Frijchbacker ;u Gießen.
Sonntag, den 2. J-uli 1876. H. Vogt auf dem Seltersweg, 3- ** gelhöfer in der Wallthorstroße, D- Rühl am Rathhaus.
Kirchliche Anzeigen
der evangelischen Gemeinde zu Gießen.
Gottesdienst.
Sonntag, den 2. Juli.
Morgens: Pfarrer Dr. Seel. (Feier deS heil. Abendmahls.)
Nachmittags: Pfarrvicar Schöner.
(Die Amtsschäfte für die Woche vom 2. bis 9. Juli besorgt Pfarrvicar Schöner.)
der strikenden Setzer wird
wie die Straßb. Ztq." mel-
Elsaß 10,000 Mk. aus
im
mV ?c[len
Deltcatesienhändlern im ganzen Lande.
In Gießen zu haben bei Müller 4 Schwager.
Gießen, 30. Juni. Bei dem gestrigen sehr schweren Gewitter schlug der Vli in ein HauS am Riegelpfad ein, ohne weiteren Schaden anzurichten Ebenso soll der elbe auch auf der Weserhütte bet Lollar und in-Staufenberg eingcschlagen haben
--In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurden die Bewohner des Selterswegs, und Kreuzes durch die Herren Studirenden wieder einmal in empfind lichster Weise in ihrer Rübe gestört- Germanen, Teutonen und Hessen geriethen er einander. Prügel, Stiche (sic 1) und nicht commentmaßige Mensuren fanden Statt btt Polizei geprügelt, Firmenschilder abgerissen, Dienstmannskarren auseinandergerisirv und verschleppt kurzum es war eine heitere Nacht. —
--Wie unsere Leser aus dem Jnseratentherl ersehen, sind die Programme ui dem Sonntag und Montag stattfindenden Concert der W ah mann'scheu Capelle in Frankfurt a. M- brillant zu nennen. Es hat Herrn Wenzel viel Mühe und große? Risico gekostet, bis er den Bewohnern unserer Stadt wieder einen solchen Kunstgenuß bieten konnte. Rechnen wir noch dazu die Auslagen 'für das Feuerwerk im Gegensaz zu dem billigen Er.tr4e von 50 Pf., so dürfen wir hoffen, daß das Publikum durch regen Besuch dem unermüdliche Wirthe seine Anerkennung zollen wird. Küche und Keller sind ja wie bekannt vorzüglich zu nennen.
auf etwa 1500 geschätzt.
Straßburg, 29. Juni. Der Kaiser hat, bet, für die durch Ueberschwemmunq Geschädigten seiner Privat-Chatulle bewilligt.
Seit 30 Jahren hat feine Krankheit dieser angenehmen Gesunvheitsspeise widerstanden bewährt sich dieselbe bei Erwachsenen und Kindern ohne Mediein und ohne Kosten bei Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen- Leber-. Drüsen-, Schleimbaut-, Atbem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwache, Hämorrboideu, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutaus. teigen, Ohrenbrausen, Uebelfeit und Erbrechen selbst während der Schwangerfibaft, Diabetes Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht; auch ist sie als Nahrung ffc Säuglinge schon von der Geburt an selbst der Ammenmilch vorzuzieben. — Ein Au8m aus 80,000 Certificaten über Genesungen, die aller Mediein widerstanden, worunter Gertipcati ’om Professor Dr. Wurz er, Geh. Medieinalrath Dr. F. W. Benecke, ordentlicher Professor bn Mediein an der Universität Marburg, Medieinalrath Dr. Angelstein, Dr. Shoreland, Dr. Eamptt., Professor Dr. Dedö, Dr. Ure, Gräfin Castlestuart, Marquise de Brehan, und vielen anbei«
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Tagebl.", welche heute noch vollständig erschienen Arbeit heute früh ebenfalls eingestellt. Die Zahl
GestcrreiÄ.
