Der übrige Vcr-
Frankreich.
Zuschrift de- ehe- die Abstellung der sich nicht ergeben, seinem Amtsnach-
Wien, 22. Januar, maligen Ministers Plener i Bahnübelstänbe gedrungen 1 da- Ergebnis; der später < folger übergeben.
Oesterreich.
(Proeeh Ofenbeim.) In einer sagt derselbe, daß er strenge aus babe, strafbare Momente hätten eingelciteten Untersuchung babe er
Berlin, 2t. Januar. In Ucberemftimmunz mit der Voraussicht, welche seit einigen Tagen in hiesigen politischen Kreisen vorgewaltet bat und mit welcher jcut auch die neuesten Wiener Nachrichten übereinstimmen, beharrt man dabei, daß die Montenegriner Angelegenheit ihrer Erledigung entgegengehe und zu einem ernsten Eonflict keine Handhabe biete. Die im andern Sinne gehaltenen Nachrichten scheinen einigermaßen verspätet.
Berlin, 22 Januar. In der heutigen Sitzung des Herrenhauses wurde ein Schreiben M Fürsten PulbuS in Betreff der bekannten, vom Kaiser bestätigten Entscheidung des Ehrengerichts wegen der Betbeiligung des Fürsten an der Nordbahn verlesen. An dasselbe anschließend wurde ferner eine vom Präsidenten des Herrenhauses erbetene nähere schriftliche Mutbeilung des Ehefs des Militär. EabinctS, General Majors von Albrdyll, in derselben Angele g-nbeit verlesen. Letztere constatirt, daß die von dem Fürsten Putbus nackge^ suchte Einleitung des ehrengerichtlichen Verfahrens wegen Zweifels i'ibei die Eompetenz des Officier - Ehrengerichts zur Aburtheilung mit der Stellung nie Osficier nicht zusammenhängender Handlungen Anfangs beanstandet, nach wie- derholten Gesuchen deS Fürsten, welche die obwaltenden Bedenken theüweise beschwichtigten, aber gestattet worden sei. Es sei fcstgchalten worden, daß das Militärgericht nicht in der Lage war, die Tbätigkeit deS Fürsten nach allen Richtungen bin competent zu beurtheilen. Das Gericht habe seine Tbätigkeit aus die den Standpunkt alS Dfficier wesentlich berührenden Fragen beschränkt, ob eine persönlich, Bereicherung stattgcfunden und ob Fürst Putbus solche in einer cdrcngcricktlich zu rügenden Weise angestrebt habe. Das Ehrengericht habe beide Fragen verneint und den Fürsten sreigesprochen. laus der S'tzung bot kein wesentliches Jntereffe.
a) von Mannheim über Lampertheim und von Biblis nach Frankfurt e- M.s mit Abzweigung von Lampertheim direct nach WormS und 1
b) von Erbach nach Eberbach und von Babenbonsen nach Hanau, sowie gk°.n Ä.wäbrung dnn in 5 >br.«,a'"i zahlbark» und tu* l'n Belri.btüb^.
bfr Pinie imlrr b iu rcftnfbircnbcn e-ibemhon von 500000 fl
Ium Bau btr Strecfr ffrbid’-öt’trbjd) folgtnbt, «int Sr!«chltrunz btt Staat«, garanti« btjrofdrnbe Bcstimmungni gdrofftn sind:
1) btt in S 23 ter 8«Isi»neurkund« vom 4 Apnl 1**68 btr gtbaAitn Gtstllslbast als Rttntvtrag garanttrtt Summ« von 35,000 fl. pro Mttlt wird mit Wirkung vom 1. Januar 1875 ab auf 28,000 fl. und
2) fc,T für Finstrlluna tn den Grnrumingäfonb bestimmte Betrag vom 1. >u« 1874 au ton 5000 R. auf 3000 fl. ermäßigt ferner wird
3) die Einstellung der koeomotivachsmciltn in die SlchSmetltiiberechiiung behufs Repartitioii ttx rransportoerwaliungskcsteu ausgefLIvsteu.
