Samstag, den I Juli
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Preis vierteljährlich 2 Mar? 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 1 Mark W Pf.
Berlin, den 6. März 1876.
Jahr
, 24. Juli Bickenbach,
zütung — mitzugeben.
Kriegs-Ministerium, Abtheilung für das Remonte-Wesen.
v. Uslar.
25.
26.
27.
„ Grotz-Gerau, „ Goddelau, „ Gernsheim.
^würdigste aus;
Auf aueW Leitartikel »erber, es GroßherzoM ngen und Novellß 'stacker" steht un? !rden gebracht w. Z eine wirksame •
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.
Expeditionr Schulstraße, Bit. B. Nr. 18.
“Ä" für tas h ^Zeitung, daS c ter deutschen z alle deutschen L < Ml zu behaus "
Die von der Militär-Commission erkauften Pferde werben zur Stelle abgenommen und gegen Quittung sofort baar bezahlt.
Pferde mit solchen Fehlern, welche nach den Landesgesetzen den Kauf rückgängig machen, sind vom Verkäufer gegen Erstattung des Kaufpreises und der sämmtlichen Mosten zurückzunehmen, auch sind Krippensetzer vom Kaufe ausgeschlossen. Die Verkäufer sind ferner verpflichtet jedem verkauften Pferde eine neue starke rindlederne Trense mit starkem Gebiß und Ringen versehen, eine starke Kopfhalfter von Leder oder Hanf mit zwei mindestens zwei Meter langen, starken Hanfstricken — ohne besondere Ver-
Bekanntmachung, betreffend den Remonte-Ankauf pro 1876 in» Großherzogthum Heffen
gez. v. Rauch.
Zum Ankauf von Remonten im Alter von vorzugsweise drei und ausnahmsweise vier und fünf Jahren sind im Bereich des Großherzogthums Hessen für dieses nachstehende, Morgens um 8 Uhr beginnende Märkte anberaumt worden; und zwar am:
6. Juli Alsfeld,
Kichencr Anzeiger
AilM- Mb Amtsblatt für bei Kreis Gießen.
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17. „ Nidda,
19. „ Nieder-Wöllstadt,
22. „ Groß-Umstadt,
Ein Nachmittags 2 Uhr beginnender Markt am 22. Juli in Groß-Bieberau.
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politischer H ö e i l.
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Darmstadt, 28. Juni. Schluß des Großherzoglichen Negierungs- hlattes Nr. 32 :
11. Versetzungen in den Ruhestand. Se. Königl. Hoheit der Großherzog h»aben allergnädigst geruht: am 23. Mai den Rechner der Landes-Waisenanstalt Rechnungsrath Peter Kehr auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner 1’!?^In^<°lWährtgen treuen Dienstsührung, am 26. Mai den Landgerichtsdiener bei 1 <l\L ?%em Landgericht Ulrichstein, Anton Amend, auf sein Nachsuchen, unter Aner- $. (üx Ur “lEinung seiner nahezu 50jährigen mit Eifer und Treue geleisteten Dienste, am M W‘29. Mai den Schullehrer an der zweiten Gemeindeschule zu Klein-Krotzenbnrg, Zohannes Peter Kempf, auf sein Nachsuchen, am 10. Juni den Schullehrer Erveditio^ rn der ersten Gemeindeschule zu Lorsch, Johannes Metz, auf sein Nachsuchen ob unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienstführung in den Ruhe-
, Robert.
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stls.Präsident und wirkliche Geheimerath Dr. Wilhelm Müller zu Darmstadt.
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heiebtener i. P. Bindewald zu Lauterbach; an deins. Tage der evang. Pfarrer £t. Christian "Jochem zu Stoästadt; am 22. Mai der Rechnungsrath und Zehner i. P. des Universitäts- und des Stipendienfonds zu Mainz Johann fcmb Rnland zu Wiesbaden; am 26. der Chausseegelderheber i. P. August
Wulfe i. P. Karl Heinrich Ludwig Göbeler, genannt von Göbel, zu Mainz; m 8. Mai der Stabsquartiermeister i. P. Johann Ernst Kassel zu Darm- |l<bt; am 9. Mai der Gensd'arm i. P. Wendelin Holz zu Mainz; am 14 Mai der Schullehrer Heinrich Berg zu Wisselsheim; am 18. Mai der
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« Hypothekenbücher in den Provinzen Starkenburg und Oberhesien betr.
