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München, 26. November.

Das königliche Militärbezirksstrafgertcht

der zu-

Am 26. d. Mts wird der Gefetzgebunqs-Au-schuß der zweiten Sammer über den Gesetzentwurf. betr. die Ausführung des ReichSgesetzeS, über Civilehe

be­be«

2.

zweiten Sammer behandelten Gegenstände Dienstag den 30. d. Mts. sammentreteu

Auch in Guntersblum ist die Errichtung von Eommunalfchulen schlossen. Man hofft, die Einführung mit Beginn deS neuen Jahre- zu werkstelligen. Gegen die Einführung stimmten von 26 Abftimmenden nur

21 Tagen ge'charfien Stubenarrestes verurtdettt. Der Lieutenant hatte nämlich gelegentlich des R'itmitentchk- m Nom^heuhnrg dem Sürasfier Sunz mehrere Hiebe mit dem Reitpeitschmknopfe auf den Rücken versetzt, so daß sich der Lvldat beim Bader Schröpfköpfe setzen lasten mußte, da er den Rücken voll blauer $ meinen batte. Derselbe Soldat wurde auch auf Befehl des Lreute« nants 11 Rächte im leeren ungeheizten Schulzunmer emgesperrt, .um bester zu lernen/

BZurzburg, 25. November. In der Unterschlagungssache gegen die Militär - Verwaltung- - Beamten ist das Urtbrtl deute Abend pnbttrfTt worden. Dastelbe lautet gegen Ober-Jnspector Hechte! auf 10 Monate Gefängniß. ohne Abrechnung der Unterfuchungs Haft; gegen Inspector Braun auf 5 ^ahre Zuchtbaus.

zwei Sitzungen halten. T)ie Hauptsession findet im Frühjahr nach dem Schluffe des Reichstag- statt. Die erste Sammer wird zur Erledigung der von

TVlllfrfifanh Mauern ausgebrannt. Drei Personen (Deeoratronsmaler. besten Sohn und

Lehrling) sind von der höchsten Spitze des Hanfes heruntergesprungen und todt

Darmstadt, 25. November. In Mainz hat nach einer Meldung des geblieben Mainz. Jvurn/ Anfang- voriger Loche bei dem Sreisrathe, Herrn Geheime- München, 26. November. ~.........

rath Dr. Soldmann, unter dem Dorsitze des Herrn Mimster-Präsidenteil Hof München hat den Seconde. Lieutenant Freiherr,,' von Melchthal' vom' weiten mann aus Darmstadt eine Conferenz von Mitgliedern des Ministenums un: Kürassier Regiment wegen Verbrechens des Mißbrauchs der Dieustef gen gl, iu dortiger Beamten des Finanzfaches ftattgefunden. Es soll sich dabei um'o< *.......---L------- -----11 * * ~

finanziellen Derhältniste der Klöster gehandelt haben.

Darmstadt, 26. November. Die zweite Sammer wird diesmal nur

und Standesbuchführung berathen. Berichterstatter ist der Abg Conradi. Auch der Legitimation- Au-schuß der zweiten Kammer wird an demselben Tage Sitzung halten zur Prüfung der Gültigkeit der Wahlen.

Darmstadt, 26. November. Der Bericht des ersten Au-schustes der zweiten Kammer über die Vorlage Großherzozlichen Ministeriums der Finanzen, den Gesetzes-Entwurf, die Erhebung der Staatsaufligen in den ersten 6 Mo­naten des Jahre- 1^76 betreffend, erstattet von dem Abg. Köiuger, beantragt, dem Gesetze--Entwurf Großherzoglicher Regierung, das Finanzgesetz vom 30. November 1873 auf die ersten 6 Monate de- Jahre- 1876 au-zudehnen und in Wirksamkeit zu setzen. ihre Zustimmung zu ertheilen.