Außerdem ist im Interesse der auf Grund de- Gesetzes vom 14. Uugust 1^67 beitragspflichtigen Gemeinden SeitcuS der Ludwigsbahn die Mindeiung ihrer desfallsigen Ansprüche in demselben Maaß und unter denselben Bedinguii- aen zuaestanden, wie das von Seiten der Dberhesnjchen El,enbahngeiell,chaft geschehen und endlich die demnächstige Rückzahlung der von den Gemeinden zur Erbauung der Riedbahn freiwillig geleisteten Beiträge festgesetzt
Die Vorlage ist für die zweite Kammer der Landstände bereit- gedruckt. Wie wir vernehmen, ist für den Finanzausschuß, obschon drei seiner Mitglieder im Reichstag abwesend sind, bereits auf Montag den 25. d Mts. eine Sitzung zur Besprechung über die Vorlage und deren Behandlung anberaumd
erhöbt würden; sofort erhebt sich aber in allen Fraktionen der Versammlung, mit Ausnahme der äußersten Rechten, ein so heftiger Tumult, daß die Stimme de- Redner- vollständig übertönt wird. Earavon schließt, nachdem die Ruhe einigermaßen wieder bergeftellt war, indem er erklärt, die Legitimisten würden die constitutionellen Gesetze verwerfen dem Marschall. Präsidenten aber alle Mittel bewilligen, welche zur Ausrechterhaltuna ter Ruhe und Drdnung erfor- derlich seien. Morz n wird die Debatte songesetzr.
(fngfanß.
London, 20 Januar. Es wird stark befürchtet, daß der Dampfer „®eratw aus Ddeffa, von dem seit dem 27. November nichts gehört wurde, mit allen 2U Mann an Bord (darunter Packt Tantzer, 31 Jabre alt, auS Deutschland) unterzeaangen ist. Der Dampfer batte Cbtfia am 14 November mit einer vollen Ladung Raps verlaffen und hatte 1033 Tomiengebalt, eine Länge von 231 Fuß, Breil« von 3U Fuß und Tiefe von 17 Fuß 5 Zoll.
London, 22 Januar. Die für die deut'che Regierung auf der Samuta'. schen Werft erbaute Panzer-Fregatte .Kaiser machte gestern, nut den deutschen Eommlsjären an Bord, eine Probefahrt. Der Zustand, die Schnelligkeit und die Maschine' des Schiffes befriedigten außerordentlich.
London, 22. Januar. Die deutsche Panzer Fregatte „Kaiser', welche 5000 Tonneugehalt und 1100 Pscrdekraft hat, machte gestern ihre erste Probe« fahrt b«.i Naplii SandH. Die deutschen Commiffäre waren zugegen, zu deren vollkommener Zufrlidenheit das Schiff mit voller Kraft stündlich 14,56, mit halber Kraft 12,70 Knoten zurücklegte.
aiufieiL
Nom, 21. Januar. In der Kainmcrsitzuiig bringt der Finanz Minister Vorlagen über vorzunehmende öffentliche Arbeiten, Befestigungen und Straßen- bau in den südlichen Provinzen und über Verbefferung der Beamten Gehälter em und gibt sodann em finanzielles Expofö. Zur Deckung der außerordent« lichen Ausgaben schlägt der Minister eine Finanz »Operation und die Reorga« nisirung der Tabak^Tarife vor, und kündigt eine Reorganlsirung der Verzehrung--Steuer an, wrdurch er im Verein mit den aus der Revision der Handels-Verträge sich ergebenden Einnahmen mindestens eine Mehr-Einnahme von 20 Millionen zu erzielen bofft. Sodann schlägt der Minister die Zahlung der Em- und Ausfuhrzölle in Gold vor unb bemerkt, daß hierbei die Verbeffr« rung der bestehenden Steuern nicht in Anschlag gebracht sei. Der Minister betont die Nothwendigkeit der Wiederherstellung des finanziellen Gleichgewichts noch in dieser Session, weil mit Ende 1*75 als letzte Hülssquelle nur noch 60 Millionen Papier verbleiben. Auf Antrag deS Ministers werden alle Ent« würfe einer Commission zugewiesen.
