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Erwritnt 1864.
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Gitßtucr Anzeiger.
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Expedition 6en|U16it|, r»t. ®. 9h. i.
Anzeige- und Z<mis6latl für den Kreis Hießen.
io. 1»». Dienst-u, den St. AnM W3ä.
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Gießen, am 21. August 1875.
Betreffend: Das Lnndgestüt insbesondere die Bedeckunz der
Stuten durch die Landgestütsbeschäler. z-r- , *
Das Groyherzogllchc KrelSamt Gießen
an die Großherrvqlichcn I?ürqermelstereien Dillendorf a. d. ^nhn, Dillendorf a. d. Lumda, Beuern, Bll klar, Gienen, Göbelnrod, Grüningen, Heuchel beim, Hunqen, Klein finden, Lunad, Lollar, Nleder-Besslnqen, Lfdem baufen, Oppenrod, Rödqen, Rötbqeö, Steinberq, Treis a. d. Lda, Watzenborn, Weickartshain und Wteseck.
Wir erinnern Sie nochmals an Einsendung der Verzeichnisse über ausgestellte Bedickschcine.
v. Röder.__
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veulschtauk).
Lesterretch.
f gegenseitigen Markenschutzes.
Agram, 21. August. Das hiesige Blatt „Oozor" meldet, der Aus
sein Augenlicht äußerst geschwächt. . ,
Berlin, 21. August. Der „Reichs-Anz." piibhcirt eine Bekanntmachung bes Reichskanzlers, betr. die Uebereinkunft Deutschlands mit Oesterreich wegen
schäften wenig „ ~ „ beimgesuchte Städtchen Kirn, um Cuarhcr zu beziehen. Es mußte jedoch bei der in lichen Verwüstung abgesehen werden, daselbst Quartier zu beziehen, wurde bis Fischbach bei einer kaum erträglichen Hitze weiter marschirt.
Sefa n ii t m a d) u n g.
Aus Anlaß der Feier deö Namenstages Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs fällt der auf Mittwoch den 25. I. Mts. fallende Amtstag aus.
Gießen, am 23. August 1875. Großherzogliches Landgericht Gießen.
Erdmann.
Wien, 20. August. Zichy's Vermittlungs-Vorschlag, welchen Deutschland und Rußland beim Großvezier unterstützten, involvirt die Verleihung der Autonomie an die christlichen aufständischen Provinzen nach Art der an Kreta in Folge des Kandioten-Aufstandes verliehenen Verfassung. Man hofft, die Pforte werde trotz der ersten Ablehnung Essad Pascha's schließlich den Vorschlag principiell berücksichtigen.
ß Wien, 20. August. Die „Presse" hört bezüglich des aus Konstantinopel signalisirten Schrittes der Drei-Kaiser-Mächte, daß ter britische Botschafter Lord Elliot den bevorstehenden Schritt der drei Mächte in besonderer Audienz dem Sultan signalisirt und denselben auf die Tragweite des Schrittes aufmerksam gemacht habe. Tie „Polit. Corresp." erläutert das Konstantinopler Telegrumm, indem sie den Schritt der Drei-Kaiser-Mächte weniger als eine Mediation, als vielmehr der Pforte angebotene bons offices bezeichnet. Tie Weigerung der Pforte, auf die Vorschläge einzugehen, sei jedenfalls nicht ihr lctztes Wort, selbst bann, wenn die von Derwisch Pascha gegebene Hoffnung auf eine rasche Beendigung des Aufstandes sich erfüllen sollte.
Wien, 21. August. Die „Abendpost" schreibt: Anläßlich des Geburtsfestes des Kaisers hat der Fürst von Montenegro ein Glückwunsch - Telegramm an Andrassy gerichtet, worin er dem Kaiser neuerdings den lebhaften Ausdruck feiner unwandelbaren Ergebenheit und tiefen Dankbarkeit für die vielfachen Beweise des Wohlwollens, die er fortwährend erhalte, darbringt. An- trafip hat daraus im Auftrage des Kaisers erwidert, der Kaiser fei von dem Ausdrucke der Gesinnungen des Fürsten lebhaft gerührt und hege aufrichtige Wünsche für das dauernde Glück des Fürsten.
Wien, 21. August. Das „Fremdenblatt" erfährt aus Konstantinopel tie Pforte habe die pacificirende Vermittlung der Nord-
Aricdberg, 19. August. Am gestrigen Tage war in dem Hotel Trapp dahier die evangelische Conserenz für das Großh.rzogthum Hessen versammelt, um über die von Herrn Semlnardirector Prof. Dr. Schwabe gestellten Thesen. „Die Eheschließung, die Cwilehe und die aus deren Einführung für die evangelische Kirche erwachsenden Folgen und Aufgaben betr ", zu berathen. , Trotz ter großen Hitze war die Conserenz zahlreich besucht, sowohl von auswärtigen Mitgliedern als auch von Seiten hiesiger Bewohner. 9tach einem von Pfarrer schenk gesprochenen Gebet übernahm Herr Prof. Dr. Köhler das Präsidium, und Herr Psarrverwalter Büttel aus Mainz das Secretariat.
