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Belgien.

Brüssel, 30. October. DerNord" schreibt die Tbronce^.E Er- Q^^opa oen MeV en verdanke; die Bestrebungen, welche auf ^Auflösung dieses Bündnisies ausgingen, seien fruchtlos geblieben ; die Ver- ^ker-Nolle zwischen Oesterreich und Rußland, welcher sich der Deutsche Kaiier auch ferner unterziehen wolle, sei ein Pfand für die Beilegung der Schwierig­keiten, welche etwa entstehen könnten.

fÄflfanb.

London, 31. October.Reuter's Bureau" meldet aus Belgrad vom 30. Octbr.: Der russische General-Consul Kartzoff hat vergangene Nacht 1 Uhr eine Depesche nach Livadia abgesendet, worin er im Namen des Fürsten Milan bittet, daß entweder Jgnatieff sofort den sechswöchentlichen Waffenstill­stand erwirke, oder russische Intervention eintrete.

Rußland.

Petersburg, 30. October. DieIntern. Telegr.-Bgentur" meldet aus Semlin: Die serbische Stellung bei Djunis wurde gestern Nachmittag nach erbittertem Kampfe genommen. Die Hälfte der russischen Bataillone ist auf dem Platze geblieben. Tschernajeff's Linien sind durchbrochen, er sucht Kruzevacs zu decken.

Petersburg, 31. October. DerRegier.-Anz." meldet, General Jgna- tieff sei angewiesen worden, von der Pforte binnen 48 Stunden die Annahme eines sechswöchentlichen Waffenstillstandes mit Einstellung der Feindseligkeiten zu verlangen, widrigenfalls alle diplomatischen Beziehungen abzubrechen und Konstantinopel mit dem gesammten Borschafts Personal zu. verlassen.

Die vomRegier -Anz." mitgetheilte Weisung des Kaisers an General Jgnatieff, von der Pforte binnen 48 Stunden die Annahme eines sechs wöchent- lichen Waffenstillstandes mit Einstellung der Feindseligkeiten zu verlangen, ist bereits gestern, den 18,30 Octbr., von Livadia nach Konstantinopel abgegingen

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voll-r G-rechtiAt aber auch mit unnachsichtlicher Strenge zu erfüllen

n^rfd) i 20^ October. Gestern, als am Beiramsfeste, überbrachte in her­kömmlicher Weise auch der erste Dragoman der österreichischen Botschaft dem Suktan^d^e Glückwünsche. Abdul Hamid ließ Herrn v. Kosjek durch semen erstfn Secretär seinen warmen Dank ausdrücken, da die versöhnliche Haltung Oesterreich-Ungarns in den gegenwärtigen Verhandlungen der Pforte v 1 großem Nutzen ^^^ber. @utem Vernehmen nach wird der. ^affensPllstands- Vorsch^g Rußlands auch Seitens des englischen und des österreichischen Bot. schasters unterstützt.

st Wien, 31. Dctcber. DieNeue Fr. Pr." meldet aus Galatz vom 29 d Mts in höheren Militär -Kreisen verlaute, der preußische General v Blumenthal «erde das Ober-Commando der rumänischen Armee übernehmen. sKin Gerücht, welches sich schwerlich bestätigen werd.) Ferner hecht es, Ruß^ i h Rumänien zu Kriegszwecken eine Anleihe von zwei Millionen Pfund &X £ © Regierung' gedenke, eine Anleihe von zehn Millionen m kond n aufzunebmen. - Laut einer Nachricht derPresse" aus Belgrad wäre der russische Osficier Swolenski als MilitLrbevollmächt.gter nach Athen geschickt worden. Die Ministerkrisis soll beglichen sein.

tfldUi.

finnftfltitiitoöel. 29. Oetober. Die Ulemas haben an de» L-ultan eine ÄjK »**« alle Berührungspunkte den Anstiftern des längst entdeckten Complotts von sich abweisen und in Betreff der in Aus­sicht genommenen Reformen ihre Billigung -ussprechen.

w Konstantinopel, 30. Oetober. (Amtliche Meldung.) Am 26. d. M. verloren die Serben in einem Gefecht bei Saratine eine beträchtliche Anzahl 2-obte und ließen ein Geschütz, Pferde, Waffen und Muniüon, sow.e auch e.ue Anzahl Gefangene auf dem Schlachtfeld- zurück. Bei einem Än«r.ff aus d.e SLn' %i girmititepe vor Alexinatz wurden von den Serben sein schwere^ und vier Gebirgs-Geschütz-, sowie eine große Quantität Kriegs-MunMon

Gestern conferirte Jgnatieff mit dem Grohvezir; sodann hielten d.e Vertreter der sechs Großmächte B-rathung; auch der Minlsterrath trat zusam­men Die Sachlage macht einen friedlichen Eindruck.

Konstantinopel, 31. October. Di-Agence Havas" me d-t: D.e Pforte hat -üi-u zweimonatlichen Waffenstillstand mit zwei Verlangerungs- ,steu von fe sechs Wochen, salls die Friedens-Unterhandlungen solch- noth- kve.Mg machen, ^genommen. Die Feindseligkeiten werden allerorts, m Serbien Montenegro, Bosnien und der Herzegowina eingestellt. D>e militärischen 6os der fremeen Mächte werden die Demareations-Linien f-ststell-m

Semlin, 30. October. Wie berichtet, ist Fürst Milan heute nach Del.- urad abaereiit In Folge dessen sind im Lager Zerwürfnisse zwilchen den ver- schied eil-n Partei«, ausgebrochen; all- Officiere in B-lgrai> erh.elten ... voriger Nackt Befehl, sofort zur Grenze abzugehen. Em Theil wurde nach Krajuge * ' Es verlautet, daß den Türken der Durchbruch bei Djunis ge-

lungeu und daß sie im Vormarsch auf Kruschewatz feien. Diese Nachricht ,st

Seröiru.