Spanien.
Madrid, 22 Januar. Die Earliften bedrohen, falls Zarauz be schoflen würde, mit Gewaltthalen die dortigen Deutschen, den Capitän Zeppelin und einige Matrosen der Brigg „Gustav." Die Regierung nimmt deshalb mit Rücksicht auf die Deutschen und die LebenSgefährdung derselben Anstand, gegen Zarauz vorzugehen.
Türkei.
C» ettinfe, 22. Januar. Die fürstliche Regierung beruhigte die aufgeregte Scuptschina mit der Versicherung, Montenegros Beschwerde befinde sich in den Händen der Großmächte, fei also gut aufgehoben.
Konstantinopel, 22. Januar. Man versichert, die in der monlene« grinischen Angelegenheit intervenirenden Mächte, Rußland und England, würden der Pforte gleichzeitig als Basis für die Regulirung der persisch türkischen Grenze den Vertrag von Erzerum empfehlen
Alten.
Pari-, 21. Januar. 47 carlistische Officiere haben in Bayonne ihren Uebertritt zu dem König Alphous erklärt.
H>ari-, 21. Januar. Ein heute Morgen im Elysöe abgehaltener Mini« sterrath beschloß, in' bic heutige Discussion der VerfafinngSgesepe nicht emzu treten und seine Erklärung, wenn er übrrhaupt eine abgebe, auf die zweite Beratbung zu verspüren. Der Marschall fuhr um 1 Uhr zu Wagen nach Vcr sailles. Dort herrscht große Aufregung. Fast alle Deputirten, auch ThierS, sind anwesend. Letzterer kält die Lage für äußerst verwirrt; er sagte: die Lage ist verwickelter denn je. Prophezeiungen wagt kein Unparteiischer; ein parla mentarischer Zwischenfall kann alle Voraussetzungen umstoßen. Gerüchte, der Marschall werde zurücktreten, falls die Republik durchgehe, werden noch fort während hartnäckig in Umlauf gesetzt, um die Furchtsamen des rechten Centrums einzuscküchtern. Broglie hat übrigens noch nicht die Hoffnung aufgegebeu, an die Spitze deS Cabinets zu kommen. Er hatte heute eine lange Unterredung mit Foiirtou.
— Vor der brütigen Sitzm>g fanden mehrere Partei Versammlungen statt. Das lmke Centrum beschloß die Aufrechterdaltung seine- Programms Republik mit facultativn Revision- Daß rechte Eentrum faßte den (riittckluß, für die zweite Beratbung jede ernste Discilsston zu vermeiden. Taflelbe wird jedoch morgen wieder Versammlung abbalten, in welcher es leicht dazu kommen könnte, daß tvr Verein sich auflöste. Ein Mitglied deflelben, General Mazure, ist bereits zu den Bonapartistrn übergegangen.
— DaS Schauspielhaus in Versailles ist überfüllt. Von Botschaftern sind amveseiid der deutsche, der englische und der türkische.