Darmstadt, 39. Juni. Wie die „Darmst. Ztg." meldet, hat Erz- ij«g Albrecht gestern auf der Durchreise von Coblenz nach Wien auf Schloß Agenberg bet Jugenheim dinirt.
Darmstadt, 29. Juni. Aus vielen Gemeinden, wo den neu gewählten irzermeistern nicht gleichzeitig auch die Function als Ortsgerichts-Borsteher «tragen worden war, waren Petitionen um Abhülfe an die zweite Kammer huflt, da diese Aemter regelmäßig vereinigt sein sollen, wenn auch dem liaisterium der Justiz freigestellt ist, in einzelne» Fällen Abweichungen eintre- i ju lassen. Der Beschwerde-Ausschuß der zweiteu Kammer hat zwar bean- agt, den einzelnen Petitionen keine Folge zu geben, er wlll jedoch, mit Rück-
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hnb zu versetzen.
Spedition. 12. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die evang. Psarrstelle zu Ulfa. Lolationsmäßtger Gehalt 2535 Mk. Das Präsentationsrecht zu dieser Stelle ll m |ttjl der Gesammtfamilie Schenck zu Schweinsberg zu, welche aber dem Gesetze , . über die Classification des Diensteinkommens der evang. Geistlichen vom 8. Ja- itlh P|lill mar 1876 nicht beigetreten ist; die Gemeinde-Schulstelle zu Rolrbach, im IIIU ^VXA) £ieqe Dieburg, mit einem jährlichen Gehalt von 685 Mk. 71 Psg.; die Ge ineiiide-Schulstelle zu Ober-Schmitten mit einem jährlichen Gehalt von 685 Mk. l l Pfg.; die Gemeinde-Schulstelle zu Gronau mit einem jährlichen Gehalt von X Hl Mk. 43 Pfg.; dem Herrn Grafen zu Erbach-Schönberg steht das Prä-
. astens eM! ientationsrecht zu dieser Stelle zu; die Gemeinde-Schulstelle zu Burg-Gemün- 111 .. Ober: )tn mit einem jährlichen Gehalt von 685 Mk. 71 Psg.
-rallzellk 13 Sterbefälle. Gestorben sind: am 6. Mai der Regie^ungs-Registratur-
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All l(errat Haas zu Mainz; am 28. Mai der Haupimann a. D. Georg Ludwig zu Biedenkopf, Königreich Preußen; am 4. Juni der Landrichter Wil- 'm'Wv.i. 'fein Ulrich zu Bad Nauheim; am 9. Juni der Forstwart i. P. Johannes taii« 'W'tnn zu Eichelsdorf; am 15. Juni der Oberappellaiious- und Casiationsge- rcn jB “ ttis-Präsident und wirkliche Geheimerath Dr. Wilhelm Müller zu Darmstadt. ■ r ,ttr. ,:-l Darmstadt, 28. Juni. Die Nr. 33 des Großherzoglichen RgierungS- > B'» b'^Mi-Mts enthält die Allerhöchste Verordnung, die Ausführung des Berggesetzes vom ,, «in -illil' lb Januar 1876, insbesondere die Anlegung und Führung der Berg-, Grund- uterbe^^k* hon SHmhitupn Starkenbura und Oberbesieu betr.
sicht auf die große Anzahl der von der Regierung gemachten Ausnahmen, an die Regierung das Ersuchen gerichtet wisien, „wenn irgend thunlich die Stelle eines Ortsgerichts-Vorstehers mit der des Bürgermeisters zu vereinigen."