Darmstadt, 26. November. Der Bericht des ersten Ausschuffes über die Vorlage Großherzozlichen Gesammt-Ministeriums, die Regelung deS süd- hessischen Porlofreiheitswesens betreffend, erstattet von dem Abg. Schröder, ist im Druck erschienen. Derselbe schließt mit dem Antrag: die Kammer wolle sich mit der nach Maßgabe deS von Großherzozlicher Regierung vorgelegten Protokolls vom 4. November 1875 beabsichtigten Regelung deS südhessischen PortosreiheitSwesenS einverstanden erklären.

Darmstadt, 26. November. In der heutigen (5. Sitzung der zweiten Kammer der Stände) kamen zunächst die neuen Eingaben und Interpellationen zur Verlesung Hiernach wurden sämmtliche im Laufe dieses Sommers statt- gehabten Neuwahlen für gültig erklärt.

Die Regierungsvorlagen, betr. Gesetz-Entwurf, die Erhebung der Staats- auflagen in den ersten 6 Monaten des Jahres 1876 und Entwurf eines Ge setze-, betr. die Einlösung de- Staat-papiergelbe- d. d. 1. Juli 1865, wurden zustimmend crledigt.

Die nächste Sitzung findet morgen Vormittag 9 Uhr statt.

Berlin, 25. November. DieKreuz-Ztg." meldet: Die Abreise des Botschafters Prinzen Heinrich VH. Reuß nach Petersburg dürfte eine Verzöge­rung erfahren, weil der Prinz vorgestern Abend im Hause des Grafen v. Hoch­berg beim Herabsteigen der Treppe sich das früher beschädigte Knie wieder verletzt hat.

Berlin, 25. November Für die Novelle zum Reichs-JvvalidenfondS- Gesetz bat der Abg. Richter (Hagen) den Antrag eingebracht, al- § 1 Folgen­des anzunehmen:

Aus dem Reichs'JnvalidenfondS sind vom 1. Januar 1876 ab auch zu bestreiten: a) die Ausgaben deS Reiches an Pensionen und Unterstützungen für Angehörige der vormals schleswig holsteinischen Armee; b) die nach Maßgabe früherer oder bestebender Gesetze und Verordnungen zahlbaren Ausgaben deS Reichs und deS Königreich- Bayern an Pensionen und Pensionserhöhungen für Militärpersonen und Militärbeamten der Landarmee und der Marine, welche durch Krieg vor 1870,71 invalide und zur Fortsetzung des activen Militär­dienstes unfähig geworden sind; c) die nach Maßgabe früherer oder bestehender Gesetze erfolgten Bewilligungen des Reichs und deS Königreichs Bayern für Hinterblitbene der in den Kriegen von 1870 71 gefallenen Militärpersonen und Militärbeamten der Landarmee und der Marine.

Berlin, 25. November. Der Fürst-Reichskanzler hat zu vier parla- mentantchen Soireen Einladungen an alle Parteien deS Reichstags erlassen. Die erste Soiree findet übermorgen statt.

Berlin, 25. November. DiePost" erfährt bezüglich ter vom Kaiser ernannten Mitglieder der General-Synode aus zuverlässiger Quelle, daß weder Fürst Bismarck auf tie bezügliche Vorschlag Liste, noch geldmarschall Man- teuffel auf die betr. definitiven Ernennungen irgend welchen Einfluß geübt habe. DerReichs Anz." veröffentlicht eine Verordnung über die Zusammensetzung und Zuständigkeit der außerordentlichen Wiesbadener Svnode. Letztere bestebt aus dem General-Superintendenten, aus vier vom Könige ernannten und ande­ren nack Verbältuift der Seelenzahl in den Lvnodal-Dezirken von den Wahl- mannern zu wählenden Mitgliedern.