Berlin, 20. August. Tie Reise des Kaisers von Italien wird, wie bie Tribüne" schreibt, immer wahrscheinlicher. Man unterhandelt bereits zwi scheu" den Hofstaaten der beiden Monarchen über die Modalitäten der Reise. AUeö hängt von der Zustimmung der Aerzte ab und Dr. v. Lauer soll jetzt auch seinerseits geneigt sein, die früheren Bedenken fallen zu lasten. >ne D>'S Positionen gehen für jetzt dahin, daß die Reise von Baden-Baden tirect nach Mailand gerichtet sein und dort nur ein Aufenthalt von wenigen Tagen genommen werden würde. So weit bis jetzt bestimmt ist, würde Feldmarschall Sraf v. Moltke den Kaiser begleiten. Hinsichtlich des Fürsten Bismarck wird besten Gesundheitszustand maßgebend blechen.
Berlin, 20. August. Der „Staats-An;. schreibt: „Se. Majestät per Kaiser un. König haben dem Erbauer des Hermanns Denkmals, Ernst V. Bandel, eine jährliche Pension von 4000 Mk. aus Reichsfonds und für den M seines früheren TodeS der Wittwe desselben eure ebensolche von 2000 Mk. aus demselben Fonds zu bewilligen geruht." Danach ist die bereus von uns Erachte Nachricht in Betreff der bezeichneten Summe zu berichtigen. Tes- I gleichen war also die durch die Blätter gegangene Angabe mJo fern ungenau als die Pension nicht aus der Privat-Schatulle er. Majestät, sondern aus Aeichsfonds fließt. In der Presse wird der Gedanke angeregt, dem Meister bed Herrmanns - Denkmals. dem der kaiserliche und fürstliche Tank für fein patriotisches Werk so reich zu Theil geworden, auch den Dank des Volkes barzubringen, und zwar in der - einzig der Sache und des Mannes würdigen — Form einer Dotation durch Beschluß des Reichstages und Bundes- rathes. Eine solche Nationalbelohnung würde gewiß am Qrte fein. Herr v. Bandel hat einen beträchtlichen Theil seines Vermögens seiner patriotischen Ader geopfert und, wie leider von mehreren Seiten bestätigt wird, außerdem
" ” Berlin,°21. August. Der Reichskanzler bat dem Bundesrath den Gnt- oom 21. d. Mts.
Wurf einer kaiserlichen Verordnung, betr. die Einschränkung der Gerichtsbarkeit mn tc^''ä€^,,rnc - _ ^as hiesige Blatt „Oozor" meldet, der Aus-
der dentschen Consuln in «egypten, vorgelegt. T.e Einschränkung .st durch da« ” zortschre.ten b griffen.
Gesetz vom 30. März 1874 kaiserlicher Verordnung Vorbehalten und erscheint stand in Bosnien j« ,m yDuiu, H n
geboten, weil die ägyptische Justizresorm gesichert ist. , 1 »tanareiCQ.
Diez, 19. August. Das dahier in Garnison liegende zweite Bataillon 21. August. Ter Kriegsminister General Ciffey Hai in Con
des dritten Infanterie Regnnents Nr. 29 ist nach seinem Auszug eo" 1 t X ,m Departement VosgeS eme Rede gehalten, worin er sagte: „Frank- vorigen Freitag auf dem Marsche von Eoblenz nach St. Wendel. @rpal I beidiräntt neb darauf, das Militärqesetz den ftiedlichen Zeitumstanden Nachricht zufolge leiden die Mannschaften auf dem Marsche stark °°n d°r Hitz, ^ beschrankt sich dar- .^t nicht entfernt an den Krieg; es
Die seither in den Dörfern des ^unern« be^enen DuMtie« »a«n‘ als letzten Endzweck. - „Echo agr.role"
nicht aut und das dortige Nattonal-Effen (Sveck und Bohnen) hat den 3K T 9ntigfadjrithten, denen zufolge der Gesammtbetrag der diesjährigen " - ' ' zugesagt. Am 17. d. Mts. passirte das Bataillon das so schwer ee off« W . > 0 Millionen H-rtoliter erreichen wird.
- - - daselbst nach dem früher e^esetz °n Z « me n^ tot» B 8 ne> M mittelmäßige.
Jhin 19. August. Tie katholischen Blätter bringen heute den Hir-
tier au beziehen, ten6riej oon Msgr. Freppel, dem Bischof von Angers, betteffs der katholischen
diesem Marsche bekam der Musketier Reusch der achten Compagnie unweit ! Fischbach einen Sonnenstich und war in kurzer Zeit eine Leiche. (Rh- K )
Karlsruhe, 20. August. „Unser Hafen (sprach der Präsident des Handels -Ministeriums, Herr Turban, bei Eröffnung der neuen Hafenanlagen in Mannheim) öffnet sich in seinen weiten Räumen den Schiffern und Kaufherren von nah und fern. An dem schönsten und reichsten Strome Deutschlands gelegen, widmen wir ihn frei von Lasten und Gebühren der Betriebsamkeit aller Anwohner des Rheines und seiner Zuflüsse." Tie Bestätigung jener Worte „frei von Lasten und Gebühren" erfolgte sofort, indem der Großherzog mit Staatsministeiial - Entschließung d. d. Mannheim, 15. d. Mts., auf den Antrag der Ministerien der Finanzen und des Handels genehmigt hat, daß vom 15. d. Mts. nb, als am Tage der Eröffnung der neuen Hafenanlagen in Mannheim, die Erhebung der bisher daselbst bestandenen Hafengebühren, als: Bohlwerkegebühren, Tonnen- und Floßhafengebühren, eingestellt werde.