Wien, 28. Juni. Die „Polit. Corresp." meldet aus Belgrad: Serbien hat di? Mission des Senators Christic nach Konstantinopel auf sich beruhen lassen, weil die Pforte erklärte, den Gegenstand der Mission — der thr vorher vertraulich mitgetheilt worden — nicht entgegennehmen zu können. — Obwohl die eigentlichen militärischen Operationen erst gegen den 4. Juli beginnen sollen, so haben gleichwohl einzelne Freicorps an der Drma und bei Nziza die Grenze bereits überschritten.
Wien, 29. Juni. Die Meldung des „Tagebl." von großen Munster- Veränderungen in Konstantinopel und der bevorstehenden Entlastung von Midhat Pascha wird in hiesigen diplomatischen Kreisen bezweifelt; weder diesen noch der hiesigen türkischen Botschaft liegt bis jetzt eine ähnliche Nachricht vor.
Pesth 26. Juni. In Folge alarmirender Nachrichten aus Belgrad und den südlichen Provinzen Ungarns ist hier eine ganz außerordentlich erregte Stimmung vorherrschend. Ein Gerücht jagt das andere, eines rst abenteuerlicher als das andere. Hier weiß man von Marschordre für das gemeinsame Militär, dort wird Mobilmachung der Honveds verlangt. Inzwischen weilt Tisza ruhig bei seiner Familie und wird binnen den nächsten Tagen noch nicht rurückerwartet. An dem heute hier colportirten Gerüchte von der Einberufung des Reichstages zu einer außerordentlichen Session ist bis zur Stunde nichts Wahres.
gegeben, Hunderte von Gebäuden sind zerstört und ihre Bewohner obdachlos. Aus Millionen ist der Schaden zu schätzen, der an Häusern, Aeckern, Vieh und anderer Habe angerichtet ist. Er ist dadurch so groß geworden, daß die Katastrophe kurz vor der Erntezeit eintrat. Dieser wett ausgedehnte Nothstaud hat den Reichskanzler veranlaßt, bei sämmtlichen deutschen Regierungen die Veranstaltung von Sammlungen für die nothleidendeu Elsäster anzuregen. Im Elsaß selbst haben sich bereits zahlreiche Hilfs-Comics gebildet, um Unterstützungen für die überschwemmten Rheingemeinden zu sammeln und zu verthetlen, und es sind ihnen aus dem Elsaß selbst, sowie aus Frankreich und dessen Hauptstadt, Beiträge zugeflossen. Gerade dieser letztere Umstand, daß die Franzosen die Gelegenheit mit Hast ergreifen, durch sofortige Anstellung von Sammlungen ihre Sympathien für das von ihnen politisch getrennte Elsaß zu bethättgen, sollte den Deutschen Anlaß geben, die Hilfeleistung bei uns in viel größerem Maße anzuregen und dazu wird hoffentlich das Schreiben des Reichskanzlers nun endlich Veranlassung geben. (Unser Großherzogthum ist leider in der Lage, zuvörderst eigene Wunden heilen zu müssen).
Berlin, 28. Juni. In den hiesigen Zeitungs-Druckereien haben dte dem Verbände angehörigen Setzer in Folge von Differenzen über den revidirten Tarif heute Vormittag die Arbeit niedergelegt; nur von den außerhalb des Verbandes stehenden Setzern wird vorläufig in beschränkterem Maße die Arbeit
9 Berlin, 28. Juni. Der Kaiser hat seine Abreise von Ems auf den 6. Juli angesetzt. Er gedenkt, zunächst einige Tage in Coblenz bei seiner Gemahlin und darauf in Homburg zuzubringen, dann über Karlsruhe nach der Insel Mainau zu gehen und von dort in der dritten Juliwoche nach Gastein rum Curgebrauch zu reisen.
Merlin, 29. Juni. Das gesammte Setzer- und Maschinisten-Personal des Reichs-Anzeiqers" bat ebenfalls die Arbeit eingestellt. Nach Mittheilnng des "Reichs-Anzeigers" ist fein heutiges Erscheinen in beschränktem Umfang durch" das Entgegenkommen der Setzerinnen-Schule des Lettevereins^ ermöglicht; and) feien Vorbereitungen getrosten, dast dast das Blatt fchon nächster Tage wieder im gewöhnlichen Umfange erscheine.
