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nahmen, wenn sie gut verwaltet, genügen werden; die Verwaltung des ver­bannten Muffetich sei eine scandalöse gewesen. Göschen hofft von seinem Finanzplan Erfolg, weil er in der Controle Europas und in der Mitwirkung des englischen und französischen Einfluffes Garantieen gewonnen habe. Die Versammlung nahm die vorgeschlagenen Resolutionen einstimmig an, sprach Den Herren Göschen und Joubert ihren Dank aus und genehmigte deren Entwürfe. Die Stimmung des Meetings war eine sebr enthusiastische. _

London, 29. November.Reuter's Bureau" meldet aus New-Fork vom 28. November: Als die Legislatur von Süd-Carolina versammelt war, besetzten Bundes-Truppen den Gesetzgebungs-Palast. Man verweigerte den ge­wählten Demokraten Ebgefield und Laurens den Zutritt, da ihre Wahl wegen vorgekommenen Betrugs nicht gültig erklärt worden war. Hierauf zogen sich alle Demokraten zurück, verlasen vor der Menge draußen einen Protest, indem sie sagten, sie würden an das ganze Land appelliren. Inzwischen würden sie sich anderswo versammeln. Die Republikaner, aus 5 Weißen und 54 Negern bestehend, constituirten sich als Legislatur.

Türkei.

Konstantinopel, 29. November. Der Adjutant des Großvezirs wurde nach Heraklea entsendet, um wegen der jüngsten Unruhen, wöbet eine im Bau begriffene griechische Schule demolirt worden sein soll, die Unjersuchung einzuleiten.

Um der Frage wegen Verproviantirung der Festung Niksic zu präju- diciren, hat Mukhtar Pascha verfügt, daß die Bewohner der eingeschloffenen Stadt und Festung nach Gaczko gehen sollen, um Proviant anzuschaffen. Wür­den sie von den Montenegrinern daran gehindert, so fiele der fürstlichen Regie­rung die Verantwortung für das vergossene Blut und die Störung des Waffen­stillstandes zu.-! «

Pera, 28. November. Die Pforte beabsichtigt, die Constitution für das ganze Reich noch im Laufe dieser Woche mit großer Feierlichkeit zu publiciren.

Serinen.

Belgrad, 28. November. Der hiesige englische Consul ist gestern früh nach Konstantinopel gereist, um sich dem Marquis v. Salisbury zur Disposi­tion zu stellen.

gtamänien.

Bukarest, 28. November. Die Deputirten-Kammer hat wiederum Ro- setti zu ibrem Präsidenten erwählt, während der Senat dem Metropoliten diese Würde übertrug.

Amerika.

New-Bork, 28. November. Der Führer der demokratischen Partei in Süd-Carolina reichten beim Präsidenten Grant einen Protest ein gegen die Absendung der Bundes-Truppen und deren Unterstellung unter den Befehl des Gouverneurs Chamberlain, indem sie erklärten, daß irgendwelche Gefahr von Ruhestörungen Seitens der Demokraten nicht vorliege. In Florida begann heute das Central-Comitö die Verification der Wahl-Stimmen im Beisein bei- der Parteien. __________

« z> r a l - se v t i z.

Gießen, 30. Noo. Auf dem am 28. und 29. Nov. dahier stattgehabten Vieh­markte waren aufgetrieben: 188 Schweine und 486 Stück Rindvi-H.

