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Stuttgart, 24. November. DerStoaM-lnj." meldet: Der Mmr»' st der Justiz und Les Aeußern, v. Mittnacht, »st heute Mittag nach Berlin «bgereist. . _ , x _

Karlsruhe, 24. November. Dle zweite Sammer hat Sirsner zum Präsidenten, Dluntschli und Kiefer -u Vice-Präfidenten gewählt.

iJcIlerreicfi.

Wien, 23. November. Der (Yemeiuderath hat beschlossen, an die Häuser des Reichsraths eine Petition zu richten, welche dahin geht, mit allen, Mitteln auf eine Erzielung einer den Finanzkiäften des Staate- entsprechenden Leeres'Neduction binzuwrrken.

Wien, 24. November. Der Cardinal Fürstbischof Rauscher ist heute Nachmittag um 3 Uhr verschieden. - DiePolit. Eorresp." meldet: Der Kaiser bat den Grafen Potock» zum Statthalter von Galizien ernannt.

vor dem Zuchrpolizeioericht in Kaiserslautern wurde Isaak Seil. Skei sender für L. Federttn in .tienffurt a M. wegen Betrugs |um Nachtheil eines Cefo« NVM'N in Albisheim und Handels M'k Staaksoapteren iw Umher z ehen zu »l.isheim im Juni 1975 \u einem Monat »eiän-nch und 3 Thlr Geltzsiraie romt. 3 Zogen Hast omi theilt. Banauier Federltn, welcher in der Sitzung zugegen war. wurde d»«l» verantwortlich flr die Kosten erklärt. In tröstlicher ft zeigte dieser F rll. welch« Uedervon Heilung en hei bernjofleranntrn Natenbrreid^ndel reisucht werden. \H wurde festgestellt dah das Bankhaus Federlin in Fraakiur, a M durch sogenannte Aßenken Staatsoaviere gegen monatliche Raten,ahlungen »en H Tdlrn he» der Landbevölkerung oneriren läßt «^egrn 33 monatliche Natenzahlungen ,u 8 Thlr erhält dann der Käu'er nn bayerisches oder dorisches ffrnhnndertthaler Loos : er muh also für eine Staats Obligation im Nominalweithe von IUO lhlrn. 184 7Haler erleben - Perichiedene Zeitungen und Handelskammern Haden dererts srüher vor dem Ratendriesichwrndel gewarnt. Out dah in dreiem ,ynU an gerichtliches ii o'chierren oravocirt wurde

lMilitairisches Schimo em- .Lummer Rekrut, verwünschter Lümmel, nichts» nuhige-: Kartostelputzer. däml cher: was har er da nun sür'n Blech. verrück es bestellt! Scher' er sich rau» Bocki<ll z eaenlederne» ; wenn ich so ernen i'irl. jo a uUui. i4)uf«n wollte, hätte ich lieber selbst gehen können. Tm Rhinoeeros. d ckes!!:'

Kchmeiz.

Bern, 23. November. Frankreich hat der Schweiz den Handelsvertrag vom 30. Juni 1864 für den 24. November 1876 gekündigt.

Jrankreid).

Pari», 23. November. Der Ausschuß für daß Preßgesetz hat be schloßen, die Frage, belr. den Belagerungszustand, von dem Preßgesetz zu trennen und der Kammer vorzuschlagen, über den Belagerungszustand, und zwar vor dem Preßgesetz, eine besondere Berathung zu eröffnen Zugleich sprach der Ausschuß sich sür die Aufhebung deS Belagerungszustandes m alle' Departements aus

Wie derMoniteur" mittheilt, ist General Geslin vom Generalstabe des Kriegs-Ministers und ehemaliger Generalstabsches des l 2. Corps der Rhein Armee, von der Regierung beauftragt worden, der Enthüllung deS Denkmale in BazeilleS anzuwohnen.

Versailles, 23. November. Die National »Versammlung nimmt die Art. 2 und 3 de« Wahlgesetzes an. Buffet entgegnet dem Abg. Picard tn Bezug auf die Frage der officiellen Landidatur. Er'bezieht sich aus die von ThierS und JuleS Simon im gesetzgebenden Körper vertretene Ansicht, wonach der Regierung das Recht zustehe, Landidaten auszustellen.

Dttifien.

9fpm, 23 November. Das in Provinzial-Blättern erwähnte Gerücht von Aenderunzen im Cabinet ist derAgencia Stefan»" zufolge gänzlich erfunden.

Nom, 22. November. Der deutsche Gesandte am Hofe von Atheii Herr v. Radowitz, ist mit Gemahlin tn Rom angekommen.

«Mnicn.

(tzent, 23. November. Für den verstorbenen clericalen Abgeordneten Dcbandts ist der hiesige liberale Bürgermeister Dekerckbove in die ReprLsen tanten Kammer gewählt worden.