Berlin, 29. Juni. Die heutigen Morgenblatter sind sammtlich erschie- einzelne in beschränktem Umfange. Bei der „Voss. Ztg " und dem „Berl.
... - "" - — sind, haben die Setzer die
KrarrLreich.
Pari», 27. Juni. Die „Aqence Havas" bringt folgende Meldung, die ihr aus Bukarest^vom 25. Juni zugegangen ist: Konstantinopel, 23. Ium. Im Ministerrathe ist der F-ldzugsplan gegen Serbien nnd Montenegro sestge- stellt worden. Es heißt, der Ausbruch der Feindseligkeiten stehe unnnttel- BaT 6 ®art6, 27. Juni. Das „Journal officiel“ veröffentlicht ein Decret des Präsidenten Mac Mahon, wonach 87 Mitglieder der Commune begnadigt sind. Der Zuschrift des Präsidenten zufolge soll wegen Theilnahme an dem Aufstande ferner keine gerichtliche Verfolgung eintreten, außer in Ausnahmesällen gegen in contumaciam Verurtheilte.
Serbien.
Belgrad, 29. Juni. Unter Kanonendonner und dem Zurufe der Bevölkerung ist Fürst Milan heute Morgen nach der Grenze abgereist, von den Ministern bis Semendria begleitet. Der Fürst wird an der Grenze eine Proklamation erlassen. Der Metropolit und di- Bischöfe sind gestern abgereist, um dte Armee zu segnen.
Verwischtes.
Darmstadt, 28. Juni. Die Stipendien aus der Stiftung der Gemeinden des Großherzogthums beim 25 jährigen Regierungs Jubiläum Sr. K. H. des Groh- Herzogs sind für 1876 mit je 525 Mark verliehen worden dem stud. med. Frank aus Darmstadt, stud. phil. Odenauer aus Eich (Rheinhessen) und stud. theol. Magenbach aus Alten-Buseck.
— Bei einem Abstamme der Afghanen haben die Weiber die Freiheit, sich ih« Gatten selbst zu wählen. Findet ein junge? Mädchen einen jungen Mann nach ihrem Wunsche, so übergiebt sie dem Feld-Tambour eine Nadel, mit der sie ihr Haar zu befestigen pflegt, und beauftragt ihn, diese an die Mütze ihres Geliebten zu stecken Der Tambour ersieht sich eine günstige Geleaenheit, jene Nadel in Gegenwart einiger i Zeugen zu befestigen, und dann folgt die Heirath bald nachher. — Könnte diese schöne ' Sitte auch in Deutschland einheimisch werden, so möchte es den Tambours so leichi nicht an Beschäftigung fehlen!
ochgestellien Personen, wird franco auf Verlangen eingeianbt.
Abg kürztet' Auszug aus 80,000 Certificaten.
Brief von der hochedlen Marquise de Br äh an.
Neapel, 17. April 1862.
Mein Herr! In Folge einer ßeberfranfbeit war ich seit sieben Jahren in einem furcht baren Zustande von Abmagerung und Leiden aller Art. Ick war außer Stande zu lesen ober schreiben, batte ein Zittern aller Nerven im ganzen Körper schlechte Verdauung, fort währende Schlaflosigkeit und war in einer steten Nervenaufregung die mich hin unb ber tret und mir keinen Augenblick der Ruhe ließ, dabei im höchsten Grade melancholisch Vielt Aerzte, sowohl Engländer a's Franzosen, hatten ihre Kunst erschöpft, ohne Linderung menei Leiden. In völliger Verzweiflung habe ich Ihre Revalesciere versucht, und jetzt, nachdem o ei Monate davon gelebt, sage ich dem lieben Gott Dank. Die Revalesciere verdient ttr höchste Lob sie hat mir die Gesnndbcfi völlig hergestellt und mich in den Stand gefegt, ment gesellschaftliche Stellung wieder einzunehmen. Genehmigen Sie, mein Herr, die Versichern^ meiner innigsten Dankbarkeit und vollkommenen Hochachtung-
Marquise de Br 6 ban.
