Ausgabe 
27.11.1875
 
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Zülzeige- und 'Xmlsfifatf für den Kreis Hießen.

Samstag bni 27. November

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November. Das Oberconsistoriurn hat an die Lan-

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Berlin, 25. November. In der heutigen Sitzung der General Svnode

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12. d. Mts. den von dem Herrn Fürsten zu Osen­au der Reälscküle zu Offenback präsentirten Pfarr- Maul aus Bernsbauscn, im Kreise Lauterback, zu

P dl etfftftlWTlid) 2 Matt 30 $f. Öring rk!>n Durch Ue Post be^ogta virndiälalu'»>

2 Warf 60 Pfrun'g

Cherubinl. et" R. Wazner.

Sliauß.

$r. WaM.

. W-

. Beriot.

Schubert.

. Donizetti.

. Mendelssohn.

. Fürstenau.

. Goiinod.

. Mer Ma. oder).

allergnädigft geruht: am bürg Birstein zum Lehrer antts Kandidaten Heinrich bestätigen.

Darmstadt, 24.

rer Berücksichtigung der Seelenzahl stärker vertreten werde, als bisher."

Zur Begründung dcffelben wurde von einem der Herren Antragsteller das Nachstehende vorgetragen:

Schon auf der außerordentlichen LandeSsynode, welche auf gleiche Weise zusammengesetzt und gewählt war, wie die jetzige, wurden derartige Anträge gr (hUt und vertbeidigt, aber mit solcher Majorität verworfen, daß wei text Anträge in dieser Richtung für zwecklos erachtet werden mußten, sicherem Vernehmen nach werden aber auch Anträge ähnlicher Richtung auch bei der demnächst znsannnentretenden Landessvnode von Abgeordneten gestellt werden, ui.b ick hoffe, daß eine Zustimmung der Kirchengemeinde-Bertretung einer Stadt, von der Bedeutung wie Darmstadt, denselben zur kräftigen Unterstützung ge-

abgegeben worden. Bezüglich deS Angeklagten Hecktel wurden 5 Schuldfragen bejaht, darunter 2 mit mildernden Umständen; bezüglich des Angeklagten Braun wurde die große Mehrzahl der Schuldfragen bejaht, darunter 86 ohne, 38 mit mildernden Umständen; bezüglich des Angeklagten Peter wurden sämmt-

Die Beschlüsse der Darmstädter . Vertretung.

(Fortsetzung.)

2. Der erste Antrag lautete:

dessynode den Entwurf eine- Kirchengesetze- über die Vornahme der kirchlichen Trauung nebst Motiven gelangen lasten. Danach soll der kirchlichen Trauung in der Regel ein einmaliges, auf Verlangen ein zweimaliges kirchliches Aufge« bot vorausgehcn. Tie Dekanate sind berechtigt, von dem kirchlichen Aufgebot zu dispenstren und die Geistlichen dürfen in dringenden Fällen die Trauung ebne vorhergegangene Proclamation, jedoch niemals vor erfolgter bürgerlicher Ebesckließung und beigebrachter standesamtlicher Bescheinigung vornehmen. Art. 9 des Gesetzentwurfs enthält eine den mit Einführung der Civilehe neu begründeten Vcrhältnisten entsprechende Trauungsformel.

Berlin, 24. No ember Die außerordentliche evangelische General- SVnode trat heute im Saale des Herrenhauses zusammen. Die Mitglieder waren vollständig erschienen. Als Regierungs. Commiffäre waren UnterstaatS- Secretär Sydoiv und Ministerial - Director Förster anwesend. Der interimi­stische Vorsitzende, Präsident des Oberkirchenraths Hermann, eröffnete die Synode mit einer längeren Ansprache. Hierauf wurde Graf Otto Stolberg mit 155 von 190 Stimmen zum Präsidenten gewählt und demnächst ein An­trag von Oberpräsident Horn, Schulrath Schrader und Oberbürgermeister Voß auf Erlaß einer Adresse an den Kaiser auf die Tagesordnung der Sitzung gestellt.

