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Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen.
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(M.-Ztg.)
Weser Bahn anbefohlen worden.
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deshalb beachtenswert!), weil er anerkennt, daß in Frankreich, namentlich von
nicht die Vorsicht geübt werde, welche den Anforderungen
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Tie Regierung werde, als Feindin eines
im Luslandc, wclch>-s das französische Cadres-Gesetz Anarchie nach sich gejvgen habe.
deutsche Reichsbank - Äctien Subscription.
Berlin, 20. Mai.
düng verschiedener Blätter
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der gegenwärtigen Lage Frankreichs entspreche. Es sei aber Pflicht aller Parteien des Landes, eine besonnene Sprache zu führen und nicht durch Heraus-
sorderiingen irgend welcher Art, üamentlick auch nicht durch Unterstützung der ultramontanen Agitationen, die Mißstimmung Teutschlands rege zu erhalten.
PariÄ, 21. Mai. Tas „Journal osficiel" zeigt an, daß die Bevollmächtigten von 17 Staaten, darunter Teutschle-nd, gestern die internationale Eonventien, betr. die Feststellung des Metermaßes, unterzeichnet haben; den übrigen Regierungen iß der spätere Beitritt speciell Vorbehalten.
Die „Nordd. Ällg. Ztg." erklärt, daß die Mel- von einem Rundschreiben des Fürsten Bismarck an
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Berlin, 20. Mai. Die Nachricht der „Kreuz-Ztg." über den beabsichtigten Rücktritt des Krieg- Ministers v. Karneke gewinnt an Wahrscheinlichkeit. General-Lieutenant v. Voigte-Rdetz wäre zu seinem Nachfolger designirt und der Rücktritt soll — so hört man — mit der Pensionirung des Generals v. Fransecki erfolgen. General v. Kameke würde Commandeur des zweiten Pommer'schen oder des 15. Armee-Corps (Elsaß Lothringen) werden.
— Am 28. Mai wird zu Ehren dcS Königs von Schweden hier auf dem Tcmpelbofer Felde eine große Parade unter Hinzuziebung der in Spandau garnisonirenden Garde Regimenter und am 31. Mai auf dem Bornstedter Felde bei Potsdam ein Exerciren der ersten Garde-Infanterie Brigade im Feuer unter .Hinzuziehung von Artillerie stattfinden.
Berlin, 20. Mai. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Der „Offer- vatore Siomano" hat den lateinischen Wortlaut der Ansprache mitgetheilt, welche der Führer der deutschen Pilger, Freiherr v. Loü, an den Papst gerichtet hat. Wir entnehmen daraus folgende Stelle: „quippe qui bene memores simus verissimi illius dicli: subesse Romano Ponlilici omni humanac rrea- turae oninino esse de necessilalc salutis“ (die wir wohl eingedenk sind jenes sehr wahren AuöspruchS: dem römischen Papst unterthan zu sein, sei jeder menschlichen Ereatur zum Seelenheil durchaus nothwendig.) Die berühmte Bulle, aus welcher der obige Ausspruch als eine „Wahrheit" cihrt ist, ohne daß PiuS LX. den Enthusiasten eines Bestern belehrte, wird also, wie cs gerade in den Kram paßt, bald als harmlose Antiquität (in Berlin), bald als
unter Anerkennung seiner mehr als vierzigjährigen mit Treue, Fleiß und Eifer geleisteten Dienste, in den Ruhestand versetzt.
Darmstadt, 21. Mai. In Folge der Interpellation in der zweiten Kammer übcr den Perkauf der Main-Weier-Bahn hessischen Antheils an Preußen und die Verwaltung dessilben ist das Tragen der hessischen Cocarde den bei der Dahn angestelltcn großh. hessischen Staats-Angehörigen — allerdings zunächst nur neben der preußischen Cocarde — von der Direktion der Main-
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Neapel, 19. Mai. Heute sanden wiederholte Ruhestörungen von Sei- der Studenten statt; mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen.