Brüssel, 23. November. Die Wahl des liberalen Eandidaten in ($ent ruft den größten Jubel unter den Liberale»» im ganzen Lande hervor Alle großen Städte senden Glückwunsch » Deputationen. Gent »lluminirt heute Abend.

(£nnr,uifi.

London, 24. November. DieMorning Poft" erfährt, daß der erste Lord der Admiralität, Ward Hunt, seine Entlastung zu geben gedenkt und Lord Henrv Lennox als desten Nachfolger bezeichnet wird. DerTimes" wird ans Konstantinopel gemeldet, daß die Pforte die Gesandten Oesterreichs und Rußlands aufgefordert habe, dem Fürsten Nikita von Montenegro Vor­stellungen wegen des anhaltenden Zuzugs von Montenegrinern zu den Anfstän- dischen zu machen. Aus Eettinje wird derTimes" gemeldet, daß die Feind­seligkeiten in Folge der eingetretenen Kälte eingestellt sind.

Spanien.

Madrid, 24. November. General Ouesada bat die Absicht, nach Madrid z»i kommen, wegen einer von den Carlisten gegen den östliche»» Tbeil von Navarra ausgeführten Bewegung aufgegeben und die Operationen gegen die Carliften fortgesetzt. Ders.lbe griff Letztere in der Nabe von Pampelona an, wobei er von der Artillerie dieser Festung unterstützt wurde. D«e Division Espanna griff die Carlisteu bei Alzuza an und nahm den Ort nach hartnäcki» gem Kampfe.

Hendaye, 23 November Auf dem Aviso Fernando Catolico. welcher in den Hasen von Pastages einlief, wurden 6 Matrosen durch carlistische Oe- schoste verwundet und gelödtet.

Amerika.

^tow-^ork, 22. November. Hier herrscht große Erregung, man ver sichert, daS Washingtoner Cabmet stehe im Begriff, Spanien den Krieg zu erklären Man hofft jedoch, daß die von einigen fanatischen Anhängern Grant'S verbreitete Nachricht sich als in bearüntet Herausstellen werde

^tew-^ork, 23. November. Thomas Ferrv ans Michigan »ft zum Pice-Präsidenten der Bereinigten Staaten ernannt worden.

öctwtfcbfe».

flut Kreuznach wird gemeldet, daß aui dem benachbarten fürstlich Salm* al in'htm »rainiliensir.e Ntzeingraienstem am 13- d nach län ercr Krankheit Se D. bei l*rinz ft a r I \ u S ol ms Braun kels aus b'esem Leben geschieden in. Ter Verblichene, am 27. Juli 1812 geboren, war der jüngste Sobn zweiter Gbt des am 13. Fpril 1*<U verstorbenen Prinzen Friedrich Wildelm von Lolms'Braunfe's und der am 29 Jun» Ml geftorbenm Schivefter der weiland Königin Louise von Preupen der Prinzessin Friede,ike von MecklenbuigStrelitz, welche nf erster tfbe mit dem am 2S Tecci ber 171*6 verstorbenen Prinzen Vuiwifl von Preußen »i^roßvaters der Prinzen Aleiai er und <«eorg und in dritter (Hf nut de- Herzoge von stumbc lo- d. dem ISäl oe *tv,denen Könige (Frrft August von Hannover. vermSblt war Pur, Karl diente anfänglich tn der vreuki'chen Armee und foäter 'm österreichischen Heere, in welchem er »*43 Nittmeister bei König von Sachsen Cutrassieren Nr- 3 wat. Nach dem er den Abschied aenommen. ging er mit einer Solontsaiion" ^rv-dition nach Texas, wo er unter Anderem Neu Brauniels gründete. Nach semer Rückkehr von dort vermäb'.tf der Prinz sich 1M5 mit der Prinzessin Sood'f zu Löwenstein. Kutwe >c< Prinzen »riani tu Do m-Salm. trat dann in besirn darmstädtisch- und loster. Bicbir in ö'teireichliche Militärdienste, ür machte den Feldmg < in Italien

mit und command rte »866 eine Kavallerie Br'gade (bti Nachod 1*9)7 wurde er .Zeldn'arschall Lieutenant und Hommandant der Havallerie^Division zu iAro?wardein