Berlin, 24. November. Der Neick-tag setzte nach Erledigung mehrerer

Politischer S/QeiL

Kirchenaenreinde man an dieselben herantreten. Dem entgegen wurde von verschiedenen Antrag' stellern erwidert, daß die Sachlage in sehr rosigem, leider allzu rosigem Lichte von dem Vorredner geschildert sei; es wird an die Anträge erinnert, die schon gestellt seien und in nächster Zeit würden gestellt werden : an die brennende! ? GesangbuckSfrage, an die Anträge der Herren von der Friedberger Eonfertnz,

Deutfdjfnnö.

Darmstadt, 24. November. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben

woraus hexvorgehe. daß gerade dieser Synode ganz wichtige Arbeiten und An- trage unterbreitet würden.

(Fortsetzung folgt.)

<67Utunt f.ciH*, mit Wal» nahmt MoutagS.

nt Hielt. L «du ilraße, . t. B. in

Abänderung der Kirchenverfastuug in der Richtung, daß da» die in den Tbesen deS Herrn Schwabe verkündigt worden seien, an die Classi- Laien.Element in den Dekanats- und der Landessunode unter größe-fication der Pfarrgehalte, an die kirchlicken Steuern und Umlagen rc.

r.ichen wird.

Mit uns Antragstellern haben gewiß sehr Viele, welche die Kirchenver- faffung mit freudigster Hoffnung auf eine gedeihliche Hebung und Entwickelung unseres kircklicken Lebens begrüßt hatten, den Gang der seitherigen Verhand- lungen auf den Dekanatssvuoden und der Landessynode mit schwerer Bcsorgniß verfolgt. Es sind Anträge gestellt und Beschlüffe gefaßt worden, welche den Ueberzengungen gar vieler Glaubensgenoffen in unserem Lande und gewiß der unzweifelhaften Mehrheit der Mitglieder unserer evangelischen Stadtgemeinde Darmstadt ganz entschieden widersprechen.

Wir sehen mit schweren Sorgen den Gefahren entgegen, daß nach solchem Vorgeben die kirchlichen Anstalten unserer Stadt und unseres Landes in einem Weifte werden eingerichtet und verwaltet werden können, welcher das kaum an« geregte kirchliche Leben wieder erstickt, und daß daffelbe einer Abneigung gegen die Kirche Überhaupt in einem sehr bedauerlichen Umfange weichen wird. Diese Gefahr wird unseres Erachtens noch dadurch sehr gesteigert, daß die LandeS­synode wohl genöthigt sein wird, die erhöhten Bedürsniffe der Kirche, insbe­sondere auch der Geistlich>n durch Besteuerung der Kirchenmitglieder aufzubringen. Es wird die- sehr bedenklich erscheinen, insofern, als diese Landessvnode min­destens zur Hälfte aus Geistlichen selbst besteht.

Die sichersten Mittel, diesen schweren Gefahren zu begegnen, erkennen

n.

liche Schuldfragen verneint. Tie Urtheils-Publication erfolgt morgen,

ßeflcrmct).

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t in: enkSppchen, W- gtegentnäntet, *1®'

mir in einer SRdorm bet Bestimmungen bet Kirckenversaffung über die Zusam- kleiner Bera,Hunas - Gegenstände die .weite Berathung des Etat« fort und be. m.nlehintn der Lvuode Die Grnndbestimmnngen unjcrer dermal,gen Kirchen- willigte die Positionen für da« Reichs-Estenbahn-Amt. Auf Befragen erklärte f insbcionderc das Prineip der Gleichzahl der geistlichen und weltlichen hierbei Präsident Maybach, daß der Fertigstellung des Reichs-Eisenbahn-Gesetze«, klXbneten entivrecken dem urchristliche» und protestantischen Priuetp de» welche er von Ansaug an betrieben habe, große, noch nickt überwundene Eckwie. " 4 rigkeiten entßegenständen. Er hoffe eine Einigung zu erzielen, könne aber deren

Alcnz

rlieoenbe «ntraa ist weit davon entfernt, der hohen L-ndesfvnode Beamten ist der Wabrfpruck der Geschworenen nach zehnstündiger Berathung nw, b?llün7.e speei°ll7Ackläg7.n den angeregten Beziebungen zu machen, R'.üa.ick des An-eNaa.en hecktel wurden 5 Sckuldiraaen

sondern überläßt die nähere Bestimmung de» Maße» dem höheren Ermeßen der Landessvnode und der Kirche,ireg,mente». So viel bürste aber fest stehen daß die gegenwärtige Kirchenveifasfung wirklich den Bedürfnissen und Juteresien unserer Stadtgemeiude und anderer größeren Gemeinden nicht ent,pricht.