Neapel, 20. Mai. Die Unordnungen an der Universität haben sich
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Deslerreich.
Wien, 20. Mai. Der Kaiser empfing heute den russischen Botschafter Nowikoff, der uack EmS reist, in besonderer Audienz.
Kemberg, 20. Mai. In der heutigen Landtags-Sitzung beantragte Krzyzanoweki, unter Hinweis auf die unzulängliche Pflege der deutschen Sprache in den Landcsschnlcn, im Namen sämmtlicher ruthenischen Bauern-Teputirten, den deutschen Sprachunterricht zum obligatorischen Lehrgegenstande in den Volksschulen zu machen und m den unteren Mittel-Schulklaffcn wenigstens em, in den höheren Mittel-Schulklassen wenigstens zwei Lehrfächer deutsch vorzutragen.
fiolfanö.
Haag, 20. Mai. Ein RegierungS Telegramm meldet aus Atchin, daß Tcckvc Taveds zum Sultan gewählt worden ist.
Belgien.
Brüssel, 21. Mai. Das „Echo du Parlament" theilt einen Erlaß des Bürgermeisters mit, wonach die für den Sonntag angekündigte Wallfahrt in der Umgebung Brüssels nicht stattfinden wird.
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Pari-, 20. Mai. Fürst Hohenlohe ist hierher zurückgekehrt. — Prinz Louis Napoleon hat Raoul Duval wegen besten jüngster Rede in Belleville beglückwünscht. — Carlistische Depeschen melden die Einnahme von Orio und Usuibil durch die Carlisten.
— Das neueste Heft der ..Revue des deux Mondes" bringt in seiner politischen Ucbersicht Betrachtungen über die gegenwärtige politische Situation, die durchaus verständig und für die Franzosen beherzigenswerth sind. Es wird constatirt, daß bei keiner der großen Mächte und auch bei Deutschland nicht die Neigung zum Kriege vorhanden sei. Ganz besonder? aber ist der Artikel
heute, trenn auch in minder erheblichem Grade als gestern, wiederholt. Tie Profcstoren haben ihre Vorlesungen nicht unterbrochen. Unter 17 gestern Verhafteten befinden sich nur 5 Studenten.
(Cngfimö.
London, 20. Mar. Unterhaus. Auf die Interpellation O'Sullivan's wegen der Rede des deutschen Botschafters, Grafen Münster im National Elub, erklärt Tisraeli: Tie Aeußerungen Münsters seien privater und persönlicher Natur und der National Elub ehcr eine religiöse Vereinigung. Tie Anwesenheit eines auswärtigen Gesandten ui.d desten Auslastungen seien vielleicht nicht diplomatischer Brauch, aber es sei doch allgemein Gebrauch, einen auswärtigen Gesandten nicht zu beeinträchtigen, weil es eines englischen Ministers unwürdig sei, die Redefreiheit irgendwie einzuschränken. Tie Lage der irischen Katholiken sei übrigens der Situation der deutschen Katholiken nicht analog.
Spanten.
Madrid, 19. Mai. Ta? amtliche Blair veröffentlicht cm von allen Ministern geaengezeichnetes und von Motiven begleitetes königliches Teeret, welches den Zeitungen die Erlaubniß ertheilt, alle auf die Verfassung bezüglichen Fragen zu behandeln und die Zusage gibt, daß die Behörden öffentliche Versammlungen der Parteien gestatten werden. In den Motiven heißt es, die Wahlperiode fei eröffnet, die Prefle dürfe alle politischen Probleme erörtern, welche die Cortes zu lösen haben würden, ausgenommen die constitutionelle Monarchie, ohne welche die Freiheit m Spanien die schrecklichen Folgen der
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Recht der Gegenwart (in Rom) angesehen.