Nr 75,877. Florian Köller, K- K. Militärverwalter, Großwardein, von Lungen- mt Luftröhren-Katarrh, Kopfschwindel und Brustbeklemmung. ,
Nr. 75,970. Herr Gabriel Teschner, Hörer der öffentlichen höheren HandelS-Lehrans^ Wien, in einem verzweifelten Grade von Brustübel und Nervenzerrüttung.
Nr. 65,715. Fräulein de Montloui« von Unverdaulichkeit, Schlaflosigkeit u« Abmagerung.
Nr. 75,928. Baron Siamo von.lOjähriger Lähmung an Händen und Füßen rc.
Die Revalesciere ist vier Mal so nahrhaft als Fleisch und erspart bei Erwachsenen v» Kindern 50 Mal ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen. w
Preise der Revalescifcre Vs Pfund Mk. 1,80 Pf., 1 Pfd. Mk. 3,50 Pf., 2 Pst. -1 • 3,70 Pf., 12 Pfd. Mk. 28,50 Pf.
Revalesciere Chocokilee 12 Taffen Mk. 1,80 Pf-, 24 Taffen Mk. 3,50 Pf-, 48 Ta Mk. 5,70 Pf. u. s. w.
Revalesciere Biscuiten 1 Pfd. Mk. 3,50 Pf., 2 Pfd. Mk. 5,70 Pfi
Zu beziehen durch Du Barry <fc Co. In Berlin, W. 28—29 Passage (Kaiser-Wall und 163—164 Friedrichsstraße, und bet vielen guten Apothekern, Droguen- Speceret. ”
Literarisches.
Soeben ist unter dem Atel „Der Unions-Stern" (Deutsch-Amerikanisch^ Nachrichten für Landsleute von Hüben und Drüben), herausgegeben von Dr. Mülln ! d o n der Werra, eine neue Wochenschrift in Leinzig erschienen D'eselbe stellt sij die Aufgabe, vom 1. Juli ab jede Wocke das Interessanteste über Politik, Handrl Kunst und Wissenschaft aus Amerika mitzutheilen und auf diese Weise ein geistig-.? । Band zwischen der alten und neuen Welt herzustellen. Allen, die sich für Ameriü interessiren, sowie auch Lesecabinetten, Hotels, Restaurants, Cafe's rc. wird dieses neue Blatt, das vierteljährlich nur 2 Mark 50 Pf. kostet, besonders willkommen sein.
Allen Franken Kraft und Gesundheit ohne Medicin und ohne Kosten durck die Gesundheits-Mehlspeise:
Hffii ”u„ EL.
Amerika.
New» Nork, 28. Juni. In dem von der demokratischen Convention von St. Louis angenommenen Wahl - Programm werden Reformen in Regierung und Verwaltung für dringend nothwendig erklärt; ferner wird das L^er- trauen aus volle Aufrechterhaltung der Constitution ausgesprochen, vollständige Trennung der Kirche vom Staat, Laien-Unterricht und Aushebung des Gesetz- Artikels, welcher die Wiederaufnahme der Baarzahlungen im Jahre 1879 festsetzt, gefordert; die Wiederaufnahme der Baarzahlungen werde nur durch weise Sparsamkeit auf allen Gebieten des Staatslebens erreicht. Schließlich spricht sich daö Programm gegen Schutzzoll-Tarife aus.
Lokal-Notiz.
Gießen, 30. Juni. Bei dem am 27. und 28. Juni dahier stattgehabten Vieh- markte waren aufgetrteben, 1544 Stück Rindvieh und 663 Stück Schweine.
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Der Anfan, idem sogenann
Laubach, an Vroßhe^ogli
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Der gfl Preism und st ls„ I. V 1873,
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