England.
London, 28. April.
Im Unterhause theilte der Unterstaats-Secretär
Königin wegen Annahme des Titels als Kaiserin von Indien.
London, 29. April. Das Handels-Amt hat die vor mehreren Wochen
Amerika.
joll durch ihren reinen, feelenooHen Gesang in schwedischer und deutscher Sprache, so-
Kämpfe statt, über deren Ausgang bis jetzt nichts Zuverlässiges bekannt ge^
— Es ist viel sicherer, dem Sultan etwas zu schenken, als zu borgen. Di!
An löbl. Schulvorstand!
(Eingesandt.)
Wir erlauben uns, auf einen Unfug hinzuweisen, dessen Beseitigung ohne Schwip
wie Hr. Sauvlet durch seine auschmiegende Begleitung und Solospiel auf seinem In«, ftrumente, wie durch die Art und Weise deS Vortrages überall die lebhafteste Theil-
säumten nachholen zu wollen. Aus allen Thcilen Nord-Italiens lausen Nach ®etöfe« verurtljeilMft: fie prote richten über ^drohende Anschwellnngen von Flüssen und Flüßchen ein. - ' h'rnr,Llm nuf lhrf 'T?'r'11
In dem Hofe der höheren Mädchenschule in der Weidengasse pflegt sich tägti SlAliTfi isXffiitfpn hip Ürfttp h >r itnh pnhAnor rnötnhi ncilb
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Wiesbaden, 28. April. Der Kaiser nebst vielen anderen hier anwesenden fürstlichen Persönlichkeiten wohnte heute Nachmittag dem Pferderennen bei Llarenthal bei, welches einen glänzenden Verlauf nahm. _ . , ______ _____
Wiesbaden, 29. April. Der Kaiser nahm heute Vormittag die Pa« Lowther auf Befragen mit: Der Gouverneur von Barbadoes habe heute telr- rade der hiesigen und Biebricher Garnison ab; wegen starken Gewitter-Regens graphirt, daß die Unruhen seit Sonnabend gestillt seien. Es seiest'90 Perso- mußte dieselbe vor Bendigung abgebrochen werden; ebenso ist auch die beabsich- nen verhaftet worden; 320 seien der Theilnahme an den Unruhen und resp. tigte Corso-Fahrt abgesagt. Zum Diner haben außer den fürstlichen Gästen der Aufnahme gestohlenen Gutes verdächtig. Einer sei getödtet, 18 verwuntztt auS Anlaß des heutigen Geburtstages des Kaisers von Rußland auch die hier und davon inzwischen 2 gestorben. Die Polizei habe zweimal geschossen. Es anwesenden destinguirten Russen Einladungen erhalten, im Ganzen 90 Personen sei nicht der geringste Giund zu der Besorgniß vorhanden, daß die Unruhen
München, 26. April. Abg. Herz hat zum Budget des Staats-Mini- sich erneuerten. — Das amtliche Blatt veröffentlicht die Proclamation der steriums des Aeußern heute den Antrag eingereicht: „Es sei an Se. Majestät Königin wegen Annahme des Titels als Kaiserin von Indien.
den König die unterthänigste Bitte zu stellen, Allerhöchstderselbe wolle anzuord- London, 29. April. Das Handels-Amt hat die vor mehreren Wochen
nen geruhen, daß bis zur nächsten Finanzperiode sämmtltche diplomatische Stellen angeordnete handelsamtliche Untersuchung über den Zusammenstoß des „Strath-
für die Vertretung Bayerns außerhalb des Deutschen Reiches aufgehoben clyde" mit der „Franconia" wieder aufgehoben.
werden." u* f* $■)•)
München, 29. April. Der König hat die Genehmigung für die Auf
stellung eines Denkmals für den Fürsten BiSmarck in Kissingen ertheilt. Das- Sau Francisco, 29. April. Der Kaiser von Brasilien ist von hier selbe soll jedoch nicht an dem Schauplätze der ruchlosen That, sondern in den abgere'st; sein nächstes Ziel ist Chicago.
