel von Reiskirchen, welcher an den Krofdorferweg nahe am Fischerbot acbaut bat, Kenntnis, erhalten; er erbot fich, die Halle auf seinem Grund und Boden aufzubauen, wenn er auf eine Unterstützung Seiten« der Stadt rechnen könne. Nachdem ernt Prüfung dieser Offerte ftattgefunden, wurde sich für Ablehnuna derselben ausgesprochen. * H

6 Zur Fortsetzung der Mauer auf dem Friedhöfe, veranschlagt zu 770 M., wurde Genehmigung ertheilt. '

7. Die 1232 M 17 Pf. betragenden Rechnungen über Kosten tze« im Jahre 1875 in Gießen abgehaltenen landwirthschaftliche« Feste« wurden auf die Stadtkasse übernommen. "

8. Gegen da« vorgelegte Baugesnch bi« Herrn Carl Ockel wurde -war nicht« zu

sollen auf dah .-Smmofiilitn, oh Flur.

Paris, 1. Februar, Abends. Wie aus Madrid gemeldet wird, ist Ge- Quesada burcb Biscaya von Durango nach Bilbao 'marschirt und dort angekommen. Dieser Marsch der liberalen Armee soll aus die Bevölke. rung des carlistischen Biscaya eutmuchigend gewirkt haben.

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Mit dem 1. trag 11 rum ( sörderung von 6. Marz 187a

Dersilbe ent directe Xnrifiäi scheu Stationen mar nach ffa

Exemplare d Preise von 30 seitigen Verband sich zu haben.

Gießen, im Di

der Q6er

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Die auf den 1 an die Fürstlict tzohensolms Pachtgelder rc. richtlicher 6dy tezahlt werden

Zahltage fint Hohensolms.

Sürftlld

allgemeiner Tbeilnahme vernommen werden trotz der augenblicklichen Verbitte- gegen die Magyaren.

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Lamdwirthfädaftliches.

,, ( ck f e l - M a s ch i n e n.) Die durch ihre vorzüglichen Drefck-Mvsckinen rühmlrckst bekannte Firma PH M a y f a r t h ck C. m p. in Frankfurt aM^ bat eine neue H acksel - Ma sch i ne für, Hand- und Göpelbetrieb conftrutrt, welche alle bisherigen bfACU enb^S^er- k ^Eschine, die größte unb leiUungsfähigste Häcksel- Maschine für^an^ betrieb, hat eine Schnittfläche von 32 Centimeter breit und 8Vi c ne ^Äntc unb wie sie bet einer Häcksel-Maschine für .Raub? battend ^re^en"k!nn " lfl' *abd «eht sie so leicht, daß ein Knabe sie an-

Das Schwungrad, an welchem 2 Messer angeschraubt sind hat

105 Centimeter im Durchmesser uno »te«t 112 Pfund. Durch äußerst einfache Der-

-hne Unterschied ob Heu, Klee oder P ^tunbe ca 600 Pfund Häcksel. Die Maschine ist mit Ausnahme b ® wXtarVro«7,nhU®taV unt ®!,tn «,touf. " Fuß,-stell aus Schmiedeeisen.

ff 314

Ars? 256

»«rnalä an brn Berben.

Güßen, den 1. ^herzoglich

erinnern gefnnden, doch soll darauf aufmerksam gemacht werderr haft ba« nrnbr« n Hintergebäude von der Chaussee aus einen ungünstigen Anblick bietni m?Ih

9. Tue Anfuhr des Bauholzes für oie Stabt aus allen Bezrrken d s © nh

Vermischtes.