.Aber, Junge,- ries e ne ärgerliche Mutter, .hast Tu se geseden, datz ich Io schmutzige Finger tzabe wie Tu t" innerlich meuue der Splützling. .Ich hase Dich ja gar nicht gekannt, wie Du so klein wa*st. wie i<6

i*in eigenartiges Stückchen Berlin bei Nacht spielte sich an einem der letzten Sonntage in den Ristauralwn- Local.täten eine» unserer d kanntesten Blauerei- Stadl stemmt» ab ff lienlange Zettel an den Lil aßsäulm hatten den vergnügun »üch tige Berlinern anaekündigt, datz der bekannte ff^pellmerster N des . . Ncgtmmts deute dort concrrtucn und den Besuchenden somit ein besonderer benutz tn Au-stcht gestellt werbe. Ob die e »ladung o^er das gerade an diesem Tage leidlich gute Keiler so sehr zog, soll dahin gestellt bleiben sicher war. daß das Local in letzter Zeit nicht oft so gedrän t voll und daß auch die Stimmung stUen so animin und lullig war. wie gerad- an diesem Sonntage. Sluck auf Stück des retchdalt gen Eoncer» Programms fand den rauften st en Beifall und der taaeshell erleuchtete schöne Saal es ist einer be; grö teil Betlin's - bot ein recht freundlich deweat<s B»lo: llnttorm und Eivil, der Soldat mit feiner Köchin, Meister und Gef'll-, elfterer mit Muttern, letzterer mit der Liebsten, der ffomm s mit feinem .Beihältniß* und außerdem auch ein- recht große Zahl ganz loier und ledigerHerren und Damen'. Alles bunt und fröhlich durcheinander. Eden war die erste Atthetlung des ffoncert vorüber - Zehn Minuten Pause! Ein £4)eit der Herrschaften, w.lche schon bet dem Kellner wer weiß wie lar ge Bier bestellt, arbeitete sich zum Büffet durch, um sich selbst diese nothwendigen lsrfiischuugen zu holen, andere statteten den entfeinter sitzenden Bekann ten Besuche ab, man ging b naus herein, neues Publikum kam hinzu, auf einmal lautlose Stille, dann ein Drä gen Rufen, Lachen, und dann unendliche Be.wirrung das war ausgegangm. liefe dunkle Nacht Hane sich auf einmal au gebreitet; zur vollkommenen räuschung fehlte aber die nächtliche Ruhe und Stille, im liegen tbeil, es war sehr, sehr lebendig Manche lachten, andere fluchten und dazw scheu wie» der Rufe der Angst und der Besorgniß aus zar cm Munde, ffin Bräutigam rüst nach seiner Braut:Caura, wo bist Du denn.'' Laura, Laura! O weh, da stimmt der ganze ffhor in den Nus ein: Laura, wo bist Du denn? und zuletzt übernimmt dazu gar Einer das Eommando ii abgezählten Pausen I, 2, 3: Laura! 4. 5, 6. Laura! Besser kamen nntüil cb diejenigen weg, welchen die Pause nicht das Signal zuur Ver­lassen ihrer Plätze gewesen war sie fonnhn dm Ereignissen mit Ruhe entgegensetzen (wenn es eben nicht gar so dunkel gewesen wäre). Drei solcher Leute saßm renn auch ruhig redend, an einem Tisch zusammen, ein Ehepaar und ein Schneibergesell Listen Sie was, Hub letzterer an. so was f .nn am Ende Jedem paffiren, da kann der lihttb nichts dafür, bei unS in der Lerkststt ist neulich das Was auch ausaegangen Der Äirth ist ein ganz ordentlicher Malins Sehen S'e mal, wie hübsche Eatzdecken er gelegt bat, damit man sich nicht verkältet Eußbecken, entgegnet der ^Hegemahl, ich fühle keine, me-kst Du denn welche. Frau? Nein Jia, ich werde Ihnen meine ablretcn, erklärte galant der Schnetbergeiell. Und eben will der von solcher Freund» lichkeil entzückte (^bemann die schöne warme Decke dem P eoestal feiner zarteren Hllste unter breiten, da kommen die Kellner endlich mit Lampen Ader was erblicken da feine .lugen! Mutter, schreit er entsetzt, das ist ja dein Sammetpalelot und dieser dumme Schneider Hal nun schon feit einer Viertelstunde oarauf 'rumgetrampelt lableou- ul im nue trn Iad' trag ich ihn - nut die' n '-Lotten kommt endlich JWutt< ,u 'ich und er tst noch nicht ganz bezakll, randdemerkt düster de

ha- sich liich Latl'N. b-c oerlt »den Sie bat als die u.kelyeü i'o

plötzlich bereinbrad), sich krampftzaft an die Hand eiues ihr zunächst defindltcheii Kell- nertz geklammert und ihn bann, als alle Leit Laura nef, erst recht nicht losgela'ien und der Aermste mußte in der anderen Hand während der Zeit vier Seidel balan« ciren. Solcher unangenehmen Int ümer deckte da» Lampenlicht noch mehrere auf. Die zwei Herren, die dort so nahe bcifa - men faßen und mit so seligem Lächeln ihre eände ine nandergepreßt hielten, baitm sich gewiß auch sehr geint, denn sie machten, als endlich das Licht die Situation Hätte und Männlein von Iräulein untersche den ließ, sich ein bit erböfes Besicht und trennten sich in der allerenetgi .