Gießen, 30. Nov. Jahresbericht der hiesigen Handelskammer pro 1875 (Fortsetzung.)

qu unserer lebhaften Freude wurde uns auf unsere Eingabe die Antwort zu Theil daß die Großherzogliche Regierung das wärmste Interesse an dem Ersenbahn-

vrojecte nehme, welches die westfälischen Kohlenbecken mit Gießen in kürzere und directe Verbindung bringen solle und daß sie daher ihrerseits, was in ihren Kräften stehe, thun werde, um das Zustandekommen bec Linie Aiienhundem-öiedenkopf-Gla- venbach-Gicßen zu unterstützen. Es würde sich für die diesseitigen Interessen zunächst darum handeln, Vorarbeiten in der Richtung zu veranlassen, daß der Endpunkt der Bahn nicht Fronhausen, sondern Gießen selbst würde, uno deshalb wäre die Grohher- zogliche Regierung bereit, aus Staatsmitteln einen Beitrag zu den desfallsigen Ko'ten zu bewilligen, falls ein Gießener Comttö in Verbindung mit dem Gladenbacher Comitä sich die fraglichen Voral beiten zur Aufgabe stellen würde

Wir ersuchten darauf hin das Gladenbacher Comit4 um eingehende Mitthei­lungen über den damaligen Stand der Angelegenheit, insbesondere über die generellen Vorarbeiten der neu projectirten Linie nach Kinzenbach, der Gießen zunächst liegenden Station der im Bau begriffenen Berlin-Metzer Eisenbahn, welche nach dessen Mitrhei- lungen schon fertig gestellt und deren Resultate dem Königlich Preußischen Handels­ministerium bereits Überreicht worden seien. Auch an den Reichstagsabgeordneten unserer Stadt richteten wir das Ersuchen, in den maßgebenden Kreisen für die För­derung des Projects eintreten zu wollen, welches auf unsere Mitthetlungen an die Bürgermeisterei dahier hin von der städtischen Vertretung auch unserem Landtagsab­geordneten zur möglichsten Unterstützung warm empfohlen wurde.

In Gemäßheit eines weiteren Rescripts Großherzogltchen Ministeriums bewerk­stelligten wir die Bildung eines Localcomitö's, welches am 2. April 1876 mit den Mitgliedern der Handelskammer zusammentrat und beschloß, die Vorarbeiten für die Strecke Kinzenbach-Gießen unter Berücksichtigung deren Einmündung in die Ober- hcssischcn Eisenbahnen sofort ausführen zu lassen.

Aus einem inzwischen eingelaufenen Schreiben des ebenfalls für unser Project eingetretenen Abgeordneten für Biedenkopf entnahmen wir, daß es unerläßlich sein dürste, den Bestrebungen des Laaspher Comitä's und den diesem Seitens des Königlich Preußischen Handelsministeriums gegebenen Zusicherungen gegenüber, wonach die pro- jectirte Bahn von Altenhundem über Laasphe*in Kölbe einmünden würde, die die- seitigen Interessen an maßgebender Stelle in Berlin zur Geltung zu bringen, ehe dieselben durch weitere Zusagen geschädigt oder in Frage gestellt werden könnten, und richteten wir deshalb an Großherzogliches Ministerium das Ersuchen, die geeigneten Schutte zu thun, um die Königlich Preußische Regie ung zu der Ausführung der Strecke Altenhundem-BiedenkopffGladenbach Bieber-Kinzenbach zu veranlassen. Es wurde uns hierauf die sehr angenehme Nachricht, daß die Großherzogliche Regierung Veranlassung genommen habe, bei dem Königlich Preußischen Handelsministerium aus's Neue das Interesse betonen zu lassen, welches dieselbe an dem Projectc des Gla­denbacher Comitö's nehme und demgemäß dahin wirken zu lassen, daß keine dem frag­lichen Projecte präjudtcirliche Entschließung Seitens der Königlich Preußischen Re­gierung erfolge, ehe Großherzogliche Regierung in der Lage sei, wegen der Linie Gießen- Kmzenbach sich schlüssig zu machen.