. » Darmstadt, 1. Febr. Vor einigen Tagen erhrelt ein Feldwebel von tint-r. dankbaren Soldaten einen Schinken nebst einem Fäßchen in welchem derselbe Rek,,» blut vermulbete. Im Kee se verschiedener Kameraden^ foUten nun bX^SSn oert lf.t werden und wurde dvv Fäßch-n erwartungsvoll onfleZft r a banfetben - r-auerkr-uibruhc und halte d-r dankbare Krieacr seinem Herrn Vo^« setzten zu dem e^inten em Fäßchen Sauerkraut verehre. Waren auch die auf das W&fScs ->-» vnv»

ber m ^ohnun« des Backstemtadrikanten Jäger ein (Ärrabnen offen ft(btn Aa ü w-lches am frühen Morgen mit einem brennenden Lichte in

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ÄÄnmtPÄn üdJlt hoch m Anrechnung zu bringen, wieder eingestellt; ein Zustand, der recht nut bLkd) orlbftbulfc zu beseitigen wäre, wenn Jedermann gegen Annahme frcuhr>>

Ob:ru; beiten« «egen Berechnung über d-.. n--drigstm"B- -N-Lvu s sich rwa n mürbe, awtott iu benfen: ich nehme das Gold und 6ängC e* eTrE,n «nbern rotebe? auf, womozllch noch mit einem Cours Gew nn. Bei letzterem Versabrt-i. ift nirht ib,lnÄflS5inen au<l?ävti^cv mün3en* die auf den We^e legalen Handelsver- m^^hZV Ne'ch und Angel geöffnet, sondern es ist auch Dritten die

mit dem eigentlichen Geichaftsverkehre gar nichts zu tbun haben in hrfün 'Ronn*. theili^ung Gelegenheit geboten, indem sie durch oortheilhaftv Agiotage sich zur Einfuhr 7^r Münzen veranlaßt sehen Abgesehen von der mattriellm (Seik e8 in mo< ra Usch er Hinsicht zu bedauern, daß im deutschen Reiche so wenig Veiständniü daiür iu finbrn ist, daß der Deutsche so gut wie d-r Engländlr, der Franzos- der Russe -c du Bervchtigung hat, sich an seine Landesmünie iu halten unb bad da« ö?i<-hthptnin<Jn lanbhuBn1'3'b'r mehr Ansehen noch mehr G-schäfie Seitens V? Ä

FckSSk Dtbufs Verminderung »en SchreibereieR unb Jncaffvk.sten er- 7~2777. Inserntten bringend, fletwere In­

serate bei der Aufgabe gefälligst b««x bezahlen zu »»llen.

k« SttjeigeH.

ftHh. ° ruiilsch- St. Petersburger Ztg. erzählt: Auf der Universität Leipzig studnie sc t mehreren Jahren ein lunger Russe mit größtem Eifer Ch-nric. Der iunae Mann von aristokratischem Aeußern erfreute sich der Zuneigung aller, die mit ihm in «cra bun0 kamen^Vor Kurzem bestand er sein Examen aufs glänzendste u"d erwarb &le 2öuike eine« SWa0tfter« der Chemie. Bald bsranf erschien bei einem der hervor­ragendsten Profeffarcn der leipziger Universiiäi eine junge Dame, die sich mit folgenden "" den gefeierten Gelehrten wandte: .Vor meiner Abreise von Leipzig, Herr Professor, wünsche ich, Ihnen nach meinen herzlichen Dank auszusprechen ' Verwun- den bemerkte der Piosissor:Dank - wofür d7nn eigentlich^fierr fe for, ich war m.t dem alten Fürsten *** vermählt. Vor einigen Jahren' starb m m

Vcrnwgensoerhaltnisse waren in dem Maße zerrüttet, daß ich geradezu hba54;aahf^e ®r-b. ?Ileb , 2ch entschloß mich also, .in der Wissenschaft bu uner- Cn-mi/a xl't ^ud?cn\ ~ ö'er unterbrach sie der Professor mit den Loite .Ja, meine Gnädige, trotzdern verstehe ich Ihren an mich adrNsirten Dank Dame fuhr fort: .Es gelang mir, mein Ziel zueneichen Sehen Sre, seit mehr als drei Jahren studirte ich in Le pzig. Der Studen/ welcher in b'ri irnb ten ®tc hcr Auszeichnung würdig erachteten,

? k D b, ^btersb. Ztg. fügt hinzu:Wir halten uns nicht berecht-at den in Rußland wohlbekannten Namen der Fürstin zu veröffentlichen." Die Sache'mag iichiig skw ; nurkommt uns derMagister der Ehemle" nicht recht bekannt o?r.