nach einer anderen Ecke T e Beleuchtung blieb aber auch bann noch eine sehr unooll» kommen-, das luar ni zum Brennen zu befommen, an Lampen

es und so eine Stearinkerze (solche Lichter wurden allerdings bann in Maste herbeige» bracht> bmint ^och gar zu dufter I u 1 ufikanten könnt n ihre Roten nicht u <br erblicken und bliesen nur Auswendiggelerntes, und die gesitteteren Leute hielten es an der Zeit, das Local zu veriaffen. Wenn sie nur ntch: auch Die Stearinlichter mitge­nommen hätten! Nur einige muntere junge Burfchrn dielten Stand, begleiteten mit jedenfalls woblgemeintem Ülefang die schönen ffoncertftücke: tu baft ja wie schönsten Vluuen und wie d e Nummern alle heißen und warm fröhlich und guter Dinge, dis auch die letzte Stearinkerze erlosch Don ihnen mag wohl jetzt noch Mancher gern zuiückdenken an dies eigenartige Stückchen Berlin bei Nacht

Rödelheim, 23. Nov An Stelle Hungarr's (ungute am letzten Sonntag in Rödelheim ol» Prediger der Bischof von Mainz höchstselbst. Am gleichen läge predigte all-a der freireligiöse Prediger Herr Ronge

London. 21. Nov Nach einer Meldung des e6tanbarbw sind die Nach r chten von ben in der Nacht vom 18 zum 2U d M an der englischen Küste bei Dover vor ekornmenen 5(biff«Unfällen ntch' genau u d bedürfen .roch der Bestätigung, demselben Blatte zufolge sollen nur rn.hiere Schifte von ihren Knkern losgeristen wordrn fein

Brigbam Young hat sich feweigrrt, feiner siebenzehnten Ehehälfte, Hrau Anna fflizibetb/loung, die ibr zugesprochrnen Dollars Alimente zu zahlen Das Bundes-Bezirksgericht in Sait L ke llny Hst deßhalb am 2» o M barerirt. vrß B laham/Joui g einzufperren fei. bt« er die verfallenen Alimente hebt! den Proceß' kosten betablt habe Dieser ff fcheidur g gemäß wurde de Marmoien Prophet tn fei er Behausung arretirt. doch wurde ihm. da er Krankbeit »orfchützte, gestattet, einstweilen in feinem Haufe unter Au'sicht eines iHerrchts-eamten zu bleue r G® scheint jedoch zwestelbait. ob die Beetznituna paung'e aus ben ron vee ,Hrau oorge* brachten 'Gründen aufrecht ei bullen werden fann Als sieben,ehnte Frau kam das Bundesgericht Frau Anna ffUzadeth unmöglich als rechtmäßige Gattin be# Mormonen ffheis anerkenn n

Uedir dreihundert oeleaentstch der Ausg^adungm in Pompeji ausgefundene 5(treibt3ield>en <«nes Pompejanifchen Bai kier» bongt die Perseoeranzi folgende Mit« tbeiUmacn: .Ist bei allen ru' >e unrenrn. a. s je drei Zafeln destetzensen Büchern fii.b die vier Innens »len mit 2Lach» überzogen und mit feiner Schi ist deich «eben: sie mfbalten di< Ausarbeitung eines ffontractes über gewiste gegen Zms gel'ehene t*el'fum*nen in iolgener ,^orm t > ihrflärunj des Schuldners, eint Summe < npfan/ gen zu Haden (Me H-He stets in ^Porten ausgebrückt, inemals m Zistern, durch *m 'Släub aer gesch ieden,, und sich zu verpflichte . sie an e neet bestimmten Zage zurück» zuzadlen. mit einer Webdummc al- I steresfen <) Die Knaobe des Tatums. d e kur­ze Narre der jeweiligen Irtunwirn. der städtischen Borstände und bei beiden Konsuln. Man schrieb darunter die Namen f-iner Zeugen u"b fügte fern Siegel mit dazu, indem -an es an einer Schnur befestigte, welche die beiden Täfelchen aui welchen der ffontract stand, |u»ammenbielt. Zuweilen «chneb der Gläubiger an ben Nand noch einen kurzen Auszug des ffontractes Ter Name des Banf.ers ist L ffecilus Iucunbus; on ihm hat an auch ei e Broncrdüfle in Lebmsgr-ße aufsefunben, weiche hinsichtlich ihrer flu^rüb'una zu den denkwürdigsten .7unten der Pompejanifchen Ausgrabungen gerechnet werden dürfte *