— Das soeben erscheinende achte Heft des Generalstabswerks über den -------------
deutsch französischen Krieg bringt die Darstellung der Schlacht von Sedan, j Seiten der Preste, Die weltgeschichtlichen Ereigniste de? 2. September werden im dritten Abschnitt ‘ dieses Heftes dargestellt. Unter den Anlagen befindet sich auf Seite 313 auch der nach dem Original facsimilirte Dries Napoleons an den König Wilhelm, in welchem er sich für kriegsgefangen erklärt. Tie beiden großen Karten geben
«Boni frfifnnft ! Wiesbaden, 21. Mau Ter berühmte Kunst-Historiker, Ober Tribu-
XJuupUJlUIUl. nalratd a. T. Karl Schnaase ist gestern Hierselbst gestorben.
Darmstadt, 20. Mai. Durch Allerhöchstes Teeret vom 10. l. Mts.I München, 20. Mai. Nach einer hier eingetroffenen Meldung ist die wurde der Landrichter zu Ortenberg, Reinhard Thaler, auf sein Nacksuchen Königin-Wittwe von Griechenland heute Mittag in Bamberg gestorben.
das beste Bild der siegreichen Schlacht, indem sie zunächst die Stellung der -lrincen mitten in den Kämpfen des Lrormittags des 1. September und dann nach seftgeschloffener Umzingelung der Franzosen bczeichi,en. Tas höchste Jn- tcreffe werden jedoch die „Schllißbetiachtungen" finden (^Rückblick aus den zehn- tägigeu Feldzug gegen die Armee von Edalons" S. 1297—1306), in welchen her kühn gefaßt? und mit genialer Einsicht durchgefühtte Operationsplan des deutschen Hauptquartiers in seinem inneren Zusammenhang und in den einzel- neu Momenten seiner Entwickelung in einfachen Zügen darzelegt und dem deutschen Volke in seiner ganzen Größe verständlich wird.
— Fürst Bismarck weilt auf kurze Zeit, bis zum Besuche des Königs von Schweden, auf seinen lauenburgiscken Gütern. Ter Werth dieser Güter wird auf mehrere Millionen berechnet und die Einsckätzungs - Commission bat tie Einnahme aus dem Sacksenwald auf jährlich 70,000 Thaler geschätzt, wogegen der Fürst reclamirt bat.
Berlin, 20. Mai. Die „Tribüne" meldet: Der angeblich in eine
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iwr Zunge kann svsr < te treten.
Attentatsverschwörung gegen den Reickskaiizler Fürsten Bismarck uiid den Cultus- Minister Dr Falk verwickelte Dunin aus Krakau ist am Munvoch früh durch mehrere preußische Kriminalbeamte hier eingebracht und sofort der Stadtvoigtei überliefert worden. Dunin, ein Mann in der Mitte der dreißiger Jahre, ist ein russischer Pole von Geburt und mit dem ehemaligen Erzbischof von Posen und Gnesen gleichen Namens verwandt. Er ist gebürtig auS Warschau, bat ßdock niemals, wie es anfänglich hieß. das französische General-Consulat in den Donau-Fürstenthümerii bekleidet. Dunin ist ein sog. Wappenname, unter welchem mehr als zwanzig Geschlechter exiftiren, die jedoch alle einen anderen Familiennamen tragen. Die rasche Auölieserung des Dunin an die hiesige Behörde scheint in Folge telegraphischer Correspondenzen zwischen der deutschen Botschaft in Wien und dem in Baden-Baden weilenden Fürsten Gortschakoff vor sich gegangen zu sein. Dunin sollte schon gestern das erste Verhör vor demUntersuchungsrichter bestehen.—Der„Börsen-Ztg."zufolze gelangen 20,000Ltück ' ~ ‘ in den nächsten Tagen zum Course von 130 zur
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. eingehend kritisire und als eme ernste Gefährdung des europäischen Friedens despotiichen Joches, danach streben, das Reprasentanten-Lystem -tn starker Form bezeichne, unbegründet sei; ein solches Rundschreiben existire nicht. jaufzurichten.
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