München Bel Gelegenheit der ersten 6'öiltrauung dahier hielt der ^üraer- hla folgende warme Ansprache: .Sie finb vor mir, dem Vertreter

rJLSnmn!' cl.ncn roid)tiflen RechlSact zu vollziehen nämlich eine

^^^ültige, staatlich anerkannte, unter dem Schutze dcr Gesellschaft stehende Ebe ab- Siln Spr Ser?le tfl bie innigste Gemeinschaft deS Lebens, des äußern und des MH mhUnt . moralischen. Die Pflichten, die sie bringt, sind vor Allem Pflichten der L.ebe, die frei geleistet werden müssen und ihren vollen Werth nicht (Sriinh«* npfl f ilfpttinpf nn(rrm<ni^ ()1 u dann, wenn die Ehe auf dem

0" opferwilliger Liebe gefchlossen und erhalten wird, kann sie ihren währen in guten wie in schlimmen Tagen. Demnach hängt daS 3Un,rtd,'ft D0.? ^nen selbst, von dem Ernste und der Festigkeit bei sitt- ab' ^omit Sie in dieses Verhältmß treten und es bewähren. D e M NechtSinstitut: der Staat, der an der Heiligkeit bei

F.'Miltenlebens eine Bedingung seiner Wohlfahrt hat, sucht durch seine Gesetze dem moialifcheu Bunde der Herzen Dauer und Festigkeit zu geben. Er leat hbem (Sliev ber Fam.lie auch äußere Pflichten auf »n? 'M^Ur tS

le^ung oder ^r Verweigerung ihrer Erfüllung. Demnach hat der Staat ein Recht darauf, daß die Ehe, welche die Autorität und Kraft seiner Gesetze in Anspruch nimmt ^'aen Beamten geschlossen werde. Von einer hohen Auffassung und Werth- cbatzung drr Ehe ist unser vaterländisches Gesetzbuch geleitet, wenn e« den Gatten be- fpK hi>f»nAfrt a..^ a!> v.a /. ? 1 6li Beistand zur Pflicht macht.

Er b-nachtct ben Mann als das Haupt ber Fomlllc, welchcr bet Frau Schutz, Er- onltuti9 unb mvralsiche Führung schuldig ist und saidert hing-gcn von der Frau Gehorlam gegen den Gatten. Di- Pflege und Erziehung der Kinder erklärt -r als b« . Da die Ehe dem Staate seine Bürger gibt, ist es dessen höchstes Interesse, baß die Kinder im G-iste de« Rechis, der Moral und Re igion hcrangcbilbrt werden. Kommen Sie dieser Aulgabe gewissenhaft nach, so er Men Sie -in- Pflicht gegen ben Staat unb Sie werden in der Lieb- Dank. Unk un " ^"iber auch den Lvhn dieser Ihrer Pflicht-rlüllung ernten.

Und nun frage ich Sie, geehrter Herr: wollen Sie mit anwesendem Fräulein Lina Untner die Ehe cingehen? (Der Bräutigam:Ja") Und Sie aeebrtes c^räii- Rrom011^ ®',C w't anwesendem Herrn lD Max Anderl di- Eh- -tn'g-h-n? - %ie öraut.Ja. ) Zufolge ber bejahenden Beantwortung meiner Fragen erkläre ick Sie

,^aft b<3 Gesetze« für rechtmäßig verbundene Eheleute. Dem ersten Brant- paare, welches seinen Ehebund nach dem neuen Gesetze schloß, erlaube ich mir meinen q5hrJjnÄ^en ®unW dahm auszusprechen, daß alle Hoffnungen, welche in dieser' Stunde

2eH bewegen, in reich m Maße sich erfüllen mönen.-

gen wird, keinen Anspruch auf Aufbesserung ihres Einkommens- btto Central Kirchen*Fonds.