Anlagen errichtet werden, wo der Reichskanzler Genesung gefunden hat. - 7 p ■ t f i
Straßburg, ^- April. Die „Strahl). Ztg." veröffentlicht bie unterm Gieße», 2. Mai. Morgen Abend wird im Saale de« Wenzel's Garten 28. April vollzogene kaiserliche Verordnung wegen Abänderung des Gesetzes, basier die schwedische Sängerin Svend son, die Dcclamatorin Anna Chara, betr die Bezirks- und Kreis-Vertretungen und die Wahlen zu den Gemeinde- unter Leitung des Herrn Sauvlet, Virtuos, auf dem „orgue s6raphme“, einem auf
rdtBen vom 28. Januar 1873. Nach einer Bestimmung dieser Verordnung dcr Wiener Weltausstellung prämierten Harmonium neuester Construction, ein Concert
Vrl k- „Ud nnfrintp.1 bn« Maülreckt ui den aenannten flebnL Den Conccrtgebern geht ein ausgezeichneter guter Ruf voraus. Ausländische,
erhalten bie nicht ausgewanderten Optanten das BZaylrecyr zu den genannten r hl(änbifdjc Leitungen äußern sich auf das Günstigste über dieselben. Frl. Svendson
Vertretungen. . ... . . ~ - ... .... ... , .
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hrmplare des Plac tlnschiüssen an andere 1t. Mi ab bei jämm iS! bei unserer Drucks •greife von 10 Ps. p • Dttbtn.
Sießen, dm 28. A'
(Dtflmrid).
Wien, 28. April. Die heute vorliegende Erklärung des russischen das Programm cs. Anzeige) ein wirklich reichbaltiaer ist, so steht dem-
„Reichs-Anz." begegnet hier vielfach der Auffassung, als wäre es vrutziano „gch Musik- und Gesangsfreunden ein genußreicher Abend in Aussicht darum zu thun, einerseits sich den Dank Montenegros auf offener Heerstraße ---------------- ~ m i fd) Tel
einzukasfiren, andererseits aber auch festzustellen, daß es sich seiner Initiative Biedenkopf. ch-nne-Lahn-Dillbahn) Am d'M. sand in Dillenburg eim nicht einmal für alle Male begeben habe. Gleichwohl behauptet man Heer, daß seh- zahlreich besuchte Bürgeroersammlung wegen Besprechung der Lenne-Lahn- es Jgnatief nicht gelungen wäre, dem Schwerte, das wider Montenegro gezuckt Dillbahn statt. ES wurden drei Mitglieder aus der Versammlung gewählt, welche war in den Arm All fallen, wofern nicht von österreichischer Seite die Nicht- mit einer Commission des dckitigen Eisenbahncomitä, gemeinschaftlich in den nächsten
, , * , . r,nnn hpm bnrnpthnn Tagen mit einer Liste zum Zeichnen auf Actien in der Stadt herumgehen werden,
bctheillgung drr 7000 MontcneLriner in St-iflelueil an dem Kampfe dargrthan sd)Iteiill(1) fpra(6 bl[ Versammlung noch den Wunsch aus, daß auch der Gemcinderais
worden wäre. Große Bedenken erregt hier die angerundtgte GtNschtffung der ^tx Stadt sich mit einer entsprechenden Geldzeichnung an dem Unternehmen betheiligen
aus Anatolien kommenden türkischen Bataillone nach Klek In Anatolien zeigt möchte.
sich die Pest, und die hiesige Regierung muß alle Vorsichtsmaßregeln ergreifen, Darmstadt, 25. SÄpril. Bet der letzten Musierung der MlUtärPflichttge, ' M L w. i„ o-rin»n,n bi? hatten sich die lungen Leute aus einem benachbarten Orte den Gemeinde^Schweme-
um zu verhüten, daß durch die n Klek auszuschiffenden Ti Uppen d e Se che e'ngtl(M um M ihre Fahne vortraaen zu lassen. Derselbe nahm dies wichtige nicht auf unser Gebiet verschleppt werde. Deshalb durste diese Ausschiffung mit der Bemerkung an: „Ob ich heute mit den Säuen ausfahre oder mit Euch keinesfalls ohne vorhergehende Quarantaine gestattet werden. gehe, ist mir Alles eins!"