Ein weiteres Rescript Großh Ministeriums theilte uns mit, daß die Befürchtung unbegründet sei, es werde dem preußischen Landtage noch in dieser Session wegen Erbauung der Linie Altenhundem-Laasphe-Kölbe mit Zweigbahn von Laasphe nach Dillenburg eine Vorlage zugehen. Die Großherzogliche Negierung werde hiernach die Frage des Anschlusses Kinzenbach-Gießen in reifliche Erwägung ziehen, sofern ihr die desfallsigen Pläne und Kostenvoranschläge bald vorgelegt würden, welche denn auch auf eine an den damit betrauten Ingenieur gerichtete Aufforderung bei uns eingingen und Großherzoglichem Ministerium nach Einsichtnahme des Localcomitö's mit dem Wunsch übersandt wurden. Großherzogliche Regierung möchte nunmehr veranlaßt werden, der Frage des Anschlusses Gießen-Kinzenbach näher zu treten und das für die diesseitigen Interessen so hochwichtige Bahnproject der baldthunlichsten Verwirklichung entgegen zu führen.

Inzwischen wurde uns von Großh. Ministerium des Innern ein Antwortschreiben des Königlich Preußischen Handelsministers an den Großherzoglich Hessischen Ge­sandten in Berlin auf eine im Auftrage des Großherzogltchen Gesammtministeriums an die Königlich Preußische Regierung bezüglich ihrer Stellung zu dem Bahnprojecte Altenbundem-Gladenbach-Kinzenbach und Altenhundem-Laasphe-Kölbe gerichtete An­frage mitgetheilt, wonach dem Anträge auf Herstellung der Linie Altenhundem-Kinzen­bach auf Kosten des Staats nicht näher getreten werden könne, während das EomitS zu Laasphe auf die Frage hingewiesen wurde, ob nicht im Interesse des Zustande­kommens des Unternehmens von dem Bau der Zweigbahn nach Dillenburg Abstand zu nehmen und für die Anfangsstrecke der Hauptbahn eine andere, weniger Kosten verursachende Trace zu wählen sei. und weiter, ob nicht vorläufig auf den Anschluß in westlicher Richtung zu verzichten und zunächst die Verbindung des Kreises Wittgenstein mit dem östlichen Bahnnetze in Aussicht zu nehmen sei. (Fortsetzung folgt.)

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DerLahrer Hinkende Bote" ist erschienen- Eines weiteren Hinweises auf diesen Kalender, den wir auch im fernsten Westen Amerika's bei den deutschen Ansiedlern stets gefunden haben, bedarf es wahrlich nicht. (Norddeutsche allg. Zeitung).

Besondere Bekanntmachungen

Bekanntmachung.

1876,

Dienstag

1)

2)

Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Terniine

festgesetzt, und zwar:

" Samstag den 2. December

3) Mittwoch , 4, Donnerstag H

5) Samstag

6) Dienstag

7) Mittwoch

8) Donnerstag

9) Samstag

10) Dienstag

11) Mittwoch

12) Donnerstag

13) Samstag

14) Mittwoch

15) Donnerstag

16) Samstag

5.

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6.

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7.

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9.

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20.

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28.

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30

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ff

sowie

17) Dienstag den 2. Januar 1877,

18) Mittwoch 3.

19) Donnerstag 4.

20) Samstag 6.

21) Dienstag 9.

221 Mittwoch 10.

23) Donnerstag 11.

24) Samstag 13.

Die Interessenten werden daher aufge fordert die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Bor- zeigung der Schuldscheine sich zu legitimiren-

Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die In­teressenten der Stadt Gießen, dagegen d e übrigen Zahltage für die Auswärtigen be­stimmt sind. **

Allgemeiner Anzeiger.

Köln - Gießener - Eisenbahn.

6196) Die Ausführung der Erd- und Maurerarbeiten zu einer Centesimal« Brückenwaage auf Bahnhof Gießen, nebst Lieferung aller Materialien soll vergeben werden. Zeichnungen und Maffenberechnungen sind auf dem Bureau des Bahnhofs-Jnspectors der Köln-Gießener-Bahn zu Gießen einzusehen, woselbst Offerten innerhalb 8 Tagen abzugeben sind.

Wetzlar, den 27. November 1876.

Der Betriebs-Jnspector:

Bolko.

Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen.

Gießen, am 28. November 1876. (5160

Der Rechner der Spar- und Leihkasse: ________Kehr._______

Bekanntmachung.

Mittwoch den 6. December c., Morgens 9 Uhr, soll in dem Geschäftszimmer der Garnison- Verwaltung Nahrungsberg im Hause von I. B- Singer die Reparatur der Kasernen-Bett- und Handwäsche für den Zeitraum vom 1. Januar 1877 bis ultimo März 1878 im Submissionswege vergeben werden.

Die Bedingungen liegen im Geschäfts­zimmer zur Einsicht aus.

Gießen, den 29. November 1876. (6195

Großherzogliche Garnison-Derwaltung.

Bekanntmachung.

Für die Großherzoglichen Oeconomie- gebäude zu Neu-Ulrichstein bei Homberg ist die Anlieferung von 5700 gewöhnlichen Plattziegem an Ort und Stelle ober eine Station der Oberbeff. Bahnen nöthig und werden baldige Offen.n entgegen genommen.

Grünberg, den 29. Nov. 1876. (6203

Großherzoglickes Kreisbauamt Grünberg.

_______ Dr. Diffenbach________

Submission

auf den 9. December 1876, Mittags 3 Uhr, wird zur Vrunnenleitung zu Hausen, Kreis Gießen, eröffnet.

Voranschlag 656 <X 52 H.

Bedingungen im Termin und vorher bis zum 7. December bei Bezirksdauaufseher Körner in Gießen.

I. A.: (6210

Körner, Bezirksbauaufseher.

Versteigerungen.

Cöln-Gießener-Eisenbahn.

Freitag den 1. December d. I., Nachmittags 4 Uhr, werden auf hi sigem Bahnhofe 10,000 Ko. Steinkohlen öffentlich versteigert.

Gießen, den 29. November 1876, (6209 _______Die Güter-Expedition.__ Berkaus einer Hoftaithe und Papiermühle.

Mittwoch den 27. December l. I., Vormittags 10 Uhr, soll die den Friedrich Jacob Dorne­in an n's Eheleuten zu Ober-Bessingen ge hörige Hosraithe mit bauet ließenbem @ttb und Grasland auf fniwilliges Anstehen öffentlich versteigert werden und werden ftaufliebbaber dazu eingeladen.

Die 10 Minuten von Ober-Bessingen im Kreise Gießen am Wetterflusse gelegene Hofraithe besteht aus Wohnbaus, Oecono- m'egebäuden und einer Papiermühle, in welcher lange Jahre die Fabrikation von Handpapier mit gutem Erfolg betrieben wurde und voraussichtlich auch fernerhin wird betrieben werden können.

Die Bestandtheile der Mühle, welche nun­mehr einige Jahre stille steht, sind zwar befect, jedoch ohne allzugroßen Kostenauf­wand wieder in einen guten Zustand zu bringen. Da das Wassergesäll ein kräftiges ist, so läßt sich die Mühle auch zu einer Mahl ober Schneibemühl einrichten. Die fraglichen Immobilien können vorher zu jederzeit eingesehen werden und wolle man sich dieserhalb an unterzeichnete Behörde wenden, welche auch Auskunft über die Verkaufsbedingungen ertheilt.

Ober-Bessingen, am 20. November 1876. Großherzogl. Ortsgericht Ober-Bessingen.

S e r t h. (6082

Holzverfteigerung

in der Fürstl. Oberförsterei Sich.

Montag den 4. December soll im

District Langberg bei M üh ls a ch sen nach­verzeichnetes Ho'.z versteigert werden:

Scheitb- Prügelh. Stockh. Reish.

Raummeter Wellen

Buchen 130 33 80 1400

Nadelholz 14 25 85 1950

Zusammenkunft Morg ens 10 Uhr auf dem Mühlweg am Mühlsachser Feld.

Lich, den 26. November 1876. (6151

Wimmenauer, Forstrath.