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a-gernst. An mehreren Orlen sanden gestern Feierlichkeiten zum JahNags- aedächtnch der Hinrichtung der Fenier statt. In Cork wohnten 15,000. in Manchester 5000 Menschm der Kundgebung Lei.

London, 22. November. Nach amtllchen Nachnchttn aus Gingadore vom 2L Novbr. ging General Golbione am ii. Rovbr. mit 300 Mann auf den Kriegs,'ckchenRinflboüt" und .Sgeria" nach Perak und bemächtigte sich nach dem Bombardement de-, Dorfes, wo Birch ermordet worden. Bersche, dene dem Ermordeten gehörige Gegenstände wurden in der Wohnung des Ma. haradja Lela aufzefunden. Die Truppen kehren demnächst nach der Residenz zurück.

Spanien.

Madrid, 21 November. Der Larlisten.General SaballS ist nicht, wie man kürzlich wissen wollte, nach Latalonien zurückgekehrt, sondern wird aus Befehl des Don Larlos noch immer in einem navarressschen Städtchen gefang« ' gehalten. Dorregaray ist in dieser Beziehung glücklicher. Man hat ihn wieder sre,gelassen und er wird nun angeblich mit feinen Kim-raden, den L; Generalen Oliver und Mozroviejo nach Frankreich gehen. Dort kann ihm wenigsten- der mißtrauische Don Carlo« nichts mehr anhaben. Ueberhaupt verlassen fast alle höheren Führer die Fahne de- Prätendenten. Trtstany hat Urlaub genommen ; Mendiri befindet fich bekanntlich bereit- in Frankreich Rur Veute ohne militärische Vergangenheit und fremde Abenteurer befinden fich gegenwärtig noch in der Umgebung des Don Carlos; abgesehen allerdings von General Lizzaraga, der, nachdem ihn d,e Alplronsisten in Seo d'Urgel gefangen genommen. jetzt ausgewechselt und auf dem Rückwege in das carlistische Laaer begriffen ist. In Llizondo (Navarra) soll em carlistische« Bataillon den Ge. horsam verweigert und seinen Lrmmandeur schwer verwundet haben.

Madrid, 22. November. General Martinez Campo- ist hier anze. kommen, um sich mit der Regierung über die Operationen in den nördlichen Provinzen zu benehmen.

2an Sebastian, 22. November. Don Carlos liegt in Durango krank darnieder. General Quesada hat sein Hauptquartier in Logrono aufge. schlagen und geht nach Madrid, um in einer Versammlung der Generäle den Feldzugsplan mit zu berathen.

Kußfant).

Petersburg, 23. November. Da-Journal de St. Petersbourg" bespricht einen Artikel des LondonerObserver" vom 21. d. Mts., welcher ausführte, daß im Falle des Ausbruch- von Feindseligkeiten zwischen der Türkei und den Nordmächten oder im Falle der Occupation der Herzegowina durch Oesterreich oder Oesterreich und Rußland zusammen, England sich Vorbehalten müsse, durch Entsendung einer Flotte nach den türkischen Gewässern zu inter* veniren, und bemerkt dazu: Der Artikel desObserver" sei eine rein acade« mische Spekulation, da natürlich weder die Eventualität nordmächtlicher Angriffe noch eine austro-russische eigenmächtige Occupation den bestehenden Beziehungen der Staaten unter sich entspreche; nur eine Action der Gesammtmachte sei denkbar.

Amerika.

22. November. vice.Präsident Wilson ist gestorben.

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23ermtfd)te*.

Borken. 19. Rov C treue an es Hundes.) An einem legt in verflossener Woche begab fich der Ceconom Hölter au« km Kwschfpiele Herden auf b« Ja»» »m Nachmittage gega, 4 Uhr Tarn der mitgenommene Hua- allen, zurück und suchte durch Bellen und Gebeinen dir Äufni er Hemmt der Heusdewobner auf fich zu zuhcn dieses unbeachket blieb. enifr nte er sich wieder. Nachdem Hölter auch ar andern Morgen nicht nach Hause zuiückgckchrt war, stellte man Nachforschungen an und fanb ibn toX in einem Felde Derselbe war m Folge eine« ^chla^fiufses gesto ben. B<i der Leiche lag der treue Hand, welcher Jeden, der fich nähmt, anzugretien drohte. Nach dem Zustand der Leiche muß man annehmen daß zur Zen. als dee pund Nach­mittags zu Haus« ankam. Hölter bereits tobt und das Zhtet bemüht war. Hülfe zu suchen.

(Eine gebildete Köchin.) Ein Mainzer ibIrr mußte unter allen

Umständen eine Köchin haben- seine Sknublin war schon seit längerer Zeit unwohl, eine gute Köchen in Mainz nicht anfjutreiben und fo rahm er denn n.»Im« vUm«, was er austretden konnte, und das war die entlassene Köchin eines in Wiesbaden ie.cichcu Bankiers welcher in Folge des neuen .Krachs" .rezw.in.en wrr, fich ciniusch7änk<». Auguste, so hieß die Köchin, war em echt » Berliner Kmd urb wer .1oabr sirr« hn Ziflt im Dienste des Kaufmanns, als uachstebendcl Fall pasfirle D < Bibliothek 0« Küchenfee bestand aus .Davids Kochbuch', . SchilkeGrd«chtc" und .Kinne Scherze" von Ludolph Waldmann Ihre Garderobe ist nach dem Schnitt des Bazars und der Modezeitungen eingerichiet, die sie natürlich als geistige Lectüre auch hält. Auch einen Liebhaber hatte Auguste bereits, aber keinen gemeinen Soldaten, sondern ernrn Unter» osfi;>er. Am vergangenen Sonntag fiel te nun dem Kausmann an, mit ferner Frau und deren Bruder nach der Neuen Anlage zu sauren .Wir wollen untere Auguste mitnehmen," sagte Frau A. und ibr Wenn war damit einverstanden Zu bestimmter Zeit fuhr die Cbaise vor Als die Frau eingestiegen wrr, wollte Auguste strich nach .Bitte", sagte der Kaufmann lichend. ,5ie muisen fich auf den Back ,um Kutscher ietzeii " roth vor Z>ni : U August «mm 64