Belgrad, 30. October. (Amtliche Meldung.) Der Fürst ist heute früh October. Von der vereinigten Timok- und Morawa-

wÄnrn»». ^.Mt^gemeldet: Gestermnnrernahn.l-erFe.nd aus serbischen Artillerie zurückgeschlagen wurde. Heute warf sich der Feind mit ganzer Kraft auf Horoatovic, der sich dadurch gezwungen sah, d>e Vertheidi- guugs-Linie aufzugeben. Derselbe hat bei Gaglowa (bei Kruschewatz) eine neue Stellung ew.genommcn.

Es wird officiell bestätigt, daß die Türken sich der serbischen Positio­nen bei Djlinis bemächtigt haben. 80,000 Türken mit einem großen Belage­rungs-Material hätten eine so ungeheure Uebermacht gebildet, daß die serbischen Streitkräfte nicht hätten Widerstand leisten können. Horvatovic habe sich nach Kruschewatz zurückgezogen.

Lokal-Stotiz.

Gießen, 1. November. Seit einigen Wochen gehen die Butterpreise fortwährend m die Höbe, so daß hier am letzten Dienstag das Pfund mit 1 Mk. 45 Vf. bezahlt wurde. Daß dieser Preis mit den Kosten der Production nicht im Verhältnih steht, sondern ein künstlich in die Höhe geschraubter ist. weis Jeder. Von Seiten der Händler ist e>n Einwirkkn auf die Prsducenten zu Gunsten der Confumenten nicht zu erwarte», da diese auch ihren besonderen Bortheil daraus ziehen; es ist deshalb Sache der Letzteren, Mittel und Wege zu suchen, wie dem Butteischwindel entgegen gewirkt werden kann, und diese finden wir nur in der Vereinigung der Hausfrauen zum Zweck der Festsetzung des Lutteipreises und Festhalten an diesem. selbst wenn man sich einmal unliebsame ^ntbehiun^en auserlegen muß In unserer Nachbarstadt Friedberg haben die Frauen mit Eifolg dieser. Mittel angewandt und in Frankfurt steuert man jetzt ebenfalls daraus los, w'eoiatnber d^m ,.General«Anzeiaer" entnommener Aufruf darthut:

Hausfrauen! Dem Marktwucher zu steuern, hilft weder ratfsonntreir noch lamenttrrn, aber einträchtiges Handeln hilft, der Erfolg ist alsdann absolut! Nach billigem und rechtlichem Ermessen ist gegenwärtig der Butterpreis auf 100 und 120 Pfennige festzufetzen. Haltet fest daran, auf die Gefahr hin, einige Tage sich zu behelfen es dauert keine acht Ta«e und der Wucher legt sich Die Loosung rechtlicher Frauen seit Erne für SlUcI* Frankfurter Frauen.

Mögen die Frauen Gießens diesem Beispiele folgen, wir sind der festen lieber# zeugung die Wirkungen weiden nicht ausbleiben.

Arimtreich.

Paris, 28. October. Laut derFrance" steht di.französisch^Rezie- rung setzt auf dem besten Fuße mit der deutschen; der deutsche Sw°ts-Mimster v. Bülow habe dem französischen Botschafter wegen der

"pmnnsckt und erklärt, daß, wenn Frankretch Neutralität tote ^eui,cy

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sjRaattet aufaefübrt wobei es großen Lärm abfetzke. Beim Beginn der Auf. Ibrun- kl sch een kleines Häuflein von Wagnerianern Be.fa«, worauf von Inen ©eiten aeyfiffen wurde Als di- Aufführung beendet war r.efen b.e

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lieber aufaenemmen. Die Deputirt-u-Kammer fetzte d.e D.scufsion des Au ttaaes ©otineau belr. die Einstellung der Verfolgung der mit dem Commune- Aufstand zusammenhängenden Verbrechen, auf Freitag an. Der Senat vertagte sich bis nächsten Montag.

Moskau, 31. October. (Proceß Strousberg.) Der Procurator be- aanri fein Plaidoyer zur Begründung der Anklage und suchte nachzuwe.seu, daß Strousberg wohl"gewußt habe, daß er sich d.e von der Bank erhaltenen Gel­ber unrechtmäßig beschaffte.

Kersteigemnge«.

Versteigerung von Obststämmchen.

Samstag den 4. November 1876, Vormittags 11 Uhr,

werden aus dem Marktplatz am Rath­hause folgende Obststämmchen versteigert werden:

75 Aepfel-, 75 Birn-, 30 Zwetschen- u. Reineclaud - und 3 Welschnuß­stämmchen.

Gießen, den 27. October 1876.

Großh. Bürgermeisterei Gießen.

7554) A. Bramm.

Allgemeiner Anzeiger.

Versteigerung.

Montag den 6. und Dienstag den 7. Novbr., Morgens 9 Uhr,

will Unterzeichneter freiw llig um Räumung halber eine Partie Miltär-Mäntel, cuca 150 Stück, 100Herren-Röcke, 50 Paar Hosen, 10 Ctr. Kandel - Blei, 30 Kochöfen nebst Herden, sowie verschiedene Möbel, meist bietend versteigern lassen. (5655

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