Berlin, 26. November Beim Reichskanzler-Amt sind von der Mosel Nachrichten emgetroffen, welche eine merkwüldize Veränderung an dem Reblanb conftattren. Atif den Blättern des Weinstockes sollen sich nämlich in den letzten Tagen tbeils schwarze Flecken gezeigt haben, theil- sollen sie vollständig schwarz erschienen sein. Man sürchtet deshalb in jener Gegend, daß sich die Reblaus Äianfbeit Notz aller Vorsicht eingeschlichen habe und bat sich deSbalb an daS, Reichskanzler Amt sofort gewendet, um den Schutz drffelben anzurufrn. Wie wir hören, ist eine amtliche Untersuchung-Commtsston bereits dorthin abzegan- gen, mit dem Auftrage, schleunigen Bericht zu erstatten.

Es taucht mit ziemlicher Bestimmtheit die Behauptung auf, daß Don Carlos außer dem bereits veröffentlichten Brief an feinen Vetter Alpdonso noch ein Schreiben nach Madrid geschickt bat, welches mehrprivater Natur" und deshüb noch nicht zur Verlesung gekommen ist In dem zweiten Schriftstück soll Don Carlo- eine Apanage von 3 Mill. Frcs. und die Anerkennung seiner Jnfansenwürde gefordert »md dafür den Frieden angeboten haben* Beeinflußt ist dieser Schritt des Prätendenten wahrscheinlich durch den Umstand, daß ihm die einflußreichsten Mitglieder des Pariser Carlisten Comite-, voran der Herzog Laroche- Foucanld-Bisaccia, die ferneren Geldunterftützungen gekündigt Haben, die zur Fortführung de- Krieges vor allen Dingen nothwendig sind.

Barmen, 25. Novbr.. Abends. Das hiesige prachtvolle Stadt-Theater steht in bellen Flammen.

Barmen, 26. November Das hiesige Stadt«Theater ist bis auf die

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Pari», 24 November. Der Kriegs Minister legte gkstern die Note über die Ausgaben vor, zu welchen die Einb-rufung der Reservisten der act.ven Armee (Klaffe von 1867) Anlaß gegeben. D.e Reisekosten belaufen sich im Durch,chnitt per Reservist auf 5 FrcS., also für die 130,000 Reservisten auf 650 000 Frcs. Die großen Manöver und die Entlastung der Soldaten aus den überschwemmten Gegenden in ihre Heimatb kosteten 280,000 Frcs. Außer­dem verausgabte man für den Unterhalt der R-servisten 6.220.00J Frcs Der Bericht schließt:Für weniger sl- 7 Millionen konnten sich 28 Tage lang 130,000 Mann auf die Manöver einüben. Die vermittelst dieser mäßigen AuSgabe erzielten Resultate sind zufriedenstellend. Die Reservisten zeigten guten Willen. Sie schickten sich leicht in die MannSzucht und der angeftrebte Zweck wurde erreicht.

Pari», 25. November. Das Gerücht ist wieder verbreitet, daß der Finanz-MiNister Leon Say aus dem Cabinet treten wird, da es ihm verübelt wurde, daß er gestern mit der Opposition stimmte. Buffet hätte tenfelben "brigens wohl schon längst an die Thür gesetzt, wenn man nicht den schlechten Eindruck auf die Börse und besonders auf die Hobe Finanz befürchtete. Der Unterrichts-Minister Wallon wird auch stark angefeindet. Die Clencalen, die heute mächtiger sind, denn je. wüthen ge.zen ihn, weil er die StaatS-Universität den katholischen Universitäten nicht aufopfern will. Es gilt unter diesen Um- ständen nicht für unmöglich, daß Wallon mit Leon Say beseitigt wird.

Pari», 25. November. DerAgence Havas" wird aus Konstantinopel gemeldet: Huffein Avni Pascha ist zum Bali des Dilajets Saloniki ernannt worden

Türket.

Nagusa, 25. Novbr. Ans südslavischer Quelle wird gemeldet: ürne Jnsurgenten-Deputation ist im Begriffe, nach Wien, Berlin und Petersburg zu gehen, um für die Nentralisirung eine» District-, in welchen sich die Jnsur- genten-Familien zurückziehen können, zu wirken und die Intervention der Groß­mächte bchus- Constituirung der Herzegowina als Vasallen-Staat nachzusuchen.