Wien 28 April. Gutem Vernehmen nach sind die Verhandlungen — DaS in kleineren (?) Gemeinden noch übliche Ausrufen oder Ausschellen von «... i,. h» *'™. teTswBÄUÄÄiarB? Äsimesus gen nach Pesth reisen dürften, um die endgültige Zustimmung ihrer Paitel bejtrfcö dahin ausgesprochen, daß eS keinem Anstande unterliegt, iuskünfttge die ört- einzuholen. liche Publication von Bekanntmachungen, wenn neben andern statt der gedachten Art
Wien 29 Avril. Seit Donnerstaa finden im Duaa-Passe wiederum der Veröffentlichung in Verwaltungs-Angelegenheiten durch die vorhandenen Locab Ausaana bis ieht nichts Zuverlässiges bekannt ae blätter und zugleich durch Aushang an dem Gemeindehause erfolgt. Die Entschließung Kämpfe statt, über deren Auögang vlS nichts zuverlässiges oetanm ge bt(fcr flnbcrn)e(ten ^orin für öffentliche Bekanntmachungen innerhalb
worden ist. des Gemeindebezirks ist den Gemeindevorständen überlassen und dabei bemerkt, daß
Pesth, 28. April. Der „Pesth. Corresp." wird aus Wien gemeldet: den Gemeindedienern, welchen ein beeret- ober vertragsmäßiger Anspruch auf den Auf Einladung von Tisja sind die Minister Trefort, Szende, Pechy und Be- Bezug der Ausschellgebühren zusteht, event. selbstverständlich eine billige Entschädigung d-k°°ics mit dem Courierzuge i» Wien -ivgetroff-n und sofort zu einer Con- «u «nnonce Ist bis jetzt der Mod-wa-renkaufm-nn Rutzols Hertzo,
ferenz zusammengetreten, welche mit kurzer Unterbrechung bis zum Abend jn ycr[tn, denn er gibt jährlich 150,000 Mark für Inserate aus. Interessant dürflc
währte. die Thatsache sein, daß ein so bedeutendes Geschäft die regelmäßige Annonce für wichtig
hält; seit 15 Jahren hat Hertzog nur ein Probejahr ohne Annonce verlebt, — bet
Schweiz. Rückgang in der Einnahme war aber ein so beträchtlicher, daß er sofort zu seinem
r Grundsätze, fleißig zu inseriven, zurückkehrte.
Bern, 27. April. Heute Vormittag wurde der zwischen der Schweiz — (Treffende Antwort ) Die Stadt Cincinnati gab neulich ein öffentlichei «»D--.ich.» »ich. -i-smss L cfarrtttftrptffi koscheres Essens eigen« bestellt. Der Erzbischof näherte sich nach beendigter Mahlzeit
Dr. Liltenthal und fagre zu ihm: „Wann, Herr Doctor, werden wir das Vergnügen PariS, 28. April. Die Stadt Paris hatte vom Budget des Jahres haben, Sie mit uns essen zu sehen?" — „Auf Ihrer Hochzeit", war die prompte uni 1875 von Octrol und G-s einen Ueberschuß von 8 Millionen; die allgemei- richstgc Antwort des b,rkf.(,t. ffi|. b,.anijt
nen Rechnungen des Jahres, die jetzt erst beendigt wurden, ergeben, daß die glodE UOil| ’iinn;er „ictlt blc aufedegte Läut-probe"in vollem Maße bestauben 6! Einnahmen der Hallen und Märkte rc. einen Ueberschuß von 11 Millionen ab- deshalb der Klöppel noch einmal im Bayenthal einer kleinen Abänderung unterwarfen, so daß die Stadt im Ganzen eine Mehreinnahme von 19 Millionen warfen. Durch diese hofft man die vielbesprochenen Mängel, welche im Anschlag uni
für Via ctahr 1875 enielt bat der Ton-Entwickelung zu Tage treten, endlich ganz zu beseitigen."
sur oas Iayr ioio erjien yai. ... . Leipzig. (Gewaltiger Durst.) Eine wunderliche Geschichte, deren Wahrheit
PartS, 28. April. Die Pilgerfahrten, die t>on bell Ultramontanen ^Enem Zweifel unterliegt, verursacht bei UNS viel Rederei, obgleich die Localpresse si!
in Frankreich nach Italien angeordnet wurden, beweifen durch den lärmenden O(gQÖOutrt hat. ES sind nämlich von bedeutenden Weinvorräthen, die auS eint® Empfang den sie von Seiten der italienischen Ultramontanen finden, wie un- Conkurs herrühren und unter Verwahrung eines Botenmeister« im GerichtSyebäudl APinnnnwi man die Aaitation treibt ^rankreick) und Italien aufzuwieaeln, um lagen, 600 Flaschen verschwunden und soll die Tochter des Botenmeisters und ihr Gt- K H-rstöllMtg des Kirchenstaates ju LW Da?„Univ°rs^ bestLgsi daß (?) babrn. Der Bo.enme.ster tst vorlanfig ,usv-nbtr. u..
der Erchischof von Genua, Msgr. Ärnoldt, in seiner Anrede den französischen _ lft viel sicherer, dem Sultan etwas zu schenken, als zu borgen. 2>ii| Pilgern gedankt und gesagt habe, „daß Frankreich stets bereit sei, das Bei- guten Leute in Europa, die dem Sultan ihr gutes Geld geliehen haben, sehen frä fhitl au geben, wenn es sich darum handelt, für den Glauben zu kämpfem" deute »och nach CapÜa, und Zinsen um Herr ikeuvv in Essen dagegen, der ihm ei».