ließ sich allo vernehmen: .So w >4 ie mich noch ntch patfirt. so lange wie mit Herren ausfahre Wenn nich Platz genug in de Katsche war. stte, einer von die zerren aus'n Bock un mir ließ er drin fitzen. Und hier soll ich bd'n Kutscher ruf klettern ? js nich!' Denn trat ne ;uru k kstnmeR-e

Droschke heran; da warf sie fich hinein mit der ükanbqia einer spaniichrn Donna, blickte von oben herab auf ihre Herrschaft und rier mit lauter Stimme. .Kut'cher, nach der Anlage!" Ihr Derhältniß mit einer so wenig tactoollen Herrschaft hat die Küchensee natürlich sofort gelöst.

((£in poetischer Abschied ) In Prag miethete sich ein Fremder in einem Hotel ein und lebte eine Woche lang herrlich und in Freuden aus Rechnung. Sein Auf­treten war so nobel und zweifelsohne, daß ihn Jedermann für rinrn Dhllionär hielt Als der Wirth aber endlich doch um Zalstunr ersuchte, verschwand der unvekan ne Gentleman und hinterließ folgendes poetische Bekenntniß. .Ich bin ein großer Lump Und lebte hier vom Pump Bon einem Zag zum ander» Tag In der wunder­schönen Hauptstadt Prag "

In einem Pariset Reit Institut sollte vor einigen Tagen ein P,erd ver- aucttonlrt werden. Während die Liebhaber den Wuchs des schönen Thieres dewun» derten und ihre Gebote machte, steckte auf der unteren trillerte ein Fremder sich eine Yigarre mit einem Etreichhol, an, bat bei seiner Entzündung eine kleine Detonation verursachte. DaS Pferd sah das plötzlich ausstackernde Licht, hörte den leisen Knall, sträubte die Mahne und Her, einen K iccht <u Boden werfend, venire » urrc in seinen Stall. .Es soll ba4 Schlachtroß be4 Printen Napoleon gewesen sein", fügt der .Figaro", dem wir diese kleine Anekdote entnehmen, bolfra't hinzu

Straßburg, 20 Noo iGrubenunglück) Nach telegraphisch bei der Oben bergbehörde einaegangener Meldung sind gestern auf der Steinkohle rgrube bei Carlim gen (Kreis Forbach), der Actiengesellschast .Saar und Mosel!' gehörig, 10 Bergleute mit dem Fördergeftell in den Schacht gestürzt- Das Unglück ist dadurch orranlagi. daß durch einen Schraubenbruch beide Bobinen, um welche sich das Drahtseil wickelt, zerstört wurden und in Folge davon das eine Fördergestell bei 3SA Meter Ziele im Schachte hängen blieb, wahrenb bad andere mit den darauf befindlichen Leuten her» abstüizte. Da die Maschine betriebsunfähig gervorden ist, konnten Leichen noch nicht zu Tage gefördert werden

t Anzeiger.

Besondere Bekanntmachungen.

Iilgdverpachtuiig.

6096) Die der Gemeinde Hungen zu ftebenbe Jagd von 452 Hecktaren Wald und 839 Hecklaren Feld, welche auf die Ver Pachtung vom 15 d M hin nicht genehmigt wurde, soll

Samstag den 27. November, Nachmittags 2 Uhr, nochmals verpachtet weiden Die Per Pachtung findet auf hiesigem Nalbhause statt woselbst sich Pachtliebhaber zur bezeichneten Stunde einfinden wollen

Hungen, den 22 November 1875 Großherzogliche Büraermeisteret Hungen ________Bender.

Bekanntmachung-

Lieferung in da» Bezirksgesängn ß dahier betr.

Montag den 1«. December l. I., ^Vormittags 10 Udr.

soll in dem Locale des nterzeichneten Ge­richts die Lieierung der für das hiesige Beurksgesängnitz im Jahre 1876 erforderlich iv. benb n vedürsnisie. al*:

des Bi ödes, Speisen. Kleidungsstücke und namentlich auch der Schuhe. Hemden. Strodsacke. der Wasch.', des Hirohes, Holzes. Kleinmachen des Letzteren, der Befen. Haarschneiden und Nafiren von Gesangenen :c.

öfientlich unter den im Termin bekannt ge macht werdenden Bedingungen an den Weiiigstnehmenden vergeben werden

Bemeikt wird, daß Nachgebote keine B< rückfichtigung finden.

Gießen, den 24 November 1875 Grotzderzogl Stadtgericht G eßen 6103) Bötticher.

Deitgebotenes.

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Gießen, den 15. November 1875. (5993

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Achtungsvoll ______________Jean Frlek.

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