In diesem Sinne ersuchen wir Sie, unserem ganz gerechte,. Antrag be,

Abgeordneten entsprechen dem u

UaemMne1 VTieftertbuin* indit Dielen getheil,, daß es Richtung noch nickt angeben. Die weitere Berathung findet Freitag statt.

relmeunbeOenHid» fe, zu bestimme», daß die Vertretungen aus «Berlin, 25. November. In der heutig.n Sißung der General Svnode !° '^ekmrtsivuoden wie äuf der L-ndesfvnode, ohne Rücksicht auf bte Eigen- wurde der Antrag auf Erlaß einer Dank-Adresse an den Kaiser zurückgezogen, ffle ftlicbeii obir beb Laien gewählt werben. Deo Vertraueiis wirb worauf die Persammlung das Lynodal-Präsidium beauftragte, eine Audienz mVrbi« Säe »«*«audi in -u-reichendem Maße de» Vertraue,.» be. den, Laster nackzusucken. um demselben een Dank der Synode auszudrücken, (äemtinbtn bei kirchlichen Wahlen gemeßen Wo wie bei uns, den G-- Die Prüfung der Legitimationen der Lvnodal. Mitglieder wurde dann einem b , f,in .yUr ein sehr geringer Einfluß aus d-.e Anstellung der.Au«sck»ffe übergeben.

GeiNl cken zust.ht, da kann diese Anstellung für sich allein d.e Geistlichen nicht Braunscstw.ig, 24. November. Das deutsche Kronprmzen.Paar ist, weqniwi I , b Gemeinden erbeben. von Darmstadt kommend, hier emgetrofftn.

ju ua'urllche - Berücksichtigung der Seelenzahl unterliegt es ge- München, 24. November. Von den 10 Wahlbezirken Münchens sieg-

6 s^em^weifel flbo6 Ci sehr wobl ausführbar erscheint, eine dem entspre- ten bei der Wahl der Gemeinde-Bevollmächtigten in 7 Bezirken die Liberalen, non Wablbeiirken in unserem Laude um so leichter zu treffen, in dreien die Ultramontanen.

chende Eliitheilung v° J . ßö' ld) Pußen für möglich erkannt Würzburg, 24. November. In dem vor dem hiesigen Gerichte ge. als I- dies in dem ungleich größeren »omgreicy 4- b l s «V fab,n g,",n tie der Unterschlagung angeklagten Garmsou-Derwaltungs-

Versailles, 24. November. Die National-Versammlung genehmigte bei fortgesetzter Berathung des Wahlgesetzes die Art. 4 bis 8 desselben. Ein Amendemedt von Eorne. nack welchem die Stimmzettel in einem verschloffenen ! Couvert abgegeben werden sollten, wurde verworfen, desgleichen ein Amende-

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Wien, 24. November. DiePolit. Corresp." meldet aus Ragusa, daß 6000 Montenegriner mit 12 Gebirgs-Kanonen in der Ebene von Grabovo evneentrirt seien, wabrscheinlich mit der Bestimmung, in die bevorstehenden Entscheidung«. Kämpfe zwischen den Türken und Herzegowinern einzugreifen, /rnnfireteü.

justimmem r t @ejte toilb dieser sachgemäßen und klaren Begründung aeaenüber livar die Frage, ob das geistliche und weltliche Element gleichzuhal- ?en e, oder nicht, als eine offene erklärt, aber bebautet, daß un Augenblick eine Nötbiguug zu einer Verfaffnngs Veränderung absolut nicht »erliege , da noch kein besonders schreiender Nachtheil hervorzetreten sei. Es gelte letzt an der Veifaffung nickt zu rütteln, sondern m Gottes Name» «eiter zu !ck° zum Besten der Kirche. Außerdem lebe die evangelucke K'rcke nicht bl°S u Darmstadt, sondern in dem ganzen übrigen hessitcken ^ande und we' -

Darmstadt die eine Richtung vorberrscke, so fei dies anderswo ande^ linUbn. fnUfien und dank? weu,^bst°nd7re' SckLu'cktbar würben, könne ment Dutemple's, welckes besagte, d.ß alle Offieiere, m.t Ausnahme der zur