Knrtpfbnnhpnf bp« Univers" ßeainnt seinen vrachtvolle Kanone schenkte, bat den Werth derselben dreimal tu kostbaren Geschenk»
— Der berüchtigte Berliner ^orresponoent des „Univers beginnt sein n .,.r unb |eine $rau zurückerhalten; denn der Sultan ist ein nobler Mann» der sst neuesten Brief in folgender Weise: „Ich habe die Ehre, Ihnen einen Besuch ^^3 schenken läßt, aber mit Vergnügen Schulden macht.
anzukündigen: Herr Delbrück, Staats-Minister, Präsident der Bundeskanzlei —- - ............ ....... '
unb Präsident des Bunderathes, hat, nachdem er seine Entlassung genommen,
beschlossen, eine Reise nach Frankreich zu machen, wo er sich mit seiner jungen e/|uulwi
Frau von seinen Strapazen auszuruhen gedenkt, die ihm die Einweihung der viflfeiten möglich ist. Aera Bleichröder-Camphausen-Delbrück, alias Aera des Bankerottes der deutschen f; /; .... , -----...... ... -------_ „
politisch-socialen Volkswirthschaft, gemacht hat. Paris, das bereits in diesem nach Schluß der Schulen die Elite brr Neuenweger und Neuenbäuer StraßenjuM Augenblicke den berühmten Polizisten, genannt „der schrecken ^raiiffuTtä , tbümlic^cit( ba6 bei ihren Spielen nicht sprechen, sondern schreien, ni<Ot rufen, birgt, wird eine neue, preußische Berühmtheit mehr zählen. sondern brüllen. Auch die Belustigungen btr genannten Versammlung (die oft Lbcl
- 30 Köpfe zählt), werden unter obligatem Gebrüll ausgeführt. Denkt man sich dost
Italien. da« widerliche Gekeife zankender Dienstboten und das Jammern der Säudlinge, bk
cö rn! <1 1 i i„a rtrf.-.rp daS Unglück haben, jenen anvertraut zu sein, so kann man sich eine Vorstellung von
Sftpm, 27. April. Italien hat diesen Winter über das Gluck gel)ab , bcm Lärme bilden, der in dem genannten Hofe tagtäglich herrscht. Und dieser Höllrn.' von dem Ungemach der Winde und Gewässer verschont zu werden, die anderswo spettakel dauert, bis die Sonne sinkt. Wir verzichten darchuf, die Lage der 0 so viel Unheil angerichtet. Der Frühling scheint indeß einen Theil deS Ver- unglücklichen Nachbarschaft zu schildern, die zum stundenlangen Anhören bei säumten nackbolen iu wollen Aus allen Tbeilen Nord-Italiens laufen Nach- Getöse- verurtheilt ist: sie protestirt entschieden dagegen, noch länger einem 1 X r X crntrl derartigen Attentat auf ihre Nerven ausgesetzt zu sein. - Man würde aber irren,
über drohende Anschwellungen von Flüssen und Flüßchen ein. Durch lpenn man fllaubtC/ bie Eletnen unholde beschieden sich bei der bloßen Erprobung ihrer die beständig strömenden Regengüsse sind Po, Etsch, Minclo, Brenta, Bac- Zungen. Im Gegentheil entwickeln die jungen Bürger Gießens auch im DemoUm chiglione, Gua, Chiampo zu ungewöhnlicher Höhe angkschwellt worden. Noä) der Geländer, Spaliere, Mauern u. s. w. eine bcneidenSwerthe Geschicklichkeit- Noch ist kein Schaden geschehen, die betreffenden Behörden sind auf der Wacht, aber jüngst wurde eine Schulbank, die im Hofe stand, zerschlagen und in zwei Theil- da bie Ursachen des Steigens der Gewäsier andauern, kann man nicht sicher ’rot^"gcfic6t$ dieser Tha,fachen richten wir an bie betr. Behörde bie bringet sein, ob die Kraft des empörten Elements nicht irgendwo stärker wird, als die «öitte, den Schuldrener zu ermächtigen, durch Schließen des Thores den Zutritt ua- vorhandenen oder neu getroffenen Vorsichtsmaßregeln. möglich zu machen, event. jeden, der sich unbefugt im Hofe aufhält, hinantzznweism.