Berlin, 1. Februar. Die .Germania" veröffentlicht eine Wiener Cor- respondenz über den Tod Franz Deak's, in welcher der edle ungarische Pakriot als ^politisch schon lange tobt" bezeichnet und ebenso wie sein Wirken in einer Weise charakterisirt wird, für welche es als einzig richtige Kritik nur ein Pfui! qiebt. Am Grabe eine« Mannes, um den eine ganze Nation trauert, dessen Name überall mit höchster Achtung genannt wird, dessenleuchtender Cbarakterreinheit" ans dem Munde seines Kaisers das höchste Lob gezollt wird an dem Grabe eines solchen Mannes weiß dieGermania" nichts Anderes zu rhun, als zu höhnen unb Gift zu speien. Wäre sie der Scham fähig, man möchte ihr zurufen:Schäme bich!" Doch das wäre fruchtlos, und so wollen wir sie nur an ben Tod eines der Ihren erinnern, an Hermann v. Mallinckrodt. Was that damals die liberale Presse? Sie legte, erfüllt von Achtung vor dem tobten Gegner, einen Kranz auf sein Grab und weihte seinem Andenken warme Worte. Unb war Franz Deak weniger reinen Charakters als Hermann v Mallinckrodt? Er war nicht unser Landsmann, aber er war ein Ehren­mann und hatte es wohl verdient, daß alle politischen Parteien in diesem 11 n theile über ibn übereinstimmten.

Berlin, 1 Februar. Reichstag. In der heutigen Sitzung wurden nach einer fünfstündigen Debatte die übrigen Paraaraphen des Gesetz-Entwurfs, betr. die Abänderung des Titels 8 ber Gewerbeordnung, wesentlich nach den Com- Missions-Anträgen, § 141 aa nach dem Antrag Völk, durch welchen die gegen die Interessen Süddeutschlands verstoßende Commissions-Fassung abgeändert wirb' angenommen. Die nächste Ple»ar-Sitzung des preußischen Abgeordneten­hauses ist auf den 14. Februar anberaumt worden.

München, 2. Februar. General - Feldzengmeister Ritter v. Brodesser ist heute früh im 81. Lebensjahre gestorben.

München, 2. Februar. Der Regierungs-Präsident Hermann in Bay­reuth ist an Stelle des verstorbenen Regierungs-Präsidenten v. Zwehl als Regierungs-Präsident von Oberbayern hierher versetzt, und Regierungs-Director v- Burchtorff zum Regierungs-Präsidenten von Bayreuth befördert.

Nürnberg, 1. Februar. Unter ben 500 Bergleuten ber v. Swaine'- scheu Steinkohlen-Gruben in Stockheim bei Kronach ist ein Strike ausgebrochen. Nur zehn Arbeiter blieben.

Oesterreich.

Wien, 2. Februar. Franz Deak, bei berühmte ungarische Staatsmann, ist am 29. Januar seinen Leiden erlegen. Deak, am 17. October 1803 zu Sojtor im Zalaer Komitat geboren, war auf ben Landtagen von 1832 42 Führer ber Reformpartei, nach den Märzereignissen von 1848 unter Batthyanyi eine kurze Zeit hindurch Justizminister, von welchem Posten er jedoch zurück- trat, nachdem Kossuth am 17. September die Leitung ber ungarischen Angele genheiten übernommen. Nach Erscheineit des kaiserl. Diploms vom 20. Octbr. 1860 empfahl er Festhalten an ben Gesetzen von 1848, leitete später als Mit­glied des Landtags die sog.Ädreßpartei" unb entwarf die beiden Adressen, welche die Auflösung des Landtags zur Folge hatten. Auf dem im December 1865 eröffneten Landtag über eine bedeutende Mehrheit gebietend, brachte er vornehmlich den Ausgleich mit der Regierung zu Stande, und auch auf den späteren Landtagen stand er an der Spitze einer einflußreichen Partei. In Franz Deak ist einer ber edelsten Charaktere zu Grabe gegangen. Es bleibt dem Schöpfe,- des 1867er Ausgleichs somit ber Schmerz erspart, die Vernich­tung seines Werkes erleben zu müssen. Deak's Tod wird auch in Wien mit