Berlin, 27. Juni. Der „Augsb. Allg. Ztg." wird aus Pera vom 20. Juni berichtet: Schon seit gestern früh circulirten hier unheimliche Gerüchte über eine Verschwörung, aber so kolossaler Art, daß ich mich scheute, ihrer auch nur zu erwähnen; es babe sich um nichts Geringeres gehandelt, als Feuer an die Pulverfabrik und an den Gasometer zu legen, und ganz Konstantinopel mit Vorstädten und Palästen in die Luft zu sprengen! Bei genauerer Nachforschung ergab sich nun, daß diesen Gerüchten eine ganz arge Uebertrei- bung zu Grunde lag, daß aber doch etwas Wahres an der Sache war. Eine tscherkessische Verschwörung existirte, und das Pulvermagazin von Kyrkagatsch sollte in die Lust gesprengt werden; aber die Behörde erhielt rechtzeitig Kunde von der Sache; es wurden gegen 200 Tscherkessen verhaftet und die Wachen bei dem Pulvermagazin wurden bedeutend verstärkt; der zur Zeit des Sultans Abdul Aziz so gut wie unzugängliche kaiserliche Palast war mit dem Thronwechsel jedem anständigen Menschen zugänglich, mußte aber infolge dieser Entdeckung wieder sorgfältiger bewacht werden. — Auch das Preßbureau entwickelt eine große Thätigkeit; im Lause dieser Woche wurden die türkische Zeitung „Efkiar", die armenische Zeitung „Norakir" und die französischen Zeitungen „Courr. d'Orient" und „Stamboul" suspendirt, letztere beide wegen Verrm- glimpsnng des ermordeten Kriegsministers Hussein Avni Pascha.
— Ueber den bevorstehenden Anschluß der Herzegowina an Montenegro und Bosnien an Serbien weiß das „N. Wr. Tagebl." zu berichten: Am 27. Juni wird im Manjaner Gebirge eine Sknpschtina der Jnsurgenten-Cbess der Herzegowina stattfinden. Zwei Manifeste sind in Vorbereitung. Das erste an Europa, das zweite an die Bewohner der Herzegowina. Das an Europa zu richtende hat nach dem Wiener Blatte folgenden Inhalt: Die Regierung des Sultans sei nicht im Stande, selbst ihren aufrichtigsten Willen vorausgesetzt, eine wirksame Garantie für die Durchführung von Reformen zu bieten. Die Ordnung im türkischen Reiche gehe ans den Fugen. Die Macht entschlüpfe der Hand der Regierung zusehends. Der Kampf um ein menschenwürdiges Dasein muffe fortgesetzt werden. Da aber, wie die Erfahrung gelehrt hat, die eigene Kraft der Jnsurrection trotz der ungeheuren Opfer, die gebracht worden sind, nicht hinreicht, um das Werk der Befreiung zu vollenden, so übergeben die Führer des Aufstandes die heilige Sache, für die sie gekämpft, Montenegro, unter dessen Fahnen das Besreiungswerk vollbracht werden solle. — Das Manifest an die Bewohner der Herzegowina sagt im Wesentlichen: Alle waffenfähigen Männer werden anfgefordert, zu den Waffen zu greifen, um das Vaterland zu befreien. Der gegenwärtige Kampf sei kein Versuchskampf, der im Blute unterdrückt werden könnte; derselbe sei ein Kampf um Sieg oder Tod. Entweder wird die alte 500jährige Rechnung mit den Osmanlis abgeschlossen, oder aber möge die Nation untergehen. Tod — oder Freiheit; es giebt kein Zweites. Wer sich diesem großen, letzten Kampfe nicht anschließt, wird als Verräther mit deni Tode bestraft werden.
Damit wäre der Anschluß der Herzegowina an Montenegro proclamirt. Gleichzeitig mit der Sknpschtina im Manjaner Gebirge wird im Kozara-Gebirge eine Skupschtina der bosnischen Jnsurgenten-Chefs stattfinden. Zweck der Be- rathung ist die Proclamirung des Fürsten Milan zum Fürsten von Bosnien. Fürst Milan habe die Befreiung Bosniens feierlich zngesagt.
Berlin, 27. Juni. Im Elsaß hat das Hochwaffer des Rheins unsäglichen Schaden angerichtet. An zahlreichen Stellen sind die schützenden Dämme durchbrochen, fruchtbare Fluren meilenweit unter Wasser gesetzt, große Strecken verwüstet. Viele Ortschaften waren dem Schwall der Fluten preis-