Versaille-, 21. Januar Die National Versammlung begann beute die erste Beratbung des von der Dreißiger.Ecmmlssion au-gearbelteten und von ibrrm Berichterstatter Ventavon eingebrachten Antrages betr. Uebertragung der- Gewalten Mac Mabon's Ventavon begründet den Antrag, Lenovl (Linke) bekampst de! selben; er bebt dervor, daß durch die Annahme deflelben die Er« richttmg der definitiven Republik dmauSgeschoben würde, d'acvmbe ^Rechte) spricht für die Monarchie und appellirt an die Einigkeit aller conferVativen Elemente. Earavon-^atour säußerste Rechtet tritt für die legitime Monarchie unter Eh.rmbord al- Köniz an ; er greift Republik und Kaifeirelch an, spricht^ übrigen- von der Person des Marschall'Präsidenten mit großer Ehrerbietung; er will hierauf von der Büdne herab einen im Proceß Arnim veröffentlichten Brief des Fürsten Bismarck verlesen, m welchem ausgesvrochen ist, daß durch die Errichtung der Monarchie der Eredit und die Bündnißsähigkeit Frankreichs,
Sctianghai, 20. Januar. Der Gesundheitszustand deS Kaisers von Ebina ist sehr kritisch.
X v f a I « 9? o t i ).
(liegen, 23 Ian Nach dlm amtlich ausq,stellten .Preional Vettand- der hiefiqen Universität ntbmtn im laufenden Winter Semester an den Vorlesungen üderhaupt Theil .361, nämlich 340 immarricullrte Studenten und 21 ionstiqe Hörer. Von den 340 immatriculirten Studenten widmen sich der Lheoloq«« 9, der Recht- Wissenschaft 74, der V'dic'n 66, der Lhier« Ärzneikunde 7, der Ermeral Wissenschaft 6, der Architertnr 3, der Horstwissenschast 20, der Mathematik 23, der Philosophie une Vb«lolo.»e 77, der Pharmaeie und Lhemie 55. 81 must au-drükklich bervorgehoden werden, daß die Zahl der Pharmaceuten und «Ltzemiker üverdaupe wieder die Höke erreicht hat, die fi< in den besten Zeiten L'itbiq • hatte, während in anderen eiactkn W'Nen-cha'ten tie Lonrurrenz de4 DarmstLkter Vcly«echn,kume unverkenndar ist
Äusrug nus hni jiirchkiibücheni der Alndl Lietzen.
Evangklischk Gemsinde.
Wrtauftr.
Den 1 R. Januar Dem Bürger und Fabrikanten OttolKempfl, eine 7achter, Sophie Betty Auguste, geboren am 15 Rove-uder 1^74.
D en 21. Januar Dem Kaiserlichen ^bertelegrophisten Johann Heinrich Brüggenwerth dahier, eine Tochter, HugufU Sophie Theodore, ged am 29 Reo. 1R74.
6 f f t M d t (.
Den 19 Januar (^liiaketb pörder geborene Naumann, Dittwe de» Bürgel- zu Alt Buieck unb Hckenbabnarbeitrr» dahier, ^brrhard Körber, oft 38 3. 6 M. 3 T gestorberi am 17. Januar.
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(DrrNrhmMrhlnrn.) Fcrt'chrrtt alandrr»rthschaiklichem Ofbi if
ist bi* neue Drnchmaichinr der iübmkichst dekannien Firma V b- MaviarlbckQe in Frankfurt a. M , welch« durch 2 Leute detrieden, in nnn Stund« <0 vi«i dreschen <cO, eil 3 Treicher in einem ganzen Lag — Nicht «in Körnchen soll n« in den Aedren lasten, ,d«r auch taerl zerschlagen und neben der alle Serrrireqartunaen gleich «ixt auttrnchen Schon über Fünfzehn Lausend Stick dieser Dreschmaschinen sollen bi Beiried sein, ei« «ui#» Zeugnist für deren Vüt«. Der Hrfcbaffur.alprnl lei nur Lblr. 60 Wi 66 franeo Babnfrackt
Bestellungen können brieflich bei obrqer F4rma «emacht werden oder dere» Agenten.
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V.t rrnnabint b(tr tret bk^tiommt 3»brrt i aenabmt Pro *(tt| Mi Jabr 1874,52, «ie-m, ben 20.
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