Serbien.

Belgrad, 24. November. Die serbische Negierung sieht von der Rego- cilrmig von Handels-Verträzen ab und bereitet eine Schutzzoll-Tarif-Vorlage an die Skuptschuia vor, durch welche eine Reihe von Sinfubr-Artikeln hoch belastet werden. Außerdem steht die Einführung einer Steuer auf fremde Pa- tente bevor

Hof a l W o t i j.

ftirfkn, 27. Noo Bel dem einaetretenen 2chneewetter bitten wir unsere Leserinnen der armer kleinen g,siebe ten Gelt zu gedenken unt> die Abfälle des lilM nicht um* kommen zu lassen, sondern die bungernre und frierenden Vögel damit zu füttern Sie werden es gewiß uns im nächsten Jrhre dankb ar lohnen.

- Wir verfehlen nicht, nochmals auf das heute und moraen im Wenzel'fchen Saalbau iiattsiödende tfonerd aufmerksam zu machen. Wie wir hören, ift dr» Va­dium im Saale ausgestellt und erwAßlicht es so. den Leistungen der ttapelle. nament­lich der Solisten erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Hosten wir, daß die Kapelle auch hier die Anerkennung ftnbet. die ihr bet ih em sonstigen Auftreten üb roll gezollt wurde. r

Auszug ans ärn Rirchrndmliern brr Stabt (tzirhrn. Evangelischr (Gemeinde.

ffopullree.

Den 21 Roo Wilhelm Donau, Schreiner dahier, des oerft Bürgers und Müllers zu Äroß kabarz im Herzogthum 0»'odurg s»otda Johann «Aearg Fnedrtch Donau edel Lohn, und Matgaretve tfeuifc Rau de» Vürgers zu ötefetf und Hetzers auf der Main-Wefer^Vahn dahier Jacob Rau edel- Tochter.

Denselben. Heinrich V-mmer. Hetzer auf dee Kain kvefer-Bahn dahier, des verst. Vür^er» und Schmieds zu Deuh. friipar Wilhelm Vömmer edel Sohn, und Iheodora Dorothea Ehristtana Satbartna Bornträger, des Bürgers und Vo'tconduc- tcurs Johannes Bornttäger ehel. Lochter

Getaufte.

Den 21. Roo Dem Bürger zu Krünberg und Bäcker dahier, Konrad Haas eia Sohn, Gustav Georg (thristoph, ged 19. Cd.

Denselben. Dem Bürger und Handarbeiter, Vubwig Martin (hnil Engel eia Sohn. Christian, ged 20. Sept

Beerdigte.

Ten 2" Noo Heinrich Friedrich Karl Julius Rahn. Srconde^L'tUtenaat und Bezirksadjutant im II (^roßh Infanterie-Regiment Rr 116 dehter, alt 26 I 3 M 29 Z., gen 18 Roo

Denselben. Maria Ottilie Schmehl. des Bürgers za Ullendorf a- l'umfca eib eoromottoführers dahier. Vu>a>i| Schmebl ehel. rochtee. aU I I t I, fl<ft 18 Äo*.

Den 22. Roo Heinrich Müller XL aus Sellnrod, Kreis Schotten, alt 52 J-, gest 20 Noo

Den 23 Noo Moritzine Binzer. geb. Roth, Sittwe bei verst. Srotzh örtmied* gertcht« Secretärs Friedrich Binzer. alt 61 I. 9 M 16 L, gest. 21. Noo

Den 22- Noo. Oeera, ein unehel Sohn voa auswärts, 10 M 12 Z* gest. 21. Noo.

Den 24 Nov Magarethe Schwan, geh Habicht, Sittwe bei verst. Bürgers und Vastwtrlds Silbelm Schwan, alt 75 I st M 3 Z . qeft 22 N-v

Denselben Karl Christian Eaer, des Bürgers zu Grünberg und Bäckers dahier, Gustav Eger ehel Sohn, alt 9 M 21 Z-, grst. Z\. Noo.